Jürgen Rath Im Schatten des Krans

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Inhaltsangabe zu „Im Schatten des Krans“ von Jürgen Rath

Hamburg 1845. Die Schrecken des Großen Brandes sind noch überall präsent. Auch der alte Kran im Hafen wurde zerstört. Während Reeder und Kaufleute als Ersatz einen eisernen Schwergutkran aus England fordern, plädiert der Werftbesitzer Elbrand für eine hölzerne Hebemaschine. Und er hat beste Kontakte zur Regierung. Als Elbrand eines Nachts ermordet aufgefunden wird, gerät Roger Stove, Angestellter im Handelshaus Schröder & Westphalen und erbitterter Gegner der Hebemaschine, unter Verdacht und wird arretiert. Kontorlehrling Moritz Forck glaubt nicht an die Schuld des Kollegen und versucht auf eigene Faust, den Mörder zu finden. Seine Nachforschungen führen ihn bis in die hintersten Winkel der berüchtigten Hamburger Gängeviertel. Obwohl Moritz spürt, dass er verfolgt wird, gibt er die Suche nicht auf. Schließlich will er nicht nur den Mörder finden, sondern auch Cäcilie, der Tochter seines Arbeitgebers, beweisen, dass er ein ganzer Kerl ist. Mit profunder Sachkenntnis und großem Einfühlungsvermögen entführt Jürgen Rath den Leser in die Elbmetropole zwischen Hansetradition und Aufbruch in die Moderne. Die detailgetreuen Milieubeschreibungen von vornehmer Hamburger Gesellschaft und einfachen Hafenarbeitern sowie die stimmigen Charaktere fesseln ebenso wie die spannende Tätersuche.

interessant geschriebene Geschichte - leider kommt wie schon vielfach auch hier das Ende zu schnell

— Alferic
Alferic

Ohne Schnörkel und Umwege, kam die Geschichte um Moritz, bei mir direkt im Herzen an. Ein Krimi, eine erste Liebe, ein historisches HH.

— Gelinde
Gelinde

Für einen Krimi fand die Spannung leider nicht angemessen. Als Roman jedoch okay.

— ChattysBuecherblog
ChattysBuecherblog

Kein spannender Kriminalroman, aber eine sehr stimmungsvolle Milieustudie, in deren Mittelpunkt ein überaus sympathischer junger Mann steht.

— Nina2401
Nina2401

Detailgetreu und spannend - eine tolle Lesereise!

— dieFlo
dieFlo

Spannend und voller Informationen über das Leben in Hamburg anno 1845.

— mabuerele
mabuerele

Hamburger Stadtgeschichte vermischt mit einem leichten Kriminalfall- eine Zeitreise ins Jahr 1845.

— Buchraettin
Buchraettin

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  • Fesselnder Krimi und liebenswerte Erste Liebe, im historischen Hamburg

    Im Schatten des Krans
    Gelinde

    Gelinde

    16. August 2014 um 20:21

    Im Schatten des Krans. Ein historischer Kriminalroman aus Hamburg, von Jürgen Rath. Cover: Ein eher nüchternes Cover, hinter dem sich aber eine sehr warmherzige Geschichte verbirgt. Inhalt: Hamburg 1845. Wir befinden uns im Aufbruch in eine modernere Zeit. Durch den Großen Brand, wurde auch der alte Kran im Hafen zerstört. Die einen wollen nun als Ersatz einen eisernen Schwergutkran aus England, der Werftbesitzer Elbrand plädiert für eine hölzerne Hebemaschine. Als nun Elbrand eines Nachts ermordet aufgefunden wird, gerät Roger Stove, Angestellter im Handelshaus Schröder & Westphalen und erbitterter Gegner, unter Verdacht und wird arretiert. Kontorlehrling Moritz glaubt nicht an die Schuld des Kollegen und versucht auf eigene Faust, den Mörder zu finden. Dazwischen ist der 15jährige hin und her gerissen von seinen Gefühlen gegenüber der Tochter des Hauses Cäcilie und Jette aus seiner Nachbarschaft. Meine Meinung: Ein etwas anderer historischer Kriminalroman. Nicht so sensationslüsternd und schreiend laut. Sondern liebenswert und voller Gefühl und doch so spannend und fesselnd, von der ersten bis zur letzten Seite. Ich habe Moritz sofort ins Herz geschlossen und über ihn und seine Gedanken geschmunzelt und mit ihm die Luft angehalten als er verfolgt wurde und dachte, jetzt hat nun seine letztes Stündlein geschlagen. Durch die Karte gleich am Anfang des Buches konnte ich mich auf allen Wegen und Handlungsorten mit bewegen. Ich weiß gar nicht was ich schöner oder besser fand: die spannende Krimigeschichte oder die liebevoll erzählte, erste, erwachende und unschuldige Liebelei von Moritz mit seinen beiden Mädchen. Schreibstil: Nicht unbedingt spektakulär, aber sehr informativ, humorvoll und warmherzig. Es sind überall sehr interessante Details erklärt und eingebaut. Wir werden einfach glaubhaft in das Leben von 1845 mitgenommen. Die Charaktere und die verschiedenen gesellschaftlichen Schichten, sind sehr liebevoll und großartig aufgebaut und beschrieben. Die feine Gesellschaft ist genauso treffend und genau geschildert wie die einfache Arbeiterschicht. Zum Autor: Jürgen Rath ist gelernter Seemann mit Kapitänspatent, promovierter Historiker und Personalmanager. Nach dem großen Erfolg seines Romandebüts „Nordhörn“ beweist er mit „Im Schatten des Krans“ erneut sein erzählerisches Talent. Mein Fazit: Durch die wundervolle Schreibweise hat mich das Buch irgendwie sehr berührt und beeindruckt. Ohne Schnörkel und Umwege, kam die Geschichte um Moritz, bei mir direkt in meinem Herzen an. Voll verdiente 5 Sterne.

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  • Buchverlosung zu "Im Schatten des Krans" von Jürgen Rath

    Im Schatten des Krans
    JuergenRath

    JuergenRath

    Hallo LesefreundInnen, wenn es einen Feiertag für Leser, Autoren und Verlage geben würde, dann müsste er heute am "Welttag des Buches" sein. Aus diesem Anlass möchte ich zusammen mit dem SUTTON-Verlag fünf signierte Exemplare meines historischen Kriminalromans "Im Schatten des Krans" verschenken. Ich glaube, einige von Euch kennen mich schon aus den Leserunden der Romane "Nordhörn" und "Im Schatten des Krans" bei lovelybook.de. Für diejenigen, die mich nicht kennen, hier meine Kurzvita: Ich bin gelernter Seemann mit Kapitänspatent und promovierter Historiker, wohne in Hamburg und schreibe Sachbücher, Romane und Kurzgeschichten, die meistens in Häfen, auf Inseln und auf See angesiedelt sind, weil ich mich dort gut auskenne. Und jetzt - ebenso kurz - die Inhaltsangabe des historischen Krimis, den ich verschenke: der Ort: Hamburg nach dem Großen Brand im Jahre 1845, die Tat: "Einer sticht, einer wird erstochen", wie es Gerd Kuka vom NDR knapp und treffend formulierte, das Ermittlerteam: der Kontorlehrling Moritz und die Kaufmannstochter Cäcilie, Konflikt 1: der Täter ist nicht gerade begeistert von der Recherche der jungen Leute, er wehrt sich auf seine Weise, Konflikt 2: die Teamarbeit mit Cäcilie führt bei Moritz zu allerlei zwischenmenschlichen Verwirrungen. Lust auf den "Kran"? Wenn ja, schreibt mir auf dieser Seite - und schon nehmt Ihr an der Verlosung teil. Die Los-Trommel ist geöffnet ab jetzt bis zum 2. Mai. Viel Erfolg! Jürgen Rath

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  • Leserunde zu "Im Schatten des Krans" von Jürgen Rath

    Im Schatten des Krans
    katja78

    katja78

    Heute lade ich wieder zu einer Sutton Leserunde ein! Frisch erschienen ist im September, das neue Buch von Jürgen Rath. Ich war selbst schon begeistert von "Nordhörn" und bin gespannt, wie dieser historische Krimi umgesetz ist. Lasst es uns gemeinsam rausfinden Mit profunder Sachkenntnis und großem Einfühlungsvermögen entführt Jürgen Rath den Leser in die Elbmetropole zwischen Hansetradition und Aufbruch in die Moderne. Die detailgetreuen Milieubeschreibungen von vornehmer Hamburger Gesellschaft und einfachen Hafenarbeitern sowie die stimmigen Charaktere fesseln ebenso wie die spannende Tätersuche. Hamburg 1845. Die Schrecken des Großen Brandes sind noch überall präsent. Auch der alte Kran im Hafen wurde zerstört. Während Reeder und Kaufleute als Ersatz einen eisernen Schwergutkran aus England fordern, plädiert der Werftbesitzer Elbrand für eine hölzerne Hebemaschine. Und er hat beste Kontakte zur Regierung. Als Elbrand eines Nachts ermordet aufgefunden wird, gerät Roger Stove, Angestellter im Handelshaus Schröder & Westphalen und erbitterter Gegner der Hebemaschine, unter Verdacht und wird arretiert. Kontorlehrling Moritz Forck glaubt nicht an die Schuld des Kollegen und versucht auf eigene Faust, den Mörder zu finden. Seine Nach­forschungen führen ihn bis in die hintersten Winkel der berüchtigten Hamburger Gängeviertel. Obwohl Moritz spürt, dass er verfolgt wird, gibt er die Suche nicht auf. Schließlich will er nicht nur den Mörder finden, sondern auch Cäcilie, der Tochter seines Arbeitgebers, beweisen, dass er ein ganzer Kerl ist. Hier gehts zur Leseprobe "Der Untergang der Konsul Hagemeister" - die Vorgeschichte zu „Im Schatten des Krans“: Jürgen Rath über sich: Ich habe so einiges gemacht in meinem Leben, bin aber immer meinem Motto treu geblieben: Alle zehn Jahre den Beruf wechseln! Ich bin gelernter Seemann mit Kapitänspatent, habe als IT-Spezialist gearbeitet (obwohl das früher anders hieß), war Ausbilder für kaufmännische Berufe in einem internationalen Unternehmen und schließlich Leiter der Personalwirtschaft. Danach habe ich als Schifffahrtshistoriker Sachbücher veröffentlicht und jetzt schreibe ich Kurzgeschichten, Romane und Essays. Ich bin Betriebswirt, Soziologe und habe in den historischen Wissenschaften promoviert. Eigentlich müsste ich hundert Jahre alt sein, da ich aber vieles parallel gemacht habe, hält sich das mit dem Alter gerade noch in Grenzen. Für zwei meiner Kurzgeschichten habe ich im Jahre 2011 den KaroKrimiPreis und den Preis der Friedenslesung Berlin erhalten. 2012 sind mein Debütroman „Nordhörn. Ein Nordsee-Krimi“ und das Sachbuch „Mann über Bord! Der Tod auf See“ erschienen. Und gerade jetzt ist "Im Schatten des Krans. Ein historischer Hamburg-Krimi" beim Sutton-Verlag herausgekommen. Mehr unter: http://www.juergen-rath-autor.de Ich suche nun 15 Leser, die das Buch gemeinsam in der Leserunde besprechen und anschließend rezensieren möchten. Jürgen Rath wird die Leserunde begleiten , so das ihr immer gerne nachfragen und diskutieren könnt. Bewerbt euch bis einschließlich 18.9.2013 für eines von 15 Rezensionsexemplaren. Schaut euch doch auch mal auf der Verlagsseite um, da warten noch weitere Neuerscheinungen für euch. Sutton Verlag

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    • 277
  • Ich vergebe: 3 von 5 Sterne

    Im Schatten des Krans
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    28. April 2014 um 09:20

    Meine Rezension zu "Im Schatten des Krans" von Jürgen Rath 1. Klappentext Hamburg 1845. Die Schrecken des Großen Brandes sind noch überall präsent. Auch der alte Kran im Hafen wurde zerstört. Während Reeder und Kaufleute als Ersatz einen eisernen Schwergutkran aus England fordern, plädiert der Werftbesitzer Elbrand für eine hölzerne Hebemaschine. Und er hat beste Kontakte zur Regierung. Als Elbrand eines Nachts ermordet aufgefunden wird, gerät Roger Stove, Angestellter im Handelshaus Schröder & Westphalen und erbitterter Gegner der Hebemaschine, unter Verdacht und wird arretiert. Kontorlehrling Moritz Forck glaubt nicht an die Schuld des Kollegen und versucht auf eigene Faust, den Mörder zu finden. Seine Nach­forschungen führen ihn bis in die hintersten Winkel der berüchtigten Hamburger Gängeviertel. Obwohl Moritz spürt, dass er verfolgt wird, gibt er die Suche nicht auf. Schließlich will er nicht nur den Mörder finden, sondern auch Cäcilie, der Tochter seines Arbeitgebers, beweisen, dass er ein ganzer Kerl ist. Mit profunder Sachkenntnis und großem Einfühlungsvermögen entführt Jürgen Rath den Leser in die Elbmetropole zwischen Hansetradition und Aufbruch in die Moderne. Die detailgetreuen Milieubeschreibungen von vornehmer Hamburger Gesellschaft und einfachen Hafenarbeitern sowie die stimmigen Charaktere fesseln ebenso wie die spannende Tätersuche ******************************************************************** 2. Meine Meinung: Als großer Fan historischer Kriminalromane wollte ich unbedingt dieses Buch lesen. Nachdem ich die Rezensionen gelesen hatte, hatte ich den Eindruck, dass dieses DAS Buch wäre. Aber ich muss gestehen, dass mich die Geschichte überhaupt nicht gefesselt hat.  Um nicht zu sagen: Ich war sehr enttäuscht. Die Örtlichkeiten sind toll dargestellt, aber die Geschichte ist leider alles andere als spannend. Ich fand es sehr zäh und auch langatmig. Da ich schon sehr viele Kriminalromane aus der vergangenen Zeit kenne, musste ich hierbei feststellen, dass von Krimi nicht die leiseste Spur zu finden war. Zumindest konnte ich keinerlei Spannung feststellen. Als Roman okay, aber als Krimi leider nicht geeignet. ******************************************************************* 3. Preis/Leistung: als ebook für 9,49 € mit einer Dateigröße von 2818 KB erhältlich und als Taschenbuch für 12,00 € bei 280 Seiten ******************************************************************* 4. Leseempfehlung für Liebhaber historischer Romane, die nicht allzuviel Spannung erwarten, da die Kategorisierung als Kriminalroman leider irreführend ist. ********************************************************************

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  • Buchverlosung zu "Im Schatten des Krans" von Jürgen Rath

    Im Schatten des Krans
    Schneekatze

    Schneekatze

    Hallo meine Lieben! Ich mache mit meinem Blog www.buchelefanten.de ebenfalls bei der Aktion "Blogger schenken Lesefreude" mit. :) Zu gewinnen gibt es "Im Schatten des Krans" von Jürgen Rath. Historischer Krimi? Da denkt man erstmal: Kann das funktionieren? Und ja, es funktioniert! Jürgen beschreibt nicht nur, wie damals um 1845 das Hamburger Leben und die Gesellschaft mit all ihren Schichten war, sondern webt eine spannende Kriminalstory ein. Der Werftbesitzer Elbrand wird ermordet und ein Verdächtiger ist schnell gefunden. Aber der junge Hauptprotagonist Moritz glaubt nicht an die Schuld seines Kollegen und macht sich selbst auf die Suche, und ganz nebenbei verliebt er sich auch noch. Und für Hamburgliebhaber ist der Roman sowieso ein Muss. Um mitzumachen, einfach einen Kommentar hier, bei facebook oder unter dem Post auf meinem Blog hinterlassen. Alle zusätzlichen Infos findet ihr auch dort. :) Viel Glück beim Gewinnspiel! :)

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    • 14
  • Stimmungsvolle Milieustudie

    Im Schatten des Krans
    Nina2401

    Nina2401

    27. January 2014 um 20:03

    Ich muss zugeben, dass der Klappentext viel spannender klingt als es dann in der Geschichte umgesetzt wurde. Was hier nach einem fesselnden Kriminalfall aussieht, ist eher eine sehr atmosphärische Milieustudie aus Hamburg um 1845. Das Buch ist zwar nicht in der Ich-Form verfasst, aber aus der Sicht von Moritz erzählt, einem 15-jährigen Jungen aus der Arbeiterklasse, der seine Lehre auf Wunsch seines Vaters in einem Kontor absolviert. Und so erlebe ich die Ereignisse durch die Augen des jungen Mannes, genieße seinen jugendlichen Charme der damaligen Zeit. Er versucht natürlich seinem Freund Roger Stove zu helfen und drückt sich in den dunklen Ecken der Hafenstadt herum, wo ihm allerlei obskure Gestalten begegnen. Aber viel mehr beschäftigt ihn sein erster Kuss, der wirklich sehr bezaubernd dargestellt wird. Ich bekomme sehr viel historischen Hamburger Lokalkolorit serviert und war froh über das Glossar am Ende des Buches. Denn Jürgen Rath benutzt viele Begriffe, die mir völlig unbekannt waren. Dadurch gab er seiner Erzählung, die in einer sehr angenehmen Sprache verfasst ist, noch mehr Atmosphäre. Eine sehr leichte Spannung liegt über diesem historischen Hamburg-Buch, aber in einem Kriminalroman erwarte ich einfach mehr davon. Der Kriminalfall rückt immer wieder in den Hintergrund und wird eher so nebenbei behandelt. Hauptsächlich geht es um Moritz, seine Träume, seine Ängste und die „spannende“ Frage, für welches Mädel er sich denn nun entscheiden soll. All das hat mir sehr gut gefallen. Moritz ist einfach liebenswert, über seine Gedanken musste ich sehr oft schmunzeln. Ein weiterer Liebling war der „Klabautermann“ Westphalen, ein bärbeißiger Seemann, der einen Narren an Moritz gefressen hat. Die Beschreibung des damaligen Lebens in der Hansestadt hat mir als Fan von historischen Romanen sehr viel Spaß gemacht. Ich mag es sehr, in eine andere Zeit versetzt zu werden mit allem drum und dran und das ist Jürgen Rath sehr gut gelungen. Fazit: Kein spannender Kriminalroman, aber eine sehr stimmungsvolle Milieustudie, in deren Mittelpunkt ein überaus sympathischer junger Mann steht.

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  • Detailgenau und spannend

    Im Schatten des Krans
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    20. November 2013 um 16:09

    Das 19. Jahrhundert war das Jahrhundert der Wissenschaften. Auf allen Gebieten gab es rasante Entwicklungen und bahnbrechende Erfindungen. Allerdings war nicht jeder von diesem Aufbruch in die Moderne begeistert. So auch in Hamburg des Jahres 1845, wo durch den Großen Brand 1842 der alte Kran im Hafen zerstört wurde. Inzwischen wurden in England Eisenkräne entwickelt, die einen erheblichen technischen Fortschritt darstellen, aber der Werftbesitzer Elbrand plädiert für die veraltete Technologie einer hölzernen Hebemaschine und bringt den Senat der Stadt auf seine Seite. Die Reeder und Kaufleute sind entsetzt. Als Elbrand ermordet aufgefunden wird, gerät daher ein Angestellter eines Handelshauses in Verdacht. Der Kontorlehrling Moritz glaubt an die Unschuld seines Freundes Roger Stove und stellt auf eigene Faust Nachforschungen an. Aber damit bringt er sich und seine Familie in Gefahr. Moritz ist ein Protagonist, den ich sofort ins Herz geschlossen habe. Seine Zweifel über seinen weiteren Berufsweg, seine Probleme, sich zwischen der Kaufmannstochter Cäcilie und dem Nachbarsmädchen Jette zu entscheiden, sein Mut und seine Loyalität machen ihn zu einem lebendigen und authentischen Charakter. Auch die anderen Figuren des Romans sind überzeugend gezeichnet. Dieser historische Krimi ist einer der wenigen, die sich vom Einheitsbrei der vielen historischen Romane abhebt und durch Detailgenauigkeit punktet. Das gilt für die technischen Details ebenso wie für die Beschreibung der unterschiedlichen Milieus, in denen die spannende Geschichte spielt. Man merkt, dass der Autor gründlich recherchiert hat. Und gut geschrieben ist das Buch auch noch.

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  • Zeitreise ins 19. Jahrhundert

    Im Schatten des Krans
    glorana

    glorana

    31. October 2013 um 15:19

    Jürgen Rath hat mit IM SCHATTEN DES KRANS wieder mal eine hervorragende Kombintion eines Krimis und einer sehr gut recherchierten historischen Geschichte geschaffen. Im Jahre 1845 macht Moritz Forck eine Ausbildung im Kontor des Handelshauses Schröder & Westphalen in Hamburg. Moritz kommt aus einer Arbeiterfamilie und hat das grosse Glück dort eine wirklich gute Ausbildung machen zu dürfen. Ein neuer Hebekran soll angeschafft werden, aber bei der Diskussion, ob aus Holz oder Eisen ist der Streit gross. Als plötzlich der Werftbesitzer Elbrand,der für den Holzkran war, tot aufgefunden wird, wird Roger Stove verdächtigt. Roger Stove ist ebenfalls dort beschäftigt, er kommt aus England und der Eisenkran würde aus England kommen. Moritz allerdings glaubt an Rogers Unschuld und fängt an zu ermitteln. Ihm zu Seite steht  Cäcilie, die Tochter des Kontorbesitzers. Plötzlich kommt auch noch Liebe mit ins Spiel. Nicht nur Cäcilie gefällt ihm. Auch seine Sandkastenfreundin Jette liegt ihm sehr am Herzen. Jürgen Rath hat einen ganz tollen Roman geschrieben, der neben den spannungsgeladenen Elementen einfach ganz toll die damalige Zeit wiedergibt. Beim Lesen hat man das Gefühl, im Hamburg des 19. Jahrhunderts zu sein und gemeinsam mit Moritz durch die Speicherstadt zu streifen. Fast durch und durch tolle sympathische Charkatere, gepaart mit einer richtig tollen Schreibweise. Man spürt, wie tief Jürgen Rath in der Historie steckt und vermittelt die geschichtlichen Elemente keineswegs trocken, sondern richtig gut. Zu Beginn des Buches gibt es eine Karte mit der Innenstadt von Hamburg, so dass man auch immer gut verfolgen kann, wo sich die Personen aufhalten. Das Glossar am Ende des Buches weiht uns ein in die Geheimnisse der Schifffahrt. Es macht riesigen Spass das Buch zu lesen und wer sich gerne auf Zeitreise begeben möchte, der ist mit diesem Krimi bestens bedient.

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  • Kirmi und Geschichte

    Im Schatten des Krans
    dieFlo

    dieFlo

    21. October 2013 um 07:18

    Mein erster historischer Krimi und ich bin begeistert. Wir reisen zurück nach Hamburg und erleben, wie der Hafen mit seinen Geschäften den Menschen Leben bietet. Der Leser taucht ein und hört die Geräusche des Hafens, die Möwen und erlebt Macht, Reichtum aber auch den Kampf gegen Hunger, denn nicht allen bietet der Hafen genug zum Leben. Mitten in all dem lebt Moritz, ein Junge, mit dem wir während des Romans die erste Liebe erleben dürfen, der aber auch oft in gefährliche Situationen gerät? Warum werdet ihr euch fragen. Nun ganz einfach. Ein Kran soll gebaut werden und der Initiator wird ermordet. Moritz führt eigene Ermittlungen durch und bald ist seine Familie in Gefahr. Ein Feuer hier, ein paar rollende Holzbalken da .... Ich fand die Reise in das Hamburg von 1845 einfach sehr gelungen, ob es Korsetts, Anstandsformen oder einfach das Leben am und im Hafen sind - das Buch ist wunderbar recherchiert und bietet ein tolles Lesevergnügen!

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  • [Rezension] Willkommen in 1845!

    Im Schatten des Krans
    Schneekatze

    Schneekatze

    17. October 2013 um 22:26

    Jürgen Rath zieht den Leser von Beginn an direkt ins damalige Hamburg, skizziert überzeugend das Leben und die Gesellschaft von 1845. Wie es war, ein Korsett zu tragen, oder auch, welche Gesetze es gab. Die Liebe zum Detail steht hier eindeutig im Vordergrund. Kleinigkeiten wie eine Murmel, die man jemandem schenkt, und für ihn der wertvollste Gegenstand ist, den er je besessen hat. Sehr süß auch die Liebesgeschichte von Moritz, die für die ganze Jugend steht. Die Naivität, die Leichtigkeit am Beginn, wenn man sich das erste Mal verliebt und die Gefühle noch als sehr verwirrend wahrnimmt, oder sogar noch gar nicht genau weiß, was dieses Gefühl überhaupt bedeutet. Und die Entwicklung dabei, die sich schleichend durch den ganzen Roman zieht, bis dem Moritz am Ende einiges klarer wird. Nicht zu verachten natürlich der kriminalistische Anteil des historischen Romans: Der Hauptprotagonist Moritz, und auch seine Familie, geraten so einige Male in gefährliche Situationen, in denen der Leser mitbetet, dass sie heile da raus kommen. Dabei habe ich mir immer die Frage gestellt: Ist der Mörder vielleicht näher als man glaubt? Fazit: Ein spannender Krimi und eine Geschichte, in der man trotz der damaligen harten Lebensbedingungen gerne dabei war, und die Protagonisten ein Stück ihres Lebens begleiten durfte. Bleibt also auf einen weiteren Roman mit Moritz zu hoffen, um zu erfahren, was aus ihm und den anderen geworden ist.

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  • Im Schatten des Krans

    Im Schatten des Krans
    Antika18

    Antika18

    17. October 2013 um 20:11

    Inhalt: Hamburg 1845:  Nach dem großen Brand muss ein neuer Kran für den Hafen gebaut werden  und es entbrennt ein Streit zwischen den Engländern, die für einen Schwergutkran aus Eisen plädieren und dem Hamburger Werftbesitzer Elbrand , welcher unbedingt eine hölzerne Hebemaschine bauen möchte. Als Elbrand dann ermordet aufgefunden wird, gerät der Engländer Roger Stove unter Verdacht. Moritz Forck , ein junger Kontorlehrling, jedoch glaubt an dessen Unschuld und versucht den wahren Mörder zu finden… Die Charaktere sind sehr gut dargestellt und vermitteln einen diskreten Eindruck der damaligen sozialen Gegebenheiten. Der jugendliche Charme des Protagonisten Moritz Forck lässt die Geschichte zudem lebhafter erscheinen. Meine persönliche Meinung: Eine wunderbare Zeitreise in das historische Hamburg von damals. Brillant recherchiert und mit einem ausreichend erklärenden Glossar sowie detaillierten Zeichnungen versehen. Der Leser erfährt viel über die damalige Lebensart der Arbeiter und der Geschäftsleute. Man fühlt sich gleich zu Beginn des Buches in das historische Hamburg versetzt und begleitet die Protagonisten auf ihren Wegen. Allerdings rückt hierbei die kriminalistische Spannung etwas in den Hintergrund. Fazit: Eine historisch wertvolle Zeitreise mit kriminalistischen Ambitionen. Auf jeden Fall Lesenswert!

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  • Zeitreise in das historische Hamburg

    Im Schatten des Krans
    irismaria

    irismaria

    16. October 2013 um 12:18

    „Im Schatten des Krans“ von Jürgen Rath spielt im Jahr 1845 in Hamburg. Auf dem Cover steht „historischer Kriminalroman“, ich würde den Schwerpunkt eher auf historisch als auf Krimi legen, denn des ist weniger eine atemberaubende Tätersuche als die Geschichte eines Handelshauses am Hamburger Hafen. Zu Beginn lernt man das Handelshaus Schröder & Westphalen kennen. Im Kontor arbeiten der Sohn des Besitzers Alexander Schröder, der Engländer Roger Stove und der Lehrling Moritz Forck. Moritz stammt aus einfachen Verhältnissen, die Arbeit ist für ihn die Chance auf ein besseres Leben. An ihm und seinem Alltag erfährt man viel über das Leben der wohlhabenden wie auch der einfachen Leute im 19. Jahrhundert. Ein großes Thema für alle am Hafen ist der geplante Bau eines Hebekrans. Als der Werftbesitzer Elbrand, der den Kran errichten wollte, ermordet aufgefunden wird, gerät Roger Stove in Verdacht. Doch es gibt weitere Verdächtige… Moritz will der Sache nachgehen und stellt eigene Ermittlungen an. „Im Schatten des Krans“ ist eine interessante Zeitreise in das historische Hamburg. Da die sympathische Hauptperson Moritz ein Jugendlicher ist und seine Gedanken und Gefühle eine Wichtige Rolle spielen, kann ich das Buch auch für Jugendliche empfehlen.

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  • Im Schatten des Krans

    Im Schatten des Krans
    Themistokeles

    Themistokeles

    14. October 2013 um 15:19

    Immer mal wieder, lese ich verdammt gern einen guten historischen Krimi und nachdem mir »Nordhörn« von Jürgen Rath so gut gefallen hat, musste ich natürlich auch sein neues Werk »Im Schatten des Krans« lesen. Wobei mir da sofort aufgefallen ist, dass der Autor durchaus sehr unterschiedliche Werke schaffen kann. War es noch bei »Nordhörn« so, dass der Roman sehr stark von der düsteren und gruseligen Atmosphäre auf der Insel lebte, ist es in »Der Schatten des Krans« viel mehr die wuselige Atmosphäre Hamburgs mit seinen vielen Menschen und auch ein gänzlich andere Stimmung, die von dem Roman transportiert wird. Allgemein ist dieser Roman weniger von der düsteren Sorte, als viel mehr einfach ein wenig rätselhaft, manchmal ein bisschen düster, aber er lebt vor allen Dingen davon, dass Hamburg einfach groß ist und neben vielen ehrbaren und nicht ganz so ehrbaren Leuten, auch sehr viel Gesindel in den Gassen der Stadt lebt. Und zudem auch davon, dass der Protagonist Moritz doch auch mit seinen 15 Jahren nicht wirklich erwachsen ist. Dabei resultieren daraus auch, leicht ab von der eigentlichen Krimihandlung, denn das muss ich sagen, in »Der Schatten des Krans« schien mir der historische Aspekt deutlich stärker zum Tragen zu kommen, als der kriminalistische, einfach wunderbare Szenen, die teils sehr amüsant sind. Vor allen Dingen Moritz erste Erfahrungen mit den Frauen haben mich doch das ein oder andere Mal sehr zum Schmunzeln gebracht. Was man aber vor allen Dingen erfährt, ist extrem viel über Hamburg zu dieser Zeit, was für mich einfach sehr spannend war, weil ich solche geschichtsträchtigen Städte einfach spannend finde und die Hansestadt Hamburg hat eindeutig schon verdammt viel erlebt. Dabei gelingt es dem Autor auch einfach vortrefflich aus einem realen historischen Ereignis und ein wenig Phantasie, einen tollen Krimi zu schaffen, der einem das Ereignis auf eine spannende und interessante Weise näherbringt. Auch, wenn es ab und an so war, dass es ein paar Stellen gab, die vielleicht nicht gänzlich logisch waren, die aber nicht in dem Maße störten. Wenn man wirklich viel Krimi erwartet, ist dieses Buch glaube ich nur bedingt etwas für einen, da es einfach doch an vielen Stellen auch sehr stark zu den historischen Dingen abdriftet, was mir aber sehr viel Spaß gemacht hat, weil ich bei einem historischen Krimi immer eine Mischung aus beidem erwarte, die oftmals aber etwas mehr in eine der Richtungen tendiert. Jedem, der also gern einen historischen Roman, mit Krimianteil liest, kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen und auch jedem, der sich für Schiffe und die Geschichte Hamburgs ein wenig interessiert.

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  • Hamburg im Wandel der Zeit

    Im Schatten des Krans
    Gela_HK

    Gela_HK

    12. October 2013 um 14:47

    Im Jahr 1845 geht es in Hamburg hoch her. Verfechter von Althergebrachtem und Neuem stehen sich gegenüber. Im Streit um eine hölzerne Hebemaschine gerät der Engländer Roger Stove in Verdacht, den Bauherrn Elbrand ermordert zu haben. Kontorlehrling Moritz Forck will die Unschuld seines Kollegen beweisen und begibt sich dabei selbst in Gefahr. Denn für einen 15jährigen Jungen sind die Hamburger Hafenstraßen ein gefährliches Pflaster. Jürgen Rath versteht es mit seinem Schreibstil eine besondere Atmosphäre zu schaffen. Der Leser fühlt sich gleich in die Vergangenheit versetzt und auch die Hamburger Seeluft scheint durch die Seiten zu ströhmen. Die gravierenden Unterschiede zwischen den Arbeitsvierteln und den gesellschaftlich hoch angesehenen Kaufleuten wird deutlich. Es wird einem die  Aufbruchstimmung vermittelt, in der alte Werte durch neue Ideen und Maschinen ersetzt werden sollen. Hilfreich sind dabei auch die alten Stadtpläne  und das Wortregister, um das Kopfkino vollends zu beleben. Die Hauptfigur Moritz nimmt einen von der ersten Seite für sich ein. Sein unkompliziertes forsches Auftreten, welches stellenweise ein wenig schusselig wirkt, ist sehr glaubwürdig. Obwohl er aus dem Arbeitermilieu kommt, hat sich ihm die Chance geboten, eine Lehre im Kontor eines Kaufmanns zu machen. Dies ist aber auch mit einigen Konflikten verbunden, denn nicht nur die Kaufmannstochter Cäcilie, sondern er selbst spürt, dass er hier eigentlich nicht hingehört. Interessant war auch der Vergleich zwischen der verzogenen, gut behüteten Cäcilie und der im Arbeitsmilieu aufwachsenden Jette, die sich beide zu Moritz hingezogen fühlen. Für einen Krimi war die Handlung eher leicht und unspektakulär, von einigen spannenden Elementen abgesehen. Es gibt auch keinen eigentlichen Ermittler, sondern viele Personen, die versuchen, einen Mord aufzuklären. Deshalb würde ich eher von einem historischen Roman sprechen, der kriminalistische Elemente aufweist. Um so mehr erfährt man aus der Zeit des frühen Hamburgs und der dort lebenden Gesellschaftsschichten. Mich hat der Roman aber gerade deshalb sehr gut unterhalten. Eine Leseempfehlung für Geschichtsreisende!

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  • Lässt das historische Hamburg lebendig werden

    Im Schatten des Krans
    PMelittaM

    PMelittaM

    10. October 2013 um 21:23

    1845: Drei Jahre nach dem großen Brand in Hamburg, bei dem auch der Kran im Hafen zerstört wurde, soll ein neuer beschafft werden. Statt eines modernen eisernen Krans, den Reeder und Kaufleute bevorzugen würden, beschließt der Rat eine hölzerne Hebemaschine bauen zu lassen. Als der Nutznießer dieser Entscheidung, der Werftbesitzer Elbrand ermordet wird, ist schnell ein Schuldiger ausgemacht: Roger Hove, Angestellter im Handelshaus Schröder & Westphalen, der kurz vorher mit dem Ermordeten Streit hatte. Moritz, Kontorlehrling im selben Handelshaus, will seinem Freund und Kollegen helfen und ermittelt auf eigene Faust, wodurch er nicht nur sich selbst sondern auch seine Familie in Gefahr bringt. Von der ersten Seite an nimmt einen das Buch gefangen. Jürgen Rath gelingt es, das historische Hamburg vor dem geistigen Auge lebendig werden zu lassen, man ist mit Moritz im Kontor, streift mit ihm durch das Hafenviertel und sitzt mit ihm und seiner Familie am Essenstisch. Die Unterschiede der einzelnen Schichten, die verschiedenen Berufe im Hafen (wer kennt schon Kohlenjumper), die Probleme der „kleinen“ Leute, all das wird dem Leser auf eingängige Weise nahe gebracht. Man merkt einfach, dass der Autor weiß, wovon er spricht, denn er ist nicht nur Seemann (mit Kapitänspatent) sondern auch Historiker. Dabei erzählt er sehr bildhaft und flüssig und mit einer guten Portion Humor. Auch die Charaktere sind gelungen, Moritz nimmt man jederzeit ab, dass er ein 15jährige Junge ist, mit all den Problemen, die man in dem Alter hat (und zu der damaligen Zeit noch ein paar mehr), gut gefallen haben mir dabei auch seine „Liebesverwirrungen“, wenn ihm nicht ganz klar ist, ob er die Kaufmannstochter Cäcilie oder doch das Nachbarmädchen Jette lieber hat. Ein toller Charakter ist auch Kapitän Westphalen, raubeinig, aber auch feinfühlig. Die Kriminalgeschichte tritt gegenüber dem historischen Roman etwas in den Hintergrund, was aber zu keiner Zeit stört und am Ende wird alles logisch aufgelöst. Und danach muss man dann leider Abschied nehmen von Moritz und seiner Familie und all den anderen Charakteren dieses Romans, doch wenn wir Glück haben, schreibt Jürgen Rath bald eine Fortsetzung des Romans, ich würde mich sehr darüber freuen. Einen guten historischen Roman zeichnen gewisse Extras aus und natürlich findet man diese auch hier, es gibt eine Karte und eine Querschnittzeichnung des Kontor-/Wohnhauses, in dem Moritz arbeitet sowie im Anhang ein umfassendes und nützliches Glossar. Wer gut recherchierte historische Romane mag, ist hier an der richtigen Stelle, auch Krimileser sollten dem Roman unbedingt eine Chance geben, auch wenn die Krimihandlung nicht im Vordergrund steht, kann man doch schön mitraten. Von mir erhält der Roman eine absolute Leseempfehlung.

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