Jürgen Schmitter Der zweifache Exodus des Heinrich Krechting aus Schöppingen im Münsterland zu Beginn der Reformation

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Inhaltsangabe zu „Der zweifache Exodus des Heinrich Krechting aus Schöppingen im Münsterland zu Beginn der Reformation“ von Jürgen Schmitter

Dieser Bericht ist kein Ausschnitt aus einem Geschichtsbuch, auch kein Stück aus einem populären Historienroman, das uns phantasiereich in eine vergangene Zeit versetzen soll, sondern eine fiktive Dokumentation in aufklärender Absicht.
Dieser Bericht informiert und kommentiert eine heute fast vergessene Geschichte einer zweifachen Wandlung des Juristen Heinrich Krechting zu Beginn der Reformation in Deutschland. Diese Geschichte gehört zur oft verleugneten und verzerrt erzählten Geschichte der radikalen Reformation, insbesondere der Täuferbewegung. Eine doppelte Besonderheit der Lebensgeschichte Heinrich Krechtings ist, dass er 1534 das von kaiserlichen Landsknechten eroberte Münster mit seiner Familie und einigen Freunden unversehrt verlassen konnte und – nach einem weiteren gescheiterten Versuch, das Gottesreich auf Erden zu errichten – ca. 40 Jahre lang zwar konsequent geschwiegen hat (und auch schweigen musste), aber in der Herrschaft Gödens am Schwarzen Brack – als gewandelter Calvinist – höchst aktiv war. Mit seinem Projekt einer freien Hafenstadt „Neustadtgödens“ war er seiner Zeit voraus, aber auch dieses Projekt scheiterte am System der „obrigkeitlichen“ Reformation (Begriff von Volker Leppin) und der Konfessionalisierung des Römischen Reiches deutscher Nation.
Diese Dokumentation ist fiktiv, da der Autor ihn in einem Kamingespräch auf Schloss Gödens in der Karwoche des Jahres 1550 zu Wort kommen lässt – und er auf diese erdachte Weise sein Verhalten und sein Handeln rechtfertigen kann. Die weiteren Personen in dieser fiktiven Dokumentation sind historisch korrekt recherchiert, aber wo sie – in einzelnen Episoden – zu Wort kommen, sprechen sie in heutiger Sprache.

Jürgen Schmitter Dr. rer. pol., M.A. (Philosophie) Jahrgang 1943, ist vielfach politisch und gewerkschaftlich engagiert. Von ihm stammen zahlreiche Beiträge zu Bildungsreform, zur regionalen Geschichte des Scopingaus, zu Alltagsreflexionen, zu Theorie und Praxis des Christentums und zur Schulentwicklung. Der Autor lebt und arbeitet im nordwestlichen Münsterland.

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