Jürgen Schaefer

 4.4 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von Gebrauchsanweisung für Kuba, Lob des Irrtums und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Jürgen Schaefer

Jürgen SchaeferGebrauchsanweisung für Kuba
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Gebrauchsanweisung für Kuba
Gebrauchsanweisung für Kuba
 (7)
Erschienen am 06.04.2018
Jürgen SchaeferLob des Irrtums
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Lob des Irrtums
Lob des Irrtums
 (3)
Erschienen am 11.01.2016
Jürgen SchaeferDie Kunst des Querdenkens
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Die Kunst des Querdenkens
Die Kunst des Querdenkens
 (1)
Erschienen am 16.08.2012
Jürgen SchaeferGenie oder Spinner
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Genie oder Spinner
Genie oder Spinner
 (0)
Erschienen am 18.08.2011

Neue Rezensionen zu Jürgen Schaefer

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BlueSunsets avatar

Rezension zu "Gebrauchsanweisung für Kuba" von Jürgen Schaefer

Faszination Kuba! Absolut toll geschrieben und sehr lesenswert.
BlueSunsetvor 2 Jahren

Wofür […] steht Kuba? Wer nach Kuba reist, kommt mit vielen Fragen zurück, auf die es keine eindeutige Antwort gibt: Ist Kubas Revolution gescheitert, auch wenn sie Millionen Menschen durch ihre legendäre Gesundheitsfürsorge das Leben gerettet hat? Wären die Menschen auf Kuba glücklicher, wenn ihr Land den USA ähnlicher würde? Warum gehen Menschen, die in einer Diktatur aufgewachsen sind und in ständiger Angst vor der Staatssicherheit leben müssen, die zudem eine schwere Nahrungskrise überstanden haben, so weitgehend unbeschwert und fröhlich durchs Leben?
- (Zitat, Seite 12)

Autor

Jürgen Schaefer, Jahrgang 1965, berichtet als Reporter seit 1998 über Kuba. Er hat vier Jahre in Havanna gelebt und war von 2001 bis 2004 permanent als Korrespondent auf Kuba akkreditiert. Seitdem reist er jedes Jahr auf die Insel. Er ist mit einer Kubanerin verheiratet. Seit 2005 arbeitet er als Redakteur beim Magazin GEO in Hamburg und hat dort unter anderem das »GEO Special Kuba« konzipiert und betreut.
(Quelle: Piper Verlag)

Meine Meinung


„Gebrauchsanweisung für Kuba“ ist ein sehr informatives und interessantes Buch über das Leben und die Menschen Kubas.

In diesem Buch wird sowohl die Geschichte Kubas von ihren Anfängen bis heute, als auch die vielfältige Natur und Kultur der Insel dargestellt. Jürgen Schaefer verpackt die vielen Fakten und Zahlen interessant und ansprechend, sodass ich mit viel Interesse seinen Ausführungen folgte. Mit angemessener Detailtreue, aber ohne ausschweifend zu werden, erzählt er, was Kuba bisher alles erlebt hat, was es geprägt hat und wie es zu dem Land geworden ist, das es heute ist. Er beleuchtet dabei alle Seiten gleichmäßig und zeigt, welche guten und welche schlechten Seiten Kubas Vergangenheit und Gegenwart aufweisen. Jürgen Schaefer erzählt kritisch, aber nicht unbedacht, was für Probleme die Revolution auf Kuba mit sich brachte, aber eben auch, was alles Gutes aus ihr hervorgegangen ist.

„Nur wenige wissen um die Vielfalt in Kubas Naturparadiesen: Hier leben mehr einzigartige Tier- und Pflanzenarten als auf den Galápagos-Inseln“
(Seite 67)


Ich habe nach dem Beenden des Buches das Gefühl, das Land besser zu kennen und zu verstehen. Es werden in diesem Buch viele verschiedene Themen abgedeckt: Geschichte, Zigarren, Politik, Sexualität, Naturschutz, Medizin, etc. Das bunte Spektrum bietet dem Leser also von allem etwas. Da jedes Thema ein eigenes Kapitel hat, kann man diese auch gut unabhängig voneinander lesen oder auch mal welche auslassen.

Cover

Das Cover ist sowohl vorne als auch hinten schön gestaltet. Der Kontrabass spielende Kubaner strahlt Fröhlichkeit aus und der blaue Himmel lässt einen ins Träumen geraten. Hinten findet sich ein Bildausschnitt mit einem für Kuba typischen Oldtimer. Warum der Buchrücken und ein Teil der hinteren Seite rosa gefärbt ist, war mir zunächst nicht ganz klar und ich fand es etwas seltsam, doch nach einer bestimmten Stelle im Buch hat auch das Sinn ergeben.

Fazit


Ich kann das Buch absolut empfehlen: ob als Reisevorbereitung, aus eigenem Interesse oder einfach nur so – Das Buch ist so toll und locker geschrieben, dass ich es sehr gerne gelesen habe und viel Spaß dabei hatte. Jürgen Schaefer schafft es spielend die wichtigsten Fakten und Eckdaten zu vermitteln, ohne belehrend zu wirken. Man merkt dem Autor auch an, dass ihm das Land wichtig ist, denn man kann die Leidenschaft und das Auge fürs Detail auf jeder Seite erkennen.

„… und gehe ich verloren, so sucht mich in Kuba“
(Federico García Lorca, Seite 13)

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sabatayn76s avatar

Rezension zu "Gebrauchsanweisung für Kuba" von Jürgen Schaefer

'Wann ist die beste Zeit, nach Kuba zu fahren? Jetzt!'
sabatayn76vor 3 Jahren

Inhalt:
In seiner 'Gebrauchsanweisung für Kuba' erzählt Jürgen Schaefer von Christoph Kolumbus und Federico García Lorca, Kolonialismus und Sklaverei, Zuckerrohr und Zigarren, Fulgencio Batista und Fidel Castro, CUC und CUP, Taubenzüchtern und Corredores, Centro Habana und El Vedado, Almiquí und Zunzun, Rikimbili und Aurika-Waschmachinen, Harold Cárdenas und Raúl Castro, Oldtimern und Stasi, Heiraten und Bikini-Index, Buena Vista Social Club und Gesundheitssystem, Alejo Carpentier und Leonardo Padura, Santería und Orishas.

Mein Eindruck:
Ich war noch nie auf Kuba, obwohl das Land schon lange auf meiner Reise-To-do-Liste steht. Die 'Gebrauchsanweisung für Kuba' hat mir das Land und die Leute näher bringen können und meine Reiselust entfacht.

Schon der Einstieg ins Buch ist gelungen und zeigt dem Leser die Widersprüchlichkeit und Komplexität des Landes. Auch im weiteren Verlauf zeichnet der Autor ein farbenfrohes und abwechslungsreiches Bild Kubas, stellt die Probleme des Landes vor, zeigt jedoch auch das besondere Flair Kubas. Ich empfinde das Buch insgesamt als eher kritisch, was die politische Situation und die Macht der Castros angeht, aber ich denke, dass es nahezu unmöglich ist, über Kuba auf neutrale und sachliche Art zu berichten. Ich fand die Kritik des Autors zudem nie zu wertend, und nie hat es mir die Lust auf das Land vergällt, sondern mich eher noch neugieriger gemacht.

Gefallen hat mir zudem, dass der Autor mit viel Humor erzählt, so dass ich beim Lesen oft gelacht habe und mir die Lektüre durchweg Spaß gemacht hat. Gelungen fand ich außerdem die konkreten Tipps für Bars etc., was ich für eine Gebrauchsanweisung eher ungewöhnlich finde, was sich jedoch perfekt in den Erzählfluss Schaefers einfügt und gut zu seinem und in sein Buch passt. Auch die Hinweise zum Kauf von Zigarren fand ich interessant und lesenswert (obwohl ich nicht rauche).

Mein Resümee:
Ein Buch, das die Komplexität Kubas und die Einzigartigkeit des Landes zeigt.

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S

Rezension zu "Lob des Irrtums" von Jürgen Schaefer

weg vom Perfektionismus
sab-mzvor 4 Jahren

Jürgen Schaefer ist Wissenschaftsjournalist und arbeitet bei GEO als Redakteur.

Das Buch mit dem Untertitel "Warum es ohne Fehler keinen Fortschritt gibt" macht Mut den Perfektionismus abzulegen.

Ärgern wir uns nicht alle über Fehler, die wir machen.
Ich persönlich habe es schon in der Schule gehasst, wenn rote Striche am Rand einer Klassenarbeit Fehler signalisierten. Damit bin ich sicher nicht alleine.
So sind wir nun mal erzogen. Hin zur Fehlerlosigkeit.

Eindrucksvoll, mit ganz vielen Belegen aus der Neurowissenschaft, der Evolution, man denke nur an Darwin, usw. erklärt der Autor warum es Fehler braucht.

Der Autor fordert dazu auf seine eigenen Fehler zu lieben.
Das fällt schwer, aber Jürgen Schaefer hat so eindeutige Beispiele dafür, dass sich die Mühe des Weges dahin lohnt.

Besonders beeindruckt hat mich seine Schilderung der Geschichte von Ang Lee, der aus Taiwan in die USA emigrierte, um seinen grossen Traum zu verwirklichen.
Er wollte Schauspieler werden.
Während des Studiums legt er sich fest Regisseur zu werden.

Für seine Diplomarbeit wird er ausgezeichnet, er hofft auf den grossen Durchbruch.
Die Agentur, die ihn vertritt, beschafft ihm keinen Job. Er und seine Familie leben vom Geld das seine Frau verdient. Er will umschulen. Dies verhindert seine Frau.

Nach 6 Jahren gewinnt er einen Wettbewerb . Mit dem Preisgeld dreht er in 48 Tagen einen Film der zu Herzen geht.

Der Durchbruch ist geschafft. Ang Lee wurde für 38 Oscars nominiert, 12 mal hat ihn bekommen.
Dies ist einer der Beweise, dass auch Niederlagen zum Erfolg führen können.

Viele Irrtümer fallen uns ja gar nicht auf. Zeugenaussagen, die beeinflusst sind vom Individuum das sie macht. In bester Absicht und mit der festen Überzeugung die Wahrheit zu sagen, aber beeinflusst von der subjektiven Wahrnehmung.
Optische Täuschungen verschieben die Wahrheit ebenso.

Es gibt viele Beispiele im Buch von Jürgen Schaefer. Beispiele, die auf der einen Seite Mut machen Fehler zuzulassen, auf der anderen Seite aber auch aufzeigen, dass ein Leben ohne Fehler gar nicht möglich ist. Fehlerlos leben würde Stillstand bedeuten.

Viele Entdeckungen verdanken wir auch Irrtümern.
Ohne Irrtum hätten wir kein Penicillin und viele andere Dinge mehr.

Hierzu liefert der Autor sowohl den wissenschaftlichen Hintergrund wie auch Beispiele.
Das Buch ist sehr fundiert geschrieben.

Ich kann es nur jedem Leser empfehlen, der bereit ist neue Gedanken zuzulassen.


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