Jürgen Ruesch Kommunikation

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Inhaltsangabe zu „Kommunikation“ von Jürgen Ruesch

Was ist Kommunikation? Dieser Frage stellen sich der Psychiater Jürgen Ruesch und der Kulturanthropologe Gregory Bateson in ihrem zum Standardwerk gewordenen Buch. Eine Antwort finden sie bei der Betrachtung von gestörter Kommunikation: Nur wer Fehler korrigiert, kommuniziert. Unter dem Eindruck der Entwicklung von Informationstheorie, Kybernetik und Kybernetik zweiter Ordnung formulieren die beiden Autoren Anfang der 1950er Jahre einen Kommunikationsbegriff, der sämtliche Formen menschlichen Verhaltens vom „einsamen Seelenleben" (Husserl) über körperliche Störungen bis zu zwischenmenschlichen Begegnungen und Kulturen abdeckt. Fast nebenbei entwickeln sie damit einen Begriff, der auf eine allgemeine Theorie des Verhaltens zielte. Ruesch und Bateson gehen davon aus, dass jede Kommunikation eine Auswahl aus verschiedenen Möglichkeiten darstellt, Ereignisse miteinander verknüpft und Getrenntes miteinander verbindet. Es kann nur miteinander kommunizieren, was anders nicht miteinander verbunden ist und sich zugleich wechselweise wahrnimmt. Kommunikation findet nur unter der Wahrnehmung statt, dass man selbst wahrgenommen wird und die eigene Wahrnehmung wahrgenommen wird. Diese Kriterien der Selektivität, Anschlussfindung und wechselseitigen Wahrnehmung fassen Ruesch und Bateson zu einem handlichen Kriterium zusammen, das überrascht: Kommunikation ist Fehlerkorrektur; Korrektur von Fehlern, die in der Kommunikation selbst begangen werden. Dabei ist dieser Kommunikationsbegriff nicht auf menschliche Kommunikation begrenzt. Es kommuniziert, was Fehler korrigiert. Geschrieben in der Pionierzeit der Kybernetik, als ein paar Querdenker das vorherrschende wissenschaftliche Weltbild revolutionierte, ist das Buch von Ruesch und Bateson längst ein Klassiker der systemischen Literatur!

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  • Das Fundament jeglicher sozialen Interaktion in den Blick nehmen

    Kommunikation

    michael_lehmann-pape

    16. March 2016 um 14:06

    Das Fundament jeglicher sozialen Interaktion in den Blick nehmenSchon seit den bahnbrechenden Überlegungen Paul Watzlawicks ist klar und gilt:Der Mensch als soziales Wesen kann „nicht nicht kommunizieren“. Jede Regung, jedes Erstarren und Verharren, natürlich auch jede Geste und jedes Wort löst Folgen aus im kongenial erläuterten Sender-Empfänger Schema Watzlawicks, in dem Folge Ursache und Ursache wieder Folge in der Kommunikation wird.Nicht nur aber aus dieser reinen Binsenweisheit heraus ist die Kommunikation die „soziale Matrix der Psychiatrie“, wie es im Untertitel des Werkes heißt. Wohl aber muss in der (je nach „psychologischer Schule“) besonders gestalteten und benutzten Form der Kommunikation auch immer die zugrundeliegende „Matrix“ klar und bewusst sein, vor allem auf Seiten des Beraters und Therapeuten, der ja eine nicht unerhebliche Form der „Übersetzungsarbeit“ im psychiatrischen Prozess zu leisten hat was die treffende Benennung von Inhalten, Gefühlen und Verständnissen der Welt des Klienten angeht.Die neue und überarbeitete Aufgabe dieses absoluten Grundlagenwerkes zur Kommunikation aus dem Anfang der 50rt Jahre des letzten Jahrhunderts gehört daher in seiner differenzierten, überaus fundierten und wegweisenden Betrachtung und Darstellung der „Kommunikation“ mi in den „Kanon der Kommunikation“ und ist mit allem Recht, wie es im Vorwort heißt, auch „im 21. Jahrhundert aktuell wie am Tag der Erstpublikation“.Nicht nur ob der systematischen und auch für den Laien als interessierten Leser sehr nachvollziehbar Form des Werkes, sondern, vor allem, weil Rüsch und Bateson tatsächlich erstmalig in revolutionärer Weise die Grenzen der Disziplinen überschritten und ein allgemein nachhallendes, in allgemeiner Hinsicht auf das „soziale Wesen Mensch“ ausgerichtete Gedankengut vorlegten. Über die Grenzen von Human- und Sozialwissenschaften und Naturwissenschaften im Einzelnen hinaus formulierten die Autoren grundlegende Erkenntnisse über die Regeln und Spielregeln der Kommunikation, systematische Konzepte, die späterhin vielfach übernommen, verfeinert und im einzlenen ausformuliert wurden. Von Watzlawick über die klientenzentrierte, die systemische Psychotherapie (samt vielfacher anderer Formen bis hin zum NLP) hin zu kybernetischen Modellen der Moderne ist in diesem Werk bereits alles angelegt, wenn nicht sogar fast schon abschließend formuliert.Die Kommunikationstheorie als verbindendes Glied allen sozialen Seins, als Matrix des Verstehens der Natur, des Verhaltens und der konkreten Sprache und des „Sich-Mitteilen“ des Menschen wirkt auch in der Gegenwart fulminant frisch und, vor allem, zutreffend und richtig.Alles kann und wird durch Kommunikationsprozesse betrachtet, erläutert und interpretiert. Wie diese Prozesse zu verstehen sind, welche Systematik dahinter zu finden ist und ie bestimmte Muster „übersetzt“ werden können, um im Alltag angewandt werden zu können, all dies erschließt sich aus der Lektüre dieses Werkes. Am Klarsten im letzten und abschließenden Kapitel des Werkes zusammengefasst formuliert.„Individuum, Gruppe und Kultur“ bietet einen fundierten Überblick über die Theorie der menschlichen Kommunikation, von dem ausgehend alle anderen Teile des Buches je nach Neigung eingeordnet, aufgenommen und weitergedacht werden können.Wobei bei den einzelnen Themen im Buch immer auch das „Große und Gesamte“ mitgedacht wird. So braucht man sich nicht von einem Kapitle wie „Kommunikation und amerikanische Werte“ irritieren zu lassen, hier wird „nur“ am konkreten Befund einer konkreten Kultur Allgemeingültiges über den Zusammenhang zwischen Wert und Kommunikation vermittelt.Aufgrund der fließenden Sprache und der verständlichen Darstellung in Form und Stil ist das Buch jedem interessierten Leser zu empfehlen und stellt, im Kern, tatsächlich eine Pflichtlektüre für jeden dar, der das menschliche Sein und seinen kommunikativen Ausdruck tiefer verstehen möchte.

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