Jürgen Mette Gnadenzeit

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Inhaltsangabe zu „Gnadenzeit“ von Jürgen Mette

In den Allgäuer Alpen wird die Leiche einer jungen Frau aufgefunden. Für Hauptkommissar Bachhuber, der mit dem Fall betraut wird, und seine Kollegin Maria Sonnlaitner scheint der Fall bald klar zu sein. Doch dann beginnt eine Reise voller Überraschungen in das Umfeld und die Vergangenheit des Opfers. Dabei lernen die Kommissare eine christliche Glaubensgemeinschaft kennen, die ihre Mitglieder in sektiererischer Endzeitpanik systematisch manipuliert und geistlich missbraucht. Durch die Tragödie geraten bei allen Beteiligten die Grundfesten ihrer Glaubensüberzeugungen ins Wanken. Für einige ist dies der Beginn einer heilsamen Entwicklung. Sie werden überrascht von der befreienden Kraft der Gnade ...

Bin begeistert von dem Buch. Lediglich die Szenen mit dem "Höllenfeuer" erscheinen überbetont und verwirren.

— Synapse11
Synapse11

Mischung zwischen Krimi und christlichen Werten - macht nachdenklich, aber ist in dieser Kombination auch etwas ungewöhnlich.

— Wildpony
Wildpony

Interessantes Themenwahl, die gut informiert, aber mit einigen erzählerischen Schwächen daherkommt.

— derMichi
derMichi

Mir hat dieser christliche Krimi ganz gut gefallen, die Mischung aus Krimi und christlichen Hintergrund ist gut gelungen.

— janaka
janaka

Das Buch besticht nicht nur durch einen ausgefeilten Schriftstil, sondern auch durch die Verknüpfung der Krimihandlung mit Glaubensfragen.

— mabuerele
mabuerele

Krimi und christliches "Umkehr-Szenario" geht für mich nicht wirklich zusammen.

— JoJansen
JoJansen

Mein erster christlicher Kriminalroman und sicher nicht mein Letzter...

— RebekkaT
RebekkaT

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  • Gnadenzeit - der etwas andere Krimi

    Gnadenzeit
    Wildpony

    Wildpony

    14. January 2016 um 09:07

    Gnadenzeit - Jürgen Mette Kurzbeschreibung Amazon: In den Allgäuer Alpen wird die Leiche einer jungen Frau aufgefunden. Für Hauptkommissar Bachhuber, der mit dem Fall betraut wird, und seine Kollegin Maria Sonnleitner scheint der Fall bald klar zu sein. Doch dann beginnt eine Reise voller Überraschungen in das Umfeld und die Vergangenheit des Opfers. Dabei lernen die Kommissare eine kleine christliche Gemeinschaft kennen, die durch Machtausübung, Denkverbote und Kontrolle urgemeindliche Verhältnisse zu schaffen versucht. Durch die Tragödie geraten bei allen Beteiligten die Grundfesten der zerstörerischen Glaubensüberzeugungen ins Wanken. Für Einige ist dies der Beginn einer heilsamen Entwicklung. Sie werden überrascht von der befreienden Wirkung der Gnade ... Mein Leseeindruck: Ein wirklich etwas anderer Krimi, bei dem nicht die Tat am meisten im Focus steht, sondern vielmehr die Hintergründe dazu und die christlichen Komponenten, die zu der eigentlichen "Gnadenzeit" führen. Der Ermittler Bachhuber mit seiner Frau Hilde sind typische bayrischer Bewohner und der Dialekt der Oberstdorfer kommt richtig gut in dem Buch zu Geltung. Ich mag diese landestypische Sprache sehr. Kommissar Bachhuber ist ansonsten auch ein sehr sympathischer Ermittler. Auch wenn das Thema Glauben ihm manchmal ein wenig Unbehagen bereitet. Er ist Katholik und damit basta. Die Ermittlungen in dem Todesfall führen dann in eine Endzeitsekte. Die Tote war bis zu ihrem 18. Geburtstag darin integriert. Es geht in dem Buch aber nicht nur um den Todesfall und die Suche nach der Wahrheit, sondern auch um Schuld und Sühne - aber auch um Gnade und Vergebung - genau wie der Titel des Buches hier vorgibt. Das Buch selbst gefällt mir super gut. Es ist durch die Bilder vor den einzelnen Abschnitten ein richtiger Hingucker, auch wenn sie in schwarz- weiss gehalten sind um die Stimmung des Buches mit einzufangen. Auch das Cover ist sehr gelungen. Es vermittelt wie das Buch selbst "das Licht am Horizont" und Hoffnung. Der Schreibstil ist richtig gut und auch die Charaktere sind wirklich sehr gut herausgearbeitet. Man kann sich zu dem Buch wirklich tief gehende Gedanken machen. Fazit: Sehr spannend, überraschend anders als normale Krimis und daher gibt es von mir auch eine Leseempfehlung. Man kann das Buch zwar in einem Rutsch durchlesen, aber man wird hinterher noch öfters über das Buch nachdenken müssen. Von mir gibt es 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung für Leser, die ansonsten Krimis, aber auch christliche Bücher gern lesen.

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  • Noch ist Gnadenzeit.

    Gnadenzeit
    derMichi

    derMichi

    06. November 2015 um 13:44

    Jürgen Mette, der bisher vor allem als Theologe und Autor von Sachbüchern bekannt ist, legt mit diesem Buch seinen ersten Kriminalroman vor. Darin bleibt er thematisch auf vertrautem Terrain, erobert mit diesem Genre aber auch neues. Der Allgäuer Kriminalkommissar Alois Bachhuber bekommt es mit der Leiche einer jungen Frau zu tun, die an einem abgelegenen Hang gefunden wird. Die Ermittlungen in ihrem Umfeld ergeben, dass sie viele Jahre im Dunstkreis einer mysteriösen Sekte gelebt hat, in der alles andere als Frohsinn und Gnade herrschen. Die Spur führt geradewegs mitten in seelische Abgründe und Familiendramen hinein, bei deren Anblick dem "gebürtigen Katholen" schwindelig wird. Seine Kollegin Maria Sonnlaitner kennt sich glücklicherweise besser "mit dem Kirchenzeug" aus. Gemeinsam gehen sie auf die Suche nach dem Mörder und müssen dafür mehr als einmal ihre eigenen Grenzen überschreiten. Der Roman ist vor allem eines: sehr gut informiert. Christliche Splittergruppen durften in Literatur und Filmen schon öfter als verschworene Gemeinschaften mit lust- und lebensfeindlichen Absichten herhalten, was in der Vergangenheit mitunter zu allerhand schlecht recherchierten Klischees geführt hat. Mette hingegen weiß bescheid. Als ehemaliger Pastor kennt er die Szene, ihre guten, aber auch die gefährlichen Seiten. Wenn man bibeltreu leben will, dann kann das durchaus gelingen, aber eben auch zu Fanatismus führen. In dieser Hinsicht bildet das Thema einen spannenden Hintergrund für einen Kriminalfall, der hier nicht nur aus der Perspektive eines Außenseiters beleuchtet wird. Hut ab dafür. Gelegentlich führt das auch dazu, dass manche Information als bekannt vorausgesetzt wird, die bei nicht christlich sozialisierten Lesern Fragen aufwirft. Nicht jeder weiß, was Herrnhuter Losungen sind. Dafür gibt es auch den einen oder anderen amüsanten Seitenhieb auf theologische Streitigkeiten, bei denen man auch als Laie seinen Spaß haben kann Erzählerisch und literarisch wird häufig mit dem Charme des Regionalkrimis geliebäugelt. Der Autor scheint sich in den entsprechenden Gegenden und mit deren Besonderheiten gut auszukennen und schickt seine Helden mit Sicherheit nicht ohne Grund zwischen mehreren Schauplätzen hin und her. Eine nach den ersten Kapiteln eingeschobene ausführliche Beschreibung der früheren Lebensumstände des Opfers zerreißt den Erzählfaden leider mehr als nötig. Die darin enthaltenen Informationen sind für die Handlung durchaus wichtig, lenken an dieser Stelle für meinen Geschmack allerdings zu sehr ab. Die Sprache ist oft pragmatisch, fällt aber sonst nicht negativ auf. Unterm Strich ein vor allem thematisch interessanter Roman mit einer immerhin soliden Kriminalgeschichte. Es wird gezeigt, wie schnell gute Absichten ins Gegenteil umschlagen können und nie pauschal geurteilt. Manche Wendung mag dem abgebrühten Krimifan ein wenig zu gutherzig und einfach daherkommen. Das Rad wird definitiv nicht neu erfunden, für kurzweilige Lesestunden sorgt Jürgen Mettes belletristisches Debüt aber schon aufgrund der meist recht kurzen Kapitel allemal. Seitenzahl: 224 Format: 13,7 x 21,6 cm Verlag: GerthMedien

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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    kubine

    kubine

    01. November 2015 um 14:35
  • Leserunde zu "Gnadenzeit: Kriminalroman." von Jürgen Mette

    Gnadenzeit
    Arwen10

    Arwen10

    Gerade sind im Verlag Gerth Medien einige Bücher aus dem Herbstprogramm erschienen. Zuerst möchte ich euch den Kriminalroman "Gnadenzeit" von Jürgen Mette vorstellen. Vielen Dank an den Verlag Gerth Medien für die Unterstützung der Leserunde ! Gnadenzeit von Jürgen Mette Zum Inhalt: In den Allgäuer Alpen wird die Leiche einer jungen Frau aufgefunden. Für Hauptkommissar Bachhuber, der mit dem Fall betraut wird, und seine Kollegin Maria Sonnlaitner scheint der Fall bald klar zu sein. Doch dann beginnt eine Reise voller Überraschungen in das Umfeld und die Vergangenheit des Opfers. Dabei lernen die Kommissare eine christliche Glaubensgemeinschaft kennen, die ihre Mitglieder in sektiererischer Endzeitpanik systematisch manipuliert und geistlich missbraucht. Durch die Tragödie geraten bei allen Beteiligten die Grundfesten ihrer Glaubensüberzeugungen ins Wanken. Für einige ist dies der Beginn einer heilsamen Entwicklung. Sie werden überrascht von der befreienden Kraft der Gnade ... Hier findet ihr eine Leseprobe: http://www.gerth.de/index.php?id=details&sku=817027 Infos Zum Autor: Jürgen Mette ist Theologe und war bis 2013 geschäftsführender Vorsitzender der Stiftung Marburger Medien. Viele Jahre hatte er einen Lehrauftrag für Homiletik an der Evangelischen Hochschule Tabor inne. Er engagiert sich in den Führungsgremien des Bibellesebundes und bei Willow Creek Deutschland. Außerdem gehört er zum Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Alllianz. Auch als Buchautor hat er sich einen Namen gemacht. Seine Autobiografie "Alles außer Mikado" avancierte zum SPIEGEL-Bestseller. Jürgen Mette ist verheiratet und Vater von drei erwachsenen Söhnen. Falls ihr eines der 8 Exemplare gewinnen wollt, bewerbt euch bis zum 10. September 2015, 24 Uhr hier im Thread mit der Antwort auf die Frage:  Was interessiert euch an diesem Buch ? Wichtige Hinweise zu eurer Bewerbung: Ein Gewinn verpflichtet innerhalb von ca 4 Wochen nach Erhalt des Buches zum Austausch in der LR mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte sowie zur Veröffentlichung einer Rezension, die möglichst breit gestreut werden soll. Bewerber mit privatem Profil , erwiesene Nichtleser , sowie jene ohne Rezensionen werden nicht berücksichtigt. Bitte beachtet, dass es sich hierbei um eine CHRISTLICHE LESERUNDE handelt. In diesem Buch spielen christliche Werte eine wichtige Rolle. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer mit einem eigenen Exemplar bei dieser Leserunde mitlesen möchte, ist natürlich herzlich willkommen. ACHTUNG : ES GIBT EIN NEUES BEWERBUNGSVERFAHREN VON LOVELYBOOKS. NUR WER SICH UNTER BEWERBUNG EINTRÄGT KANN NACHHER AUSGEWÄHLT WERDEN !!! BEI MIR FUNKTIONIERT DAS MIT DEN ADRESSEN NICHT: ICH BRAUCHE VON DAHER DIE ADRESSEN NACH DER AUSLOSUNG !! Ich möchte darauf hinweisen, dass ich die Bücher selber verschicke. Deshalb müssen wir euch darum bitten, im Gewinnfall 1,60 Euro Portokosten zu überweisen. Bewerbt euch nur, wenn ihr dazu bereit seid.

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    • 75
  • Noch ist Gnadenzeit. Noch ist Zeit zur Umkehr.

    Gnadenzeit
    LEXI

    LEXI

    18. October 2015 um 18:51

    „Noch ist Gnadenzeit. Noch ist Zeit zur Umkehr. Noch könnte er aus der Finsternis ans Licht treten, Gnade erleben, Amnestie zugesprochen bekommen. Er bräuchte nur 400 Meter hinuntersteigen und sich dem Gastwirt offenbaren. Ich bin der Zeuge. Ich kenne den Täter, und ich kenne das Opfer.“ Ein Mordzeuge, dessen Identität zu Beginn des Buches noch im Dunkeln liegt, hadert mit sich und seinem Gewissen. Es gibt Gründe, die ihn daran hindern, seine Beobachtung zu melden. Und so wird die Leiche der jungen Frau erst entdeckt, als der Täter längst über alle Berge ist. „Tote Frau im Oytal gefunden“. Dieser Anruf leitet für den Oberkommissar bei der Kripo Kempten das Ende eines gemütlichen Fernsehabends ein, bevor dieser überhaupt begonnen hatte. Alois Bachhuber aus Oberstdorf nimmt gemeinsam mit seinem Assistenten Sepp Brutscher die Ermittlungen in diesem Fall auf, wobei sich rasch herausstellt, dass die Polizei es mit einem Mord zu tun hat. Die Spuren führen zu einer Sekte, und die Kriminalbeamtin Maria Sonnlaitner als Expertin im kirchlichen Milieu ist durch ihre einfühlsame Befragung von Zeugen und Verdächtigen eine überaus wertvolle Hilfe. Als die Identität des Mordopfers geklärt ist und die Kriminalbeamten die Familie befragt, treffen sie auf ein beklemmendes Umfeld und aktive Unterstützer und Mitglieder des despotischen Sektenführers August Haupt. Je weiter die polizeilichen Ermittlungen fortschreiten, umso erschreckendere Dinge kommen ans Licht. Fassaden beginnen zu bröckeln, und was jahrelang im Untergrund schwelte, drängt nun mit einer Urgewalt zutage. Ich muss zugeben, dass ich bislang nur wenige christliche Kriminalromane gelesen habe, und meine Erwartungshaltung hoch war. Der Einstieg in das Buch ist dem Autor zunächst vortrefflich gelungen, der einnehmende Schreibstil gepaart mit einer großen Portion Humor bereitete mir aufgrund der Aussagen des Ehepaars Bachhuber großes Lesevergnügen. Die bildhafte Sprache ließ die Schauplätze der Handlung vor meinem inneren Auge lebendig erscheinen, die relativ häufige Verwendung des regionalen Dialekts im Buch empfand ich als stimmig. Die Krimihandlung an sich hat mich jedoch ein wenig enttäuscht. Spuren werden eher oberflächlich verfolgt, Aussagen nicht überprüft, von Tatortspuren und näheren Details zu den Ermittlungen erfährt der interessierte Leser nur wenig. Der häufige Wechsel des Schauplatzes und der agierenden Personen war durch separate Kapitel gekennzeichnet, die ihrerseits jeweils durch eine ganzseitige Abbildung immer derselben Landschaft in Schwarz-Weiß klar vom vorangegangenen Inhalt getrennt wurden. Die Handlung wies einen sehr niedrigen Spannungsfaktor auf, die verdächtigen Personen offenbarten sich dem Leser sehr rasch, auch die Auflösung des Falls stellte für mich keine wirkliche Überraschung dar. In diesem Buch wurde dem Glauben bzw. der Art und Weise, wie Menschen diesen ausleben, großes Augenmerk zuteil. Der psychologische Aspekt und die Geschichte um den despotischen Sektenführer August Haupt, der die kleine Versammlung in der Forstgasse leitete, lässt die Krimihandlung ein wenig in den Hintergrund treten. Bereits nach dem ersten Drittel des Buches konzentriert sich der Autor verstärkt auf die Vergangenheit des Opfers und das Umfeld, in dem es gelebt hatte. Relativ gut beschrieben wurde die Art und Weise, wie eine Sekte entstehen kann. Wie das Ansinnen einer seriösen Glaubensgemeinschaft, Menschen zu Jesus Christus führen zu wollen, gemeinsamen in der Bibel zu lesen und zu beten, die Kinder in Gottesfurcht zu erziehen und das Leben Gott zu weihen, ganz rasch aus dem Ruder geraten kann. Er zeigt auf, welche Umstände dazu führen, dass sich ein ungebildeter Laienprediger mit psychischen Problemen und einer radikalen Ideologie zum dominanten Sektenführer aufschwingen kann, zum Fanatiker wird und sich dabei selbst als das Maß aller Dinge betrachtet. Jürgen Mette verdeutlicht, wie eine kleine Glaubensgemeinschaft ihre Fassade der Rechtsgläubigkeit zur Schau stellt, hinter der sich jedoch Abgründe verbergen. Wo Kontrollwahn und körperliche Züchtigungen, psychologischer und körperlicher Missbrauch sowie eine radikale Abkehr von einem so genannten „saft- und kraftlosen anonymen Namenschristentum“ Kinderseelen wie auch erwachsene Menschen zu zerbrechen vermag. Ich hatte während der Lektüre den Eindruck, dass die Bibel als Basis des christlichen Glaubens in diesem Buch negativ dargestellt wird. Zwar kann man das Verhalten eines Jakob Weber oder eines August Haupt keinesfalls auch nur im Geringsten nachvollziehen oder gar gutheißen, dennoch vermeinte ich eine stets unterschwellig präsente Kritik an Menschen zu spüren, die die Bibel als Grundlage ihres Glaubens betrachten. Mir ist die Bewertung dieses Buches schwer gefallen. Einerseits empfand ich die mit viel Humor gespickten Dialoge des Oberkommissars Bachhuber als erfrischend und amüsant. Andererseits fehlte es mir bei der Krimihandlung eindeutig an Spannung sowie an detaillierter Ermittlungsarbeit. Im Grunde nahm ich das Buch als Bericht über eine Sekte, bei dem das zentrale Augenmerk auf das Glaubensleben gelegt wird, wahr. Die optische Aufmachung des Buches wirkt düster und bedrohlich – und zwar sowohl die tiefschwarze Covergestaltung, als auch die dreißig identischen schwarzen Buchseiten, die jedes der Kapitel einleiten. Ich vermute, dass hier danach getrachtet wurde, die negative Grundstimmung, die Dunkelheit, die Angst und Schrecken vermittelnden Lehren der Sekte, optisch darzustellen. Gnadenzeit – ein Buch, das ich für meine Person nicht ganz eindeutig dem Genre Kriminalroman zuordnen, sondern vielmehr als psychologischen Spannungsroman bezeichnen würde. Eine Lektüre, der ich mit gemischten Gefühlen gewidmet habe.

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  • Rezension zu "Gnadenzeit“ von Jürgen Mette

    Gnadenzeit
    dorli

    dorli

    17. October 2015 um 23:57

    Allgäu. Im Oytal wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Lydia Weber wurde erwürgt. Hauptkommissar Alois Bachhuber und seine Kollegin Maria Sonnlaitner nehmen die Ermittlungen auf und stoßen bei ihren Nachforschungen auf eine Glaubensgemeinschaft, deren Leiter die Gemeindemitglieder mit einem despotischen Führungsstil und Prophezeiungen vom Weltuntergang in die Ecke drängt… Jürgen Mette schickt in seinem Kriminalroman „Gnadenzeit“ einen sehr sympathischen Kommissar ins Rennen – Alois Bachhuber wirkt so normal und ausgeglichen; ein Mann, der mit sich und seinem Umfeld rundum zufrieden ist. Immer wenn Bachhuber die Bühne betritt, schwingt in den Formulierungen eine Prise Humor mit – das hat mir sehr gut gefallen. Der eigentliche Kriminalfall kommt für meinen Geschmack etwas zu kurz. Die Aufklärung des Mordes an Lydia Weber war nicht so spannend, wie ich erwartet habe. Die Spurensuche verläuft ruhig, Bachhuber und seine Kollegen leisten solide, aber wenig spektakuläre Ermittlungsarbeit. Dafür haben mich die Hintergründe, die zu dem Mord an Lydia geführt haben, umso mehr in den Bann der Geschichte gezogen. Jürgen Mette ermöglicht dem Leser Einblicke in eine sektenartige Gemeinschaft, deren Mitglieder isoliert und manipuliert werden. Der Autor erläutert die Entstehung einer solchen fanatischen Glaubensgemeinschaft und schildert, wie nachhaltig die Angehörigen durch die Machenschaften geprägt werden, so dass sie auch nach ihrem Ausstieg noch lange darunter zu leiden haben. In einem Rückblick lässt Jürgen Mette das spätere Mordopfer ausführlich berichten, wie es ihr in dieser Glaubensgemeinschaft ergangen ist. Auch nachdem Lydia der Gemeinde den Rücken gekehrt hatte, fühlte sie sich beschädigt und belastet. Die Handlungsorte werden von Jürgen Mette sehr detailliert beschrieben, so dass man sich ein gutes Bild von den Schauplätzen machen kann. Die Dialoge sind zum Teil in Mundart geschrieben und verleihen der Geschichte damit eine Extraportion Authentizität. Die Handlung nimmt zum Schluss einen Verlauf an, mit dem ich so nicht gerechnet habe. Überraschend und erstaunlich. Die Beteiligten machen sich auf in ein neues Leben - einige lösen sich vom christlichen Glauben, andere finden einen neuen Weg zu Gott. Auch wenn es mir im Krimiteil etwas an Spannung gefehlt hat, hat mir „Gnadenzeit“ sehr gut gefallen. Die Einblicke in die durch ein engstirniges Bibelverständnis geknechtete Gemeinschaft sind sehr interessant.

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  • Gnadenzeit

    Gnadenzeit
    Booky-72

    Booky-72

    14. October 2015 um 17:44

    Kommissar Alois Bachhuber soll den Mord an der jungen Lydia Weber aufklären. Ihm zur Seite steht seine Kollegin Maria Sonnlaitner, die durch ihre Kenntnisse in Glauben und Religion eine große Hilfe wird. Die beiden zusammen führen eine für mich perfekte Ermittlung, die ganz ohne Schnickschnack auskommt. Der Kommissar besucht sogar mit seiner Frau christliche Bibelstunden, um sich besser in den Fall einarbeiten zu können, ansonsten lebt er seine Religion eher „normal“. Wir erleben kein einfaches religiöses Geplänkel, dass den Leser bekehren soll, sondern fundierte Kenntnisse über Sekten, freie Gemeinden und das Verhalten ihrer verschiedenen Mitglieder. Der Schreibstil von Jürgen Mette gefällt mir außerordentlich gut. Ab und zu Szenen mit dem typischen bayrischen Dialekt lockern den Krimi etwas auf. Auch die Gestaltung des Buches ist sehr schön, jedes Kapitel wird mit einem Abbild des Covers begonnen. 4 Sterne und vielen Dank, dass ich mitlesen durfte.

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  • Gnadenzeit

    Gnadenzeit
    janaka

    janaka

    14. October 2015 um 17:09

    "Gnadenzeit" von Jürgen Mette ist mein erster christlicher Krimi und ich bin nicht enttäuscht worden. Hauptkommissar Alois Bachhuber und seine Kollegin Maria Sonnlaitner werden zu einem Tatort gerufen. Im Oytal wird die Leiche der jungen Lydia Weber gefunden, die bereits seit einigen Tagen dort liegt. Schnell führt die Spur zu einer christlichen Glaubensgemeinschaft, deren "Anführer" August Haupt ist. Sein Sohn Johannes hat anscheinend den Mord beobachtet und flieht voller Schuldgefühlen. Die Mitglieder dieser Gemeinschaft werden mit Endzeitstimmung geistig manipuliert und missbraucht. Hier wird die Angst vor allem Möglichen groß geschrieben. Nach und nach deckt das Ermittlerteam die grausame Wahrheit auf… Jürgen Mette hat einen spannenden und interessanten Krimi geschrieben, geschickt hat er mich mit seinem angenehm zu lesenden Schreibstil in die Geschichte gezogen. Am Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten mit dem bayrischen Dialekt, aber das legte sich schnell und irgendwie hätte er auch nicht fehlen dürfen. Sprüche wie "...Hilde fror die Hälfte vom Jahr, die andere Hälfte war es ihr zu kalt..." lassen mich zur Spannung auch noch Schmunzeln. Der christliche Glaube war die ganze Zeit präsent, aber sie nahm nicht zu viel Platz ein. Eine echt gute Mischung!!! In verschiedenen Handlungssträngen wird die Geschichte von Lydia Weber erzählt, wie sie aufwuchs, wie sie sich aus den Zwängen der "Sekte" befreite und auch was nach ihrem Tod passierte. Der Abschnitt, als Lydia in Amerika war, hat mir besonders gut gefallen, ihre Theorien und Anmerkungen über den Glauben habe ich mit Interesse gelesen. Vieles konnte ich nachvollziehen. Alois Bachhuber ist ein echt "schräger" Charakter, seine direkte Art und sein bayrischer Akzent haben mich oft Schmunzeln lassen. Was ich gut finde, dass er ein ruhiges und normales Leben mit seiner Hilde führt. Beide sind mir sehr sympathisch. Aber auch die anderen Charaktere kommen authentisch und lebendig rüber. Fazit: Jürgen Mette schafft es mit seinen schönen Schreibstil ein ernstes Thema in einen Krimi zu verpacken, ohne dass es langweilig ist.

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  • Hervorragender christlicher Krimi

    Gnadenzeit
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. October 2015 um 10:53

    Das Buch „Gnadenzeit“ von Jürgen Mette ist ein christlicher Krimi. Alois Bachhuber ist Hauptkommissar, Katholik und steht dem Glauben eher kritisch gegenüber. Seine Frau Hilde ist da offener. Eines Abends wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, die ursprünglich aus einer christlichen Endzeitgemeinde kommt und ein christliches Seminar besucht hat. Alois Bachhuber befindet sich auf einmal zwischen Bibelstunden, Endzeitgemeinde und zum Teil sehr strenggläubige Christen. Um nicht komplett den Überblick zu verlieren, holt er sich die Christin und Kommissarin Maria Sonnlaitner ins Team. Gemeinschaftlich ermitteln sie nun im Umfeld der jungen Frau und stoßen dort auf das ein oder andere dunkle Geheimnis. Wie der Titel verrät geht es um Gnade. Die wirklich gelebte Gnade, die dem Leser begegnet, macht Mut auch mal selbst Gnade walten zu lassen. Jürgen Mette schafft es eine spannende Geschichte zu erzählen und gleichzeitig das Thema Glaube und Gnade mit einzubeziehen, ohne dabei zu übertreiben. Durch Bachhubers bayerischen Akzent und seiner direkten Art entstehen sehr komische Situationen, die der Geschichte eine gewisse Leichtigkeit geben. Dieses Buch überzeugt mit einem tollen Schreibstil und sympathischen Figuren. Es ist mein erster christlicher Krimi gewesen und ich bin total begeistert.

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  • Keine gelungene Mischung

    Gnadenzeit
    JoJansen

    JoJansen

    Dieses Buch nahm ich mit der Erwartung in die Hand, den versprochenen christlichen Krimi zu lesen. Es begann auch ganz witzig, Kommissar Alois Bachhuber ist ein Oberstorfer Original, genau wie seine Frau Hilde. Dass manche Dialoge im Dialekt des Kleinwalsertals geführt wurden, gefiel mir ebenfalls. Es gab gleich zu Anfang eine Leiche ... also ein echter Krimi, sollte man meinen. Doch dann kam die Rückblende ins Leben der Ermordeten. Seitenweise theoretische Theologie wurde mit wenig Handlung umhüllt. Die Hintergrundgeschichte war zwar gruselig, eine Art christlicher Hinterhof-Sekte, die ihre Mitglieder kontrollieren wollte und deshalb jede Art von intellektueller Bildung verbot. Kein Studium für die "Lämmer" der Gemeinde, keine studierten Menschen in ihren Räumen. Die restlichen Personen, die im Buch vorkamen, waren mehr oder weniger gläubige Christen, die am Ende alle auf den rechten Weg zurückfanden. Gnadenzeit ... Tut mir leid, aber das ist für mich die sehr einseitige Beschreibung einer aus Sicht des Autors vielleicht wünschenswerten christlichen Parallelwelt. Selbst der Kommissar hatte zum Schluss Gefallen an Bibelstunden und ging regelmäßig dorthin. Mörder, Misshandler und Kinderprügeler fanden unter Tränen zurück zu Jesus. Einzig die aus der ehemaligen DDR ins christliche Allgäu zugezogene Larissa (ein in der DDR absolut nicht gebräuchlicher russischer Vorname) blieb ein hoffnungsloser Fall. Na ja, sie war nie getauft worden, für sie galt die Gnadenzeit wohl nicht ... Ein paar Rechtschreiben- und Zeitfehler sind mir aufgefallen, dazu etwas Verwirrung im zeitlichen Ablauf. Zuviel erhobener Zeigefinger und Hinweis auf den wahren Glauben nahmen der Handlung des Krimis ihre Glaubwürdigkeit. Für meinen Geschmack sollte man Krimi und Christliche Belehrung trennen. Zwei Bücher wären in diesem Fall besser gewesen, als beides gemeinsam ins Weihwasserbecken zu werfen. Bei mir wird so schnell kein christlicher Krimi mehr im Bücherregal landen. Wobei, "Father Brown" fand ich cool. Leider nur 2** (hier korrigiere ich mich entgegen meiner ersten Einschätzung von nur 1*) und die Empfehlung, lieber einen anderen Krimi zu lesen. Und bei Bedarf die Bibel.

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    • 2
    Lienz

    Lienz

    30. September 2015 um 21:53
  • Gnade statt Strafe

    Gnadenzeit
    mabuerele

    mabuerele

    „...Sein System Kirche funktionierte seit Menschengedenken verblüffend simpel: Leben und leben lassen, beichten und beten lassen, und dann das ganze von vorn...“ Alois Bachhuber ist Hauptkommissar bei der Kripo in Kempten. Nach dem Abendbrot wird er ins Oytal gerufen. Dort hat man eine tote Frau gefunden. Der Autor hat einen spannenden Kriminalroman geschrieben. Die Geschichte hat mich schnell in ihren Bann gezogen. Das liegt zum einen daran, dass sie aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird, zum andern an der gekonnten Verknüpfung der Ermittlungsarbeit mit religiösen Aspekten. Neben den Ermittlungen, die in Bayern und in der Pfalz stattfinden, kommt in wenigen Abschnitten Johannes Haupt zu Wort. Er hat den Mord beobachtet und wirft sich Versagen vor. Ein dritter Handlungsstrang blendet zurück in das Leben der Toten. Die junge Frau war in einer Endzeitsekte groß geworden und mit 18 Jahren eigene Wege gegangen. Die Protagonisten werden gut charakterisiert. Alois Bachhuber ist ein typischer Bayer oder wie seine Frau oft sagt, ein gestandenes Mannsbild. Er nimmt seinen Beruf ernst und führt im Gegensatz zu vielen Kommissaren eine harmonische Ehe. Gut gefällt mir, dass er nicht unfehlbar ist, sondern auch mal etwas übersieht. Seine Einstellung zur Religion bringt das obige Zitat auf den Punkt. Toleranz gehört zu seinen positiven Eigenschaften. Das Buch besticht durch einen abwechslungsreichen und ausgefeilten Schriftstil. Sehr gut gefallen hat mir, dass die Protagonisten häufig Dialekt sprechen durften, auch wenn ich mich beim Lesen entsprechend konzentrieren musste. Alois fällt durch seinen trockenen Humor und kurze, prägnante Aussagen auf. Ganz anders wirken die Gespräche mit den Eltern der Toten. Hier bricht sich jahrelange Unterdrückung und Missachtung Bahn. Trauer ist gepaart mit großem Schuldbewusstsein. Die Psyche der Beteiligten wird im Gespräch ausgelotet, die Erkenntnis von Schuld und Fehlverhalten wird emotional gekonnt wiedergegeben. Dementsprechend ernst wirkt der Schriftstil. Gefühlvoll und behutsam versteht es Maria Sonnlaitner, eine in religiösen Fragen bewanderte Kollegin von Alois, auf die Befragten einzugehen. Der von ihr bearbeitete und vorgetragene Psalm war Balsam für die Betroffenen und für mich eine der schönsten Stellen des Buches. Schuld und Sühne, Gericht, Gnade und Vergebung sind Themen, die im Buch konträr dargestellt werden. Die Auflösung des Falles bringt für alle Beteiligten auch neue Einsichten in Glaubensfragen. Die Reaktionen der Protagonisten sind sehr realitätsnah. Während einige sich völlig vom Glauben abwenden, gehen andere neue Wege, Wege der Gnade und der Liebe, nicht der Angst und der Unterdrückung. Das Gedicht am Ende hat mich nachdenklich zurückgelassen. Das dunkel gehaltene Cover passt, denn es symbolisiert die Finsternis eines Glaubens, der nur Schuld und nicht Gnade kennt. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es thematisiert in einer fesselnden und vielschichtigen Handlung Widersprüche unserer Zeit und wirbt für Toleranz und gegenseitige Achtung.

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    • 3
  • Gnade, wem Gnade gebührt...

    Gnadenzeit
    Maddinliest

    Maddinliest

    30. September 2015 um 16:07

    In Gnadenzeit wird ein Kriminalroman mit religiösen Aspekten und Sichtweisen angereichert. Lydia Weber wird Opfer eines brutalen Verbrechens. Tage später wird ihre Leiche in den Bergen um Oberstdorf gefunden. Die Spur führt den sympathischen Hauptkommissar Bachhuber schnell in die Richtung einer streckenweise fanatischen religiösen Glaubensgemeinschaft. Das Oberhaupt dieser Gemeinde, August Haupt, führt diese Gemeinschaft mit klaren religiösen Leitplanken, in denen es kaum Kompromisse und Spielräume gibt. Der Tod von Lydia Weber als ehemaliges Mitglied dieser Gemeinschaft löst bei den anderen Mitgliedern Gedanken hinsichtlich ihres Lebens und den selbst auferlegten Prämissen und Vorgaben aus. Die weiteren Ermittlungen zeigen, ob der Mörder innerhalb dieser religiösen Vereinigung zu finden ist... Jürgen Mette gelingt es in seinem Kriminalroman Gnadenzeit, einen klassischen Regionalkrimi mit religiösen Aspekten anzureichern, die teilweise zum Nachdenken angeregt haben. Sehr interessant dabei, wir unterschiedlich die Protagonisten mit Gefühlen bezüglich Trauer, Hass oder Gnade umgegangen sind und in welcher Konsequenz sie diese umgesetzt haben. Der Schreibstil hat mir gut gefallen und ließ sich flüssig lesen. Die Charaktere wurden sehr schön herausgearbeitet. Für mich war es der erste Krimi in dieser Art, nur war er leider aus meiner Sicht ein wenig mit den religiösen Ansätzen überfrachtet. Die Geschichte war plausibel und gut recherchiert, der Spannungsbogenstand dabei aber nicht immer im Vordergrund. Stellenweise wirkte es so, als sei der Krimi Mittel zum Zwecke, auf religiöse Sichtweisen aufmerksam zu machen. Dem ist grundsätzlich sicherlich nichts zu entgegnen, aber ich hatte die kriminalistische Seite mehr im Fokus, daher konnte mich das Buch nicht restlos überzeugen. Nichts desto trotz halte ich Gnadenzeit für ein lesenswertes Buch, allerdings nicht für den reinen Liebhaber von Kriminalromanen.  

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  • Zeit für Gnade

    Gnadenzeit
    RebekkaT

    RebekkaT

    27. September 2015 um 15:56

    Alois Bachhuber und seine Kollegin Maria Sonnlaitner müssen den Mord an einer jungen Frau aufklären. Alois, der Katholik, der mit seinem Glauben nicht viel am Hut hat. Seine Frau Hilde blickt da schon offener in die Welt: sie guckt Bibel-TV und mag Joyce Meyer. Maria ist in einer freien Gemeinde, versucht aber, an keiner Stelle zu bekehren, sondern lebt als Vorbild in dem Buch. Ein ungleiches Paar, was sehr gut harmoniert, zusammen ermittelt und zusammen passt. Endlich gibt es Ermittler, die keine Ehe-, Alkohol- oder sonstwas für Probleme haben. Es kommt ganz ohne Gebrüll aus, ohne Schimpfwörter oder Vorwürfe an andere Ermittler. Manchmal schon fast zu harmonisch, wäre da der Mord nicht gewesen. Cover: Die Berge passen, denn der Kriminalroman spielt in den Allgäuer Alpen. Jedes Kapitel wird wieder mit dem Cover eingeleitet. Das Wort "Gnadenzeit" ist erhoben und in silber. Schreibstil: Jürgen Mette kommt ohne blutige Details aus. Hier sind die Handlungen wichtiger, der Umgang miteinander und die Botschaft, die in dem Buch steckt. Wie reagieren wir? In dem Buch ist Aaron, der schwul ist. Da ist Käthe, die sich nach jahrelangem Glauben nun von Gott abwendet, weil Irrlehre ihren Glauben genommen hat. Die Entstehung von Splittergruppen, von Sekten, wird anschaulich beschrieben - und die Folgen, die daraus entstehen. Gerade für in solchen Kreisen geborene Kinder war und ist dieses fremdbestimmte Leben hart, und entweder stellen sie sich irgendwann dagegen, mit dem Wissen, die Familie und Freunde zu verlieren, oder sie wachsen als nächste Generation darin auf und geben alles so weiter. Theologisch ist das Buch sehr gut aufgebaut. Jürgen Mette verwendet keinen typisch christlichen Wortschatz, sondern eine überraschend direkte Sprache. Menschen werden in den Grundfesten ihrer Glaubens erschüttert und schaffen es, sich neu auf Gott einzulassen, zu vergeben und Vergebung zu erfahren. Denn über allem steht Gott mit seiner Gnade, um uns diese Gnadenzeit zu geben: die Zeit, die wir brauchen, um uns ihm wieder ganz zu zuwenden.

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