Jürgen Mette Alles außer Mikado: Leben trotz Parkinson

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Inhaltsangabe zu „Alles außer Mikado: Leben trotz Parkinson“ von Jürgen Mette

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    Alles außer Mikado: Leben trotz Parkinson
    kira35

    kira35

    28. April 2013 um 17:26

    Kurzbeschreibung: (Auszug Klappentext) Als Jürgen Mette während eines Fernsehdrehs mehrfach von einem unkontrollierten Zittern überfallen wird, ahnt er, dass mehr als Kälte und Erschöpfung dahinter stecken. Eine Reihe ärztlicher Untersuchungen bringt schließlich die erschreckende Gewissheit: Parkinson ist in sein Leben getreten. Ein Leben, das vorher bestimmt war durch sein hohes Maß an Energie, Lebensfreude und einen vollen Terminkalender, wird nun von der schweren Krankheit beeinflusst. Der Autor: Jürgen Mette, gelernter Zimmermann, studierte in Marburg und den USA Theologie, ist geschäftsführender Vorsitzender der Stiftung Marburger Medien und hat einen Lehrauftrag an der Evangelischen Hochschule Tabor. Er engagiert sich in den Führungsgremien des Bibellesebunds, der Studien- und Lebensgemeinschaft Tabor, bei Willow Creek Deutschland und gehört zum Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz. Jürgen Mette ist verheiratet und Vater von drei erwachsenen Söhnen. Meinung / Fazit: Auf Jürgen Mette wurde ich durch die Sendung "Kölner Treff" im WDR 3 aufmerksam. In dieser Talkrunde sprach der sympathische Mann offen über seine Krankheit, die er Herr P. nennt. Ich wurde neugierig auf seine Geschichte und hatte Glück, dass mir das Buch als Wanderbuch von einer Leserin überlassen wurde. Jürgen Mette ging es wie wohl vielen Menschen die, mitten im Leben stehend, von einer unheilbaren Krankheit "überfallen" werden. Die Vorboten der Krankheit werden verdrängt oder ignoriert. Er, der nie ernsthaft erkrankt war, sollte nun Parkinson haben? Er beschreibt in diesem Buch, wie er mit seinen Ängsten umgeht, über die Höhen und Tiefen, sich in seinem Alltag mit Herrn P. zurecht findet, welche Bedeutung die Musik für ihn hat und wie er sich noch intensiver mit der Bibel, insbesondere dem Buch Hiob, auseinandersetzt. Er lernte in der Hiobsgeschichte einen Gott kennen, der nicht apathisch das Leiden über die Menschen bringt, sondern das von uns angerichtete und das nicht erklärbare Leid mit uns teilt.(Zitat S. 153) Das Buch verbreitet Hoffnung und Licht, gewürzt mit Musik und Humor und nicht zuletzt durch Glauben und Lebensfreude. ( aus dem Vorwort von Dan Peter S.12) Dem kann ich mich nur anschließen und das Buch weiterempfehlen.

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  • Inhaltsreich und humorvoll

    Alles außer Mikado: Leben trotz Parkinson
    mabuerele

    mabuerele

    14. April 2013 um 16:06

    „…Herr Parkinson übernimmt klammheimlich die Regie meines Lebens. Aber seine Möglichkeiten sind berechenbar…“   Jürgen Mette ist Theologe. Er hatte in seinem Leben keine ernsthaften Krankheiten kennengelernt. Dann gab es Vorboten, dass etwas nicht stimmte. Bei einer Veranstaltung auf der Wartburg in Eisenach verdichtet sich die Erkenntnis, dass er an Parkinson leidet. Das Buch beginnt mit zwei Episoden aus der Kindheit. Damals hat der Junge die Krankheit bei anderen Menschen gesehen – und gehofft, davon verschont zu bleiben. Doch es sollte anders kommen. Im Buch geht der Autor sehr offen mit der Krankheit um. Es ist aber keine Beschreibung von Krankheitsverlauf und Symptomen. Natürlich gehört es an entsprechender Stelle dazu, zu erwähnen, welche Beeinträchtigung es durch die Krankheit gibt. Das Buch ist eine Auseinandersetzung mit dem Glauben im Angesicht der Krankheit. Dabei hat er die Frage nach dem „Warum?“ für sich nicht gestellt. Trotzdem geht der Autor kurz auf diese Frage ein. Das geschieht nach der Interpretation des Hiobbuches. Gerade bei diesem Thema hat der Autor mich mitgenommen auf einen theologischen Exkurs, der den Glauben unter neuen Gesichtspunkten betrachtet. Sehr gut gefallen haben mir seine Darlegungen zum Einfluss der Musik auf unser Befinden. Ich stimme mit ihm überein, dass es wichtig ist, die Kinder und Jugend an die Schönheit der klassischen Musik heranzuführen.   Das Buch ist mit sehr viel Humor geschrieben. Dem Autor gelingt es, auch schwierigen Themen noch positive Seiten abzugewinnen. Er zeigt aber auch, wie wichtig das Umfeld für die Bewältigung der Alltagsprobleme und den Umgang mit der Krankheit ist. Er macht Mut, Emotionen zuzulassen und „Nein“ zu sagen, wenn es an die Grenzen der Belastbarkeit geht. Der Autor versteht es, mit Worten zu spielen. Auf den wenigen Seiten finden sich viele nachdenkenswerte Sätze. Es ist ein Buch voller Hoffnung und Mut. Es hat mich tief berührt. Ich werde es gern weiterempfehlen.

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