Jürgen Henningsen Die Leiche kam nicht auf dem Dienstweg

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Inhaltsangabe zu „Die Leiche kam nicht auf dem Dienstweg“ von Jürgen Henningsen

Wir schreiben das Jahr 1967/68 - Eine Leiche im Düsseldorfer Kultusministerium versetzt eine Institution in Aufregung. Kein Motiv, kein konkreter Verdacht, kein Täter scheinen greifbar. Der Mord jedoch zeitigt Wirkungen, die Spur führt nach Bochum. Beamte, Verwaltungsangestellte, Professoren, Assistenten und Studenten der Ruhr-Universität werden aus ihrem Routine-Alltag gerissen. Schließlich kommt es zu einer unerwarteten, gänzlich unbürokratischen Begegnung. Jürgen Henningsen, Pädagogikprofessor, Mentor des Münsteraner Kabaretts 'Fortschrott', hat für einen Lesespaß ganz besonderer Art gesorgt. Er porträtiert ein Milieu, das ihm sehr vertraut ist - schließlich war er in den Jahren 1968/69 im Ministerium tätig. Mit diesem bissigen Krimi versetzt er uns in eine Welt, die geprägt ist von Unruhe, Reformversuchen und Demonstrationen - die APO ist ständig präsent! Pressestimmen: 'Flott, manchmal flapsig' und 'mit satirischem Pfiff geschrieben', 'dennoch eine klassische Detektivgeschichte' (Westdeutsche Allgemeine Zeitung).

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  • Mord im Kultusministerium

    Die Leiche kam nicht auf dem Dienstweg

    Igelmanu66

    1968 – Eine Leiche im Düsseldorfer Kultusministerium versetzt eine Institution in Aufregung. Kein Motiv, kein konkreter Verdacht, kein Täter scheinen greifbar. Der Mord jedoch zeigt Wirkungen, die Spur führt nach Bochum. Beamte, Verwaltungsangestellte, Professoren, Assistenten und Studenten der Ruhr-Universität werden aus ihrem Routine-Alltag gerissen. Schließlich kommt es zu einer unerwarteten, gänzlich unbürokratischen Begegnung.   (Klappentext) Dieses Buch habe ich ganz zufällig auf der Buchmesse entdeckt. Es ist recht unscheinbar, und wenn der gute Mann an dem Stand (übrigens sehr nett – er hat Lisa auch noch einen kleinen Gedichtband geschenkt) es mir nicht empfohlen hätte, wäre es mir vermutlich nie aufgefallen. Und das wäre schade gewesen, denn ich hatte einen Riesenspaß damit. Im Kultusministerium ist man arg gestresst. Der neueste Erlass muss bis zum Ende der Woche fertig sein, aber es gibt noch so viele Formulierungen, die durchdacht werden wollen… Der Kulturausschuss legt sich quer, der Minister macht Druck und vor der Tür demonstrieren Studenten. Und dann findet man noch während einer Überstunde in Raum fünfhundertdreiundachtzig einen Toten… Wie wird der Tote und die damit zusammenhängenden polizeilichen Ermittlungen den Behördenablauf beeinträchtigen? Und haben Kripo und Staatsanwaltschaft überhaupt eine Chance, sich hier zurechtzufinden? Ist es nicht viel sinnvoller, wenn man da die Ermittlungen selbst in die „)Hand nimmt? Zumal man durch die Presseberichte zum Mord nun endlich mal Publicity und Resonanz in der Öffentlichkeit hat… Was habe ich gelacht! Wer sich über den typischen Beamtenjargon amüsieren kann, kommt hier voll auf seine Kosten. Absolut herrlich, wie zum Mordfall erst mal der passende Vorgang angelegt wird, einschließlich Aktenzeichen… („Ein Aktenzeichen für en Vermerk über unsere Mordfall? Tja, wat nehme wir denn da? Wie wäre et mit sechsunddreißig, waagerechter Strich, vierundzwanzig, Schrägstrich, null? Is zwar eigentlich „Politische Bildung“, aber darunter nehme wir immer allet, wat sonst nirgends reinpaßt…“). Aufs Genaueste wird dann ermittelt… („Der Briefumschlag kommt dann in den Papierkorb. Paragraph zehn Anlage eins Absatz eins Punkt sieben war insofern nicht anzuwenden…“). Wobei die Beamten sich Ihrer Besonderheiten bezüglich Sprache und Arbeitsweise durchaus bewusst sind und sich auch mit schöner Regelmäßig selber darüber lustig machen… („Toll, da haben wir ja einen Lüstling, und nationalistisch ist er auch noch! Da werde ich freilich erhebliche Bedenken geltend zu machen kaum umhinkönnen.“ … „Nehmen wir die Zeile mit in den Vorgang. Ich schreibe, wenn ich mal Zeit habe, einen Aktenvermerk dazu.“) Und natürlich lösen unsere Detektive den Fall! Und der „Runderlass vom sechzehnten Januar neunzehnhundertsiebenundsechzig – waagerechter Strich, arabisch zwei, waagerechter Strich, groß Z, groß B, eins, waagerechter Strich, arabisch zwei, waagerechter Strich, dreiundzwanzig, Schrägstrich, null, sechs, waagerechter Strich“ kann zum Termin in Kraft treten… Wer einen Thriller sucht oder ganz generell über solchen Behördenwahnsinn und Amtsdeutsch nicht oder nur müde lachen kann, sollte die Finger von dem Buch lassen. Für jemanden wie mich – der jahrelang mit einer Behörde zusammengearbeitet hat und Beamte aus dem Familienkreis kennt – ein wunderbares Vergnügen! Der Autor selbst war übrigens in den Jahren 1968/69 im Ministerium tätig – beschreibt also ein ihm wohl bekanntes Milieu.

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    NiWa

    28. June 2014 um 20:21
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