Jürgen Todenhöfer

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Inside IS - 10 Tage im 'Islamischen Staat'

Inside IS - 10 Tage im 'Islamischen Staat'

 (85)
Erschienen am 12.12.2016
Andy und Marwa

Andy und Marwa

 (32)
Erschienen am 16.01.2009
Du sollst nicht töten

Du sollst nicht töten

 (23)
Erschienen am 02.09.2013
Warum tötest du, Zaid?

Warum tötest du, Zaid?

 (23)
Erschienen am 12.08.2009
Wer weint schon um Abdul und Tanaya?

Wer weint schon um Abdul und Tanaya?

 (20)
Erschienen am 01.06.2008
Teile dein Glück -

Teile dein Glück -

 (9)
Erschienen am 16.01.2012
Feindbild Islam

Feindbild Islam

 (7)
Erschienen am 21.11.2011

Neue Rezensionen zu Jürgen Todenhöfer

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itwt69s avatar

Rezension zu "Wer weint schon um Abdul und Tanaya?" von Jürgen Todenhöfer

der selbst gezüchtete Terror
itwt69vor 10 Monaten

Das Buch beschreibt das unaussprechliche Leid der afghanischen Bevölkerung vor allem unter den "Strafmaßnahmen" der USA nach dem 11.September. Ein Bombardement der Städte und Dörfer, also der Bevölkerung bekämpft nicht den Terror, sondern fördert ihn. Das, was der Autor auch im Hinblick auf den Sturz Saddam Husseins am Anfang dieses Jahrtausends prophezeit hat, ist leider eingetreten. Je mehr Kinder umkommen, je hoffnungsloser die Lage der Bevölkerung in Afghanistan, im Irak, Iran usw. ist, umso mehr greift der islamistische Terror um sich. Und Sanktionen treffen zu allererst die Schwächsten der Gesellschaft. Eine nicht immer ganz zutreffende Abrechnung mit der Anti-Terror-Politik der USA und deren Verbündeten mit herzzerreißenden Beispielen untermauert.

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Curins avatar

Rezension zu "Inside IS - 10 Tage im 'Islamischen Staat'" von Jürgen Todenhöfer

Eine gefährliche Reise
Curinvor einem Jahr

2014 nimmt Jürgen Todenhöfer per Skype Kontakt mit IS-Kämpfern in Syrien auf und reist nach Mossul, um sich dort selbst ein Bild vom ,,Islamischen Staat" zu machen. Als Schutzgarantie hat er dabei nur eine Urkunde aus dem Büro des Kalifats, die ihn und seine Begleiter vor einer Hinrichtung bewahren soll... .
In diesem Buch erzählt der Journalist davon, was er in Syrien im sogenannten ,,Islamischen Staat" erlebt hat und gibt zu einem großen Teil Interviews mit den Dschihadisten wieder, von denen einige schon vor seiner Abreise geführt worden sind.
Jürgen Todenhöfer hat sich hier zu einer wirklich gefährlichen Reise aufgemacht, die sich für ihn und für den Leser sehr gelohnt hat. Er zeigt das ganz normale Leben im IS und spricht mit unterschiedlichen Menschen wie zum Beispiel einem Richter und einem Polizeichef. Erschreckend war dabei für mich zu lesen, dass die Leute auf der einen Seite gastfreundlich und zum Teil wirklich freundlich mit Todenhöfer und seinem Sohn umgehen, aber wenn es um ihren Glauben und ihre Sicht geht, extrem fanatisch und gewaltbereit sind. So hat mich Christian, ein Deutscher, welcher sich jetzt Abu Qatadah nennt, mit seinen Äußerungen wirklich erschreckt und auch fassungslos gemacht. 
Das Buch liest sich gut und es war für mich spannend, was Todenhöfer bei den Dschihadisten erlebt hat. Er stellt auch immer wieder kritische Fragen, womit er seine Interviewpartner oft verärgert. Allerdings geht er auf Themen, wie zum Beispiel den Umgang und die Rolle der Frau im IS,  Sklaven usw. nicht ausreichend ein. 
Insgesamt bekommt man mit ,,Inside IS" ein wirklich außergewöhnliches Buch, welches zeigt, welche Ziele der IS verfolgt und wie das Leben dort abläuft. Gerne empfehle ich es weiter.

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Buecher-Liebe-des avatar

Rezension zu "Du sollst nicht töten" von Jürgen Todenhöfer

Spannend und traurig
Buecher-Liebe-devor einem Jahr

Über den Inhalt

Mehr als ein halbes Jahr lang hat Jürgen Todenhöfer die Revolutionsschauplätze Ägypten, Libyen und Syrien bereist. Und immer wieder Iran, Afghanistan und auch Gaza. In Reportagen schildert er das Leben im Krieg und in der Revolution und berichtet von Gesprächen mit Rebellen und Staatsführern vor Ort. Seine Analysen und Schlussfolgerungen sind ein aufrüttelnder Gegenentwurf zur gängigen Verharmlosung der Kriege unserer Zeit. Todenhöfers Fazit: Es gibt keine anständigen Kriege. Krieg ist Terrorismus. Das gilt auch für die Kriege des Westens. Die Hauptschuld daran tragen nicht die Soldaten, sondern die, die dieses mörderische Spektakel inszenieren.

Meine Meinung

Jürgen Todenhöfer ist dafür bekannt, dass er sich in gefährliche Gebiete begibt und über seine dortigen Erlebnisse und Erfahrungen berichtet – entsprechend abenteuerlich ist dieses Buch.

Herr Todenhöfer beschreibt seine Besuche bei den Menschen, die versuchen, ihr normales Leben Tür an Tür mit dem Krieg fortzusetzen, er beschreibt seine Besuche in Kriegskrankenhäusern, er berichtet von Gesprächen mit Soldaten und sogar über seine Treffen mit Assad.

Der Leser bekommt einen (vermutlich extrem kleinen) Eindruck davon, wie das Leben ist, wenn nur wenige km entfernt Bomben explodieren und Schüsse zu hören sind. Ich selbst kenne Krieg nur aus den Nachrichten, als etwas, das weit weg passiert und dass hoffentlich auch weit weg bleibt. Wie man aus dem Titel „Mein Traum vom Frieden“ erkennen kann, ist ein Krieg auch für Herrn Todenhöfer etwas Sinnloses, Unverständliches. Das ist auch für mich. Und nach diesem Buch ist es das noch viel mehr.

Fazit

Man hat schon eher das Gefühl, man würde ein Abenteuerroman oder ähnliches lesen, keine reellen Erlebnisse. Das macht das Buch natürlich spannend, es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Macht man sich aber klar, dass es kein Abenteuerroman, sondern die bittere Realität ist, dann macht das auch sehr traurig.

Zurzeit ist so viel Hass in Deutschland zu verzeichnen, vielleicht sollten einfach mal mehr Menschen dieses Buch lesen, denn es eröffnet auch eine ganz andere Sichtweise auf Kriege, deren Auswirkung auch wir seit einigen Monaten zu spüren bekommen.

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