Jürgen Timm Raum 3 Der Tod eines Büffels

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Inhaltsangabe zu „Raum 3 Der Tod eines Büffels“ von Jürgen Timm

Selbstgespräche sind nichts Ungewöhnliches. Das kommt, die Seelen vieler Menschen sind geteilt, zweifach geteilt, oder auch mehr als zweimal geteilt. Und der Leib ist das Gefährt der Seele, und also Träger aller Seelenteile. Selbstgespräche sind also nichts Ungewöhnliches. Die Seelenteile reden miteinander. Das ist alles. Eremias also im Gespräch mit einem seiner sieben Seelenteile. Eremias: Manchmal sagen die Menschen, dass ihnen etwas unauslöschlich im Gedächtnis geblieben sei. Sie meinen damit ein bedeutendes Gefühl, oder ein erschütterndes oder überwältigendes Erlebnis, welches sich tief ins Gedächtnis eingeprägt habe. Ich frage mich, welches Gedächtnis damit gemeint sei? Das des Hirns? Oder das des Leibes? Oder das der Seele? Seelengedächtnis, ob es so etwas gibt? Was eigentlich ist ein Gedächtnis. Mir fällt ein, dass ich die Menschen vom Gedächtnis einer Art habe sprechen hören, von einem genetisch verankerten Gedächtnis! Die Tiere einer bestimmten Art haben gemeinschaftlich gelernt, und behalten, dieses oder jenes zu tun, oder zu lassen. Dieser Lernprozess fand unter großen Verlusten statt, großem Leid und großem Sterben. Es ist ein unbewusstes Gedächtnis. Es ist ein gemeinsames Gedächtnis. Jedes jetzt lebende Individuum profitiert davon. Mit anderen Worten: Ich bin die Summe, ich bin das Resultat des Lebens und des Sterbens der anderen Menschen. Ich folgere daraus: Dass es mich gibt, ist der Sinn des Lebens und des Sterbens meiner Vorfahren. Und ich sage dir, die Reihe der Vorfahren ist lang. Sehr, sehr lang. Was daraus folgt? Das ist einfach. Der Sinn meines Lebens und meines Sterbens besteht darin, dass aus mir ein Stück Zukunft werde. Jene Wesen, welche da kommen werden, unsterbliche Wesen, ich helfe ihnen, das Licht der Welt zu erblicken. Und ich bezahle dafür mit meinem Leben. Unsterbliche Wesen? Ja, die Tibis, vielleicht werden es unsterbliche Wesen sein. Schrei, Eremias, wenn dich der Schrei befreit! Und Eremias tat, wie ihm geraten. Ein Schrei durchdrang die frühe Nacht. Und ein wenig, und eine Weile lang, wurde ihm leicht im Bauch. Du lachst oder wunderst dich gar? Bauch, was hätte denn der Bauch damit zu tun? Du solltest nicht lachen. Es ist doch der Bauch, die Gegend der Magenkuhle, der Sitz der Seele. Dort tut es weh, dort wohnt die Seele, und nirgendwo sonst!

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