Jürgen Hoeren

Alle Bücher von Jürgen Hoeren

Cover des Buches "Luther wollte mehr" (ISBN: 9783451375668)

"Luther wollte mehr"

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Erschienen am 29.09.2016
Cover des Buches Wozu Religion? (ISBN: 9783451377235)

Wozu Religion?

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Erschienen am 18.04.2017
Cover des Buches Jan Hus im Feuer Gottes (ISBN: 9783843606493)

Jan Hus im Feuer Gottes

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Erschienen am 05.05.2015
Cover des Buches Afrika (ISBN: 9783451054211)

Afrika

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Neue Rezensionen zu Jürgen Hoeren

Cover des Buches "Luther wollte mehr" (ISBN: 9783451375668)W

Rezension zu ""Luther wollte mehr"" von Eugen Drewermann

Ein Buch voller reformatorischer Freiheit, theologisch fundiert und voller Leidenschaft
WinfriedStanzickvor 6 Jahren



Heute am 31.10.2016 beginnt in den protestantischen Kirche Deutschlands ein Festjahr, das mit der 500. Wiederkehr des Anschlags der 95 Thesen Martin Luther an die Tür der Schloßkirche zu Wittenberg am 31.10.2017 seine abschließenden Höhepunkt finden wird.

In vielen Gottesdiensten, Predigten und Vorträgen wird es darum gehen, die Aktualität der reformatorischen Erkenntnisse Luthers zu evaluieren und zu fragen, wie aktuell seine Theologie ist und wie sie weiter entwickelt werden muss um ihren ursprünglichen  Anliegen Rechnung zu tragen.

Schon seit Monaten löst auf dem Büchermarkt eine Veröffentlichung die anderen ab, in denen manchmal eher wissenschaftlich-theologisch, manchmal ehr populär-theologisch die Reformation zum Thema gemacht wird. Auch katholische Autoren zögern nicht, zur Aktualität von Luthers Theologie Stellung zu beziehen.

Unter ihnen ragt der von der katholischen Amtskirche sanktionierte Theologe und Psychotherapeut Eugen Drewermann mit der vorliegenden Publikation des Herder Verlages heraus.

In einem langen Gespräch, das er mit dem Journalisten Jürgen Hoeren, der schon ähnliche Bücher nicht nur mit Drewermann, sondern auch mit Hans Küng und Kardinal Lehmann publizierte, führte, spricht der belesene und unorthodoxe Drewermann über den Reformator und seinen Glauben. Immer wieder – sehr lutherisch – auf die Bibel und ihre Traditionen bezogen, macht er die Lebensgeschichte und die Botschaft Martin Luthers plausibel.
In drei Hauptkapiteln gehen Hoeren und Drewermann systematisch vor:
•    Was bedeutet Luther?
•    Der Kern: das dreimalige „Allein“
•    Religion und Gesellschaft
Durch den natürlich für die Druckfassung überarbeiteten Gesprächscharakter ist das über 330 Seiten starke Buch sehr verständlich, auch für den theologischen Laien. Doch gerade für einen protestantischen Theologen ist es voller überraschende rund neuer Einsichten und Ansichten.
Ein Buch voller reformatorischer Freiheit, theologisch fundiert und voller Leidenschaft für die Botschaft, deren Verkündigung der Kirche aufgetragen ist. Es atmet einen frischen ökumenischen Geist.
Und man fragt sich beim Lesen, warum die katholische Kirche solch einen intelligenten und erfrischenden Theologen im Bann hält.




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Cover des Buches Afrika (ISBN: 9783451054211)S

Rezension zu "Afrika" von Katja Böhler

Afrika - ganz knapp...
Sokratesvor 8 Jahren

Das Buch bietet eine facettenreiche Vorstellung eines Kontinents, der noch immer von sozialen wie politischen Problemen dominiert wird. Der Band versucht sich dieser Vielzahl von Problemfeldern zu widmen, übersieht hierbei aber nicht die mittlerweile positiv zu bewertenden Aspekte. Neben kulturgeschichtlichen, historischen oder archäologischen Ereignissen wird ebenso auf Wirtschaft, Politik oder Gesellschaft im Afrika des 21. Jahrhunderts eingegangen. Die Aufsätze, von namhaften Wissenschaftlern oder ausgewiesenen Afrika-Kennern (i.d.R. Auslandskorrespondenten) geschrieben, vermitteln auf knappem Raum eine aktuelle Schau der Problemfelder wie Potentiale dieses bislang viel zu kurz gekommenen Kontinents und überaus spannenden Kulturraumes.

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Cover des Buches Wir glauben, weil wir lieben (ISBN: 9783491725492)W

Rezension zu "Wir glauben, weil wir lieben" von Eugen Drewermann

Rezension zu "Wir glauben, weil wir lieben" von Eugen Drewermann
WinfriedStanzickvor 11 Jahren

In einem langen Gespräch mit Jürgen Hoeren erzählt der Theologe und Psychotherapeut Eugen Drewermann von seinem Glauben. Es ist eine Art Autobiographie im Dialog geworden, in der Drewermann, der lange Jahre der umstrittenste und beliebteste Theologe gleichzeitig war in Deutschland, aus seinem Leben erzählt, von seinen Erfahrungen als Kind und mit den Märchen. Dies sollte später wesentlich seine Exegese und seine therapeutische Praxis bestimmen. Es folgen die Erinnerung an seine Priesterausbildung und seine schmerzhaften Erfahrungen mit der katholischen Kirche, die ihn maßregelte und der er schließlich den Rücken kehrte, schweren Herzens, wie aus diesem Buch zu erkennen ist.

Radikal der Aufklärung verpflichtet, hat Drewermann gelernt, die biblischen Bilder und Mythen zu interpretieren. Er kommt ohne die Gottessohnschaft Christi und dessen Wunder aus. Dennoch glaubt er an Gott. Er schreibt:
„An Gott zu glauben, bedeutet nicht, die Welt zu erklären und ihre Mechanismen technisch, ökonomisch und politisch möglichst effizient zu nutzen; es bedeutet, die Welt der Grausamkeit zu widerlegen durch die Liebe und uns zuallererst in unsere Geschöpflichkeit zu akzeptieren. Erst mit Bezug zu Gott verwandelt sich der Kampf ums Dasein in ein Geschenk des Lebens.“

Und, Albert Camus aus dessen Tagebuch 1943 zitierend, formuliert Drewermann die bleibende Aufgabe für sich:
„Sinn meines Werkes: So viele Menschen entbehren der Gnade. Wie können wir ohne Gnade eben? Wir müssen uns wohl oder übel darein schicken und tun, was das Christentum nie getan hat: uns der Verdammten annehmen.“

Wer Eugen Drewermann einmal persönlich erlebt hat, weiß, dass er unter dieser Gnadenlosigkeit der Welt und der Menschen seelisch und körperlich leidet. Diese Gesprächsbiographie kann Menschen, die Eugen Drewermann und sein Denken kennen lernen wollen sehr hilfreich sein.

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