Jürgen Hesse , Hans Christian Schrader Hesse/Schrader: Bewerbung mit Handicap

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Inhaltsangabe zu „Hesse/Schrader: Bewerbung mit Handicap“ von Jürgen Hesse

Viele Menschen haben ein Handicap, sei es eine körperliche Einschränkung, ein chronisches Leiden oder eine physische oder psychische Beeinträchtigung. Das Handicap ist mehr oder weniger sichtbar: manchmal auch gar nicht. Dennoch bedeutet es eine Einschränkung in der persönlichen Leistungsfähigkeit. Die Bewerbungsprofis Hesse/Schrader zeigen, wie sich Bewerber trotz ihres Handicaps bestens auf dem Arbeitsmarkt präsentieren können. Sie verdeutlichen anhand vieler Praxisbeispiele alle wichtigen Schritte im Bewerbungsprozess und veranschaulichen die spezielle Situation für Menschen mit Handicap anhand zahlreicher Beispiele.Außergewöhnlich: neue Wege, um garantiert positiv aufzufallen! Erstellen eines Berufsprofils Job-Suchstrategien Bewerbungsunterlagen Überzeugen im Vorstellungsgespräch Gehaltsverhandlungen Aus der Presse:"In "Bewerbung mit Handicap" geben die Autoren Jürgen und Hans Christian Schrader Tipps, wie sich Menschen mit Einschränkungen selbstbewusst auf dem Arbeitsmarkt behaupten können."(B.Z. / Berlin, November 2012) 

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  • Rezension zu "Bewerbung Beruf & Karriere / Bewerben mit Handicap" von Jürgen Hesse

    Hesse/Schrader: Bewerbung mit Handicap
    MHoevermann

    MHoevermann

    12. June 2012 um 09:26

    Handicap oder nicht: Beruflicher Erfolg ist machbar! Zielgruppe Das Buch wendet sich an Menschen mit Handicaps, die sich bewerben möchten. Wichtig ist, dass unter „Handicap“ vieles verstanden werden kann, von Adipositas bis Zuckerkrankheit. Laut § 2 Abs. 1 SGB IX (Neuntes Buch Sozialgesetzbuch - Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen -, 2001) gelten Menschen als behindert, "wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Sie sind von Behinderung bedroht, wenn die Beeinträchtigung zu erwarten ist". Als Körperbehinderung bezeichnet man in der Regel ein Handicap, das den Körper direkt betrifft, d.h., wenn die Bewegungsfähigkeit eines Menschen wegen einer Schädigung des Stütz- und Bewegungssystems eingeschränkt ist. Dazu zählen Skelett, Muskeln und Nerven. Auch wenn das körperliche Leistungsvermögen wegen einer Erkrankung oder Schädigung der innerer Organe stark beeinträchtigt ist, spricht man von körperlicher Behinderung. Aber Handicaps sind eben auch Depressionen, Migräneanfälle, Prüfungsangst und vieles andere. Es hängt maßgeblich von der Gesellschaft, in der man lebt, ab, was als Handicap gesehen und wie die eigene Leistungsfähigkeit eingestuft wird. Nicht behinderte Menschen Wir leben in einer Gesellschaft, in der die Arbeitsleistung über allem steht. Funktionieren ist Pflicht. Wer selbst nicht behindert ist und damit keine Berührungspunkte im Alltag zu behinderten Menschen hat, weiß oft nicht, wie schwer es mit einer Behinderung ist. So fallen dann auch die Reaktionen ganz unterschiedlich aus. Manche Menschen können sich schlecht in die Situation eines Menschen einfühlen, der z.B. unter extremer Angst leidet, oder aber sie sind unsicher, wenn sie eine körperliche Behinderung entdecken. Auch Vorurteile spielen vielleicht eine Rolle. So denkt mancher Arbeitgeber vielleicht, dass der Arbeit Suchende mit Diabetes nicht so leistungsfähig ist oder dass die Bewerberin mit schweren Migräne-Anfällen keinen Stress aushält. Nicht immer sind Behinderungen sofort erkennbar. Wer im Rollstuhl sitzt, kann sie natürlich nicht verbergen. Andere Menschen sehen es sofort. Das gilt genauso für den möglichen Arbeitgeber, der vielleicht in der Situation überfordert ist, schlecht reagiert oder den Bewerber sofort innerlich ausschließt. Der Blick auf Menschen mit Behinderungen wandelt sich. Das Wort von der "Inklusion" macht die Runde und oft gibt es Vorgaben, nach denen bei gleicher Eignung behinderte Bewerber bevorzugt einzustellen sind. Aber das ist natürlich auch Auslegungssache und es gibt einen gewissen Ermessensspielraum. Abgesehen davon: Man will den Job schließlich haben, weil -> man zeigen will, was man kann. -> Herausforderung sucht -> sich nicht über eine Behinderung definiert -> viel zu bieten hat und das sinnvoll einsetzen will -> für den eigenen Lebensunterhalt aufkommen will und/oder muss -> Verantwortlichkeiten gegenüber Familienmitgliedern bestehen Kurz gesagt: Man will eine Arbeit aus genau den Gründen, aus denen jeder Mensch eine Arbeit will. Als Alternative bleibt die Selbständigkeit, aber das ist nicht für jede Person das Richtige. Eigen- und Fremdwahrnehmung "Man ist nicht behindert, man wird behindert", lautet eine neuere Sichtweise. Das stimmt. Aber es sagt sich auch leicht. Was nutzt es denn zu wissen, dass man selbst einen tollen Job machen könnte, wenn man doch bloß in das alte, leider nicht barrierefreie Gebäude käme? Man muss ein ziemlich dickes Fell haben, das steht fest. Nicht aufgeben, es immer wieder versuchen, Überzeugungsarbeit leisten. Da hilft ein Buch wie "Bewerbung mit Handicap" wirklich über die eine oder andere Klippe! Bewerbungscoaching Bei meiner Tätigkeit als Bewerbungscoach begegnen mir häufig Menschen mit bestimmten Handicaps. Manchmal sind diese sichtbar, manchmal nicht oder zumindest nicht auf den ersten Blick. Für Betroffene stellt der Bewerbungsprozess oft eine besondere Herausforderung dar. Jürgen Hesse und Hans Christian Schrader wenden sich mit diesem Bewerbungsratgeber speziell an Arbeitnehmer mit körperlichen, psychischen und seelischen Handicaps. Egal, ob man im Rollstuhl sitzt, unter Depressionen, Prüfungsangst oder Migräneanfällen leidet oder vielleicht unfallbedingt einen Arm verloren hat - man will arbeiten und sich nicht ausbremsen lassen. Überzeugungsarbeit leisten Das Problem ist: Auch wenn man selbst weiß, was man leisten kann, müssen potentielle Arbeitgeber davon erst einmal überzeugt werden. Nicht einfach in einer Leistungsgesellschaft. Hesse und Schrader zeigen anschaulich, wie man sich mit den eigenen Stärken wirkungsvoll präsentiert und geschickt nach vorn bringt. Schließlich bedeutet das Leben mit einem Handicap tägliche Kämpfe, die bestanden werden müssen. Mut, Resilienz und Durchhaltevermögen sind durchaus wesentliche Erfolgsfaktoren in der Arbeitswelt, und mit einem Handicap stellt man exakt das immer wieder aufs Neue unter Beweis. Verschweigen oder offen mit der eigenen Behinderung umgehen? Die Autoren raten im Wesentlichen dazu, die Behinderung, wenn möglich, zu verschweigen oder zumindest herunterzuspielen. Muss sie unbedingt erwähnt werden, etwa, weil sie sich nicht verbergen lässt oder weil man offen damit umgehen will, gibt es viele Ideen und Tipps dazu, wo und wie ein entsprechender Hinweis am besten untergebracht werden kann. Manchmal ist der richtige Zeitpunkt gekommen, nachdem die Einladung zum Vorstellungsgespräch erfolgt ist. Manchmal, z.B. wenn man im Rollstuhl sitzt, führt allerdings auch kein Weg darum herum: Man muss im Vorfeld klären, ob der Arbeitsplatz barrierefrei ist. Das allerdings muss jeder Bewerberin für sich im Einzelfall entscheiden. Das KLP-Prinzip: Kompetenz, Leistungsmotivation, Persönlichkeit Eine große Stärke des Buches sind die hervorragenden Anleitungen zur Anfertigung der perfekten Bewerbungsunterlagen nach dem bewährten KLP-Prinzip: Kompetenz, Leistungsmotivation, Persönlichkeit. Denn letztendlich ist das Bewerben mit Handicap dann doch wieder nicht so anders als das Bewerben ohne. Aus welchen Bestandteilen eine gelungene Bewerbung besteht und wie die verbale und optische Gestaltung überzeugend gelingt, wird übersichtlich und verständlich vermittelt. Musterunterlagen Die anschaulichen Musterunterlagen bestehend aus Deckblatt, Anschreiben, Lebenslauf und Dritter Seite lassen den Leser selbst zum kritischen Personaler werden. Ein überaus hilfreicher Seitenwechsel; dadurch betrachtet man Formulierungen aus einer anderen Perspektive und begreift schnell, dass Floskeln nicht weiterbringen. Mappe oder nicht? Brauche ich ein Foto und welches Format kommt besonders gut an? Wie kann eine überzeugende Initiativ-Bewerbung aussehen? Was ist mit Bewerbungen übers Internet? Diese und viele weitere Fragen werden geklärt. Fehlzeiten - und nun? Längere Auszeiten machen Personaler misstrauisch. Nach schweren Erkrankungen können allerdings lange Genesungsphasen folgen oder Kuraufenthalte nötig sein. Vielleicht ist auch aufgrund einer psychischen Beeinträchtigung eine kontinuierliche Berufstätigkeit nicht möglich oder stark erschwert. Dann entsteht eine Lücke im Lebenslauf, die es zu erklären gilt. War jemand längere Zeit beruflich nicht eingebunden, werden als Ursachen schnell Arbeitslosigkeit, gesundheitliche Gründen oder Drogenprobleme vermutet. Aber diese Phasen können durchaus auch positiv bewertet werden. Weltreisen, Familienpausen, die Pflege der Eltern oder auch die eigene berufliche Neuorientierung etwa sind akzeptable Gründe. Eine Tabelle listet Lücken in unterschiedlicher Länge auf, veranschaulicht, wie diese interpretiert werden, und was sie für Rückschlüsse auf den Bewerber nahelegen. Anschließend präsentieren die Autoren hilfreiche Tipps, wie diese Auszeiten erklärt werden können. Gesetze und gestalterische Gesetzmäßigkeiten Rechtliches wird ebenfalls angesprochen. Denn immer wieder entsteht natürlich auch die Überlegung, zu welchen Auskünften man eigentlich verpflichtet ist. Muss man über etwas Bestimmtes informieren? Auch die neue Din-Norm, die festlegt, wie bestimmte Briefbestandteile auszusehen haben, wird natürlich erklärt und durchweg beachtet. Bei Erfolg: Vorstellungsgespräch! Das richtige Vorgehen und eine gute Vorbereitung, wenn man es geschafft hat, zum Vorstellungsgespräch eingeladen worden zu sein, spielen natürlich auch eine große Rolle. Hier bleibt es nicht etwa bei grauer Theorie: Hesse und Schrader präsentieren häufige Fragen und jeweils schlechte und gute Wege, darauf zu antworten und mit Stresssituationen während dieses Gespräches umzugehen. Auch die 10 wichtigsten Fragen zum Thema Gesundheit, auf die man gefasst sein sollte, fehlen hier nicht. Eine gelungene Vorbereitung ist wirklich das A und O. Wer in etwa einschätzen kann, was zu erwarten ist, kennt die maßgeblichen Fragen und ist weit weniger überfordert als jemand, der völlig ahnungslos in dieses Gespräch hineinstolpert. Wie man gut reagieren kann, lässt sich vorher auch üben. Man kann mit Freunden und Familienangehörigen die Situation durchspielen, immer wieder neu, vielleicht auch testen, was am besten wirkt usw. Gleiches gilt natürlich auch für nicht behinderte Bewerber und Bewerber ohne Handicaps! Fazit Präsentiert wird ein kompakter, rund herum gelungener Bewerbungsratgeber mit besonderem Fokus auf Handicaps für alle, die nicht den Weg in die Selbständigkeit wählen wollen. Lesenswert ist das Buch aber letztendlich für sämtliche Arbeitnehmer, denn es vereint in kompakter, sehr gut strukturierter Form alle Erkenntnisse des Autoren-Duos. Überaus gelungen ist der Teil, der sich mit Lücken und Erklärungsmöglichkeiten befasst. Wer also nicht die perfekten Unterlagen bieten kann, ist mit einem konsultierenden Blick zwischen diese Buchdeckel mehr als nur gut bedient. Hesse und Schrader erinnern daran, dass wir nicht auf der Welt sind, um so zu sein, wie andere uns haben wollen. Eine Einstellung, die Mut macht und ermuntert, den eigenen Weg zu gehen und sich durchzubeißen. Beruflicher Erfolg ist machbar. Danke an die beiden Mutmacher und Karrierehelfer!

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