Jürgen Schmieder Ich will in den Himmel oder als glückliche Kuh wiedergeboren werden

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Inhaltsangabe zu „Ich will in den Himmel oder als glückliche Kuh wiedergeboren werden“ von Jürgen Schmieder

Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens Jürgen Schmieder möchte ein besserer Mensch werden. Seine Frau, sein kleiner Sohn und seine Freunde sollen zufrieden mit ihm sein. Vor allem aber: Er will, dass Gott ihn mag. Das Problem dabei ist: Wer ist Gott – und wenn ja, wie viele? Dafür unternimmt er einen Selbstversuch. Er studiert die heiligen Schriften und führt ein Leben nach den Ideen und Grundregeln der verschiedenen Religionen und Glaubensgemeinschaften, um am Ende eine Antwort auf die Frage zu finden, wie er der Erlösung einen entscheidenden Schritt näherkommen kann.

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  • Rezension zu "Ich will in den Himmel oder als glückliche Kuh wiedergeboren werden" von Jürgen Schmieder

    Ich will in den Himmel oder als glückliche Kuh wiedergeboren werden
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    06. May 2011 um 10:56

    Spirituelle Wege Es gab da Tage, da hetzte Jürgen Schmieder im Rahmen seines durchaus ernst gemeinten Selbstversuches von einer spirituellen Aktivität (oder Regel, oder Vorschrift) zur nächsten, quer durch die Religionen dieser Welt. Gut zunächst, dass Schmieder zum damaligen Zeitpunkt dann bereits wusste, was die einzelnen Heilswege von ihm erwarteten an Verrichtungen und inneren Haltungen. Diese hatte er in den Jahren zuvor ja intensiv kennengelernt. Daher ist das Buch auch keine distanzierte Reportage oder ein Sachbuch über die aktuellen Weltreligionen, sondern ein sehr persönlich gehaltenes, warmherzig geschriebenes, mit Humor versehenes, dabei aber nie in die Gefahr einer Persiflage geratenes Zeugnis einer ganz persönlichen Sinnsuche. Bei der Schmieder von einer einfachen Leitfrage ausging, so einfach, dass sie, ernst gemeint, nur interessante Ergebnisse hervorbringen konnte. „Ich will, dass Gott mich mag“ (Jeder Gott!). Und das ist nicht einfach. Nach den Regeln der diversen Religionen zumindest, denn Fehler, Sünden, Abweichungen sind fast zwangsläufig im Raum. Und dies allein schon im Blick auf nur die „großen“ Religionen. Schmieder macht auf seiner Suche aber auch Station bei anderen. Das Buch beginnt bereits mit einem Paukenschlag, einem philippinischen Exorzismus in der Heimatgemeinde des Autors, die durchaus solch eigene Wege des Katholizismus geht, dass eher von einer Sekte gesprochen werden. Aber geben die Heilungswunder, selbst in der eigenen Familie Schmieders (der Schweigervater) dieser kleinen Glaubensgemeinschaft nicht recht? Vor allem dann, wenn Schmieder dem geneigten Leser nahelegt, „darüber nachzudenken, ob Sie sich selbst bei realistischer und objektiver Einschätzung ihrer bisherigen Zeit auf Erden eher für den Himmel oder für die Hölle qualifizieren würden?“. Von allen Göttern gemocht werden wollen heißt nun aber eben auch, nach den Prinzipien aller Religionen zugleich zu leben. Ein gigantisches Unterfangen, von dem Schmieder in bestem Stil und wunderbarer Leichtigkeit der Sprache Zeugnis geben kann. Nach seinem Gang durch die Vielfalt der religiösen Angebote und Heilswege tauchen aber zum einen der bereits erwähnte „spirituelle Stress“ auf und zum andern eine solche Anzahl an Paradoxien und unmöglichen Erwartungen und Forderungen (man beachte alleine schon den Speiseplan, nimmt man alle großen Religionen gleichzeitig ernst!), dass Schmieder in seiner Frage nach Gott einen ganz andren Schluss zieht. „Was für ein bescheuertes Unterfangen“, dass ist, was er als Schluß aus tiefstem Herzen zu guter Letzt in den Raum setzt. Und mehr. Denn beileibe ist kein Atheist aus ihm geworden Jürgen Schmieder entwickelt sich zum „All-Theisten“. Einer, der aus allem, was geschieht aufmerksam seine Schlüsse zieht. Der Gott dort findet, wo es ihm seine Seele sagt. Einer, der aus allen möglichen Weisungen sich jene Regeln herausnimmt, die dafür sorgen, dass er nicht ständig von Weg seiner spirituellen Reise abkommt. Ein schöner Satz findet sich fast ganz am Ende des Buches, der in sich zusammenfasst, was Schmieders Quintessenz ist : „Wer zu sehr damit beschäftigt ist, Regeln und Riten einzuhalten, der könnte den Blick dafür verlieren, was ihm wirklich wichtig ist“. Ein Buch, dass von ganz persönlicher Seite aus den Blick für die vielfältigen Wege der Religionen eröffnet, vieles an Informationen bereit hält, die manches Mal kaum zu glauben sind und einen persönlichen Weg in den Raum stellt, der aufatmen lassen kann angesichts der vielfach dogmatisch festgefahrenen und strikten Weisungen der Religionen. Nicht jeder muss Schmieders innere Schlüsse (dass EINE Religion eben nicht alle Antworten in sich tragen kann) für sich nachvollziehen, aber beschäftigt haben sollte man sich durchaus mit dem, was Schmieder an Erlebnissen und Erkenntnissen mitzuteilen hat.

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