Jürgen Rath Nordhörn

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Inhaltsangabe zu „Nordhörn“ von Jürgen Rath

Archivar Steffen Stephan soll das Archiv der Inselgemeinde Nordhörn auf Vordermann bringen. Im Winter. Auf einer Nordseeinsel, auf der das Wirtschaftswunder 1959 immer noch nicht angekommen ist. Und die Einheimischen scheinen sich davor zu fürchten, dass Steffen im Archiv etwas Belastendes entdeckt. Als die Verbindung zum Festland vom Eisgang unterbrochen wird, schlägt die Feindseligkeit in offene Gewalt um. Steffen wird gejagt. Auf einer Insel!

Sehr spannender, obwohl recht unblutiger Krimi. Habe bis kurz vor Schluss im Dunkeln getappt!

— Irve
Irve

Nordhörn ist klasse... einen so lange im Ungewissen über den Mörder zu lassen, aber die Spannung dabei nicht abreissen zu lassen, ist für mich echte Kunst

— Buchraettin
Buchraettin

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  • Nordhörn

    Nordhörn
    Claudia-Marina

    Claudia-Marina

    09. January 2016 um 16:40

    Steffen Stephan wird nicht gerade vom Glück verfolgt – als Aushilfsarchivar wird er auf eine kleine Nordseeinsel versetzt und das dortige Archiv auf Vordermann zu bringen. Mitten im Winter 1959. Wirtschaftswunder? Nie davon gehört. Er ist kein gerngesehener Gast, und das liegt nicht nur daran, dass er allem eine neue Ordnung geben will. Man hat Angst; Angst davor, dass Steffen etwas entdecken könnte. Etwas, dem schon sein Vorgänger auf der Spur war. Und der kam unter ungeklärten Umständen ums Leben. Bald wird auch Steffen gejagt. Auf einer Insel, die zudem durch Eisgang von der Außenwelt abgeschnitten ist. Zugegeben, der Name des Protagonisten ist wirklich nicht gut. Steffen Stephan – für mich ist das eindeutig zu phantasielos. Das ist dann aber auch das einzige, was ich an Jürgen Raths Roman auszusetzen habe. Nordhörn ist ein eher klassischer Krimi, ohne großes Gemetzel und Blutvergießen. Es gibt ein Verbrechen und jemanden, der es auflösen will. Ganz einfach – und trotzdem gut. Denn es muss nicht immer das ganz große Kino sein, um zu begeistern und in den Bann zu ziehen. Steffen ist ein einfacher Archivar, sehr genau und ordentlich in dem, was er tut – wahrscheinlich eine Berufskrankheit – und dabei ist er auch ein wenig spröde. Um nicht zu sagen langweilig. Auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick wird er immer sympathischer, denn er lässt sich nicht von der Feindseligkeit der Inselbewohner verjagen. Er hat einen Auftrag und den will er zu Ende bringen. Hervorzuheben ist bei diesem Krimi aber besonders die Atmosphäre. Eine kleine Insel, die immer noch im Nachkriegszeitalter feststeckt. Es gelingt Jürgen Rath, diese Atmosphäre glaubhaft zu beschreiben und ihr ihren ganz eigenen Charme einzuhauchen – ohne sie dabei auf- oder abzuwerten. So wird Nordhörn auch ein wenig zu einem historischen Krimi. Nebenbei fällt auf, dass ein Großteil der Handlung von der Seefahrt bestimmt wird. Ich als Landratte verstehe davon nichts, doch auch das wird überzeugend umgesetzt, inklusive Glossar am Ende. So ist der Krimi nicht nur was für Fachleute und Seemänner (und Frauen!), sondern auch für Laien. Für die einen ist es ein spannender Krimi mit Einführung in die Schifffahrt, für die anderen ein unterhaltsamer Roman in gewohnten Wassern. Und alles in allem ist Nordhörn ein gelungener Krimi.

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  • *+* Unblutig, aber trotzdem schön spannend! *+*

    Nordhörn
    Irve

    Irve

    31. May 2015 um 18:05

    Liebe Lesefreunde, wenn ihr ein Buch lest, springt doch bestimmt hin und wieder euer Kopfkino an, oder? Bei mir ist das manchmal so. Nun ist es mir zum ersten Mal passiert, dass mein innerer Film in schwarz-weiß ablief….irre, oder? Die Originalrezension findet ihr HIER... Da hat der Autor ganz Arbeit geleistet! Er hat die Stimmung seines Krimis so lebendig, dabei aber auch so düster gezeichnet, dass sich dieses Grauen vor meinem inneren Auge schon nach ein paar Seiten verselbstständigt hat. Jürgen Rath hat mit Nordhörn einen ziemlich unblutigen Insel-Krimi geschaffen, der trotzdem mit einem sehr gut durchdachten, soliden Spannungsbogen aufwarten kann. In zwei Handlungssträngen erzählt er die Geschichte von Steffen Stephan, der für drei Monate als Archivar auf die Nordsee-Insel abberufen wurde, um das dortige Material vorschriftsmäßig zu erfassen. Steffen war nicht der erste, dem diese Aufgabe zufiel……sein Vorgänger verstarb auf sehr dubiose Weise und schnell wurde dem neuen Archivar klar, dass auch sein Leben in Gefahr sein könnte. Aber war es das wirklich? Oder verwechselte Steffen seine Angst mit der Tatsache, dass die Insulaner den Festländern generell nicht sehr gewogen sind und ihnen gerne ordentlich das Leben schwer machen? Der zweite Handlungsstrang spielt sich im November 1938 an Bord eines überladenen Frachters ab. Er strandete während eines Sturms vor Nordhörn. Hier spielt der Autor, gelernter Seemann mit Kapitänspatent sowie Schifffahrtshistoriker, sein Wissen aus. Auch für Laien gut verständlich hat er die Szenen auf dem alten Frachter fachmännisch beschrieben. Um dennoch mögliche Unklarheiten auszuräumen, schließt ein recht umfangreiches Glossar diesen Nordsee-Krimi ab. Zunächst ist nicht erkennbar, was das Schicksal des Schiffes und seiner Mannschaft mit Steffens Situation auf Nordhörn zu tun hatte. Schließlich geht er seiner Tätigkeit gut 20 Jahre später, im Winter 1959, nach. Der feine Faden der Ahnung, der zunächst kaum merklich in mir aufblitzte, verfestigte sich mit jedem Einspieler des Frachters immer mehr. Obwohl mir immer klarer wurde, was und vor allem warum diese Dinge passiert sind, blieb der Name des Täters bis kurz vor Schluss ungewiss. Sehr gut gelungen ist dem Autor die Schaffung des Insel-Feelings. Ich war noch nie auf Nordhörn, konnte mir die verschiedenen, beschriebenen Orte und Landschaftsabschnitte aber sehr gut vorstellen. Vor allem als dicke Eismassen die Insel vom Festland abgeschnitten hatten und Steffen auf Nordhörn seinem Jäger ausgeliefert war…. Zur besseren Veranschaulichung geht eine Übersichtskarte der Insel dem Krimi voran. Auch die Mischung der Charaktere passte gut in den Kriminalroman. Sie waren durchweg glaubwürdig, wenn auch nicht immer sehr tief konstruiert. Lediglich Steffens theoretische und auch praktische Unentschlossenheit in Bezug auf die Inseldamen irritierte mich jedoch und lenkte vom Krimi ab. Ansonsten gefiel mir sehr, wie treffend die schrullige Art der alteingesessenen Insulaner eingefangen wurde. Nordhörn ist ein oberflächlich ruhiger Krimi, dessen wahre Stärke sich in tieferen Fahrwassern abspielt. Wer es eher unblutig mag, aber dennoch einen klugen Spannungsbogen zu schätzen weiß, könnte an den Insel-Krimis von Jürgen Rath Gefallen finden. Auch die nächsten Erlebnisse von Steffen Stephan, dieses Mal auf Amrum, sind ähnlich konstruiert. In der nächsten Woche werde ich über eben diesen Krimi „Die Namenlosen von Amrum“ berichten! Inhalt: Nicht gerade eine Traumaufgabe für Aushilfsarchivar Steffen Stephan: das verlotterte Archiv der Inselgemeinde Nordhörn auf Vordermann bringen. Im Winter. Auf einer sturmumtosten Nordseeinsel, auf der das Wirtschaftswunder auch 1959 immer noch nicht angekommen ist. Wenn wenigstens die Einheimischen etwas zugänglicher wären. Aber nein, irgendwie scheint sich hier jeder davor zu fürchten, dass Stephan im Archiv etwas Belastendes entdeckt. Als er erfährt, dass sein Vorgänger vor drei Jahren unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen ist, wird ihm langsam mulmig. Doch als pflichtbewusster Beamter macht Stephan unbeirrbar weiter. Bis die Verbindung zum Festland vom Eisgang unterbrochen wird und die Feindseligkeit in offene Gewalt umschlägt. Stephan wird gejagt. Auf einer Insel! Zum Buch: Nordhörn von Jürgen Rath ist im April 2012 unter der ISBN-Nr. 978-3-86680-964-2 im Sutton Verlag erschienen. Der Nordsee-Krimi umfasst 272 Seiten und ist auch als Ebook erhältlich. Zum Autor: Jürgen Rath, gelernter Seemann mit Kapitänspatent, promovierter Historiker und Personalmanager, hat sich im vergangenen Jahrzehnt einen Namen als Schifffahrtshistoriker und Sachbuchautor gemacht. In seinem ersten Kriminalroman “Nordhörn” beweist der Hamburger neben profunder Sachkenntnis sein großes erzählerisches Talent. Quelle: Sutton Verlag

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  • Die große LovelyBooks Themen-Challenge 2014

    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2014? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 20 vorgegebenen Themen mindestens 15 Bücher aus 15 unterschiedlichen Themen zu lesen. 5 Themen können also ausgelassen werden. Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt hier mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag. Diese Challenge läuft vom 1.1.2014 bis 31.12.2014. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Wer am Ende des Jahres die 15 Bücher zu 15 verschiedenen Themen geschafft hat, nimmt automatisch an einer Verlosung eines schönen Überraschungspakets teil. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2014 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Ich habe jedes Thema auch zu einem extra Beitrag hier auf LovelyBooks verlinkt, in dem ihr euch jeweils über die passenden Bücher austauschen könnt. Für jedes Thema hänge ich ein Beispielbuch in der Reihenfolge der vorgegebenen Themen an, ihr könnt aber gern andere lesen! Bücher, die erstmalig vor 2010 erschienen sind Bücher, die Teil einer Reihe sind (alles ab mindestens 2 Bänden) Bücher, die ein vorranging rotes Cover haben Bücher, deren Buchtitel eine Zahl enthalten Bücher, die ausschließlich als Taschenbuch / Broschur erschienen sind (nicht als Hardcover, E-Book zusätzlich ist ok) Bücher, bei denen der Vor- oder der Nachname des Autors mit dem gleichen Buchstaben beginnt, wie der Buchtitel Bücher, die bisher noch keine Rezension auf LovelyBooks haben (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, in denen es ums Essen geht und das auch durch den Buchtitel, das Cover o.Ä. ausgedrückt wird Bücher von deutschsprachigen Autoren Bücher, die weniger als 250 Seiten haben Bücher, auf denen hauptsächlich Schrift und kein vordergründiges Covermotiv zu sehen ist Bücher von Autoren, die schon mindestens 5 Bücher veröffentlicht haben Bücher, die in der Hardcover-Ausgabe einen Schutzumschlag haben Bücher, deren Buchtitel aus mindestens 5 Wörtern bestehen Bücher, die aus einer anderen Sprache als dem Englischen oder Französischen übersetzt wurden Bücher, die in einer Stadt mit mehr als 1 Mio. Einwohner spielen Bücher, die in einem unabhängigen Verlag erschienen sind (keine Verlagsgruppen / Konzerne) Bücher, auf deren Cover mindestens 3 Lebewesen zu sehen sind (es zählen Menschen & alle Tierarten) Bücher, die auf LovelyBooks mit 4,5 - 5 Sternen bewertet sind (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, deren Hauptfigur mindestens 10 Jahre jünger oder älter als ihr selbst ist (wer dieses Thema erfüllen möchte, müsste hier sein Alter verraten - in meinem Fall müsste die Figur 17 oder jünger bzw. 37 oder älter sein) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Antworten auf häufig gestellte Fragen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Wenn es in der Aufgabenstellung keine spezielle Eingrenzung gibt, zählt wirklich alles, was dazu passt. Zahlen zählen also auch als Zahlen, egal ob ausgeschrieben oder nicht usw. * Ich kann diese Challenge nicht in Unterthemen gliedern, da das nur bei Leserunden geht. * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Unabhängige Verlage sind solche, die nicht zu einer Verlagsgruppe / einem Konzern gehören. Wenn ihr unsicher seid, schreibt mir eine Nachricht mit dem entsprechenden Verlag. * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, als auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2014 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Postet euer jeweiliges Buch bitte erst, wenn ihr es wirklich komplett gelesen & eine Rezension oder Kurzmeinung geschrieben habt. * Ein paar Beispiele für Verlage,  die als unabhängig zählen - es gibt aber wirklich ganz viele, fragt mich im Zweifel einfach per Nachricht: Hanser Verlag (und Unterverlage), Aufbau Verlag (und Unterverlage), dtv, Coppenrath Verlag, Diogenes Verlag, usw. * Falls Bücher, die eine ISBN habe, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com * Bei Themen, für die der Stand bei Lesebeginn entscheidend ist (Bücher, die noch keine Rezension haben / Bücher, mit Bewertung zwischen 4,5 - 5 Sternen) vertraue ich einfach darauf, dass ihr wirklich nur welche angebt, wo das stimmt. * Keine Mangas & Comics, außer für Thema 10 - Graphic Novels zählen überall, sofern sie dem Thema entsprechen Teilnehmer: 19angelika63 4cloverleaf 78sunny aba Aduja Ajana Alchemilla AlinchenBienchen allegra Alondria Amara Anendien Aniston81 AnnaMK Anneblogt Annilane Anniu anushka Arizona Asu AuroraBorealis baans Bambi-Nini Baneful battlemaus88 BethDolores BiancaWoe Bluebell2004 bluebutterfly222 bookgirl Bookmarble books_and_senses bookscout brudervomweber BuchblogDieLeserin Bücherwurm Buchgeborene Buchrättin Buecherfee82 Buecherfreak321 Buecherschmaus Buecherwurm1973 callunaful Carina2302 carooolyne CaryLila Cattie christiane_brokate Clairchendelune Clouud coala_books Code-between-lines Curin czytelniczka73 daneegold DaniB83 Daniliesing danzlmoidl darigla Deengla Deirdre dieFlo Dini98 Donata Donauland DonnaVivi Dreamworx Dunkelblau El. 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  • Nordhörn: Ein Nordsee-Krimi

    Nordhörn
    janaka

    janaka

    10. April 2014 um 18:40

    Im Winter 1959 muss Aushilfsarchivar Steffen Stephan für drei Monate auf die Nordseeinsel Nordhörn, um dort das Archiv auf Vordermann zu bringen. Die Inselbewohner sind Fremden gegenüber entweder sehr reserviert oder sogar feindselig, es gibt Geheimnisse und Intrigen. Vor drei Jahren ist sein Vorgänger bei einem Feuer im Archiv umgekommen, war das ein Unfall oder sogar Mord? Der Vorfall ist nie ganz aufgeklärt worden. Steffen gerät durch seine Recherchen in Lebensgefahr und kann nicht mehr zwischen Freund und Feind unterscheiden.  Dann schlägt das Wetter um und die Insel ist vom Festland abgeschnitten. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Der zweite Handlungsstrang erzählt von Schiffreise im Jahre 1938, sie ist kursiv geschrieben und hebt sich somit gut von der anderen Geschichte ab. Das Schiff kam aus Schweden, ist völlig überladen und hat Schwierigkeiten seinen Bestimmungshafen zu erreichen. Es sinkt vor der Insel. Der Autor hat zum Schluss beide Handlungsstränge spannend und logisch zusammengeführt. Der Schreibstil ist spannend und fesselnd, mein Kopfkino ist gleich losgegangen. Die kurzen Kapitel und die leicht verständliche Sprache ermöglichen mir ein flüssiges Lesen. Die düstere Atmosphäre der Insel wird vom Autor sehr anschaulich beschrieben, als Leser konnte ich die Feindseligkeit der Menschen beim Lesen spüren. Der Spannungsbogen wird langsam gespannt und kann sich das Buch über gut halten. Der Autor schafft es immer wieder geschickt seine Leser in die Irre zu führen. Hier sind tolle und verschiedene Charaktere ins Leben gerufen worden, der gewissenhafte Steffen, die lebenslustige Henny, die unschuldige Julia, ihr Großvater und den bärbeißigen Kapitän Ole Blixt. Sehr gut haben mir auch die Landschaftsbeschreibungen gefallen, so konnte ich Steffen bei seiner Tour über die Insel gedanklich begleiten. Wer aber keine so gute Vorstellungskraft hat, dem hilft die Karte der Insel am Anfang des Buches. Bei den unbekannten Wörtern aus der Schifffahrt hilft dann das Glossar. Dieser Krimi kommt ganz ohne grausames Blutvergießen aus und bekommt eine klare Leseempfehlung von mir.

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  • Leserunde zu "Im Schatten des Krans" von Jürgen Rath

    Im Schatten des Krans
    katja78

    katja78

    Heute lade ich wieder zu einer Sutton Leserunde ein! Frisch erschienen ist im September, das neue Buch von Jürgen Rath. Ich war selbst schon begeistert von "Nordhörn" und bin gespannt, wie dieser historische Krimi umgesetz ist. Lasst es uns gemeinsam rausfinden Mit profunder Sachkenntnis und großem Einfühlungsvermögen entführt Jürgen Rath den Leser in die Elbmetropole zwischen Hansetradition und Aufbruch in die Moderne. Die detailgetreuen Milieubeschreibungen von vornehmer Hamburger Gesellschaft und einfachen Hafenarbeitern sowie die stimmigen Charaktere fesseln ebenso wie die spannende Tätersuche. Hamburg 1845. Die Schrecken des Großen Brandes sind noch überall präsent. Auch der alte Kran im Hafen wurde zerstört. Während Reeder und Kaufleute als Ersatz einen eisernen Schwergutkran aus England fordern, plädiert der Werftbesitzer Elbrand für eine hölzerne Hebemaschine. Und er hat beste Kontakte zur Regierung. Als Elbrand eines Nachts ermordet aufgefunden wird, gerät Roger Stove, Angestellter im Handelshaus Schröder & Westphalen und erbitterter Gegner der Hebemaschine, unter Verdacht und wird arretiert. Kontorlehrling Moritz Forck glaubt nicht an die Schuld des Kollegen und versucht auf eigene Faust, den Mörder zu finden. Seine Nach­forschungen führen ihn bis in die hintersten Winkel der berüchtigten Hamburger Gängeviertel. Obwohl Moritz spürt, dass er verfolgt wird, gibt er die Suche nicht auf. Schließlich will er nicht nur den Mörder finden, sondern auch Cäcilie, der Tochter seines Arbeitgebers, beweisen, dass er ein ganzer Kerl ist. Hier gehts zur Leseprobe "Der Untergang der Konsul Hagemeister" - die Vorgeschichte zu „Im Schatten des Krans“: Jürgen Rath über sich: Ich habe so einiges gemacht in meinem Leben, bin aber immer meinem Motto treu geblieben: Alle zehn Jahre den Beruf wechseln! Ich bin gelernter Seemann mit Kapitänspatent, habe als IT-Spezialist gearbeitet (obwohl das früher anders hieß), war Ausbilder für kaufmännische Berufe in einem internationalen Unternehmen und schließlich Leiter der Personalwirtschaft. Danach habe ich als Schifffahrtshistoriker Sachbücher veröffentlicht und jetzt schreibe ich Kurzgeschichten, Romane und Essays. Ich bin Betriebswirt, Soziologe und habe in den historischen Wissenschaften promoviert. Eigentlich müsste ich hundert Jahre alt sein, da ich aber vieles parallel gemacht habe, hält sich das mit dem Alter gerade noch in Grenzen. Für zwei meiner Kurzgeschichten habe ich im Jahre 2011 den KaroKrimiPreis und den Preis der Friedenslesung Berlin erhalten. 2012 sind mein Debütroman „Nordhörn. Ein Nordsee-Krimi“ und das Sachbuch „Mann über Bord! Der Tod auf See“ erschienen. Und gerade jetzt ist "Im Schatten des Krans. Ein historischer Hamburg-Krimi" beim Sutton-Verlag herausgekommen. Mehr unter: http://www.juergen-rath-autor.de Ich suche nun 15 Leser, die das Buch gemeinsam in der Leserunde besprechen und anschließend rezensieren möchten. Jürgen Rath wird die Leserunde begleiten , so das ihr immer gerne nachfragen und diskutieren könnt. Bewerbt euch bis einschließlich 18.9.2013 für eines von 15 Rezensionsexemplaren. Schaut euch doch auch mal auf der Verlagsseite um, da warten noch weitere Neuerscheinungen für euch. Sutton Verlag

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  • Leserunde zu "Pink Clover Club" von Richard R. Roesch

    Pink Clover Club
    katja78

    katja78

    Hallo Zusammen, ich würde euch gerne auf eine Neuerscheinung des Sutton Verlags aufmerksam machen. Anfang April erscheint "Pink Clover Club" von Richard R. Roesch " Ein Mecklenburg Krimi" Die Entlarvung eines bundesweit gesuchten Frauenmörders hat Pawel Höchst, dem Rostocker Privatdetektiv mit russischen Wurzeln, viel Ruhm beschert – doch leider keine Aufträge. Deshalb zögert der bärbeißige Ex-Seemann auch keine Sekunde, als ihn die Rostocker Kripo gegen ein Erfolgshonorar als Berater engagieren will. Eine Dame aus der besten Schweriner Gesellschaft ist in einem Rostocker Luxushotel ermordet aufgefunden worden – eine Dame, die bestens mit Politik und Wirtschaft in der Landeshauptstadt vernetzt war und womöglich auch mit der Schweriner Polizei. Deshalb soll Pawel erst einmal ganz diskret die Hintergründe untersuchen, nicht dass da am Ende ein Skandal droht. Klingt logisch. Klingt das wirklich logisch? Und wieso stößt Pawel dauernd auf einen Schweriner Privatschnüffler, der das Opfer angeblich schon seit Wochen überwacht? Ohne die Hilfe von Polizeianwärter Kevin kommt Pawel nicht voran, weder am Schweriner See noch am Warnowufer. Zum Autor Richard R. Roesch, mit bürgerlichem Namen Volker H. Altwasser, ist in Greifswald geboren. Mittlerweile lebt und schreibt er in Rostock. 2011 wurde der Schriftsteller mit dem Italo-Svevo-Preis ausgezeichnet und war für den Deutschen Buchpreis nominiert. »Pink Clover Club« ist nach »French 75« der zweite Fall für Pawel Höchst. Wer interesse hat, dieses Buch in einer Leserunde zu lesen und anschließend zu rezensieren, kann sich für eines der 15 Rezensionsexemplaren für die Leserunde bewerben. Bewerbung bis zum 9.3.2013 Start der Leserunde ist der 10. April 2013 Und ich würde gerne wissen, welches Buch aus dem Sutton Verlag ihr zuletzt gelesen habt. Ich freu mich auf eure Bewerbungen

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  • Verlosung zu „Fanggründe“ von Natascha Manski: 3 x eine Winter-Krimibox zu gewinnen

    Fanggründe
    Nmanski

    Nmanski

    Das Quecksilber im Thermometer sinkt, draußen wird’s spät hell und früh wieder dunkel: Jetzt ist die perfekte Zeit, um mit Krimi & Co. ein paar spannende Lesestunden auf der Couch zu verbringen! Dazu verlose ich gemeinsam mit dem Rowohlt-Verlag 3 x eine „Winter-Krimibox“ mit jeweils einem signierten Exemplar meines Küstenkrimis „Fanggründe“, drei Päckchen Marzipan-Trinkschokolade und einem Schwung „Fanggründe“-Mandelplätzchen. In „Fanggründe“ geht es um den Konflikt zwischen Krabbenfischern und einem gewieften Unternehmer, der einen riesigen Windpark bauen will – mitten in ihre besten Fanggebiete der Nordseeküste. KHK Tomma Petersen muss sich in ihrem ersten Fall gegen viele Widerstände, wortkarge Küstenbewohner und einen misstrauischen Kollegen durchsetzen... Meine Frage zum Gewinnspiel: Lest ihr gerne Krimis, in denen ein aktuelles Thema im Fokus steht? Oder lieber Storys, die in der Vergangenheit spielen – also gerne ein Jahrzehnt oder auch ein Jahrhundert zurückliegen dürfen? Oder ist euch das Thema egal – Hauptsache, die Figuren sind interessant? Wer mitmachen möchte, kann hier einfach bis zum 2. Dezember eine Antwort posten. Die Gewinner werden ausgelost,  am darauffolgenden Tag benachrichtigt und finden die Winter-Krimibox kurz darauf in ihrem Briefkasten.   Viel Glück! 

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  • Rezension zu "Nordhörn" von Jürgen Rath

    Nordhörn
    Buecherengel

    Buecherengel

    09. November 2012 um 19:55

    Leseprobe "Steffen schlug den Kragen seines Trenchcoats hoch, vergrub die Hände in den Taschen und trat aus dem Salon auf das dunkle Deck. Die Rungholt hatte das schlickige Grau des Watts hinter sich gelassen und dampfte auf das offene Meer hinaus." Inhalt Nicht gerade eine Traumaufgabe für Aushilfsarchivar Steffen Stephan: das verlotterte Archiv der Inselgemeinde Nordhörn auf Vordermann bringen. Im Winter. Auf einer sturmumtosten Nordseeinsel, auf der das Wirtschaftswunder auch 1959 immer noch nicht angekommen ist. Wenn wenigstens die Einheimischen etwas zugänglicher wären. Aber nein, irgendwie scheint sich hier jeder davor zu fürchten, dass Stephan im Archiv etwas Belastendes entdeckt. Als er erfährt, dass sein Vorgänger vor drei Jahren unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen ist, wird ihm langsam mulmig. Doch als pflichtbewusster Beamter macht Stephan unbeirrbar weiter. Bis die Verbindung zum Festland vom Eisgang unterbrochen wird und die Feindseligkeit in offene Gewalt umschlägt. Stephan wird gejagt. Auf einer Insel! Unterhaltungsgrad Diesen Roman habe ich durch Zufall auf der Website "Blog dein Buch" gefunden. Auf dem ersten Blick war ich zugegebenermaßen nicht so wirklich begeistert - das Cover war einfach nicht so mein Stil, aber (!) auf dem zweiten Blick wirkt doch alles anders. Hier hat mich eindeutig der Klappentext überzeugt. Zunächst möchte ich den inneren Aufbau erwähnen, der es wirklich in sich hat. Allein bei diesem Punkt merkt man wie viel Planung in diesem Buch stecken muss. Der Roman teilt sich in zwei Erzählstile: Einmal der "richtige" Handlungsstrang, in dem der Archivar Steffen Stephan auf seinem Nordhörn-Abenteuer begleitet wird. Der zweite Handlugsstrang beschäftigt sich mit Seemännern in einem Zeitensprung in den Anfängen der Nazi-Zeit (1938). Ich muss zugeben, dass ich als Erstes nicht wirklich verstanden habe was sich hinter diesen Zeitsprungeinschüben verbirgt. Jedoch stören diese Sequenzen nicht im Geringsten, sie bereichern eher die Handlung und lüften im späteren Verlauf sogar einige Fragen. Zum Schluss werden beide Stränge geschickt zusammengeführt und greifen Hand in Hand. Zu dem Protagonist Steffen Stephan. Leider erfährt man eher weniger über sein Aussehen oder Vergangenheit, dafür wird durch die Geschichte recht gut sein Charakter herausgearbeitet. Auch die Nebencharaktere - obwohl es wäre eine Beleidigung die weiteren Darsteller nur Nebencharaktere zu nennen - sind vom Charaktere her wirklich gut ausgearbeitet, dass sich mir direkt ein Bild von ihnen vor Augen geschoben hat. Hier ein großes Daumen hoch an den Autor! Nervenkitzel Von einem Krimi erwartet der Leser natürlich packende Spannung und ein mehr oder minder blutiges Finale. Hier Spannung chick, blutiges Finale chick - ergo: Krimi zu 100 % Sehr schnell werden die ersten Ungereimtheiten aufgeworfen und selbständig denkt und fiebert man als Leser mit. Jürgen Rath's Schreibstil hat mich nicht vom ersten Moment gepackt. Vor allem die manchmal etwas schwer entschlüsselbaren Gedankengänge haben das Lesen doch etwas erschwert. Doch obwohl man ständig mitdenken muss, damit man selbst am Ball bleibt, möchte man auf keinen Fall aufhören, denn man möchte doch die Auflösung nicht verpassen. Ich selbst war über den Ausgang wirklich erstaunt und hätte jemand ganz anderen verdächtigt. Hier hat Rath bis zum Schluss die Identität des wahren Täters meisterhaft im Schatten gehalten und immer wieder eine falsche Fährte ausgelegt. Ein weiteres Plus gibt es für die Landkarte auf der Seite vor dem ersten Kapitel. Durch diese kann man das Abenteuer viel besser verfolgen und kann sich auch besser die Ausmaße des Geschehens vorstellen. Abschlussworte Abschließend kann ich sagen: Mit "Nordhörn" habe ich einen tollen Neueinstieg in das Genre KRIMI gefunden. Davor habe ich mich (leider) weniger mit dieser Lesesparte auseinandergesetzt, aber Jürgen Rath hat mir gezeigt wie lesenswert ein guter Krimi ist. Wer Krimis liebt oder wieder lieben lernen will, den kann ich diesen Nordsee-Krimi nur ans Herz legen.

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  • Rezension zu "Nordhörn" von Jürgen Rath

    Nordhörn
    steffis-und-heikes-Lesezauber

    steffis-und-heikes-Lesezauber

    02. November 2012 um 17:12

    Inhalt: Im Jahr 1959 wird der Archivar Steffen Stephan auf die Nordseeinsel Nordhörn versetzt, um die unbeliebte Arbeit eines Kollegen weiterzuführen. Die Insulaner verhalten sich sehr feindselig und wollen keine "schnüffelnden" Fremden auf der Insel. Steffen erfährt, dass sein Vorgänger Ludwig unter sehr mysteriösen Umständen verstarb. Es ereignen sich seltsame Dinge und immer öfters fühlt sich Steffen verfolgt und bedroht. Als er dann auch noch auf merkwürdige Ungereimtheiten in den Dokumenten stößt, befindet er sich in größter Gefahr. Doch durch den plötzlichen Wintereinbruch wird die Insel vom Festland abgeschnitten. Steffen müsste fliehen, doch wohin? Meinung: Einige Dinge sind mir an „Nordhörn: Ein Nordsee-Krimi“ durchaus sehr positiv aufgefallen. Zum einen schafft es der Autor die düstere Atmosphäre auf der Insel gekonnt zu beschreiben. Dementsprechen wirkt die Feindseligkeit, die Steffen entgegen schlägt, fast greifbar. Außerdem bringen die, aus heutiger Sicht amüsanten Einstellungen des korrekten Archivars im Jahre 1959 den Leser ab und an zum Schmunzeln. So hat er ein schlechtes Gewissen wenn er einen Bogen Dienstpapier für private Zwecke missbraucht oder bekommt erotische Vorstellungen, als er an das Strumpfband einer Kollegin denkt. Auch die Skizze der Insel, sowie das Glossar mit den wichtigsten Seebegriffen fand ich ganz praktisch und hilfreich. Jedoch verspricht der Klappentext eine rasante und spannende Handlung, die der Roman selber leider nicht erfüllen konnte. Der Krimi ist ruhig, was generell gesehen für mich erstmal keinen Kritikpunkt darstellen muss, doch leider ist er viel zu ruhig, so dass die Geschichte trotz der ständigen Gefahr von Steffens Leben sehr oft einfach langweilig wirkt… Es gibt im Buch noch einen 2. Handlungsstrang, der im Jahr 1938 spielt. Dieser diente wohl einem zusätzlichen Spannungsaufbau, der bei mir aber leider nicht ankam. Der Autor und ehemalige Seemann verwendet hierbei viele Fachbegriffe und ich wusste lange nicht was es mit dieser 2. Handlung auf sich hat. Das klärt sich zwar gegen Ende des Romans auf, jedoch hätte ich dafür nicht diese ausführliche Nebenstory benötigt. Die Charaktere sind größtenteils glaubhaft, haben aber durch ihre besondere Art alle einen geheimnisvollen Touch und erscheinen manchmal etwas merkwürdig. Die Insulaner wirken dabei alle fast etwas unheimlich, denn jeder hasst jeden und kommt trotzdem irgendwie mit ihm aus. Protagonist Steffen ist ein freundlicher und diensteifriger junger Mann, der mir aber nur bedingt sympathisch war. Der Leser bekommt aber im Laufe des Romans einen guten Einblick in seinen Charakter. Ich konnte zwar seine Handlungen nicht immer nachvollziehen, aber zumindest grundsätzlich verstehen. Der Schreibstil selbst ist eigentlich relativ flüssig und das Buch lässt sich schnell lesen. So sind auch die detaillierten Landschaftsbeschreibungen recht ansprechend, doch leider gelingt es dem Autor kaum, eine für mich greifbare Spannung aufzubauen. Es plätschert alles vor sich hin, ohne dass irgendeine Form von Nervenkitzel oder gespannter Erwartung bei mir aufkam. Fazit: Ein solide erarbeiteter Krimi, der durchaus seine positiven Seiten hat, aber die Erwartungen vom Klappentext leider nicht im Geringsten erfüllen kann, da er ohne große Spannung einfach vor sich hin plätschert. Für 3 Sterne reicht es nicht ganz, und da wir keine 2,5 vergeben, ergibt das eine Endwertung von (guten) 2 Sternen.

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  • Leserunde zu "Nordhörn" von Jürgen Rath

    Nordhörn
    JuergenRath

    JuergenRath

    Hallo Lesefreunde! Ich möchte Euch entführen. In die Nordsee. Auf eine Insel. In die Vergangenheit, in das Jahr 1959. Viele von Euch werden sich das nicht so richtig vorstellen können: Es ist die Zeit der kleinen Autos, der Motorräder mit Beiwagen, der Elvis-Frisuren, der Petticoats, des Rock’n Roll, der James Dean-Generation und dieser schrecklich spießigen Eltern. Es ist kalt und nass und unfreundlich in Norddeutschland und Steffen Stephan hat überhaupt keine Lust, die nächsten drei Monate auf der Insel Nordhörn zu arbeiten. Aber er muss hin, das gehört zu seinem Job. Er sitzt auf dem Gemeindeamt und sortiert die Akten im Keller. Und am Abend freut er sich, wieder einen Tag hinter sich gebracht zu haben. Euch würde es sicherlich ebenso wie Steffen ergehen. Meine Lektorin hat die weitere Entwicklung der Geschichte auf der Buchrückseite von „Nordhörn. Ein Nordsee-Krimi“ mit kurzen, aber treffenden Worten charakterisiert: „Wenn wenigstens die Einheimischen etwas zugänglicher wären. Aber nein, irgendwie scheint sich jeder davor zu fürchten, dass Steffen im Archiv etwas Belastendes entdeckt. Als er erfährt, dass sein Vorgänger unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen ist, wird ihm langsam mulmig. Doch als pflichtbewusster Beamter macht Steffen unbeirrt weiter. Bis die Verbindung zum Festland vom Eisgang unterbrochen wird und die Feindseligkeit in offene Gewalt umschlägt. Steffen wird gejagt. Auf einer Insel!“ Anscheinend kann er den Männern auf der Insel nicht trauen. Doch es gibt zwei Frauen – na gut, drei Frauen, wenn man die Witwe Krüger mitzählt – die Steffen helfen. Der wäre doch total aufgeschmissen ohne sie, er kennt sich ja nicht sehr gut aus auf der Insel. Aber in welche von diesen Frauen verliebt er sich? Ach ja, da ist noch dieses merkwürdige, alte Segelschiff, das immer wieder zwischen den Kapiteln auftaucht. Nein, es ist nicht der Fliegende Holländer, aber sein Reiseverlauf ist ähnlich dramatisch. Habe ich jetzt genügend Angelschnüre mit leckeren Ködern ausgelegt …? Der Verlag stellt 20 Exemplare für die Leserunde zur Verfügung. Ihr könnt Euch dafür bis einschließlich 17.05. bewerben. Die Leserunde beginnt am 26.05. Ich bin wirklich gespannt, wer sich von euch als Insel-, Nordsee- und natürlich Krimi-Fan outet.

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  • Rezension zu "Nordhörn" von Jürgen Rath

    Nordhörn
    schlumeline

    schlumeline

    20. October 2012 um 14:54

    Steffen Stephan verschlägt es als Aushilfsarchivar im Jahr 1959 auf die Nordseeinsel Nordhörn. Das Inselarchiv droht im Chaos zu versinken und Steffen erkennt schnell, dass hier eine Menge Arbeit auf ihn wartet. Er ist sehr genau und liebt seinen Beruf, allerdings fällt ihm die Arbeit auf der Insel etwas schwer. Die Einheimischen sind ihm gegenüber sehr distanziert und je mehr er in die Unterlagen des Archivs eintaucht, je mehr hat er das Gefühl nicht willkommen zu sein. Und schließlich ist es soweit: Jemand trachtet dem Archivar nach dem Leben. Scheinbar ist auch sein Vorgänger nicht eines natürlichen Todes gestorben. Aber weshalb? Was verbergen die Insulaner? Die Möglichkeit die Insel zu verlassen scheidet für Steffen aus, denn der Winter bricht ein und schneidet die Insel vom Festland ab. Dem Autor Jürgen Rath gelingt es in seinem regionalen historischen Krimi perfekt die Stimmung auf der Insel einzufangen. Die Beschreibungen der Charaktere sind einfach gelungen. Man hat förmlich das Gefühl diese mürrischen Bewohner direkt vor sich zu sehen. Die düstere Stimmung auf der Insel wird durch die Wetterlage noch verstärkt und so kommt eins zum anderen. Auch die zeitliche Komponente lässt der Autor nicht außer acht. Hier wird sehr deutlich wie man früher miteinander umging, vor allem in Bezug auf die Beziehung zwischen Mann und Frau. Der Archivar ist nämlich unter den weiblichen Einwohnern der Inselgemeinde durchaus beliebt, allerdings hat auch hier so manche Dame ihr Geheimnis. Eine Karte der Insel zu Beginn des Buches und ein Glossar am Ende des Buches, welches vor allen Dingen in Sachen Schifffahrt sehr hilfreich ist, runden das Gesamterscheinungsbild des Buches ab. Der Geschichte merkt man insgesamt sehr deutlich an, dass der Autor Jürgen Rath sich in Seefahrt und Historie sehr gut auskennt. Aber keine Angst, die Geschichte ist nicht mit solchen Dingen überfrachtet. „Nordhörn“ ist ein gelungener Roman, ein wenig Geschichte, ein wenig Krimi, ein kleiner Ausflug in die Welt der Schifffahrt und ein unbedarfter Protagonist, der über sich selbst hinauswächst.

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  • Rezension zu "Nordhörn" von Jürgen Rath

    Nordhörn
    fcbfrosch

    fcbfrosch

    04. October 2012 um 13:42

    Inhalt: Der Archivar Steffen Stephan wird auf die Insel Nordhörn beordert, um das Archiv nach einem Brand den Vorschriften entsprechend wieder in seinen vorigen Zustand zurückzusetzen. Schon als er dort ankommt, wird er der düsteren Stimmung gewahr, die sich um die gesamte Zeit seines Aufenthaltes schlingt. Er kommt in Kontakt mit einer ganzen Reihe von Personen, die unterschiedlicher nicht sein können' und jede von ihnen hat etwas zu verbergen. Die Arbeit wird ihm etwas erleichtert durch zwei Damen, die sich aufopferungsvoll um sein Wohl bemühen und er ist dieser Fürsorge nicht abgeneigt. Als er bei seiner Arbeit auf die Umstände des Brandes, der das Leben seines Vorgängers forderte, stößt, und dann auch noch der Zugang zum Festland wetterbedingt abbricht, kann er sich nicht mehr erwehren, in Gefahr zu schweben: Er wird zum Opfer der Feindseligkeit der Inselbewohner. Meine Meinung: Besonders positiv sind mir an diesem Krimi aufgefallen, dass der Autor Jürgen Rath in der Lage war, die düstere und abwehrende Atmosphäre auf der Insel Nordhörn zu erzeugen, dass man der Feindseligkeit, die Steffen Stephan gleich von Beginn an entgegen schlägt, gewahr wird. Diese Stimmung wird im ganzen Buch auf diesem Niveau gehalten, sodass man sich hervorragend auf dem Ort der Geschichte einleben kann. Neben dieser Stimmung, die Rath hervorragend heraufbeschwört, spielt die Geschichte gleichzeitig nicht im Heute, sondern um 1959 herum. Auch der Eindruck dieser Zeit wird aus meiner Sicht ganz hervorragend vermittelt. Das endet allerdings auch darin, dass die Charaktere an mancher Stelle schwer nachvollziehbar sind und merkwürdig erscheinen. Sowieso kam ich leider überhaupt nicht mit der Hauptfigur des Archivars auf einer Wellenlänge. Ich habe ihn einfach manchmal nicht verstanden: Viel zu unnatürlich und einfach nicht nachvollziehbar verhielt er sich in manchen Situationen. Obwohl er vom Autor sehr tiefgründig herausgearbeitet wurde, war er mir schlicht und ergreifend unsympathisch. Man merkt dem Buch an, dass der Autor in der Schifffahrt zu Hause ist: Die Fachbegriffe werden ganz natürlich verwendet. Wer sie nicht versteht, kann auf das Glossar zurückgreifen, in dem alles gut erklärt ist. Allerdings hat das bei mir dazu geführt, dass der Lesefluss unterbrochen wurde und ich so in die Lektüre schwerer hinein fand. Das große Manko ist aus meiner Sicht aber das Ende, das mir viel zu sehr auf Marketing-Strategien zu beruhen scheint. Die Figur, die für das Ende benutzt wird, taucht während der Haupthandlung nur am Rande auf, als würde sie nur eingeworfen werden, um mit ihr ein gezwungenes überraschendes Ende schreiben zu können. Insgesamt hat leider das letzte Kapitel meine recht positive Meinung von dem Buch nach unten korrigiert, weil dieser Schluss für die gesamte Geschichte sehr unpassend ist. Mein Fazit: Bei "Nordhörn" ist dem Autor Jürgen Rath ein solide herausgearbeiteter Kriminalfall um 1959 gelungen, der besonders durch die sehr realistisch heraufbeschworene Stimmung überzeugen kann und durch die Kenntnisse des Autors in Schifffahrt und See gewinnt. Die Charaktere sind tiefgründig, allerdings für mich nicht immer nachvollziehbar. Dieser Krimi eignet sich besonders für Menschen, die es nicht gern blutig mögen und seichtere Krimis bevorzugen.

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  • Rezension zu "Nordhörn" von Jürgen Rath

    Nordhörn
    Nik75

    Nik75

    22. August 2012 um 14:11

    Ich stelle euch jetzt den Krimi Nordhörn von Jürgen Rath vor. In dem Buch geht es um Steffen Stephan, einem Archivar, der im Jahre 1959 ins Archiv der Inselgemeinde Nordhörn geschickt wird um dort alles auf Vordermann zu bringen. Auf der Insel wird er gleich misstrauisch von den Einheimischen beäugt, denn die mögen keine Fremden, die sich in ihre Angelegenheiten einmischen. Kurz nach seiner Ankunft wird Steffen das erste Mal bedroht. Er weiß eigentlich gar nicht warum und doch will er es herausfinden. Meine Meinung: Steffen ist ein freundlicher, korrekter Mann um die dreißig. Von Beruf ist er Archivar und immer darauf bedacht seine Arbeit korrekt zu machen. Auch auf der Insel versucht er seinen Job gut zu machen, doch leider sind da einige Leute dagegen, denn sie wollen ihn nicht auf der Insel haben. Am Anfang wundert sich Steffen noch was die Leute gegen ihn haben, doch als er erfährt, dass sein Vorgänger ermordet wurde, fängt er schön langsam an Fragen zu stellen und wird zum Detektiv. Mir hat seine Schnüffelei echt gut gefallen und es entsteht eine ziemlich knisternde Stimmung im Buch. Ständig hat Steffen das Gefühl verfolgt zu werden und auch ich bekam beim Lesen ein ungutes Gefühl und konnte die Spannung richtiggehend spüren. Der Autor hat das Buch von Anfang an interessant und spannend geschrieben. Ich konnte mich gut in Steffen hineinversetzen und die Atmosphäre der Insel Nordhörn hat mich gefangen genommen. Durch die Landschaftsbeschreibungen des Autors konnte man sich die gesamte Szenerie echt gut vorstellen. Außerdem konnte ich Steffens Angst als er verfolgt wurde richtig spüren. Das Buch war bis zum Schluss spannend, denn ich hatte keine Ahnung wer der Mörder des ersten Archivars war. Es gab auf der Insel so viele mögliche Täter und gehässige Leute, dass es schon fast unheimlich war. Ich habe noch nie von einem Ort gehört wo die Leute sich gegenseitig so hassen wie hier. Mir hat der Krimi wirklich gut gefallen, weil er spannend geschrieben war. Der Krimi bekommt von mir 4 Sterne

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  • Rezension zu "Nordhörn" von Jürgen Rath

    Nordhörn
    Blaustern

    Blaustern

    29. July 2012 um 15:19

    Steffen Stephan ist Archivar und lebt auf dem Festland. Er wird auf die Nordseeinsel Nordhörn geschickt, um für die nächsten 3 Monate das Archiv neu anzuordnen. Das Archiv war auf mysteriöse Art abgebrannt und damit etliche Akten sowie Steffens Vorgänger, der auf kriminelle Machenschaften gestoßen war. Er musste sein Leben lassen wegen einer Sache, die sich im Jahre 1938 ereignete und bisher von allen Inselnbewohnern aus Angst totgeschwiegen worden war. Nach und nach kommt auch Steffen bestimmten Inselbewohnern auf die Schliche, die sich gegenüber Fremden sowieso nur abweisend und feindselig verhalten. Er setzt nun auch sein Leben aufs Spiel, um das Rätsel zu lösen. Es werden Anschläge auf ihn verübt, die er nur knapp überlebt, und Steffen versteckt sich bei der Sekretärin Julia Hansen und dessen Großvater, seine einzigen Verbündeten, als aufgrund des eisigen Winterwetters die Fährverbindung zum Festland eingestellt wird. Doch ist die Fähre Steffens einzige Chance, mit dem Leben davonzukommen. Aber auf dieser wartet bereits der Mörder auf ihn, als sie schließlich wieder in Betrieb geht. Die einzelnen Schauplätze der Insel sind wunderbar beschrieben, obwohl es sie gar nicht gibt. Steffen ist ein sympathischer junger Mann, mit dem man die ganze Zeit mitfiebert. Die Spannung hält durchweg an, auch dadurch, da man immer wieder ins Jahre 1938 entführt wird, in welchem sich die Dinge ereigneten, die zu der aktuellen Situation führten. Der Krimi ist in einem flüssigen Schreibstil geschrieben und in kleine Kapitel eingeteilt, was sich sehr gut lesen lässt.

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  • Rezension zu "Nordhörn" von Jürgen Rath

    Nordhörn
    Tru1307

    Tru1307

    28. July 2012 um 09:14

    Nordhörn ist der erste Kriminalroman des Autors Jürgen Rath und spielt auf einer Nordseeinsel in den späten 50er Jahren. Durch den Titelzusatz Ein Nordsee-Krimi wusste ich ja schon, auf was ich mich eingelassen habe und wurde auch überhaupt nicht enttäuscht. Besonders in der zweiten Hälfte des Krimis wird es richtig spannend und man erfährt viel über Schiffe und ihren technischen Aufbau. Nordhörn spielt im Winter 1959, als Steffen als Achivar auf die Insel geschickt wird. Er soll das Archiv in Ordnung bringen, nachdem sein Vorgänger leider verstorben ist. Ich fand es spannend, wie das Leben 1959 auf einer Insel war und der Autor hat das meiner Ansicht nach gut rüber gebracht. So mag Steffen zum Beispiel Rock 'n Roll und führt darüber mit seiner Vermieterin ein nettes Gespräch. Ein zweiter Handlungsstrang führt den Leser ins Jahr 1938. In mehreren Episoden, die zur besseren Abgrenzung auch kursiv geschrieben sind, beleitet man ein Schiff. Wie es beladen wird und ausläuft und letztendlich in Schwierigkeiten gerät. Wie die beiden Stränge im Endeffekt zusammenlaufen fand ich gut gelöst und durchweg logisch. Die Charaktere sind ebenfalls allesamt gut ausgearbeitet. Die Personen konnte ich mir mit ihren Stärken und Schwächen praktisch vorstellen und es ist gut möglich, dass Inselbewohner recht speziell sind, was ihre Insel betrifft. Manch ein Charakter hat es mir da richtig angetan, aber irgendwie mochte ich alle. Das ist bei einem Buch für mich eher selten, aber sogar die unfreundlichsten Charaktere hatten etwas besonderes. Steffen hingegen, der nur als Besucher auf die Insel kommt, eckt sofort an. Er mag keinen Fisch und geht auch nicht in die Kirche, was bei vielen direkt zu Argwohn führt. Er tat mir fast ein wenig leid, weil er sich öfter auch nur von einem trockenen Brötchen ernähren musste, weil der Backfisch nicht sein Fall war. Ansonsten empfand ich Steffen als sehr angenehm. Durch ihn hatte man zwar einen tieferen Einblick ins Inselleben, blieb aber dennoch irgendwie auch außen vor, so dass vieles, was man einfach als Inselbewohner weiß, erst nach und nach entdeckt wird. Er gibt sich sehr zurückhaltend und möchte einfach nur seine Arbeit verrichten und wieder nach Hause. Erst nach und nach bemerkt er, was dem Leser schon viel früher klar ist: es ist gefährlich auf der Insel. Bis richtige Spannung aufkommt, dauert es allerdings eine ganze Weile. Die ersten knapp 100 Seiten plätschert das Buch vor sich hin, ist aber dennoch nicht langweilig. Intensiv wird beleuchtet, wer zu wem wie steht und wer welche Feinde hat. Nachdem Steffen dann aber klar wird, dass er tatsächlich in Gefahr schwebt, kann man das Buch kaum weg legen. Gut war auch, dass es hinten ein Glossar gibt, wo man die wichtigsten Begriffe noch einmal nachlesen kann. Vorne im Buch findet man außerdem eine Karte der Insel, wodurch man sich alles besser vorstellen kann. Bewertung Nordhörn reiht sich in eine ganze Rehe gelungener Krimis ein, die ich bereits vom Sutton Verlag kenne. Und dennoch hat der Roman einen ganz eigenen Stil und vermittelt das Flair einer Insel gut. Charaktere und Story sind meiner Meinung nach gut ausgearbeitet und bis auf kleinere Hänger zu Beginn bleibt das Buch durchgängig spannend.

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