Jürgen Rath

 4,4 Sterne bei 145 Bewertungen
Autor von Nordhörn, Im Schatten des Krans und weiteren Büchern.
Autorenbild von Jürgen Rath (©Fotostudio Liebenow, Hamburg)

Lebenslauf von Jürgen Rath

Normalerweise zählt man im Lebenslauf seine Qualifikationen und Erfolge auf, die man im Laufe des Lebens erworben hat (zumindest wenn man sich um eine Stelle bewirbt). Doch zum Ende des Berufslebens ist das nicht mehr ganz so wichtig. Wichtig ist mir jedoch der Hinweis, dass ich gelernter Seemann mit Kapitänspatent bin und dass ich meine Begeisterung für die Seefahrt nie abgelegt habe. Praktischerweise wohne ich im Hamburg, da ist der Weg zum Hafen und zu den Schiffen nicht weit. Ich schreibe überwiegend (historische) Krimis, die gerne an der Nordsee oder in Hamburg angesiedelt sind. Wenn ich dazu ausnahmsweise keine Lust habe, verfasse ich Fachbücher über die Seefahrt. Neben den Romanen habe ich ein besonderes Kurzgeschichtenformat entwickelt: Basierend auf realen Schiffsuntergängen versuche ich, dem Leser die Seefahrt belletristisch näher zu bringen.

Neue Bücher

Cover des Buches Das Land am anderen Ende des Meeres (ISBN: 9783945961278)

Das Land am anderen Ende des Meeres

 (2)
Neu erschienen am 26.09.2022 als Buch bei edition karo.

Alle Bücher von Jürgen Rath

Cover des Buches Nordhörn (ISBN: 9783866809642)

Nordhörn

 (57)
Erschienen am 27.04.2012
Cover des Buches Im Schatten des Krans (ISBN: 9783954002207)

Im Schatten des Krans

 (27)
Erschienen am 27.02.2015
Cover des Buches Die Namenlosen von Amrum (ISBN: 9783954004553)

Die Namenlosen von Amrum

 (24)
Erschienen am 03.04.2020
Cover des Buches Das Wrack am Falkensteiner Ufer (ISBN: 9783945961124)

Das Wrack am Falkensteiner Ufer

 (12)
Erschienen am 31.08.2019
Cover des Buches Sturm über Hamburg (ISBN: 9783945961162)

Sturm über Hamburg

 (9)
Erschienen am 19.08.2020
Cover des Buches "...doch stehlen können sie meisterlich" (ISBN: 9783782209540)

"...doch stehlen können sie meisterlich"

 (3)
Erschienen am 01.02.2007
Cover des Buches Das Land am anderen Ende des Meeres (ISBN: 9783945961278)

Das Land am anderen Ende des Meeres

 (2)
Erschienen am 26.09.2022

Interview mit Jürgen Rath

7 Fragen an Jürgen Rath

1) Wie bist Du zum Schreiben gekommen und was begeistert dich daran besonders?

Ich bin über mein Geschichts-Studium dazu gekommen, längere Texte und sogar ganze Bücher zu schreiben. Das war allerdings Wissenschaft, dabei darf man keine Phantasie entwickeln, das wäre ganz schlecht fürs Geschäft. Und genau das hat mir gefehlt: Ich will phantasieren dürfen, ich bin randvoll mit Geschichten. Die kann ich jetzt endlich in meinen Kurzgeschichten und Romanen ausleben.

2) Von welchem Autor würdest Du Dir mal ein Vorwort für eines Deiner Bücher wünschen und warum?

Ein Vorwort von Charles Chadwick (‚Ein unauffälliger Mann’) wäre das Größte überhaupt! Der hat nämlich meinen Schreibstil stark beeinflusst.

3) Wo holst Du Dir die Ideen und Inspiration fürs Schreiben?

Ich bin ja nicht gerade frisch aus dem Ei gekrochen, ich habe schon einiges erlebt in den letzten Jahrzehnten. Wenn ich eine Idee brauche, lehne ich mich zurück und denke darüber nach, was ich alles gesehen und welche Menschen ich getroffen habe – und schon prasseln 1000 Ideen auf mich ein. Das sind allerdings nur Ideen, die fertige Story sieht dann immer anders aus.

4) Wie und wann schreibst Du normalerweise, kannst Du dabei diszipliniert vorgehen oder wartest, bis Dich in einer schlaflosen Nacht die Muse küsst?

Ich schreibe fast immer vormittags und abends ab acht Uhr, wenn normale Menschen vor dem Fernseher sitzen. Wenn ich genügend Seiten zusammen habe, gehe ich ins Café, stöpsele mich in den iPod und lese Korrektur. Das funktioniert nur im Café, nie zu Hause. Seltsam, nicht? Ich glaube, dass ich recht diszipliniert bin. Ich sitze allerdings nie stundenlang vor einem leeren Blatt. Wenn mir mal nichts einfällt, zum Beispiel bei einem Roman, dann schreibe ich einfach an einer Kurzgeschichte weiter oder an einem Essay oder einer Erzählung. Schlaflose Nächte habe ich keine. Aber es passiert mir manchmal, dass ich morgens aufwache und plötzlich ganz genau weiß, wie die Geschichte weitergeht und wer der Mörder ist. Das sind die Sternstunden meiner Arbeit.

6) Welche Wünsche hast Du im Bezug auf Deine Bücher und Deine Arbeit für die kommenden Jahre?

Huiii, da soll ich jetzt mein Innerstes nach außen krempeln? Peinlich, peinlich! Ich wünsche mir nämlich, dass das alles mal veröffentlicht wird (na ja, nicht alles), was ich bisher geschrieben habe und was sich in einer großen Holzkiste neben meinem Schreibtisch ablagert. Damit könnte ich einen mittelgroßen Verlag schon mehrere Jahre lang beschäftigen.

5) Welche Bücher/Autoren liest Du selbst gern und wo findest bzw. suchst Du Empfehlungen für den privaten Buchstapel?

Ich lese so ziemlich alles, was mir zwischen die Finger kommt, allerdings selten Thriller und Fantasy, dafür häufiger historische Romane oder historische Krimis – ich bin eben immer noch ein stückweit Historiker. Am liebsten besuche ich meine alte Freundin Margret, die war früher Buchhändlerin, und wenn ich dann wieder nach Hause komme, habe ich immer einen ganzen Stapel Bücher unterm Arm.

7) Wie fühlt man sich, wenn man erfährt, dass das erste eigene Buch veröffentlicht wird?

Man fühlt sich unglaublich! Man fühlt sich unbeschreiblich! Wie in einer Rakete, die gerade abhebt! Ich war im letzten Sommer mit meiner Familie mit den Kanu in Schweden unterwegs, und plötzlich hatten wir WLAN-Empfang, und da war dieses Mail vom Verlag, ich glaube, ich wäre mitsamt dem Netbook aus dem Kanadier gekippt, wenn meine Frau nicht rechtzeitig gegengesteuert hätte. Die Schweden am Ufer waren ganz erschrocken, die dachten, da greift ein ganzer Indianerstamm an.

Neue Rezensionen zu Jürgen Rath

Cover des Buches Das Land am anderen Ende des Meeres (ISBN: 9783945961278)
aus-erlesens avatar

Rezension zu "Das Land am anderen Ende des Meeres" von Jürgen Rath

Seeabenteuer aus erster Hand mit einer steifen Brise Phantasie
aus-erlesenvor 2 Monaten

Oft hört man Schauergeschichten wie in vergangenen Zeiten Männern eines über den Schädel gezogen wurde, und sie sich dann später mit Schmerzen im Oberstübchen auf hoher See wiederfanden. Sie waren Matrosen wider Willen. Hans, ein Junge Papenburg soll auch mal zur See fahren. So will es die Mutter. Er soll mal Kapitän werden. Nicht Fabrikarbeiter wie der Vater. Alt genug ist er nun – ein Teenager, aber zu Beginn des vorigen Jahrhunderts durchaus üblich. Doch der Lütte ist zu klein. Ein paar Zentimeterchen fehlen. Trotzdem muss der Junge was zum Unterhalt beisteuern – darin sind sich Vater und Mutter einig.

Kurze Zeit später ist es dann soweit. Die weite Welt wartet auf Hans. Er wird auf große fahrt gehen, wird Länder sehen, die seine Eltern, seine Nachbarschaft, der Großteil der Menschheit niemals im Leben sehen wird. Doch was heißt hier Leben?

Als seine Eltern beschlossen, dass der Bengel arbeiten muss (bis ihn die Seefahrt für sich entdeckt), schuftet er auf der Werft. Nieten fangen. Glühend heiße Eisenteile. Dass einem derart unerfahrenen Menschen dabei Fehler passieren, ist vorhersehbar. Doch es härtet ihn ab. Auch wenn er das erst viel später merken wird.

Nun ist er von Gischt umgeben, schindet sich, wird geschunden. Von der Schönheit der Welt kann er kaum etwas wahrnehmen. Und Hans wird viel sehen. Die Kontinente, die Länder, die Häfen werden zu seinem Zuhause. Nicht immer die wohnlichste Stube, niemals das bequemste Bett und schon gar nicht das Glück der Familie. Bis zu dem Tag als er Alicia trifft.

Zum ersten Mal in seinem Leben hat er einen Hafen angelaufen, der wirklich Heimat bedeuten könnte. Doch wie heißt es so schön: „Deine Heimat sind die Meere“. Eine Liebe, die zum Scheitern verurteilt ist?

Jürgen Rath hatte vor Jahren einen alten Seebären interviewt. Nicht lange, nicht ausgiebig. Dennoch genug Stoff für den Historiker mit Kapitänspatent, um nun endlich diesen Roman mit biographischem Hintergrund fertig zu stellen.

Von Anfang an faszinieren die detailreichen Darstellungen, die gar keinen anderen Schluss zulassen, dass hier ein echter Kenner der Materie seine Finger im Spiel hat. Und man merkt sofort, dass Kapitän i.R. Rath wohl keiner der Menschenschinder war, denen so manches Abenteuer zugrunde liegt. Ein echter Seefahrerroman mit einem ganz dicken Anstrich Menschlichkeit. Und wem das Fernweh nicht ganz fremd ist, wird sich von Seite zu Seite durch dieses Leben fressen als wenn es kein Morgen gibt!

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Cover des Buches Im Schatten des Krans (ISBN: 9783954002207)
Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Im Schatten des Krans" von Jürgen Rath

Hamburg 1845 - Am Beginn zum Aufbruch in die Moderne
Bellis-Perennisvor 2 Jahren

Hamburg 1845 - die Erinnerung an den schrecklichen Großen Brand von 1842 ist noch in guter Erinnerung. Große Teile der Altstadt, mehrere Speicher sowie der alte Kran am Hafen sind zerstört worden. Nun soll ein neuer Kran errichtet werden. Während Kaufleute und Reeder, wegen der zu erwartenden Vertiefung des Hafens für eine moderne, eiserne Konstruktion sind, beharrt Werftbesitzer Elbrand für eine Wiedererrichtung der Hebemaschine aus Holz. Wenige Tage später wird Elbrand, der beste Kontakt zur Stadtregierung hat, ermordet aufgefunden. 


Recht schnell werden alle Engländer in Hamburg, darunter auch Roger Stove, ein Mitarbeiter des Handelshaus Schröder & Westphalen, verdächtigt. Als Roger verhaftet wird, muss Moritz Forck, Lehrling im Kontor des Handelshauses, Teile von dessen Arbeit übernehmen. Dafür darf das staubige Kontor für Botengänge verlassen. Nebenbei lässt ihm die Verhaftung von Roger keine Ruhe. Welches Motiv hätte Stove?  


Moritz, von seinen Eltern zu einem rechtschaffenen jungen Mann erzogen, beginnt auf eigene Faust zu recherchieren. Dabei geraten er selbst und seine Familie in höchste Gefahr. Obwohl er das Gefühl hat, verfolgt zu werden, gibt er nicht auf. Immerhin möchte er Cäcilie Schröder, der Tochter des Handelshauses beweisen, dass er ein ganzer Kerl ist.  


Meine Meinung: 


In diesem historischen Roman kann ich meine Leidenschaften als Hamburg-Fan und für historische Kriminalroman sehr gut ausleben.  


Autor Jürgen Rath schildert das alter Hamburg in schillernden Farben. Dazwischen mischt sich auch eine Portion Sozialstudie. So haben wir es auf der einen Seite mit den reichen Reedern und Handelshäusern zu tun, und auf der anderen mit den vielen Schauermännern und Tagelöhnern, die von der Hand in den Mund leben müssen zu tun.  


Die Familie Forck ist auf dem besten Weg zu Aufsteigern zu werden. Vater Johann, selbst Schauermann, will gemeinsam mit seiner Frau, dass Moritz, der ein intelligenter Bursche ist, etwas lernt, und nicht wie sein Bruder Jan ebenfalls als Schauermann sein Geld verdienen muss. Obwohl Vater Forck von seinen Kumpeln scheel angesehen wird, besteht er darauf, dass Moritz die Stelle eines kaufmännischen Lehrlings im Kontor von Schröder & Westphalen antritt. Es fällt ihm manchmal nicht leicht, den Federkiel über das Papier tanzen zu lassen. Ich habe den leisen Verdacht, dass er eigentlich ein Linkshänder ist und sich daher mit dem rechtshändigen Schreiben schwertut. Moritz ist flink im Kopfrechnen und lernt leicht. So darf er auch die englische Sprache bei Kapitän Westphalen, den alle, wegen seiner ruppigen Art nur heimlich Klabautermann nennen, lernen. Westphalen hat sein eigenes Schicksalspäckchen zu tragen, sind doch vor Jahren seine Frau und sein Sohn bei einem Schiffsunglück gestorben. 


Obwohl die Schauerleute eine eingeschworene Gesellschaft bilden und so gar nicht erbaut sind, dass Moritz seinen Vater bittet, für ihn Erkundigungen einzuziehen, geben sie - manchmal widerwillig - den einen oder anderen Hinweis. 


Neben der Beschreibung vom Leben der Forcks und der reichen Schröders, erfahren wir, wie die ärmliche Bevölkerung in Hamburg lebt. Da ist zum einen Vater Jacobsen, der mit seiner kleinen Tochter Alvine in einem trostlosen Kellerloch haust oder das Nachbarsmädel Jette, das ihrer Mutter bei der Hausarbeit und der Erziehung der acht Kinder helfen muss.  


Mit Moritz dürfen wir in die verrufenen Gänge-Viertel eindringen, immer mit ein wenig Angst und Schauder im Nacken, treibt sich doch dort allerlei lichtscheues Gesindel herum. 


Gute gefällt mir die Sozialkritik bzw. die Darstellung der der Gesellschaft: Denn während die intelligente Cäcilie Schröder, die manchmal auch berechnend und skrupellos agiert, dazu erzogen wird einen reichen Mann zu heiraten und nicht ohne Anstandsdame aus dem Haus darf, wird wohlwollend darüber hinweg gesehen, dass der Sohn des Hauses Alexander, sich mit dem Hausmädchen Lisa in der Besenkammer vergnügt. Für ihn gilt, dass sich „junge Männer die Hörner abstoßen müssen“, während Lisa die Kündigung angedroht wird. Die Bigotterie ist aus heutiger Sicht manchmal schlecht auszuhalten.


 Als eifrige Hamburgbesucherin habe ich mich schon mehrmals mit der Geschichte der Hansestadt auseinandergesetzt und habe mich gefreut, wieder historischen Boden zu betreten.   


Fazit:


Der Mix aus historischem Roman und Krimi ist gut gelungen. Manchmal gerät der Krimi ins Hintertreffen, doch das soll nicht weiters stören. Gerne gebe ich diesem spannenden hist. Roman 5 Sterne.

Kommentare: 2
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Cover des Buches Sturm über Hamburg (ISBN: 9783945961162)
Booky-72s avatar

Rezension zu "Sturm über Hamburg" von Jürgen Rath

Kriminell in der Hansestadt
Booky-72vor 2 Jahren

März 1848 in Hamburg, ein Mord geschieht. Ein Kurier wird tot im Alsterfleet gefunden. Sergeant Titus Heißig wird hier ermitteln. Er bekommt gute Unterstützung von Moritz Forck, einem Kaufmannsgehilfen aus der Stadt. Dieser hat seit längerem eine feste Freundin und möchte demnächst mit seiner Jette zusammenziehen. Für diese Zeit ein ungewöhnlicher Wunsch, für Unverheiratete war das damals nicht so üblich.

Spannender Fall aus dem früheren Hamburg, mit vielen Indizien und raffiniertem Verlauf. Schön ist hier, wenn man den vorherigen Band kennt. Die Charaktere sind aber schnell kennenzulernen. Die Zeit damals wird gut dargestellt, ebenso die Probleme der Stadt und ihrer Einwohner. Ein sehr schöner Schreibstil und hervorzuheben ist nochmals die gute Beschreibung der Begebenheiten in der Stadt, vor allem mit der Karte vom damaligen Hamburg.

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Gespräche aus der Community

Hans Schnieders war Matrose, allerdings schon lange nicht mehr, denn er ist im Jahre 1981 bereits 92 Jahre alt. Er erzählt einer Studentin der Universität Hamburg, wie er sein erstes Schiff bekam, wie er Kap Horn umrundete, wie er eine Strandung überlebte. Er war allerdings nicht nur Seemann, er war auch Rancher in Kalifornien und schloss sich schließlich dem Revolutionsgeneral Pancho Villa an.

Hallo Lesefreund*innen,

ich habe diesmal einen Biografie-Roman über einen Seemann geschrieben, den ich 1981 im Seemannsaltenheim in Hamburg interview hatte. Er war damals 92 Jahre alt und hatte mit der Seefahrt im Jahre 1904 auf Segelschiffen begonnen. Mein Interviewpartner berichtete mir von den Schrecklichkeiten einer Kap Horn-Umrundung und vom Erd- und Seebeben in San Francisco 1906, bei dem sein Schiff schwer beschädigt worden ist und von seiner Zeit als Rancher in Kalifornien. 

Als Gesprächspartnerin habe ich dem alten Seemann eine junge Studentin gegenüber gesetzt, was einiges an Konfliktpotential (jung/alt, Frau/Mann) mit sich bringt.

Liebe Grüße
 Jürgen Rath

38 BeiträgeVerlosung beendet
Bellis-Perenniss avatar
Letzter Beitrag von  Bellis-Perennisvor einem Tag

Das letzte Drittel ist nun recht schnell gelesen.

Also habe ich richtig vermutet, dass sich der polnische Nachbar Hans' Ländereien unter den Nagel gerissen hat.

Schmunzeln musste cih über die vermeintliche Einweihungsfier für das Haus - ich habe gleich gewusst, dass da mehr dahinter steckt.

Die Vermutung, dass Hans der Vater von Jauttas Großmutter sein könnte, erscheint recht gewagt zu sein. Rein rechnerisch könnte sich das ausgehen. Dieser Sidestep ist jetzt nicht unmittelbar notwendig, wäre aber interessant weiter zu verfolgen gewesen. Mit dem Treffen der drei hat Jutta endlich eine Initiative ergriffen, die sie ein wenig lebendig macht. Mir hätte es gut gefallen, wenn Jutta und ihre Großmutter noch weiter recherchiert hätten. Aber, es ist ja Hans' Geschichte.

Das Zusammentreffen mit Hans hat Jutta ein wenig lockerer gemacht. Aber einen Oscar für Empathie erhält sie weiterhin nicht.

Hamburg im März 1848. Moritz Forck, Commis im Handelshaus Schröder, kennt nur ein Ziel: Er will sein Geld zusammenhalten, damit er Jette Jacobsen heiraten kann. Doch dann bricht die Revolution über Hamburg herein und macht Moritz' Lebensplanung zunichte. Er gerät ins Blickfeld des Polizey-Sergeanten Titus Heißig, der einen Mord aufzuklären hat. 

Hallo Literaturfreunde,

nachdem ich im letzten Jahr mit Geschichten über Schiffsunfälle auf der Elbe bei Lovelybooks in die Leserunde gegangen bin, stelle ich jetzt wieder einmal einen historischen Roman vor. 

Die Geschichte spielt in Hamburg im Jahre 1848. Die Protagonisten sind alte Bekannte für diejenigen, die sich an meinen Roman „Im Schatten des Krans“ erinnern können. Damals, im Jahre 1845, war Moritz Forck Lehrling, seine Freundin Jette Jacobsen suchte eine Stelle als Dienstmädchen und Cäcilie Schröder ist eine verwöhnte Kaufmannstochter.

Inzwischen, drei Jahre später, hat Moritz ausgelernt. Er ist ein angesehener Commis, Jette arbeitet beim französischen Konsul Roeder und Cäcilie ist verlobt. Die Welt scheint geordnet, doch dann ereignen sich mehrere Morde in der sonst friedlichen Hansestadt. Der ebenso  hartnäckige wie erfolgreiche Polizey-Sergeant Titus Heißig macht sich auf, den/die Mörder zu stellen. Zu allem Unglück bricht genau zu dieser Zeit die Revolution über die Stadt herein. Moritz wird mit seiner Lebensplanung aus der Bahn geworfen, den beiden jungen Frauen eröffnen sich jedoch bisher ungeahnte Möglichkeiten.

Der Verlag hat 10 Exemplare des Romans zur Verfügung gestellt. Also bewerbt Euch jetzt!

Liebe Grüße
Jürgen

91 BeiträgeVerlosung beendet
Booky-72s avatar
Letzter Beitrag von  Booky-72vor 2 Jahren

Sorry, ich hatte vergessen, meine Rezi einzustellen. Aber heute endlich:

https://www.lovelybooks.de/autor/J%C3%BCrgen-Rath/Sturm-%C3%BCber-Hamburg-2577818094-w/rezension/2796792076/

bei WLD und Lesejury unter Bookstar eingestellt.

Die Elbe ist eine der am meisten befahrenen Wasserstraßen der Welt. Da bleibt es nicht aus, dass es zu Unfällen wie im Straßenverkehr kommt. Allerdings mit dem Unterschied, dass einem auf der Elbe das Wasser ziemlich schnell bis zum Halse steht. Der Autor hat die Akten des Seeamtes Hamburg durchforstet und spektakuläre Fälle mit seemännischem Sachverstand in eine literarische Form überführt.

Hallo Literaturfreunde,

ich lade Euch zu einer Leserunde ein. Diesmal zu 11 Kurzgeschichten über Schiffsunfälle auf der Elbe. Dieser Fluss ist nicht nur einer der am häufigsten befahrenen Wasserstraßen der Welt, er ist auch geradezu ein Schiffsfriedhof. Denn in der Elbmündung lauern Sandbänke, allen voran der Große Vogelsand, bei Brunsbüttel queren aus dem Nord-Ostseekanal kommende Schiffe das Hauptfahrwasser, und bei Blankenese ist die Fahrrinne so eng, dass selbst erfahrenen Lotsen der Schweiß auf der Stirn steht.

Die meisten Wracks sind inzwischen weggeräumt, weil sie die Schifffahrt behinderten oder weil der Mahlsand sie verschlungen hat. Doch die Katastrophen, die zum Untergang geführt hatten, sind in den Unfallberichten der Seeämter bestens dokumentiert.

Ich habe mir Schiffsunfälle vorgenommen, die sich zwischen dem Feuerschiff ELBE 1 und dem Hamburger Hafen ereignet haben und sie mit der Geschichte eines der Betroffenen verwoben. Meine Helden sind Kapitäne, Decksoffiziere, Matrosen, Maschinisten, ein Passagier, ein Bergungsspezialist und ein Bewohner des Altenheims Wittenberge. Die Personen und ihre Handlungen sind fiktiv, die Unfälle jedoch real. Und die besten Geschichten schreibt ohnehin das Leben selbst …

Ich freue mich auf die Leserunde. Die Gewinner erhalten je ein signiertes Taschenbuch.


111 BeiträgeVerlosung beendet

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