Jürgen Kaizik Musils Mörder

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Inhaltsangabe zu „Musils Mörder“ von Jürgen Kaizik

Durch die Augen des Lustmörders Christian Moosbrugger erleben wir die letzten Tage seines Schöpfers Robert Musil aus intimster Nähe. Robert Musil, deutschsprachiger Dichter und Schöpfer des großartigsten Romanfragments der Weltliteratur, als fiktive Figur. Seine wirkliche Existenz ist die eines Flüchtlings unter vielen. Krieg und Verfolgung durch die Nazis haben ihn bis Genf getrieben. Verbissen kämpft er gemeinsam mit seiner Frau Martha oft um das nackte Überleben und um die Vollendung seines Werks. Aber diese Wirklichkeit, so grotesk grausam sie auch sein mag, ist nicht die einzige. Zwischen zwei Spiegel gestellt vervielfältigt sie sich in unendlich viele Bilder lockender Möglichkeiten. Da ist Genf selbst, die französischsprachige Stadt und ihre unvergleichliche Lage am weiten See, zwischen den mystisch verschatteten Hügeln des Jura und den gleißenden Gletschern des Mont-Blanc-Massivs. Und da ist die Gestalt eines Mörders auf der Suche nach dem Geheimnis, aus dem heraus ihn der Dichter einst erschaffen hat.

Das Buch macht ich ratlos: Schöne Sätze wechseln mit verunglückten, immer bleibt die Frage: Was lese ich da? Muss ich Musil zuerst lesen?

— Beust
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