Jürgen Seibold Unsanft entschlafen

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Inhaltsangabe zu „Unsanft entschlafen“ von Jürgen Seibold

In Weil der Stadt stirbt eine alte Dame im Seniorenheim Abendruh. Alles geht seinen gewohnten Gang. Bestatter Gottfried Froelich, tödlich gelangweilt von seinem Beruf, beschleicht eine schreckliche Ahnung: War die 79-jährige Agathe Weinmann womöglich das Opfer eines Mordes?

Froelich steht ganz allein mit seinem Verdacht, die Beweise fehlen und die Zeit drängt, denn der Termin für Agathe Weinmanns Feuerbestattung rückt näher. Gehen die letzten Indizien in den Flammen auf? Froelichs Recherchen führen ihn kreuz und quer durchs Heckengäu, doch niemand glaubt ihm.

Ausgerechnet die unverhoffte Einladung zu einem Kochkurs bei den örtlichen Landfrauen bringt den fülligen Feinschmecker auf die entscheidende Spur - und in Gefahr.

Jürgen Seibold ist bekannt durch die spannenden Remstal-Krimis 'Endlich ist er tot' und 'Endlich Richtfest'. Sein neuer Roman spielt im Heckengäu, rund um Weil der Stadt und an anderen Orten zwischen Stuttgart, Calw und Herrenberg. Und er führt Bestatter Froelich als neue Hauptfigur ein: einen übergewichtigen Genießer und begnadeten Keyboarder, der auch schon mal im Kühlraum seines Instituts für die 'Kundschaft' in die Tasten greift.

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  • Gestorben wird immer....und erst dann kommt er ins Spiel.....

    Unsanft entschlafen

    abuelita

    18. January 2014 um 12:37

    Bestatter Gottfried Froelich ist tödlich gelangweilt von seinem Beruf. Als die 79-jährige Agathe Weinmann bei ihm „landet“, wünscht er sich, er hätte sie zu Lebzeiten gekannt – denn warum hat er immer nur mit Leuten zu tun, wenn alles vorüber ist? Ein anonymer Anruf noch dazu – und Gottfried beschleicht die Ahnung, dass die alte Frau keines natürlichen Todes gestorben ist. Also beschliesst er, das Schema zu ändern und Agathe jetzt „kennen zu lernen“…..und für Gerechtigkeit zu sorgen. Ich mag den korpulenten und in Liebesdingen ach so naiven Gottfried….. und wie er hier nun gegen Wände rennt mit seinem bloßen Verdacht; das schildert der Autor sehr gut. Genauso wie die Gegend und all die anderen Figuren – die Landfrauen, die alten Leute, die verschiedenen Nutznießer der Spenden und natürlich die Journalistin, die sich weder am Beruf von Gottfried noch an seiner Leibesfülle stört…..und sehr langsam, aber doch mit Erfolg, erfährt Froelich einiges vom Leben der alten Frau .Und von anderen Dingen….. Ein ruhiger Krimi, in dem von „Mord und Totschlag“ wenig zu spüren ist. Lustig die Koch-Abende der Landfrauen mit Gottfried und meistens zu viel Alkohol…. Für den aufmerksamen Leser ist bald klar, wer hinter diesem – und anderen Todesfällen – steckt, aber das stört nicht, ganz im Gegenteil. Ich war gespannt, wie Jürgen Seibold das alles auflösen würde. Nicht ganz zufriedenstellend für mich; aber immerhin nachvollziehbar.  

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