Jürgen Todenhöfer

 4.4 Sterne bei 274 Bewertungen

Lebenslauf von Jürgen Todenhöfer

Jürgen Todenhöfer, geboren 1940, war bis 2008 Manager eines europäischen Medienunternehmens, davor 18 Jahre lang Bundestagsabgeordneter und Sprecher der Unionsparteien für Entwicklungshilfe und Rüstungskontrolle. Er schrieb die Bestseller "Wer weint schon um Abdul und Tanaya?", "Andy und Marwa – zwei Kinder und der Krieg", "Warum tötest du, Zaid?" und "Teile dein Glück". Mit seinen Buchhonoraren hat er u.a. ein Kinderheim in Afghanistan und ein Kinderkrankenhaus im Kongo gebaut sowie ein israelisch-palästinensisches Versöhnungsprojekt finanziert.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Die große Heuchelei

 (45)
Erscheint am 14.09.2020 als Taschenbuch bei Ullstein Taschenbuch Verlag.

Alle Bücher von Jürgen Todenhöfer

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Cover des Buches Inside IS - 10 Tage im 'Islamischen Staat' (ISBN: 9783328100836)

Inside IS - 10 Tage im 'Islamischen Staat'

 (95)
Erschienen am 12.12.2016
Cover des Buches Die große Heuchelei (ISBN: 9783548062327)

Die große Heuchelei

 (45)
Erscheint am 14.09.2020
Cover des Buches Andy und Marwa (ISBN: 9783570305430)

Andy und Marwa

 (33)
Erschienen am 16.01.2009
Cover des Buches Du sollst nicht töten (ISBN: 9783570101827)

Du sollst nicht töten

 (29)
Erschienen am 02.09.2013
Cover des Buches Warum tötest du, Zaid? (ISBN: 9783442155644)

Warum tötest du, Zaid?

 (24)
Erschienen am 12.08.2009
Cover des Buches Wer weint schon um Abdul und Tanaya? (ISBN: 9783451060465)

Wer weint schon um Abdul und Tanaya?

 (20)
Erschienen am 01.06.2008
Cover des Buches Teile dein Glück - (ISBN: 9783442157099)

Teile dein Glück -

 (9)
Erschienen am 16.01.2012
Cover des Buches Feindbild Islam (ISBN: 9783570101353)

Feindbild Islam

 (7)
Erschienen am 21.11.2011

Neue Rezensionen zu Jürgen Todenhöfer

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Rezension zu "Inside IS - 10 Tage im 'Islamischen Staat'" von Jürgen Todenhöfer

Einblick in den Islamischen Staat
Frenx51vor 5 Monaten

Jürgen Todenhöfer reiste für 10 Tage als erster westlicher Publizist in Begleitung schwer bewaffneter Jihadisten durch den “Islamischen Staat”. Immer mit der Angst und ungewissen Ausgang im Gepäck. Doch nur durch diese Reise kann er wirklich miterleben, wie das Leben der gefährlichen Terroristen verläuft, etwas über ihren Alltag und ihre Motive erfahren. 


Sein Besuch brauchte monatelange Vorbereitungen und nur aufgrund von Sicherheitsgarantien ließ sich Jürgen Todenhöfer auf diese Reise ein. Trotzdem ist natürlich auch seine kritische Haltung zum IS bekannt, weshalb er sich selbst auch diesen großen Risiken bewusst war. Doch Jürgen Todenhöfer ließ sich nicht so leicht davon abbringen. Seit Jahrzehnten engagiert er sich für den Frieden, besucht immer wieder Kriegsschauplätze und spricht stets mit beiden Seiten von Angesicht zu Angesicht.  

Ich fand das Thema sehr spannend, weshalb das Buch mal in mein Regal gewandert ist. Die Erfahrungsberichte des Autors, der persönlich in den Islamischen Staat gereist ist, fand ich sehr interessant und durch seinen Bericht konnte man sich die Situation vor Ort besser vorstellen. Wer kann sonst schon genau sagen, wie es vor Ort aussieht. Gleichzeitig würde mir der große Mut von Jürgen Todenhöfer fehlen, um den islamischen Staat und andere Krisengebiete zu besuchen. 

Seinen Schreibstil fand ich auch in diesem Buch sehr angenehm, es werden Hintergründe und politische Situationen erklärt, gleichzeitig beschreibt der Autor offen und zu allen Seiten kritisch über seine Erfahrungen vor Ort aber auch allgemein zu Syrien. Er schreibt daneben aber auch sehr persönlich und nimmt den Leser auch mit in seine Gefühlswelt, sodass man auch die Angst spüren kann, die er und seine Mitreisenden zwischendurch gespürt haben müssen. Anhand von Bildern kann sich der Leser auch noch bildlich von einigen Situationen überzeugen. 


Jürgen Todenhöfer nimmt den Leser mit zum Islamischen Staat, wahrscheinlich eine fast einmalige Situation und trotzdem wirkt es an manchen Stellen noch zu leicht. 

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Rezension zu "Du sollst nicht töten" von Jürgen Todenhöfer

Reise in Krisengebiete
Frenx51vor 5 Monaten

Jürgen Todenhöfer bereiste für dieses Buch die Schauplätze der Revolution: Ägypten, Libyen, Syrien, Iran, Afghanistan und den Gaza. Er schildert das Leben im Krieg, in der Revolution und spricht mit Rebellen oder Staatsführern vor Ort. Sein Fazit: Es gibt keine anständigen Kriege. Immer geht es um Zerstörung, Mord, Plünderung und Vergewaltigung. Krieg ist Terrorismus. Sein Buch “Du sollst nicht töten” ist ein Plädoyer für eine Welt, in der Konflikte durch Verhandlungen und nicht durch Waffengewalt gelöst werden. 


Jürgen Todenhöfer schaut sich die Konflikte vor Ort an und scheut auch nicht davor zurück mit beiden Seiten zu sprechen. Das gefällt mir sehr gut an seiner Recherche, da er nicht nur die eine Seite beteiligt, sondern immer hinter beide Seiten blickt und dadurch objektiver berichtet, als andere Medien.
Es ist ein detaillierter Erfahrungsbericht von seinen Reisen in Krisengebiete. Man fühlt sich mit dabei bei den Reisen bzw. finde ich die politischen Situationen sehr gut beschrieben und gut nachvollziehbar, sodass auch ich es als Leser verstehe, ohne direkt Kenntnisse zu den einzelnen Konflikten zu benötigen.

Der Schreibstil schweift natürlich bei der ein oder anderen Stelle ab, manche Konflikte und Situationen lassen sich nicht nur in einem Satz erklären. Jedoch ist es trotzdem interessant. Außerdem beschreibt er die negativen Seiten auch sehr schonungslos, auch wenn es persönliche Erfahrungen sind, die er oder seine Begleiter machen mussten. Er verschönert die Situation vor Ort nicht, gleichzeitig wird klar, dass er die Kriege nicht gut heißt, auch wenn er mit denen spricht, die ihre Bevölkerung bekämpfen. Seine Aussagen werden oft noch durch Bilder von der Reise untermauert, die eine eigene Sprache sprechen und den Leser noch weiter mit nimmt. 


Alles in allem ein sehr detaillierter und spannender Erfahrungsbericht, der den Leser mit vor Ort in Kriegs- und Krisengebiete nimmt. 

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Rezension zu "Die große Heuchelei" von Jürgen Todenhöfer

Sehr aktuell und kritisch
mabuerelevor einem Jahr

„...Der Untergang einer Zivilisation beginnt an dem Tag, an dem ihre Werte in der Welt nicht mehr respektiert werden. Und an dem die Mehrheit ihrer Bevölkerung nicht mehr bereit ist, für sie Opfer zu bringen...“


Der Autor setzt sich in 21 Kapiteln damit auseinander, was die Außenpolitik der westlichen Staaten wirklich antreibt. Dazu begibt er sich an die Stellen von Krieg und Vertreibung und beschreibt sein Erleben. Er denkt Heuchelei und Widersprüche auf.

Der Schriftstil des Buches lässt sich gut lesen. Allerdings neigt der Autor zum Dozieren. Das wirkt ab und an etwas belehrend.

Das Buch mit einem Besuch von Mossul. Das Erleben von Krieg und Tod nutzt er, um moralische Werte des Westens zu hinterfragen. Dann führt ihn der Weg nach Gaza. Er listet die Kriegstoten, insbesondere die Zahl der Zivilisten auf beiden Seiten auf.

Die besonderen Stärken des Autors liegen in der historischen Analyse, die als nächstes Kapitel folgt. Sehr genau geht er auf die Erfolge im Nahen und Mittleren Osten in der Vergangenheit ein. Das geschieht sachlich und fundiert. So zählt er folgende Leistungen auf.


„...In der Medizin beschrieb sie erstmals den kleinen Blutkreislauf korrekt und erkannte die Versorgung des Herzens durch Koronargefäße. In Mathematik verdanken wir ihr die Einführung der Dezimalzahlen...“


Außerdem vergleicht er Islam und Christentum anhand von Auszügen aus Koran und Bibel. Für den Niedergang der islamischen Kultur nennt er zwei mögliche Ursachen.

Jemen, Irak und Syrien sind weitere Themen. Kritisch beleuchtet wird vor allem die Politik Amerikas.

Viel Raum nimmt das Thema Terrorismus ein. Auch hier weist er darauf hin, dass diese Methode Jahrhunderte alt ist und belegt das mit Beispielen. Den folgenden Satz sollte man sich gut durch den Kopf gehen lassen:


„...Der Terrorismus des Mittleren Ostens ist die illegitime Antwort auf die illegitimen Kriege des Westens...“


Die Rolle des Journalismus ist ebenfalls ein Thema des Buches.

Fotografien ergänzen die Ausführungen. Anmerkungen und ein Sach- und Wortregister schließen das Buch ab.

Als Leser muss ich nicht an jeder Stelle der gleichen Meinung sein wie der Autor. Das Buch aber zwingt zum Überdenken der eigenen Position und bringt aktuelle Probleme unserer Zeit gekonnt auf den Punkt.

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