J M Coetzee Elizabeth Costello

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Inhaltsangabe zu „Elizabeth Costello“ von J M Coetzee

»Ich bin eine alte Frau. Ich habe keine Zeit mehr, zu sagen, was ich nicht meine.« Elizabeth Costello, eine 66-jährige australische Romanautorin von internationalem Ansehen – fiktive Spielfigur von J.M. Coetzee –, nutzt Einladungen, als Gastrednerin auf Kongressen, Symposien oder auch schon einmal auf einer Kreuzfahrt aufzutreten, um ihre eigene, gelegentlich schroffe und ethisch rigorose Menschheitsfragen zu manifestieren. Ihre Vorträge z.B. über die Humanwissenschaften in Afrika, die Darstellung des Bösen in der Literatur, das Erotische, Formen des Romans, den Missbrauch der Tiere durch den Menschen – irritieren in ihrer Ratlosigkeit und provozieren. Denn viele von Elizabeths Haltungen gründen nicht in einer intellektuell stringenten Position, sondern im Intuitiven: »Überzeugungen sind nicht die alleinigen ethischen Stützen, die wir haben. Wir können uns auch auf unser Herz verlassen.«Zwischen Fiktion und Essay oszillierend, repräsentieren diese Lehrstücke, wie Coetzee seine Erkundungen zu Leben und Meinungen von Elizabeth Costello nennt, eine erzählerisch reizvolle und listige Form des ethischen Diskurses.

Zu "verkopft"

— literat
literat

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  • Viel Geschwafel

    Elizabeth Costello
    literat

    literat

    19. April 2017 um 16:01

    Diesmal machst ich ganz kurz - mir hat das Buch nicht gefallen, Literatur-Nobelpreisträger hin oder her. Ich gebe auch zu, die letzten 20 Seiten habe ich kurz überlesen. Das war mir dann echt zu viel. Einige Geschichten, vor allem die, als es um die Beziehung der Elizabeth Costello zu ihrem Sohn ging, fand ich echt gut. Aber das Buch ist mir dann doch zu "verkopft", zu viel intellektuelles Geschwafel.

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  • Rezension zu "Elizabeth Costello" von J. M. Coetzee

    Elizabeth Costello
    Duffy

    Duffy

    30. October 2009 um 12:36

    Die schon etwas ältere Schriftstellerin Elizabeth Costello wird auf acht Stationen ihres Vortragslebens begleitet, auf denen sie ihre Einstellungen zu den jeweiligen Themen vertritt. Die Protagonistin nimmt ihre Position ein, um sie zu verteidigen, darzustellen, zu hinterfragen und zu überdenken. Herauskommt eine philosophische Betrachtungsweise, die nicht nur wissenschaftliche Vorherrschaft in Frage stellt, sondern teilweise auch angreift. Costellos oftmals intuitive Herangehensweise öffnet nicht nur der Spekulation Tür und Tor, sondern provoziert auch zu einer grundlegenden Revision mancher Moralbegriffe. Meisterhaft benutzt Coetzee eine ungewohnte Stilistik. Zwischen Essay und Erzählung liegen die verwendeten Mittel. Um den größten Nutzen beim Lesen zu haben, sollte man die Kapitel in einem Zug lesen. Zeit sollte man sich nehmen und sich gestatten, das eine oder andere für sich zu reflektieren.

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