Jürgen Roth

 3.6 Sterne bei 34 Bewertungen
Autor von Stoibers Vermächtnis, Die neuen Paten und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Jürgen Roth

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Jürgen RothDie neuen Paten
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Die neuen Paten
Die neuen Paten
 (4)
Erschienen am 27.11.2017
Jürgen RothBenehmt euch!
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Benehmt euch!
Benehmt euch!
 (3)
Erschienen am 03.01.2014
Jürgen RothDas perfekte Wirtshaus
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Das perfekte Wirtshaus
Das perfekte Wirtshaus
 (2)
Erschienen am 23.04.2009
Jürgen RothDas große Rhabarbern
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Das große Rhabarbern
Jürgen RothDie Poesie des Biers
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Die Poesie des Biers
Die Poesie des Biers
 (1)
Erschienen am 18.10.2010
Jürgen RothAnschwellendes Geschwätz
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Anschwellendes Geschwätz
Anschwellendes Geschwätz
 (1)
Erschienen am 01.02.2015
Jürgen RothRettet das Rauchen!
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Rettet das Rauchen!
Rettet das Rauchen!
 (1)
Erschienen am 12.03.2008
Jürgen RothDeep Purple
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Deep Purple
Deep Purple
 (1)
Erschienen am 23.04.2007

Neue Rezensionen zu Jürgen Roth

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Sommerregens avatar

Rezension zu "Die neuen Paten" von Jürgen Roth

Lässt mich zwiegespalten zurück...
Sommerregenvor einem Monat

Dieses Werk soll aufzeigen, wie Trump, Putin, Erdogan, Orbán & Co als die "neuen Paten" regelrechte "Mafia-Staaten" errichten. So bedienen sich die autoritären Machthaber mafiöser Strategien um den Staatsapparat nicht nur zu infiltrieren und zu schwächen, sondern letztlich ganz zu übernehmen. Dabei ist jeder, der die Herrschaft bedroht, als Feind zu betrachten und zu behandeln.

Das Buch ist in Kapitel zu den jeweiligen Politikern unterteilt. Im Anschluss daran findet sich auf den Seiten 271 bis 304 das Quellenverzeichnis. Auf mich machte es den Eindruck, als sollte jede Aussage gut belegt werden - auch wenn dies zum Teil mithilfe von anderen Werken des Autors, Bild-Artikeln sowie Facebook-oder YouTube-Links geschieht. In meinen Augen ist dies etwas schade, da ich mich mehr über weniger und dafür durchweg seriöse Quellen gefreut hätte.
Generell, empfand ich das Buch als anstrengend zu lesen, obwohl mich die Thematik sehr reizte. Oft beeinhaltete ein einzelner Abschnitt bereits derart viele, mir nicht geläufige Namen (über die ich mich vorm Weiterlesen dann erst etwas informieren wollte), dass von einem Lesefluss kaum zu sprechen war. Auch erdrückten mich die vielen Hochrechnungen (oder besser Schätzungen...?) passagenweise.
Gerade in dem Kapitel zu Donald Trump bestand ein großer Teil aus Informationen, die - zumindest in groben Zügen - mittlerweile geläufig sein sollten (Stichwort Beton). Oder - egal ob es nun letztendlich gänzlich stimmt -, dass Trump "nach Recherchen [der Washington Post] in diesen einhundert Tagen 492 Mal falsche oder irreführende Aussagen gemacht hat. [...] Nur an zehn von hundert Tagen habe Trump keine falschen oder irreführenden Aussagen von sich gegeben. An sechs dieser zehn Tagen soll er übrigens Golf spielen gewesen sein" (S. 39).
Dennoch gab es auch einige sehr interessante Informationen. Besonders bemerkenswert waren einige Zitate, beispielsweise eines von Seehofer, der über Trump lobend sagte:
"Er setzt mit Konsequenz und Geschwindigkeit seine Wahlversprechen Punkt für Pukt um. In Deutschland würden wir da erst mal einen Arbeitskreis einsetzen, dann eine Prüfgruppe und dann noch eine Umsetzungsgruppe" (S.16). Bei manchen, nicht vom Autor getroffenen, Aussagen hätte ich am liebsten aufgeschrien. Auch, etwas genauer den schier überall praktizierten Nepotismus vor Augen geführt zu bekommen, war beeindruckend. Denn dieser findet sich keineswegs nur bei Trump, der öffentlich bekennt, Vetternwirtschaft zu mögen (S.42).

Mich lässt das Buch zwiegespalten zurück, da ich einerseits die Thematik als äußerst wichtig, die Umsetzung aber zum Teil als nicht gelungen erachte. Sehr dichte Passagen wechseln sich mit eher lockeren und weniger wissenschaftlichen Abschnitten ab.

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StMoonlights avatar

Rezension zu "Die neuen Paten" von Jürgen Roth

Sie kommeen ohne ein Geschenk
StMoonlightvor 8 Monaten

Inzwischen wissen es wohl alle (außer vielleicht die, die es nicht sehen wollen): Erdogan. Putin. Trump und selbst Orban sind so ziemlich alles, nur nicht wirklich die Lieblinge der meisten Menschen. Früher oder später stellt man sich einfach die Frage: Was stimmt mit denen eigentlich nicht!? Ein (Möchtegern)Diktator nach dem anderen scheint derzeit „gewählt“ zu werden. Irgendwie ist es leider schon mehr als ein Klischee, dass solche „Macht & Geld“ Verhältnisse nicht mit „rechten Dingen“ geschaffen werden. Zusammenfassend geht es in diesem Buch um eine Ansammlung der bisherigen Taten von Trump & Co.. Nicht mehr und nicht weniger. Dabei schafft es der Autor erstaunlich objektiv zu bleiben.

Was leider extrem negativ ausfällt sind die Quellen. Natürlich beziehen besonders Sachbücher das eine oder andere aus Zeitungsberichten oder von Internetseiten. Doch „Die neuen Paten“ scheint nicht mehr zu sein, als eine Sammlung eben dieses. Eine Plattform von sage und schreibe 400 (!!!) Quellen. Darunter auch zweifelhafte Quellen wie z.B. Wikipedia, RTL und BILD.

Erhofft hatte mich ein wenig mehr Einblick in die Machtstrukturen und vielleicht auch ein wenig Analyse der jeweiligen Psyche, Gedankenexperimente, wo denn die Reise (für das Volk) hingehen könnte.  Zwar geht Roth auf ein wenig auf die Hintergründe der einzelnen „Autoritäten“ ein, vielmehr als das was man sowieso immer wieder von der Presse vorgesetzt bekommt, erfährt der Leser hier aber leider nicht. Für die satten 20,00 EUR leider eine maßlose Enttäuschung…

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Rezension zu "Die neuen Paten" von Jürgen Roth

Das alles hatten wir schon mal...
Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Monaten

Wenn ich morgens nach dem Aufstehen die neuesten Nachrichten verfolge, lese ich oft von den neusten negativen politischen Ereignissen, die Trump, Putin, Erdogan und Orban. Die Art und Weise der Staatsoberhäupter, zu regieren und mit den Menschen umzugehen machen mich betroffen und lassen mich oft ratlos zurück. Deswegen habe ich mich sehr über das Rezensionsexemplar aus dem heyne-Verlag gefreut.

Wie ich es mir fast schon gedacht habe, lässt mich das Buch von Jürgen Roth, der schon einige Bücher über das politische System unserer Welt geschrieben hat, noch trauriger und hoffnungsloser zurück, als ich es vorher war. Trotzdem ist es mir wichtig, zu wissen, wie es um die Welt steht, in der ich lebe. Ich möchte nicht wie viele Menschen sagen müssen "Davon habe ich nichts gewusst". Ich will meine Augen vor diesen Dingen nicht verschließen, sondern mir ist es wichtig, über solche Dinge Bescheid zu wissen, ich will die Zusammenhänge verstehen. Verdrängen können andere Menschen, das ist nicht mein Ding.

Es geht hier, wie man unschwer erkennen kann um Donald Trump, den aktuellen Präsidenten der USA, um Vladimir Putin, den mächtigen rechtspopulistischen Politiker der russischen Föderation, Viktor Orban, Politiker und Mitbegründer der Partei ungarischer Bürgerbund in Ungarn und Recep Tayyip Erdogan, der Präsident der türkischen Republik. Wir haben hier also drei Präsidenten und einen Ministerpräsidenten, deren Gemeisamkeit ihr autokratischer Stil und ihre rechtspopulistische Neigung ist.

Ich habe hier einen schwierigen, vor Fakten triefenden Schreibstil erwartet, habe aber glücklicherweise das Gegenteil bekommen. Jürgen Roth beschreibt sehr spannend die aktuelle politische Entwicklung. Beim Lesen habe ich oft gedacht und mir auch gewünscht, dass ich einen Politthriller lese, doch leider sind die Figuren echt. In den Texten werden zwar auch Zahlen und Daten genannt, was bei einem solchen Buch auch natürlich unumgänglich ist, und trotzdem liest sich das Buch wie eine schockierende Geschichte.

Wieder einmal erfahren wir, dass die Herrschaft vieler und gerade der vier Politiker, die hier die Hauptrolle spielen, auf familiären Beziehungen beruht, die eine Krähe kratzt der anderen kein Auge aus und eine Hand wäscht die andere. Phrasen, die hier nicht hohl sind, sondern belegt werden. Medien werden zensiert, damit die Bevölkerung die Wahrheit garnicht erst erfährt, Journalisten werden verhaftet und weg gesperrt. Loyalität dagegen wird belohnt, oft auch erzwungen, da ist gerade Russlands Regierung berühmt für. Aber auch bei den drei anderen Herrschaften sieht es nicht viel besser aus. Die Demokratie wird aufs Übelste verurteilt, rechtsextreme Ideologien werden verbreitet und Verschwörungstheorien werden an den Mann und die Frau gebracht. Der Gedanke, den ich oft beim Lesen hatte, war dass wir das alle schonmal hatten und uns geschworen haben, dass sich solche Ereignisse nie wieder sein dürfen. Sind sie aber.

Ich kann für dieses Buch nur eine klare Empfehlung für jeden aussprechen, der die Augen nicht verschließen möchte, frei nach dem Motto "Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen".



Informationen:

Die gebundene Ausgabe mit 304 Seiten kostet 20,00€, die Kindle-Edition ist für 15,99€ erhältlich. Veröffentlicht wurde das Buch am 27.11.2017 im heyne-Verlag.

Der Autor hat sich schon früh politisch engagiert, gleichzeitig begann er zu schreiben. Um herauszufinden, ob er vom Schreiben leben oder seiner Ausbildung zum Speditionskaufmann leben will, ging er in ein türkisches Dorf, nach Bodrum, da seine damalige Lebensgefährtin dort lebte. Schon damals beschäftigte er sich mit der Regierung der Türkei, später geriet er über Bekannte aus den USA an das Thema "Armut in den USA". Von da an lebt er vom Schreiben, in die Türkei konnte er nie wieder zurückkehren, da er schon damals Dinge schonungslos aufdeckte. Später folgten viele Bücher und Dokumentationen fürs Fernsehen.

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