Jürgen Kleindienst Zwischen Kaiser und Hitler

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 0 Rezensionen
(0)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Zwischen Kaiser und Hitler“ von Jürgen Kleindienst

ZUM BUCH QUÄKER-SPEISUNG UND "LAUFENDE BILDER" Zwanzig aufregende Jahre von 1914 bis 1933. "Ich wünsche mir zu Weihnachten einen Vater", bittet der zehnjährige Ernst Haß seine Mutter. Der in der Kaiserlichen Flotte dienenden Vater ist bei einer Seeschlacht gegen England umgekommen. Ob der Wunsch in Erfüllung ging, erzählt die erste Geschichte eines Buches mit Kindheitserinnerungen aus schicksalhaften deutschen Jahren. Wie erlebten Kinder den Ersten Weltkrieg und das Ende des Kaiserreiches? Wie kam die Inflation über die Menschen? Was war golden an den "Zwanzigern"? Wie empfanden Kinder den technischen Fortschritt mit Radio, Kino und Auto? Die erstaunlich lebendigen Zeitzeugenberichte geben viele gute Antworten zum damaligen Alltagsleben. Eine arbeitsame Idylle jener Jahre schildert Ursula Löbner: Das geordnete Leben auf Gut Hammelspring in der Uckermark und die täglichen Ponykutschfahrten zum Lyzeum in Templin. Auch hier verändert der Krieg vieles: "Das Vieh wurde aus den Stallungen geholt, Kartoffeln und Getreide beschlagnahmt. Für die eingezogenen Arbeiter bekamen wir französische Kriegsgefangene." Bei Kriegsende gelingt hier der Neuanfang leichter als in der Stadt, wo es an Kaufkraft und Rohstoffen fehlt. "Für unsere Familie waren die Zwanziger Jahre eine arme Zeit", erzählt Gertrude J. Seeliger. "Wir Kinder bekamen gegen den schlimmsten Hunger Quäker-Speisungen: Milchsuppe und ein dunkles Brötchen." Stadtkinder werden aufs Land verschickt und hochgepäppelt. Die Kriegsfolgen führen zur Inflation. 1923 verliert auch Ludwig Eberbachs Vater alles Vermögen. Weil der Schmiedemeister eine größere Werkstatt aufbauen will, hatte er Häuser und Grundstücke verkauft. Sein Bargeld auf dem Bankkonto verfällt binnen kurzem zum Nichts. Als mit der Rentenmark wieder stabiles Geld kursiert, schöpfen die Menschen Mut und begeistern sich für die stürmische Technikentwicklung. Walter H. Moshammer erinnert sich: "Seit 1923 konnte man in Berlin Radio hören. Irgendwann hatte Onkel Felix einen Kristall-Detektorempfänger und Kopfhörer mitgebracht". Wenige der ersten Radiogeräte besitzen einen Lautsprecher. In den Haushalten weichen die Petroleum- und Gaslampen dem elektrischen Licht. Der Bubikopf wird modern, junge Frauen lassen sich die Röcke kürzen. Traute Siegmund erzählt, wie sie zum ersten Mal "laufende Bilder" sieht: Kino! Mitten in die Aufbruchstimmung hinein schlägt 1929 der "Schwarze Freitag" an der New Yorker Börse. Die Weltwirtschaftskrise läßt binnen kurzem ein Heer von Arbeitslosen entstehen. Hitlers Heilversprechen fallen auf fruchtbaren Boden. Mit zahlreichen Fotos und Dokumenten der Autoren illustriert, vermitteln die Erinnerungen ein lebendiges Bild des Alltagslebens in Deutschland. ZUR REIHE ZEITGUT Lebendige Erinnerungen bewahren Die Buchreihe ZEITGUT beweist, daß Geschichte kein trockener Schulstoff sein muß. Mit Zeitzeugen-Erinnerungen öffnet sie den Blick auf den Alltag der Menschen. Jeder Band stellt in 35 bis 45 lebendigen Erinnerungen einen markanten Abschnitt deutscher Geschichte vor. Die Buchreihe ist einzig in ihrer Art. Die Texte der Sammelbände stammen von Menschen aus allen Gegenden Deutschlands und repräsentieren zugleich die soziale Bandbreite der Gesellschaft. Die Bücher sind ein Stück "oral history" im besten Sinne und sprechen damit ein breites Publikum an: diejenigen, die die Zeiten miterlebt haben, und ihre Kinder und Enkel, die mehr erfahren wollen, als in den Schulbüchern steht. Junge Menschen haben mit den Texten der Reihe ZEITGUT die Möglichkeit, das Leben der Eltern- und Großeltern-Generation in großer Bandbreite kennen und verstehen zu lernen. So werden geschichtliche Vergangenheit und eigene Herkunft gut begreifbar. Mit Hilfe eines Ortsregisters und einer chronologischen Übersicht der wichtigen Ereignisse der jeweiligen Zeit kann sich der Leser orientieren. Fotos und Dokumente, meist aus dem Besitz der Zeitzeugen, ergänzen die Texte. Immer mehr Pädagogen setzen die Reihe ZEITGUT ein, um ihren Schülern Geschichte lebendig zu vermitteln. Die Bände sind auch für die politische Bildungsarbeit gut geeignet. Daher empfehlen viele Buchhändler und Bibliothekare ZEITGUT auch als Geschenk für Kinder und Jugendliche. Einsendungen von eigenen episodenhaften Erinnerungen aus Deutschland im 20. Jahrhundert sind jederzeit erwünscht an Zeitgut Verlag GmbH, Lektorat, Klausenpaß 14, 12107 Berlin.

Stöbern in Sachbuch

Zwei Schwestern

Ein wichtiges Buch.

jamal_tuschick

Die Entschlüsselung des Alterns

Ein tolles Sachbuch - leicht verständlich, fundiert und sehr interessant.

HensLens

Planet Planlos

sehr informatives Sachbuch über den Klimawandel

Vampir989

Hass ist keine Meinung

Glaubt nicht alles, was man euch erzählt. Vor allem nicht, was das Internet euch erzählt! Bleibt skeptisch und setzt euer Gehirn ein.

DisasterRecovery

LYKKE

Ein Buch, dass lykkelig macht. Ich kann es euch nur ans Herz legen. Mir hat es sehr gefallen!

KleineNeNi

Die Genussformel

„Mögen alle Ihre Rezepte gelingen!“ - wie könnte es anders sein, wenn man den Tipps von Werner Gruber folgt. Top!

Sikal

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks