Jürgen Rath Die Namenlosen von Amrum

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Inhaltsangabe zu „Die Namenlosen von Amrum“ von Jürgen Rath

Steffen Stephan, Archivar aus Hamburg, hat sich 1964 gerade auf Amrum eingerichtet, da drückt ihm sein Institutsleiter eine Praktikantin aufs Auge. Gemeinsam erforschen sie den Friedhof der Namenlosen von Amrum. Merkwürdig allerdings, dass die Inselbewohner so wenig mitteilsam sind, was diesen Friedhof anbelangt. Bald wird Steffen und Lilianne der Boden unter den Füßen zu heiß, aber die Verfolger sind ihnen auf den Fersen.

Ein gut recherchierter, eher ruhiger Insel-Krimi - Amrum und seine Geheimnisse, mir gefiel die "Ortszeit": 1964 ;)

— SigiLovesBooks

Spannend und besonders interessant für jeden, der die Insel Amrum kennt.

— Sylvia1985

Versuche immer noch herausfinden ob ich das Buch mag...

— Shanna1512

Ein stimmungsvoller Krimi mit einer unheimlichen, bedrohlichen Atmosphäre und zwei ungleichen Charakteren, die das Geheimnis auf Amrum lösen

— DunklesSchaf

"Mordsee-Spuren" führen zu außergewöhnlicher Krimi-Lektüre.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Gruselstimmung auf der Insel

— Irve

Ein spannender Insel-Krimi

— Maralis

Insel-Krimi mit Sachkenntnissen und Zeitgeist um 1960

— Schnuck59

Es ist eine Mischung aus historischem Roman und Krimi. Spannend und fesselnd und sehr dicht erzählt

— Buchraettin

Ein schön kautziger Protagonist, viele überraschende Wendungen, lehrreiches über Amrum und die Seefahrt - spannend bis zum Schluss!

— orfe1975

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  • Amrum und die "Angeschwemmten".....

    Die Namenlosen von Amrum

    SigiLovesBooks

    12. February 2017 um 18:24

    "Die Namenlosen von Amrum" (ein Insel-Krimi) von Jürgen Rath erschien als TB im Sutton-Verlag, Erfurt 2015 und ist der 2. Fall für Steffen Stephan, seines Zeichens Archivar und hier im speziellen Friedhofsforscher, der 1964 auf Amrum nach Antworten auf die "Gräber der Namenlosen" sucht, da ihm sein Chef die Aufgabe gibt, mit einer neuen Idee aufzuwarten und er um seinen Arbeitsplatz bangen muss... Zur Seite gestellt wird ihm Lilianne, eine Studentin der Literaturwissenschaft, die lernen möchte, wie man recherchiert, um später Journalistin zu werden.    Beide stoßen auf eher feindseliges Verhalten der Inselbewohner, die es gar nicht schätzen, wenn Leute vom Festland allzu neugierige Fragen stellen. Das letzte Begräbnis war 1959, als eine unbekannte Frau tot auf Amrum angespült wurde.... Kennt man die Insel, ist die atmosphärische Beschreibung der Orte (Wittdün, Nebel, Norddorf, Steenodde) umso schöner; eine Prise Humor ist auch hier und da zu finden, während die Aussagen, wie die Geschlechter aufeinander reagieren, für heutige Verhältnisse recht antiquiert erscheinen, jedoch chronologisch in die 60er Jahre passen...    Mit den eingeschobenen Rückblicken auf ein Schiff und dessen Mannschaft, das 1954 auslief, kommt auch die Spannung in Fahrt: Man hat das Gefühl, dass Jürgen Rath weiß, wovon er schreibt - und Kapitän ja eine seiner Professionen ist: Der Stil ist eher gemächlich, ruhig - und in gut lesbarer klarer Sprache gehalten; der Insel-Krimi ist in 5 Teile aufgesplittet; die von Amrum, Hamburg, Büsum, wieder Amrum bis nach Sylt reichen - sich also allesamt an der deutschen Nordsee befinden. Da ich alle Orte persönlich kenne, erhöht das die Lesefreude dieses Amrum-Krimis um ein Vielfaches... Steffen und Lilianne ermitteln sich von Hamburg aus durch Ämter und Kirchen, Archive und Bibliotheken, als Steffen von Margarete (die auf Amrum lebt und in die er sich allem Anschein nach etwas verliebte...) erfährt, dass es keine gute Idee wäre, nochmals nach Amrum zu kommen, da "einige Leute" gar nicht gut auf ihn zu sprechen sind...    Interessante Details finden sich in der Arbeit der Archivare - oder auch der technischen Entwicklung der Kopierer, die in den 60er Jahren erstmals in deutschen Archiven, aus den USA stammend,  verwendet wurden. In der Zeit des "Eisernen Vorhangs" spart Jürgen Rath auch nicht mit politischen Äußerungen, dass die BRD für die DDR die 'faschistische Republik' war und (für Steffen) die DDR 'eine Diktatur, die ihr Volk einsperrt'; eine nicht unwahre Betrachtungsweise, wie ich finde, die ja noch bis 1989 andauern sollte. Diese Fakten machen den Krimi, der eher ruhig daherkommt, zeitgeschichtlich interessant; z.B. auch die Erwähnung des legendären STAR-CLUBS in Hamburg, in dem die Beatles in den 60ern ihre Karriere begannen...    Steffen und Lilianne finden heraus, dass es eine "Unstimmigkeit" eines Grabes auf dem Friedhof der Angeschwemmten auf Amrum gibt und beschließen, nochmals hinzufahren, um den Dingen auf den Grund zu gehen: Der 2. Inselbesuch gestaltet sich noch gefährlicher, da Steffen und Lilianne zu einer 'persona non grata' wurden. Wem können sie noch vertrauen, wem besser nicht? Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt....    Zwei Epiloge schließen sich diesem historisch interessanten und gut recherchierten Krimi an sowie ein Anhang der tatsächlichen Gräber der Namenlosen von Amrum. Der Plot ist stimmig, die Spannung nimmt im letzten Teil zu: Die Professionen des Autors (Kapitän und Historiker) sind zusammen mit einem klaren Schreibstil im Inselkrimi gut 'ablesbar'. Fazit: Ein eher ruhiger, aber dennoch recht spannender, gut recherchierter Insel-Krimi mit einem recht sympathischen, aufgeweckten Archivar als Ermittler, der für mich seinen besonderen Reiz aus der Zeit ableitet, in der er angesiedelt ist: Die 1960er Jahre .... Einige Schmunzler, auch mal ein Kopfschütteln konnte mir auch das etwas angestaubte, antiquierte Geschlechterverhältnis dieser Zeit entlocken, das jedoch authentisch dargestellt und beschrieben ist.  Die Buchhinweise am Krimiende machen neugierig auf mehr von Jürgen Rath und den anderen Autoren dieser Krimi-Reihe! Eine Leseempfehlung für Krimifans, die eher ruhigere, gut durchdachte und recherchierte Kriminalromane bevorzugen und ein Faible für die "sweet 60ies" haben ;) Von mir bekommt der Insel-Krimi 4 * und 85° auf der Krimi-Couch.

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  • Namenlosen von Amrum

    Die Namenlosen von Amrum

    natti_ Lesemaus

    30. January 2017 um 11:09

    Inhalt:Steffen Stephan, Archivar aus Hamburg, hat sich 1964 gerade auf Amrum eingerichtet, da drückt ihm sein Institutsleiter eine Praktikantin aufs Auge. Gemeinsam erforschen sie den Friedhof der Namenlosen von Amrum. Merkwürdig allerdings, dass die Inselbewohner so wenig mitteilsam sind, was diesen Friedhof anbelangt. Bald wird Steffen und Lilianne der Boden unter den Füßen zu heiß, aber die Verfolger sind ihnen auf den Fersen.Meinung:Ein Inselkrimi, die ich in letzter Zeit wirklich zu schätzen lerne, genau wie die Ostfriesen Krimis. Ich habe sonst selten krimis gelesen, außer Agatha Chrsitie.Dieses Werk ist wirklich gut geschrieben.Es ist dem Autor wirklich gut gelungen, Ort und Zeit zu beschreiben und die  Stimmung auf der Insel. Schnell war ich mittendrin und habe mich mit  auf die spannende Suche nach dem Geheimnis gemacht, das die Amrumer auf dem kleinen Friedhof versteckt haben. Man kann die wachsende Abneigung der Insulaner deutlich spüren.Gleich am Anfang findet man eine Karte der Insel auf der alle wichtigen Orte markiert sind. Am Ende gibt es dann Epilog 1 und 2, sowie einen Anhang. Das finde ich klasse und teilweise sehr hilfreich für die Geschichte.Das ganze ist spannend und flüssig geschrieben, die Spannung steigt immer weiter beim lesen.Die Einblicke in die Arbeit von Historikern war sehr spannend, für interesssierte ein guter Einblick.Die Inselbwohner habe teilweise ihre Eigenarten, die zum teil sehr gefallen. Nur die beiden Hauptfiguren waren mir nicht die ganze Zeit sympatisch.eine gute, geschrieben Geschichte. toll.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 20.10.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   259 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  691 Punkte Beust                                          ---   352 Punkte Bibliomania                               ---   233 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  444,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 285 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   154,5 Punkte Code-between-lines                ---  154 Punkte DieBerta                                    ---   ?  Punkteeilatan123                                 ---   80 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   216 Punkte Frenx51                                     ---  103 Punkte glanzente                                  ---   94 Punkte GrOtEsQuE                               ---   84 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   181 Punkte Hortensia13                             ---   148 Punkte Igelchen                                    ---   26 Punkte Igelmanu66                              ---  191 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   135 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte Kattii                                         ---   88 Punkte Katykate                                  ---   121 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   145 Punkte Kuhni77                                   ---   129 Punkte KymLuca                                  ---   110 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   285 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   257 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   94 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktemy_own_melody                     ---   18 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  148 Punkte Nelebooks                               ---  245 Punkte niknak                                       ----  313 Punkte nordfrau                                   ---   143 Punkte PMelittaM                                 ---   242 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   132 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 76 PunkteSandkuchen                              ---   241 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   195 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   315 Punkte SomeBody                                ---   189,5 Punkte Sommerleser                           ---   215 Punkte StefanieFreigericht                  ---   236,5 Punkte tlow                                            ---   165 Punkte Veritas666                                 ---   151 Punkteverruecktnachbuechern         ---   97 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   184 Punkte Yolande                                       --   189 Punkte

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    • 2509
  • Bäume raus, Bücher rein – LovelyBooks räumt das Bücherregal

    Die letzten Tage von Rabbit Hayes

    LaLeser

    Wir räumen unser Bücherregal! Habt ihr schon den Weihnachtsbaum vor die Tür gestellt, die Geschenke verstaut und wieder Platz geschaffen, den ihr am liebsten mit neuen Büchern füllen möchtet? Unser Büro hat jedenfalls einen Neujahrs-Putz dringend nötig! Die Bücherregale sind vor tollem Lesestoff am Überquillen und es wäre doch schade, wenn all die schönen Bücher nicht gelesen werden! Deshalb haben wir unsere Bücherregale ausgeräumt und möchten euch mit den Schätzen, die sich dort verborgen haben, glücklich machen!So funktioniert es:Stöbert durch die verschiedenen Genres und Bücher, die wir in den Unterthemen aufgeführt haben. Wenn ihr Bücher entdeckt, die ihr gerne lesen und rezensieren möchtet, teilt uns diese Titel sowie das entsprechende Genre in eurem Bewerbungsbeitrag mit. Ihr könnt euch selbstverständlich auch für mehrere Bücher aus mehreren Genres bewerben!Bewerbt euch bis zum 11.01.2017 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* und nennt uns das Buch/die Bücher (mit entsprechendem Genre), welches/welche ihr gerne lesen und zu dem/zu denen ihr gerne eine Rezension verfassen möchtet! Am Donnerstag, dem 12. Januar, losen wir aus, wer von euch welches Buch bzw. welche Bücher gewinnt und teilen euch die Gewinner hier im Unterthemen "Und die Gewinner sind..." mit. Solltet ihr gewonnen haben, verpflichtet ihr euch, bis zum 1. März 2017 eine Rezension bei LovelyBooks zu allen Büchern, die ihr gewonnen habt, zu schreiben. Postet die Links zu euren Rezensionen bitte ins zugehörige Unterthema in dieser Aktion!Bitte beachtet, dass es sich bei den Büchern auch um Leseexemplare handeln kann! Außerdem verschicken wir in dieser Aktion die Bücher nur innerhalb von Deutschland. Wenn ihr nicht in Deutschland wohnt – nicht traurig sein! Die nächste tolle Aktion, bei der ihr mitmachen könnt, kommt schon bald! Bitte habt Verständnis hierfür und bewerbt euch nicht für diese Aktion.Wenn ihr Fragen zum Ablauf oder zur Aktion allgemein habt, stellt diese bitte im Unterthema "Fragen zur Aktion"!Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid und unseren Büchern eine neue Heimat gebt! Ganz viel Spaß beim Stöbern! 

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    • 2535

    natti_ Lesemaus

    23. January 2017 um 11:27
  • Ein spannender Insel-Krimi

    Die Namenlosen von Amrum

    Maralis

    Inhalt: Steffen Stephan, Archivar aus Hamburg, hat sich 1964 gerade auf Amrum eingerichtet, da drückt ihm sein Institutsleiter eine Praktikantin aufs Auge. Gemeinsam erforschen sie den Friedhof der Namenlosen von Amrum. Merkwürdig allerdings, dass die Inselbewohner so wenig mitteilsam sind, was diesen Friedhof anbelangt. Bald wird Steffen und Lilianne der Boden unter den Füßen zu heiß, aber die Verfolger sind ihnen auf den Fersen.(Quelle: Klappentext) Steffen Stephan entdeckt 1964 auf Amrum den Friedhof der "Namenlosen". Schnell ist sein Interesse daran geweckt und er recherchiert mit seiner Assistentin Lilliane, wer hier liegt. Inselbewohner sind schon von Natur aus nicht sehr gesprächig und so stößt er hier auf eine Mauer des Schweigens. Da der Roman 1964 spielt fühlte ich mich angenehm "entschleunigt", die Ermittlungen mussten ohne mediale Unterstützung geführt werden. Der Autor schreibt sehr flüssig und spannend und man stellt fest, dass er viel von der Seefahrt versteht. Die Insel Amrum wird hier sehr gut beschrieben, auch durch die Karte zu Beginn des Buches kann man vieles nachvollziehen. Mehr über Jürgen Rath erfahren sie auf seiner Webseite. Fazit: Ein spannender Krimi, der mir sehr gut gefallen hat. Ich danke ganz herzlich Jürgen Rath, dass ich an der Leserunde bei Lovelybooks teilnehmen durfte.

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    • 3
  • Inselbedrohung: Die Namenlosen von Amrum - Jürgen Rath

    Die Namenlosen von Amrum

    DunklesSchaf

    08. July 2015 um 23:26

    In den 60ern ist Steffen Stephans Job gefährdet. Er muss unbedingt ein neues Projekt entwickeln, damit er seinen Job behalten kann. Als Friedhofsforscher nicht ganz so einfach, doch die Sekretärin des Instituts schickt ihn auf Urlaub, nach Amrum, um über ein neues Projekt nachzudenken. Kurzerhand wird ihm die neue Praktikantin hinterher geschickt und so kommt es, dass die beiden sich als Beschäftigung den Friedhof der Namenlosen, einen Friedhof, auf dem die Angeschwemmten beerdigt wurden, heranziehen. Doch irgendwie stoßen die beiden auf Mauern, wenn sie sich bei den Inselbewohnern nach den Namenlosen und deren Auffindung erkundigen. Und schon kurz darauf sind sie auf der Insel als peronae non gratae abgestempelt. Steffen Stephan ist das Klischee des biederen Akademikers schlechthin. Alleinstehend, vollständige Begeisterung von Friedhöfen, aufrecht und rechtschaffen, ordentlich und ein wenig staubig. Und dann wird ihm die junge und quirlige Literaturstudentin Lilianne an die Seite gestellt. Diese wirbelt seinen beschaulichen Urlaub so richtig durcheinander. Stephan ist dann auch nicht nur davon konsterniert, wie offenherzig und flippig sie ist, sondern auch davon, mit wie viel Elan und Begeisterung Lilianne sich an die Arbeit macht. Doch auf Amrum haben die beiden nur wenige Freunde. Als die beiden am Friedhof herumschnüffeln, werden die Amrumer immer verschlossener und feindseliger. Und dies nicht nur hinter vorgehaltener Hand, sondern offen ins Gesicht. Der Urlaub endet und die beiden „flüchten“ nach Hamburg ins Institut. Doch die beiden haben Feuer gefangen – wenn auch beide sehr unterschiedlich, geht es Steffen doch darum, den Friedhof zu katalogisieren und Lilianne eher darum vielleicht einen oder mehrere Morde aufzuklären. Letztendlich ist die Arbeit der Wissenschaftler aber recht trocken und langweilig – unzählige Archive müssen durchgesehen oder angefragt werden, uralte Zeitungen durchgesehen und Telefonate geführt werden. Doch letztendlich müssen die beiden wieder nach Amrum, um das Rätsel letztendlich zu lösen. Dieser dritte Teil des Buches ist höchst dramatisch und auch recht unheimlich. So hat man das Gefühl, als folgte man zwei Soldaten auf feindlichem Gebiet. Und nach einer spektakulären Wattwanderung folgt dann der, zugegebenermaßen, etwas enttäuschende Showdown. Der Krimi lebt von der unheimlichen und bedrohlichen Stimmung auf der Insel, der reibungsreichen Beziehung der beiden Wissenschaftler und dem Geheimnis um die Angeschwemmten. Die trockene Forschung nach den Toten und das biedere Klima muss einem nicht liegen, passt aber irgendwie in die Zeit und in das Buch. Die knifflig-biedere Dreiecksbeziehung ist unnötig und verleiht dem Buch keinen Mehrwert. Allerdings war ich persönlich sehr glücklich, dass zwar norddeutsche Lebensart zu spüren war, aber kein Platt vorhanden, denn da muss ich die Flügel strecken, das verstehe ich einfach nicht. Fazit: Ein stimmungsvoller Krimi mit einer unheimlichen, bedrohlichen Atmosphäre und zwei ungleichen Charakteren, die das Geheimnis um „Die Namenlosen von Amrum“ lösen.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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    • 6213

    kubine

    01. July 2015 um 15:47
  • Leserunde zu "Die Namenlosen von Amrum" von Jürgen Rath

    Die Namenlosen von Amrum

    katja78

    Werde Friedhofsforscher auf Amrum! Herzlich Willkommen zu einer neuen Leserunde zum neuen Buch "Die Namelosen auf Amrum" von Jürgen Rath. Steffen Stephan wird vor eine neue Aufgabe gestellt und deswegen laden wir zu einer gemeinsamen Leserunde ein, damit zusammen ermittelt werden kann, was es mit den Namenlosen auf sich hat. Bewerbt euch jetzt für eines von 15 Rezensionsexemplaren, zu diesem Insel Krimi. Steffen Stephan, Archivar aus Hamburg, hat sich 1964 gerade auf Amrum eingerichtet, da drückt ihm sein Institutsleiter eine Praktikantin aufs Auge. Gemeinsam erforschen sie den Friedhof der Namenlosen von Amrum. Merkwürdig allerdings, dass die Inselbewohner so wenig mitteilsam sind, was diesen Friedhof anbelangt. Bald wird Steffen und Lilianne der Boden unter den Füßen zu heiß, aber die Verfolger sind ihnen auf den Fersen. Leseprobe Jürgen Rath, gelernter Seemann mit Kapitänspatent, promovierter Historiker und Personalmanager, hat sich im vergangenen Jahrzehnt einen Namen als Schifffahrtshistoriker und Sachbuchautor gemacht. In seinem ersten Kriminalroman "Nordhörn" beweist der Hamburger neben profunder Sachkenntnis sein großes erzählerisches Talent. Mehr unter: http://www.juergen-rath-autor.de Wir suchen nun mindestens 15 interessierte Leser, die gemeinsam das Buch lesen & anschließend rezensieren möchten. Blogger dürfen sich gerne mit Blogadresse bewerben. Als Bewerbung interessiert uns euer Eindruck zur Leseprobe! Nach Möglichkeit sollte das Buch anschließend auch bei Amazon oder einer ähnlichen Verkaufsplattform rezensiert werden. Wir freuen uns auf eure Bewerbungen und wer neugierig ist kann sich gerne auch auf der Sutton Verlagsseite umschauen, was der Frühling an frischen Neuerscheinungen bereit hält. Eure Katja *** Wichtig *** Ihr solltet Minimum 2-3 Rezension in eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie ihr eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind. Der Erhalt eines Rezensionsexemplares ist verpflichtend für die Teilnahme an der Leserunde. Dazu gehört das zeitnahe Posten in den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des Buches Erwiesene Nichtleser werden nicht ausgewählt

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  • Rezension zu "Die Namenlosen von Amrum" von Jürgen Rath

    Die Namenlosen von Amrum

    dorli

    25. June 2015 um 21:17

    Amrum 1964. Der Friedhofsforscher und Archivar Steffen Stephan entdeckt bei einem Spaziergang den Friedhof der Angeschwemmten - wenige Gräber mit schlichten Holzkreuzen, auf denen nicht die Namen der Verstorbenen, sondern jeweils nur das Datum ihres Fundes am Strand vermerkt wurde. Steffens Neugierde ist geweckt, er möchte die Identität der Toten klären und beginnt nachzuforschen. Unterstützt wird er dabei von der Praktikantin Lilianne Feldmann. Schnell müssen die beiden jedoch feststellen, dass ihre Recherchen auf der Insel nicht gerne gesehen sind… In seinem historischen Krimi „Die Namenlosen von Amrum“ nimmt Jürgen Rath den Leser mit auf Reise an die Nordseeküste in die 1960er Jahre. Es ist dem Autor hervorragend gelungen, Ort und Zeit zu beschreiben und die auf der Insel vorherrschende Stimmung zu vermitteln - ruckzuck war ich mittendrin im Geschehen und habe mich mit Steffen und Lilianne auf eine spannende Suche nach dem Geheimnis gemacht, das die Amrumer sorgsam auf dem kleinen Friedhof versteckt haben und auf keinen Fall preisgeben wollen. Steffen und Lilianne beginnen mit einer sehr intensiven Recherchearbeit, sie stöbern in Bibliotheken und Archiven, um den Ungereimtheiten bei der Belegung der Gräber auf die Spur zu kommen. Die Nachforschungen auf Amrum selbst gestalten sich als besonders schwierig, denn die verbohrte Inselgemeinde ist wenig auskunftsfreudig, gibt auf Fragen entweder gar keine Antwort oder speist die beiden mit Halbwahrheiten ab. Man kann im Verlauf der Handlung die wachsende Abneigung einiger Insulaner deutlich spüren, sie werden immer unfreundlicher, schließlich sogar aggressiv. Jürgen Rath hat ein gutes Gespür für Charaktere, seine Akteure wirken sehr echt und natürlich. Steffen ist ein Kind seiner Zeit. Er ist akkurat, bieder und ordnungsliebend, Anstand und Etikette sind ihm wichtig. Dass er sich zu drei ganz unterschiedlichen Frauen hingezogen fühlt, verwirrt den 33-jährigen sehr und dass sich mit keiner der Damen eine wirkliche Beziehung ergeben will, verstört ihn noch mehr. Lilianne ist ganz anders. Die Studentin ist modern und quirlig und kommt frech und ein wenig respektlos daher und bringt damit eine große Portion Schwung in Steffens Leben. Bei den unterschiedlichen Standpunkten der beiden bleibt es natürlich nicht aus, dass sie das eine oder andere Mal kräftig aneinanderrasseln und so beim Leser für humorvolle Unterhaltung sorgen. Auch alle anderen Figuren spielen die ihnen zugedachten Rollen ausgezeichnet, beleben mit ihren Eigenarten die Szenerie und machen das ganze Geschehen sehr glaubwürdig. „Die Namenlosen von Amrum“ ist ein spannend erzählter, unblutiger Krimi, der die 1960er Jahre lebendig werden lässt.

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  • "Mordsee-Spuren" führen zu außergewöhnlicher Krimi-Lektüre.

    Die Namenlosen von Amrum

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. June 2015 um 10:51

    Steffen Stephan arbeitete als Archivar am Sozialhistorischen Institut in Hamburg und hatte zusammen mit dem Historiker Dr. Zöllner und dem Fotografen Sergio Conetti etliche erfolgreiche Bücher über Friedhöfe erstellt, die – interessant und ansprechend von den drei Experten konzipiert – ein Erfolg für den herausgebenden Verlag gewesen waren. Aber mittlerweile hatte sich das Ding totgelaufen, war diese „Friedhofswelle“ verebbt und mindestens so tot wie die Leichen, die dort in ihren Gräbern ruhten und keinen Studenten mehr auch nur ins erste Semester lockten. Zumindest war das die momentane Situation, wenn man den Ausführungen Professor Hübners Glauben schenken wollte, der schon erste Maßnahmen ergriffen hatte. Dr Zöllner musste bereits zu Trenchcoat und Hut greifen, seinen aufgeräumten Schreibtisch verlassen und war dann nach ein paar Abschiedsworten gegangen. Conetti eilte mit geschulterter Fototasche zu einem anderweitigen Termin, bei dem es ein paar bellende Hunde abzulichten gab, die irgend welches Hundefutter in sich hineinschlangen. Nie würde er dort die geliebte Nähe zum Jenseits und das wundersame Energiepotential finden können, das ihm die Arbeit auf alten, prachtvollen Friedhöfen geboten hatte. Die berufliche Luft für Steffen wurde nun ebenfalls recht dünn,das spürte er auch ohne Hübners Hinweis, dass man auf Seiten des Verlages auf ein neues Konzept warte und nicht viel Geduld an den Tag lege. Wenn etwas schief lief im Leben, dann meist in allen Bereichen, da machte Steffen keine Ausnahme, denn privat ging's gerade auch ein bisschen aus der Spur – oder wie nennt man das, wenn einen die Freundin sitzen lässt? Ferientage wären dringend vonnöten, aber ist Camping-Urlaub auf Amrum mit einer Broschüre über gesundes Heilfasten im Gepäck wirklich die beste Methode, ein neues Konzept für berufliche Erfolge zu entwickeln, wie es Hübner von ihm erwartete? Auch die quirlige, unkonventionelle junge Studentin Lilianne Feldmann, die ihm als Praktikantin vom Festland auf die Insel folgen musste, um ihn bei seiner Projektgestaltung zu unterstützen, entsprach letztendlich so gar nicht seinem etwas hölzernen, bieder-konventionellen Naturell, war also sicherlich ebenfalls kein Grund zur Freude. Als sie dann bei ihren Recherchen auf dem „Friedhof der Namenlosen“ auf Ungereimtheiten in der Grabbelegung stießen, wurde ihnen der Boden unter den Füßen verdammt heiß, und die vorher schon wortkargen Inselbewohner bildeten eine bedrohliche Mauer das Schweigens. Sollte der aufgespießte Totenkopf-Falter eine Warnung sein? In wessen Focus befanden sich die beiden Ahnungslosen plötzlich? Sie waren einem Geheimnis auf die Spur gekommen, dessen Aufdeckung verdammt gefährlich für sie sein konnte. Wieder einmal – ebenso wie in seinem Kriminalroman „Nordhörn“ - versteht es Jürgen Rath in absolut professioneller Manier einen unschlagbaren Mix aus mehreren Elementen herzustellen. Er verbindet Handlungsstränge aus verschiedenen Zeitebenen, um mit dem einen die Basis für den anderen zu bilden, konfrontiert die gegensätzlichsten Charaktere um atmosphärische Authentizität zu erzeugen und bedient sich dann hier altvertrauter Protagonisten-Merkmale, um dem Leser das Vergnügen zu bereiten, Steffen Stephan wiederzutreffen. Und dessen unvergleichliche Art – schrullig, akribisch und ein bisschen hausbacken – hat echten „Wieder-Erkennungs-Wert“ und begegnet dem Leser wie ein alter Bekannter. Aber auch Lilianne, die „Neu-Gestaltete“ ist ausgezeichnet gelungen und spielt meisterhaft ihren Gegenpart. Rundheraus gesagt: Die Besetzung stimmt auch in diesem Roman absolut. Wieder einmal punktet der Autor mit seinem hervorragenden historischen Wissen, einer leserfreundlichen Auflistung im Glossar sowie seiner Amrum-Skizze und dem gesamten informativen Anhang. Jürgen Rath ist ein Schriftsteller, der auf hohem Niveau arbeitet und auch hier wieder mühelos diesen level erreicht, den er sich selbst vorgegeben hat. Ein kriminalistisches Lesevergnügen – angenehm „blutarm“, aber intelligent, geistreich und humorvoll.

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  • *+* Gruselfeeling auf der Insel *+*

    Die Namenlosen von Amrum

    Irve

    18. June 2015 um 14:05

    *+* Die Originalrezension ist auf meinem Blog erschienen*+* Liebe Lesefreunde, in der letzten Woche hatte ich euch „Nordhörn“ vorgestellt, einen recht unblutigen, aber dennoch ziemlich spannenden Krimi. In „Die Namenlosen von Amrum“ bleibt der Autor seinem Stil treu. Auch dieser Nordesee-Krimi lebt mehr von subtiler Spannung und den gruseligen Bildern und Stimmungen, die im Kopfkino heraufbeschworen werden, als von blutigen Szenen. Steffen Stephan wird nach Amrum geschickt, um dort seinem Auftrag als Friedhofsforscher nachzugehen. Der offizielle Friedhof weckt dabei weniger sein Interesse, denn ganz schnell hat es ihm der Friedhof der unbekannten Menschen angetan, auf dem die Wasserleichen der Insel beerdigt werden, die die See immer mal wieder anschwemmt. Steffen versucht akribisch, jedem Grab einen Namen zuzuordnen, was natürlich nicht leicht gelingt. Unterstützung bekommt er von einer Praktikantin, die ihm sein Institutsleiter auf´s Auge gedrückt hat – was ihn zunächst nicht sehr begeistert. Zu sehr unterscheidet sie sich von ihm und er hat seine liebe Not, sich auf ihre Charakterzüge einzulassen. Nicht minder machen ihm die Inselbewohner zu schaffen, denn sie blockieren die Nachforschungen des Archivars, wo sie nur können. Und nicht nur das…..Plötzlich muss Steffen um sein Leben fürchten…. Der Arme, ich befürchtete wirklich, dass er so langsam eine Insel-Phobie bekommt, denn auch auf Nordhörn war er knapp mit dem Leben davon gekommen. So bangte ich schon ein wenig um ihn und auch seine Praktikantin, denn man weiß ja nie, auf welche Ideen ein Autor so kommt ;-) Die Spannung, sie sich über den gesamten Krimi langsam, aber stetig aufbaute, fand kurz vor Schluss ihren Höhepunkt. Aber nicht nur die Handlung an sich fesselte mich, auch die unterschwellige Stimmung, die sich in mir breit machte. Steffen hielt sich auftragsbedingt immer wieder auf dem Friedhof der Namenlosen auf und jedes Mal lief mir eine kleine Gänsehaut den Rücken hinunter, wenn ich mir vorstellte, ich würde des Nachts dort meine heimlichen Nachforschungen anstellen müssen….. Zudem gruselte es mich bei der Vorstellung, wie die unbekannten Wasserleichen angeschwemmt und geborgen wurden….. Der Krimi ist ebenso wie sein Vorgänger „Nordhörn“ eher gewaltarm, aber dennoch wirklich spannend, was sich meiner Meinung nach vom aktuellen Trend zu immer mehr Blut und Spektakel im Krimi-/Thriller-Bereich sehr wohltuend abhebt. Der zweite Fall rund um Steffen Stephan wird anhand zweier Handlungsstränge erzählt. Den Hauptteil nehmen Steffens Ermittlungen auf Amrum ein. Wir schreiben das Jahr 1964, aber auf der Insel scheint die Zeit stehen geblieben zu sein… Die Menschen sind verstockt und Festländern gegenüber nicht sehr aufgeschlossen, vor allem, wenn sie zu tief in insulanischen Geheimnissen graben. Der zweite Strang führt die Leser zurück in das Jahr 1954, die Geschehnisse spielen sich auf einem Schiff ab. Mehr möchte ich jetzt nicht dazu sagen, nur so viel: Die beiden Stränge verbinden sich zum Schluss hin logisch und sehr aufschlussreich…. Das Geheimnis, dem Steffen auf die Schliche zu kommen hofft, wäre auch ohne diese Einschübe des Schiffes möglich gewesen. Mir haben sie aber sehr gut gefallen, da sie die eigentliche Erzählunfg immer wieder aufgelockert haben, zudem wurde das Geheimnis so besser verständlich. Da der Autor sich als gelernter Seemann und promovierter Historiker im Bereich der Schifffahrt sehr gut auskennt, konnte er zusätzlich durch sein klug angewendetes Wissen dem Kriminalroman das Sahnehäubchen obenauf setzen. Sehr gut gelungen ist dem Autor die Schaffung des Insel-Feelings. Amrum ist sehr schön beschrieben und verschafft dem Krimi einen guten Schuss Lokalkolorit. Auch die Mischung der Charaktere passte gut in den Kriminalroman. Sie waren durchweg glaubwürdig, wenn auch nicht immer sehr tief konstruiert. Die abweisende Art der abweisenden, alteingesessenen Insulaner ist gut gelungen. Die Namenlosen von Amrum ist ein oberflächlich ruhiger Krimi, dessen wahre Stärke sich in tieferen Fahrwassern abspielt. Wer es eher unblutig mag, aber dennoch einen klugen Spannungsbogen zu schätzen weiß, könnte an den Insel-Krimis von Jürgen Rath Gefallen finden. Inhalt: Steffen Stephan, Archivar aus Hamburg, hat sich 1964 gerade auf Amrum eingerichtet, da drückt ihm sein Institutsleiter eine Praktikantin aufs Auge. Gemeinsam erforschen sie den Friedhof der Namenlosen von Amrum. Merkwürdig allerdings, dass die Inselbewohner so wenig mitteilsam sind, was diesen Friedhof anbelangt. Bald wird Steffen und Lilianne der Boden unter den Füßen zu heiß, aber die Verfolger sind ihnen auf den Fersen. Zum Buch: Die Namenlosen von Amrum von Jürgen Rath ist im Februar 2015 unter der ISBN-Nr. 978-3-95400-455-3 im Sutton Verlag erschienen. Der Nordsee-Krimi umfasst 384 Seiten und ist auch als Ebook erhältlich. Zum Autor: Jürgen Rath, gelernter Seemann mit Kapitänspatent, promovierter Historiker und Personalmanager, hat sich im vergangenen Jahrzehnt einen Namen als Schifffahrtshistoriker und Sachbuchautor gemacht. In seinem ersten Kriminalroman “Nordhörn” beweist der Hamburger neben profunder Sachkenntnis sein großes erzählerisches Talent. Quelle: Suttonverlag

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  • Friedhof der Namenlosen von Amrum und seine Geheimnisse

    Die Namenlosen von Amrum

    Schnuck59

    07. June 2015 um 11:49

    Der Inselkrimi „ Die Namenlosen von Amrum“ von Jürgen Rath spielt überwiegend 1964. Steffen Stephan, Archivar am Sozialhistorischen Institut in Hamburg, und die Praktikantin Lilianne erforschen den Friedhof der Namenlosen von Amrum und entdecken dabei Ungereimtheiten bei der Belegung der Gräber. Es geht um angeschwemmte Wasserleichen, Strandräuber, Feindhörer-Söhne, einen merkwürdigen Bestattungsunternehmer und deren Geheimnisse. Die Inselbewohner reagieren sehr zurückhaltend, mit Ablehnung und Misstrauen. Bei den Beschreibungen wird deutlich, dass der Autor gelernter Seemann mit Kapitänspatent und Historiker ist. Seine Sachkenntnisse sind gut in die Geschichte eingearbeitet. Die Einzelheiten um 1964 sind sehr gut dargestellt und der Zeitgeist ist passend getroffen. Die Karte von Amrum fand ich als Info und zur besseren Orientierung hilfreich. In der ersten Hälfte des Buches fehlte mir für einen Krimi etwas die Spannung. Diese wurde dann allerdings immer weiter aufgebaut. Der Schreibstil war flüssig und gut zu lesen. In Epilog 1 und 2 gab es weitere Informationen. Im Anhang erfährt der Leser mehr über die Gräber auf dem real existierenden Friedhof der Namenlosen. Zusätzlich gibt es einen Lageplan der Gräber. Diese Zusatzinformationen finde ich hilfreich und gut. Für einen Insel-Krimi fehlte mir am Anfang die Spannung. Ansonsten würde ich, besonders Amrum-Fans, dieses Buch weiterempfehlen. 

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  • (K)ein (klassischer) Inselkrimi - Aber extrem spannend und unterhaltsam

    Die Namenlosen von Amrum

    orfe1975

    06. June 2015 um 22:57

    Dies vorweg: Die Namenlosen von Amrum ist der zweite Fall des Archivars Steffen  Stephan nach "Nordhörn - Ein Nordseekrimi". Den ersten Teil gelesen zu haben, ist vielleicht hilfreich, weil man die Hauptperson Steffen Stephan und ihren Hintergrund bereits kennt, ist aber nicht zwingend notwendig. Zum Cover: Das Titelbild zeigt den (Nordsee)strand im Sonnenuntergang. Dadurch entsteht eine schön melancholische Stimmung, die gut zum Titel passt. Zentraler "Ermittlungstatort" ist der "Friedhof der Namenlosen" auf Amrum, der die am Strand angeschwemmten Toten beherbergt. Der Sonnenuntergang passt daher symbolisch auch sehr gut. Zum Inhalt: Der Roman spielt im Jahr 1964. Steffen Stephan hat einen außergewöhnlichen Beruf: er ist Friedhofsforscher in einem Sozialhistorischen Institut in Hamburg. Weil sich Bücher über Friedhöfe schlecht verkaufen, soll er schnell mit einem neuen, interessanten Projekt aufwarten. Zur Inspiration macht er erstmal Urlaub auf Amrum, wo ihn der "Friedhof der Namenlosen" magisch anzieht. Dies ist ein Friedhof, auf dem alle auf Amrum angeschwemmten und nicht identifizierten Leichen bestattet werden. Als er mehr über diese Toten erfahren möchte, sind seltsamerweise die Einheimischen sehr verschlossen und mißtrauisch. Deshalb beschließt er, diesen zu seinem neuen Projekt zu machen. Im Institut drückt man ihm wider Willen die Praktikantin Lilianne auf. Steffen hatte bis dato kein Glück mit Frauen und arbeitet zudem lieber allein. Last, but not least ist Lilianne charakterlich das genaue Gegenteil von ihm. Da ihm jedoch keine Wahl bleibt, stellt er mit Ihr zusammen weitere Nachforschungen zum "Friedhof der Namenlosen" an. Ihre Nachforschungen führen sie nicht nur nach Amrum, sondern auch in weitere Orte in Nordseegegend. Im Zuge der Ermittlungen entdecken Sie nicht nur Ungereimtheiten bezüglich der Gräberbelegung, sie merken auch, dass sie von den Inselbewohnern argwöhnisch beobachtet und schließlich sogar verfolgt werden. Sie wissen nicht mehr, wem sie trauen können und wem nicht und fragen sich warum sie so angefeindet werden... Meine Meinung: Der Archivar Steffen Stephan ist durch und durch Historiker. Er liebt die Ruhe in Archiven und ist gegenüber Frauen ein bisschen verklemmt. Teilweise ist sein Verhalten aber auch dadurch begründete, dass der Roman in den 60ern spielt und da hatte man - aus heutiger Sicht - eben noch etwas "altmodische" Ansichten. Das machte die Geschichte aber für mich besonders interessant und stellenweise auch amüsant zu lesen. Besonders seine kleinen Zwiesprachen mit sich selbst, die oft eine Prise Humor und Ironie beinhalten, lassen einen oft schmunzeln. Der Roman selbst trägt zwar den Untertitel "Inselkrimi", liest sich aber nicht wie ein gängiger Krimi. Hier gibt es keine Leiche, die irgendwo gefunden wird und der Täter muss direkt ermittelt werden. Es gibt hier viele Leichen, die allerdings bereits beerdigt sind und von denen man nichtmal weiß, ob sie ermordet wurden oder einfach nur etrunken sind. Dies sind nämlich die Leichen vom Friedhof der Namenlosen auf Amrum. Erst die Recherchen von Steffen und seiner Praktikantin Lilianne decken nach und nach ein dunkles Inselgeheimnis auf. Am Anfang kommt man sich ein bisschen vor, wie in einem Urlaubsroman, ein Archivar macht Urlaub an der Nordsee, um sich vor seinen beruflichen und privaten Problemen zu erholen. Erst nach und nach wird der Leser zusammen mit den Protagonisten in die Handlung hineingezogen. Aber genau das hat diesen Krimi für mich so ansprechend gemacht: er hat mich nie losgelassen, ich habe mir viele eigene Gedanken gemacht, statt mich einfach gradlinig durchführen zu lassen, wie ich es sonst in Krimis oft mache (weil es der Stil so hergibt). Es werden immer wieder viele kleine Hinweise gegeben und Spuren gelegt, mit denen man sich einfach befassen musste. Es kommen immer wieder neue Wendungen der Handlung, es bleibt bis zum Schluss spannend und das Ende war für mich überraschend. Besonders schön ist auch, dass Herr Rath als erfahrener Seemann viel seiner Kenntnisse über Seefahrt und die Nordsee in die Handlung einbindet. Eine Karte des historischen Amrum sowie ein Glossar am Ende runden den Roman ab und ich habe viel dazugelernt. Das Glossar hätte m. E. noch ein paar Begriffe mehr enthalten können, aber vielleicht wird dies in der 2. Auflage der Fall sein. Und auch der Archivar ist mir im Zuge des Romans sehr ans Herz gewachsen, auch wenn ich aus ihm nicht so richtig schlau geworden bin - aber welche Frau wird schon aus Männern schlau? :-) Ich werde definitiv Teil 1 auf Nordhörn noch nachholen. Ich kann diesen Roman uneingeschränkt weiterempfehlen und hoffe auf eine Fortsetzung!

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  • Die Toten von Amrum

    Die Namenlosen von Amrum

    mabuerele

    04. June 2015 um 15:49

    Wir schreiben das Jahr 1964. Der Archivar und Friedhofsforscher Steffen soll sich ein neues Konzept für seine Veröffentlichungen einfallen lassen, sonst ist sein Arbeitsplatz in Gefahr. Für einige Tage begibt er sich zum Heilfasten und Nachdenken auf die Insel Amrum. Dort stößt er auf den Friedhof der Namenlosen. Doch seine Fragen und Nachforschungen stoßen bei den Einheimischen auf Misstrauen und Ablehnung. Der Autor hat einen abwechslungsreichen historischen Krimi geschrieben. Das Buch lässt sich gut lesen. Dazu tragen die angenehme Schriftgröße und die kurzen Kapitel bei. Die Protagonisten sind gut charakterisiert. Für Steffen ist das sein zweiter Fall. Er nimmt seine Arbeit ernst und fällt durch sein akribisches Vorgehen auf. Nur mit Frauen hat er kein glückliches Händchen. Lilianne, die Praktikanten, bringt frischen Wind in die Ermittlungen. Jung und ungestüm will sie vieles ändern. Die Inselbewohner bleiben lange undurchsichtig, will heißen, dass Freund und Feind nur schwer auseinander zu halten sind. Trotzdem finden sich dort einige interessante Charaktere. Die namenlosen Toten sind Opfer des Meeres. Steffen möchte ihnen ein Gesicht geben und ihr Schicksal erforschen. Der Autor versteht es, die eher trockene Archivarbeit lebendig und nachvollziehbar darzustellen. Was heute mit modernen Technik in wenigen Stunden zu ermitteln ist, dauerte damals Wochen und Monate. Der Schriftstil zeichnet sich durch seine Genauigkeit aus. Nicht nur Land und Leute, auch die Nachforschungen werden detailgenau wiedergegeben. Die gekonnte Verwendung von Metaphern und Vergleichen sorgt für Anschaulichkeit. Der trockene Humor zauberte mir häufig ein Lächeln auf die Lippen. Das Buch ist in 5 Teile gegliedert. Eine Besonderheit sind die kursiven Abschnitte im zweiten und dritten Teil. Hier führt mich der Autor noch weiter zurück in die Vergangenheit. Im zweiten Teil wird die Geschichte eines Schiffsunglück aufgearbeitet bis zu dem Moment, wo der Kapitän eine fatale Fehlentscheidung trifft. Sein Grab befindet sich auf Amrum. Im dritten Teil geht es um die Sammelleidenschaft eines ehemaligen Kapitäns, der alle Zeitungsausschnitte über Schiffskatastrophen sammelt. Das Buch zeigt erneut, dass die Folgen von Krieg und Nazizeit lange nicht überwunden waren. Dem Autor ist es sehr gut gelungen, den Geist der 60er Jahre lebendig zu machen. Als aufmerksamer Leser findet man viele Kleinigkeiten, die heute nur noch ein Schmunzeln hervorrufen. Erwähnt sei der erste Kopierer, dem Steffen überhaupt keine Zukunft voraussagte. Zu Beginn des Buches befindet sich eine Karte der Insel Amrum, die die Orientierung während des Lesens erleichtert. Im Anhang befindet sich Liliannes Zeichnung vom Friedhof und ein Glossar über seemännische Begriffe. Außerdem hat der Autor alle Information über die Gräber auf Amrum zusammengetragen. In zwei Epilogen werden Wahrheit und Fiktion voneinander getrennt. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Auf geschickte Art hat mich der Autor in die Vergangenheit geführt. Es ist ein eher leiser Krimi, in dem viel hinterfragt wird und kaum Blut fließt.

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  • Rezension zu "Die Namenlosen von Amrum"

    Die Namenlosen von Amrum

    Zsadista

    02. June 2015 um 17:26

    Sozialhistorisches Institut in Hamburg. Die Gruppe um die Erforschung von Gräbern wird aufgelöst, weil ihre Artikel keine Abnehmer mehr findet. Nur der Archivar Steffen Stephan bleibt über und soll ein neues Konzept erstellen. Da macht er erst einmal Urlaub auf Amrum um seinen Kopf frei zu bekommen. Und wenn er schon einmal dort ist, macht er auch gleich eine heilsame Diät. Auf seinen ausgedehnten Spaziergängen findet er auch den örtlichen Friedhof der angeschwemmten Toten. Namenlose Menschen, die hier ihre letzte Ruhe gefunden haben. Noch in Gedanken, ob dies vielleicht eine neue Aufgabe wäre, wird ihm eine neue Praktikantin an die Seite gestellt. Und nicht nur das, sie kommt auch gleich nach Amrum um ihren neuen Chef kennen zu lernen. Zusammen versuchen sie, näheres über die Namenlosen heraus zu finden. Doch je tiefer sie graben umso weniger Antworten bekommen sie. Die komplette Insel scheint bei der Nachfrage über die Leichen zu verstummen. Was haben die Amrumer zu verbergen? „Die Namenlosen von Amrum“ ist ein richtiger Insel Krimi. Vieles dreht sich um die Insel Amrum und die nähere Umgebung. Die Insel ist sehr gut beschrieben und man könnte fast die Meeresluft beim Lesen riechen. Die Aufmachung des Buches ist sehr gelungen. Gleich am Anfang findet man eine Karte der Insel auf der alle wichtigen Orte markiert sind. Am Ende gibt es dann Epilog 1 und 2, sowie einen Anhang. Alle drei Kapitel sind sehr anschaulich und informativ. Mir hat dies wirklich sehr gefallen. Der Autor versteht es auch sehr spannend und flüssig zu schreiben. Der Spannungsbogen stieg stetig an. Mir hat der Hintergrund der historischen Forschung sehr gut gefallen. Die Einblicke in die Arbeit von Historikern war sehr spannend. Einzig kam ich mit den Protagonisten nicht klar. Steffen sowie Lilianne und Margarete waren mir den kompletten Roman über unsympathisch. Und dies änderte sich bis zum Schluss hin auch nicht. Steffen war einfach ein Typ Mann, den ich nicht mag. Lilianne und Margarete waren einfach an sich unsympathisch. Es machte mir allerdings im Kompletten nicht viel aus, weil die Hintergründe der Geheimnisse und Forschungen sehr gut gefallen haben. Und Protagonisten müssen ja auch nicht immer liebenswert und sympathisch sein. 

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