Jürgen Tautz

 4.8 Sterne bei 16 Bewertungen
Autor von Die Wunderwelt der Bienen, Phänomen Honigbiene und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Jürgen Tautz

Jürgen Tautz, geboren 1949, ist Verhaltensforscher, Soziobiologe und Bienenexperte. Er ist Professor em. am Biozentrum der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Seit 2006 entwickelt und leitet Tautz das interdisziplinäre Projekt HOneyBee Online Studies (HOBOS). Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen und wurde für die populäre Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte vielfach ausgezeichnet, unter anderem 2012 mit dem Communicator-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Jürgen Tautz

Cover des Buches Die Wunderwelt der Bienen (ISBN:9783328103615)

Die Wunderwelt der Bienen

 (9)
Erschienen am 11.02.2019
Cover des Buches Phänomen Honigbiene (ISBN:9783827418456)

Phänomen Honigbiene

 (5)
Erschienen am 28.03.2012
Cover des Buches Architektier (ISBN:9783868735680)

Architektier

 (0)
Erschienen am 20.09.2013
Cover des Buches Der Bien (ISBN:9783932513800)

Der Bien

 (0)
Erschienen am 01.08.2007
Cover des Buches Das Einmaleins der Honigbiene (ISBN:9783662583685)

Das Einmaleins der Honigbiene

 (1)
Erschienen am 05.04.2019
Cover des Buches The Buzz about Bees (ISBN:9783540787273)

The Buzz about Bees

 (0)
Erschienen am 01.04.2009

Neue Rezensionen zu Jürgen Tautz

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Rezension zu "Die Honigfabrik" von Jürgen Tautz

Ein rund um gelungenes Sachbuch rund um Bienen- toll illustriert, auch mit wissenschaftlichen Fakten
Buchraettinvor 8 Monaten

Das Buch hat mich begeistert. Es zeigt dem Leser die geschichtliche Entwicklung der Imkerei, den Aufbau des Bienenstockes und unterhält einen Leser mit seinem humorvoll-informativen Stil.
Um ein wenig neugierig zu machen auf den Inhalt. Bienen habe ich hier gelesen, sterben bei einer Außentemperatur von 4 °C. Doch bei einem Experiment hat ein Bienenstock in einer Kühlkammer bei -40°C überlebt. Aber auch welche Strategien man sich in Bezug auf den Milbenbefall von Aspis mellefera (west. Honigbiene) einfallen lassen- und welche Rolle spielen dabei Ameisen?
Aber natürlich auch das Bienensterben wird angesprochen. Hierbei geht vor allem um Wildbienen, Solitärbienen. Wildbienen gibt es in Deutschland ca. 560 Arten. Ich denke, da kann jeder einzelne doch etwas tun. Anstatt Monorasenkultur, ein paar bunte Blumenbeete anlegen oder auf dem Balkon ein paar bunte Kübelpflanzen für Insekten zur Verfügung stellen.
Das Buch zeigt dem Leser auf den ersten Seiten anhand eines Inhaltsverzeichnisses eine Übersicht über die Themen im Sachbuch. Im Vorwort wird der Leser darauf hingewiesen, dass die Themen im Buch aufeinander aufbauen und auch nacheinander gelesen werden sollten, aber auch dass wer lieber queer hin und her lesen möchte, es hinten im Anhang ein Register gibt, zum Nachschlagen.
Ich hatte mich ein wenig wegen des Symbols in Form eins Mikroskops gewundert, aber das Buch hat 2 Autoren. Jürgen Tautz, er ist Professor em. Am Biozentrum der Universität Würzburg. Er übernimmt sozusagen hier den wissenschaftlichen Hintergrund und dafür auch das Zeichen. Der zweite Autor ist Diedrich Steeen, er ist Programmleiter im Gütersloher Verlagshaus und imkert seit 20 Jahren. Das erfährt man z.T. im Vorwort, aber auch hinten im Buchumschlag bei den Autoreninfos.
Für mich gehören in ein Sachbuch auch immer Fotos und auch dieses finden sich im Buch. Sie sind hinten am Ende eingliedert und zeigen Kästen, Waben, Biene und Produkte und vieles mehr. Mir hat besonders gut gefallen, dass sich unter den Fotos noch kurze Texte finden, die Informationen zu den Bildern geben.
Im Anhang findet sich auch ein Quellennachweis, ein Literaturverzeichnis, auch ein Detail, dass ich in einem Sachbuch bevorzuge um mich evtl. weiter über das Thema zu informieren.
Sehr schön fand ich hier auch, dass im Text immer wieder Zeichnungen eingefügt wurden sind, die Textstellen noch einmal bildlich verdeutlichen.
Der Stil war unterhaltsam und informativ. Das Buch weckt Neugier an der Lebensweise von Bienen und informiert den Leser.
Anhand des im Text auftauchende Mikroskop weiß man als Leser auch, dass nun wissenschaftliche Informationen auftauchen. Auch dieser Text ist denke ich auch Leser ohne viel biologisches Vorwissen sehr gut dargestellt. Und es gibt hier wirklich spannende Details aus dem Leben von Bienen zu erfahren- machen die wirklich eine Art Mittagspause im Sommer?
Das Buch hat auch einen netten Humor. Dieser begegnet dem Leser schon beim Lesen des Inhaltsverzeichnisses. Das schmunzelt man als Leser und es macht einfach noch mehr Spaß, das Buch zu lesen.
Ein rund um gelungenes Sachbuch rund um Bienen- toll illustriert, auch mit wissenschaftlichen Fakten versehen und weckt Neugier auf Wissenschaft, die Bienen und es wirklich unterhaltsam zu lesen.

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Rezension zu "Die Honigfabrik" von Jürgen Tautz

Die Wunderwelt der Bienen - unglaublich komplex
MelaKafervor einem Jahr

Professor Jürgen Tautz und Daniel Steen haben sich zusammengetan, um dem interessierten Anfänger, aber auch dem erfahrenen Imker die Wunderwelt der Bienen aus praktischer und wissenschaftlicher Sicht mit den neuesten Erkenntnissen näher zu bringen. Es ist ein fantastisches Buch entstanden, dass sich spannend wie ein Roman liest und einem auch sehr komplexe Zusammenhänge mit Hilfe erklärender Fotos und Abbildungen sehr gut verständlich erläutert. Ich dachte, schon ein bisschen etwas über Bienen zu wissen, aber was ich hier alles neues erfahren durfte, hat mich sprachlos gemacht. In sechs umfangreichen Kapiteln, die in gut lesbare kürzere Unterkapitel unterteilt sind, bringen einem die Autoren näher, wie das Kollektiv Bienenstock funktioniert und wer welche Aufgaben übernimmt. Neu war für mich, dass die Bienen nicht ein Leben lang dieselben Aufgaben erfüllen, sondern verschiedene Bereiche durchlaufen, oft auch bedarfsabhängig. Und dass die Biene gar nicht so fleißig ist, wie ihr Ruf behauptet. Da sie als Team fungieren, darf der einzelne auch mal faul sein.
Diesem Buch mit einer Rezension auch nur annähernd gerecht zu werden, grenzt an ein Ding der Unmöglichkeit. 
Ich möchte die Honigfabrik als ein Standardwerk bezeichnen, dass bei keinem Imker im Regal fehlen sollte. Und auch ich als Laie werde durch das immer wieder drin lesen, die Wunderwelt der Bienen nach und nach immer besser verstehen lernen.
Ein wahrlich großes Buch.

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Rezension zu "Die Honigfabrik" von Jürgen Tautz

Absolute Empfehlung für alle, die sich für Wunderwerke der Natur interessieren
Antekvor 2 Jahren

Mein Papa hatte Bienen, als ich ein Kind war, musste seine Hobbyimkerei dann aber krankheitsbedingt aufgeben und damals war ich noch zu jung, um sie zu übernehmen. Ich habe die Stunden mit ihm im  Bienenstand, beim Honigschleudern und im Winter beim Füttern mit Zuckerwasser oder neuen Bespannen der Rahmen geliebt. Dass Bienen kleine Wunderwerke sind und dass die Menschheit ohne sie ganz armselig dran wäre, war mir klar. Da ich mich allgemein sehr für die Tierwelt interessiere und überlege, ob ich das Hobby nicht doch vielleicht wieder aufzunehmen soll, habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut und ich wurde nicht enttäuscht.


Wie wird bei Bienen im Winter eingeheizt? Müssen Bienen schlafen und ja wie lange? Warum kann ein Reinigungsflug so manche Hausfrau unglücklich machen? Was hat es mit dem Läusepipi auf sich? Was sind Tankstellenbienen, was Bestäubungsimker, was ist dran am Mythos Bienensterben oder wie kann man diese Insekten schützen? Das alles sind einige der unzähligen Fragen, die man in diesem Buch beantwortet bekommt.


Der Untertitel eine Betriebsbesichtigung kann fast wörtlich genommen werden, denn nach einer kurzen Einleitung geht es im ersten Kapitel um die Produktionsstätte sowie die Produktionsmittel. Im zweiten wird dann die Belegschaft vorgestellt. Auf die Produktpalette wird im dritten ein Blick geworfen, bevor sich Kapitel vier der Gründung von Tochterfirmen widmet. Die beiden Kapitel feindliche Angriffe sowie Firmensterben schließen sich an und das Buch endet mit einem Epilog zu „Bienen ein Lebensgefühl“.


Der Sprachstil liest sich locker, leicht. Diedrich Steen, mit über zwanzig Jahren Erfahrung als Imker plaudert hier aus dem Nähkästchen und der Biologe Prof. Dr. Jürgen Trautz, einer der renommiertesten Bienenforscher, unterlegt dies wissenschaftlich. Beide Teile sind in einem Plauderton gehalten und selbst komplizierte Sachverhalte werden so präsentiert, dass auch ein Laie sie gut verstehen kann. Sehr gut gefällt mir, dass die beiden Autoren jede Menge Humor im Gepäck haben und man deshalb viel schmunzeln kann. Richtig toll sind auch die witzig, pointierten Überschriften der einzelnen Abschnitte.


So kann man z.B. im Abschnitt „Angriff der Spermabomber“, darüber lesen, dass die Männer unter den Bienen, „genetisch defizitär ausgestattet“, „praktisch jedes Klischee, das es in punkto Männlichkeit gibt erfüllen“. Erhält dazu die wissenschaftliche Erklärung, dass eben eine Königin Eier nicht befruchtet, wenn sich daraus Drohnen entwickeln sollen und diese daher nur den halben Chromosomensatz der Eizelle haben, weil keiner vom Spermium hinzukommt. Zusätzlich erfährt auch noch so kleine Details, wie z.B. dass die Erkenntnis, dass die Königin ohne Befruchtung männliche Nachkommen in die Welt setzt, erst einmal enormen Ärger mit der Kirche einbrachte, war das doch nur bei Jesu Geburt möglich.


Einiges an (Halb-)Wissen war aus meiner Kindheit und auch aus dem Biologieunterricht der Schule noch in meinem Gedächtnis verankert. Klar Drohnen sind männliche Bienen, das wusste ich, auch vom Schwänzeltanz hat mir mein Papa erzählt. Jetzt weiß ich aber z.B. auch, welche Versuche Karl von Frisch dazu unternommen hat, was dabei aufgrund technischer Möglichkeiten noch nicht beachtet werden konnte  oder welche Faktoren noch mitspielen, damit die anderen Bienen die neuen Futterstellen auch finden. Bautechniken, für die die Menschheit  jahrelang geforscht hat, Flügel, die man ausklinken kann, um dann wie bei einem Flugmotor im Leerlauf heizen oder kühlen zu können, Temperaturfühler gehören dabei natürlich zur Grundausstattung, das sind nur wenige Beispiele für die zahlreichen Informationen, die  die immensen Leistungen der Bienen noch deutlicher machen. Gut gefällt mir auch, dass auf den Mythos Bienensterben eingegangen wird, der ja im Moment in aller Munde ist. Nun kann ich auch bei diesem Thema fundiert Stellung beziehen.

 

Das Buch wird durch einige Farbfotos im Anhang und zahlreichen Abbildungen im Text ergänzt, was mir sehr gut gefallen hat. Erwähnenswert finde ich auch das sehr ansprechende Layout nicht nur durch die übersichtlich, einladende Gliederung der einzelnen Abschnitte. So fliegen zu Kapitelbeginn jeweils Bienen ähnlich dem Cover und Mikroskope kennzeichnen die Abschnitte, wenn sich der Wissenschaftler unter den beiden Autoren zu Wort meldet.


Alles in allem völlige Begeisterung für dieses Sachbuch, das nicht nur leicht verständlich Wissen über Bienen bringt, sondern dabei auch noch wirklich amüsant unterhält.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Die Honigfabrik (ISBN:undefined)
Liebe Lovelybooksleserinnen und -leser,


wir verlosen 4 Exemplare der "Honigfabrik" von Jürgen Tautz und Diedrich Steen.


Um an der Verlosung teilzunehmen, müsst ihr uns lediglich schreiben, warum ihr das Buch gewinnen wollt.


Viel Erfolg!
68 BeiträgeVerlosung beendet
Letzter Beitrag von  Antekvor 2 Jahren

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