J Walther Nur eine Frage der Liebe

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Inhaltsangabe zu „Nur eine Frage der Liebe“ von J Walther

+++ Nur für kurze Zeit zum günstigen Einführungspreis+++ Als der junge Fotografiestudent Phillip den 26 Jahre älteren Galeristen Christoph kennenlernt, wird aus Sympathie schnell Freundschaft. Doch eigentlich ist da ein Knistern zwischen ihnen, eine Anziehung, der sich beide auf Dauer nicht entziehen können. Vor allem Phillip hat Bedenken - gibt er ihrer ungewöhnlichen Liebe eine Chance? Der Roman ist eine Fortsetzung von "Phillips Bilder", kann aber auch ohne die Vorgeschichte gelesen werden. Eine ausführliche Leseprobe ist in dem kostenlosen eBook "XXL-Leseproben: Sammlung von Leseproben aus vier Romanen" von J. Walther enthalten.

Realistische Figuren, ein in seiner Nüchternheit sehr verdichteter Schreibstil und eine mutige Botschaft zur Frage der Liebe

— marstraveller

Meiner Meinung nach der gelungenste Band aus der „Reihe“, konnte das Buch gar nicht weglegen. Absolute Leseempfehlung!

— Dat-Engelsche

schöne Liebesgeschichte, die zum Nachdenken anregt

— Alex80

Gleichgeschlichtlicher Liebesroman mit etwas zuvielen intimen Szenen.

— esposa1969

Ein leichtes Buch für zwischendurch mit einer aktuellen Thematik die gut umgesetzt wurde.

— Kleines91

... leider eine Enttäuschung ...

— Danny

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  • Schere im Kopf oder freischwebendes Gefühl – die Emanzipation der Liebe

    Nur eine Frage der Liebe

    marstraveller

    10. February 2016 um 19:39

    „Nur eine Frage der Liebe“ gehört in das Figurenuniversum, das die Autorin mit ihrem Debütroman „Benjamins Gärten“ (2010) erschaffen hat, ist aber von der Konzeption vollkommen eigenständig und auch ohne die Kenntnis der beiden Vorgängerromane zu verstehen. Die Handlung spielt ungefähr zwei Jahre nach den Ereignissen, von denen in „Phillips Bilder“ erzählt wurde. Als der Berliner Fotografiestudent Phillip mit dem etwa 26 Jahre älteren Galeristen Christoph flirtet, tut er das mehr aus Übermut und vielleicht auch mit dem Hintergedanken, für die kleine Künstlergruppe, der er angehört, hilfreiche Kontakte zu knüpfen, um die Möglichkeit zu erhalten, die eigenen Werke auszustellen. Doch schon bald stellt sich heraus, dass die beiden ungleichen Männer mehr verbindet als die geschäftliche Ebene des Kunstmarktes. Sie harmonieren in Bezug auf ihre Interessen, können entspannt miteinander reden und fühlen sich auch körperlich zueinander hingezogen. Aus einer anfänglich eher locker gedachten Friends-with-benefits-Beziehung wird bald mehr und sie müssen sich der Frage stellen, ob eine Liebesbeziehung mit diesem Altersunterschied eine Chance haben kann. Die Autorin betreibt keine Schönfärberei, sondern zeichnet ihre Figuren und deren Alltagsprobleme sehr realistisch und überzeugend. Mosaikartig werden dem Leser die kleinen Momente beschrieben, in denen sich die beiden Männer näher kommen, diese Nähe intensiv erleben, aber auch wieder auseinanderdriften, weil einiges zwischen ihnen steht, das noch der Klärung bedarf. Jede dieser Episoden wirkt perfekt ausgewählt, um das breite Spektrum an Emotionen, Ängsten, Sorgen und Problemen zu umfassen, die auf dem langen Weg zueinander zu bewältigen sind. Der Roman ist so konzipiert, dass dem Leser schnell klar wird, dass die Liebe zwischen den beiden Protagonisten nur durch die gesellschaftliche Bewertung (bzw. Abwertung) als eine ungewöhnliche und deshalb mit Argwohn zu betrachtende Liebe stigmatisiert wird. Eigentlich hat das, was sich zwischen dem Endvierziger Christoph und dem 22-jährigen Phillip entwickelt, die gleiche Intensität und Glück verheißende Macht und damit auch die gleiche Berechtigung wie jede andere Liebe zwischen zwei erwachsenen Menschen. Diese Botschaft des Romans spiegelt sich noch einmal in der Nebenhandlung über die aufkeimenden Gefühle zwischen Phillips Freundin Anna, die Frauen liebt, und der Transfrau Eva, die eigentlich Männer liebt. Dem gemeinsamen Glück der beiden Figurenpaare steht vor allem die Schere im eigenen Kopf im Weg, die aufgrund der internalisierten gesellschaftlichen Sichtweise die eigenen Gefühle zensiert oder blockiert. „Nur eine Frage der Liebe“ ist keine rosarote Romanze, auch wenn sie durchaus hoffnungsvoll endet. Vielmehr gelingt es der Autorin, zwei Protagonisten zu zeichnen, die sowohl in ihrer Liebe zueinander als auch im Hinblick auf die Gestaltung ihres Alltags glaubhaft und erfrischend unspektakulär wirken. Passend zu dieser Art der Figurenzeichnung ist auch der fast nüchterne Erzählstil. Dieser hebt sich von vielen anderen Texten dieses Genres vor allem dadurch positiv ab, dass der Blick auf die kleinen, teilweise auch unscheinbaren Dinge des Alltagslebens gerichtet wird, die aber gerade dadurch, dass sie ins Zentrum des Erzählens gerückt werden, eine neue Bedeutungsdimension erschließen. So werden beispielsweise ein Spaziergang im Park, ein Fotomotiv oder das gemeinsame Essen zu einem Spiegel der Menschen und ihrer Beziehung zueinander, mitunter auch einfach zu einem Spiegel des Lebens allgemein. Dieser dritte Roman aus dem kleinen Kosmos, der mit „Benjamins Gärten“ seinen Anfang fand, beschenkt den Leser mit lebensechten Figuren, ungewöhnlichen Konstellationen, sorgfältig entwickelten Handlungssträngen und inspirierenden Gedanken über die Liebe.

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  • Eine Lovestory der besonderen Art

    Nur eine Frage der Liebe

    Justin

    07. November 2015 um 10:22

    Normalerweise schreibe ich keine Rezensionen zu Büchern von Kollegen ( weder gute noch schlechte), da spreche ich doch lieber live mit ihnen darüber. Aber der Roman von Jana Walther "Nur eine Frage der Liebe", hat ein öffentliches Feedback verdient.  Ich lese wenig und sehr langsam. Oft ermüden mich schon einige Seiten. Dieses Buch hat es geschafft, dass ich es in wenigen Sessions durchgelesen habe und immer wieder in mir der Wunsch aufkeimte, zu erfahren, wie es weiter geht.  "Nur eine Frage der Liebe" ist kein Krimi und hat auch keine außergewöhnlichen Spannungsbögen, dafür aber ein außergewöhnliches Protagonisten-Paar, dessen Entwicklung ich gern mitverfolgt habe. Die ersten 70% zumindest haben mich sehr in ihren Bann gezogen, am Ende habe ich  eigentlich nur noch gehofft, dass es für die Figuren gut ausgeht. Zu Beginn hat mich der recht lockere Schreibstil und der ungewöhnliche Satzbau etwas verwirrt, doch hab ich mich schnell eingelesen. Phillip ist jung und Christoph ein Mann Ende Vierzig - zusammen ein Paar? Die beiden erleben ihre Liebe mit Höhen und Tiefen, jeder Blickwinkel des Freundeskreises wird aufgedeckt. Die Sexszenen sind gut portioniert und schön zu lesen. Die Dialoge aus dem Leben gegriffen. Etwas schade fand ich, dass es wenig Abwechslung in den Unternehmungen gab. An fast jedem Tag, der erzählt wird, wird Essen gegangen (Frühstück, Mittag, Abendessen), Essen gekocht, zum Essen eingeladen (dazu gibt es Alkohol und eine Diskussion, darüber , wer wen einlädt) - zur Not hilft der Döner. Da hätte ich gerne etwas mehr Abwechslung erfahren, der Geschichte schadet es jedoch nicht. Auch die Lesben-Sidestory hat mich nicht so mitgerissen.  Ich gebe zu, dass ich gern weiter gelesen hätte - wie sieht ein Alltag zwischen dem Paar aus, wenn die ersten Schmetterlinge im Bauch verschwunden sind? Vielleicht gibt es ja irgendwann ein Wiedersehen mit den Beiden, würde mich freuen. Ich hab mich lange nicht mehr so gut unterhalten gefühlt und kann den Roman nur empfehlen. 

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  • Leserunde zu "Nur eine Frage der Liebe" von J Walther

    Nur eine Frage der Liebe

    J_Walther

    Sehr gerne möchte ich wieder eine Leserunde starten, diesmal zu meinem vierten Roman "Nur eine Frage der Liebe". Verlost werden 5 Taschenbücher sowie 5 eBooks (ePub oder mobi/Kindle). Inhalt: Als der junge Fotografiestudent Phillip den 26 Jahre älteren Galeristen Christoph kennenlernt, wird aus Sympathie schnell Freundschaft. Doch eigentlich ist da ein Knistern zwischen ihnen, eine Anziehung, der sich beide auf Dauer nicht entziehen können. Vor allem Phillip hat Bedenken - gibt er ihrer ungewöhnlichen Liebe eine Chance? Der Roman ist zwar eine Fortsetzung von "Phillips Bilder", erzählt aber eine so eigenständige Geschichte, dass er auf alle Fälle auch ohne die Vorgeschichte gelesen werden kann. Der Roman umfasst 232 Seiten, eine Leseprobe ist u.a. bei Amazon zu finden. (Hinweis: Der Roman enthält relativ deutliche erotische Szenen.) Bitte schreibt in Eure Bewerbung, warum Ihr gerne an der Leserunde teilnehmen möchtet, und ob Ihr Print oder eBook wünscht. Auf Eure Beteiligung freue ich mich und wünsche viel Glück! Natürlich kann man auch an der Leserunde teilnehmen, wenn man das Buch schon hat. Über eine abschließende Rezension freue ich mich, sie ist aber keine Pflicht. Wichtig: Sollte ein Gewinner wieder Erwarten aus zwingenden Gründen keine Möglichkeit zur Teilnahme haben oder mit dem Buch absolut nicht warm werden, erwarte ich eine Nachricht an mich! Ansonsten scheue ich mich nicht, den Gewinner auf die schwarze Liste zu setzen.

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    • 176

    J_Walther

    17. October 2014 um 19:38
    Alex80 schreibt Vielen Dank für das Lesevergnügen, mir hat das Buch sehr gut gefallen. Hier meine Rezension: http://www.lovelybooks.de/autor/J-Walther/Nur-eine-Frage-der-Liebe-1107549180-w/rezension/1116944793/ ...

    Vielen Dank für Deine Beteiligung an der Leserunde und für die Rezension, die mich sehr gefreut hat! Liebe Grüße Jana

  • Keine Frage des Alters

    Nur eine Frage der Liebe

    Alex80

    16. October 2014 um 11:25

    Voller Einfühlungsvermögen aber auch mit erstaunlicher Selbstverständlichkeit wird hier eine ungewöhnliche Beziehung geschildert (eigentlich zwei). Zwei Männer, die sich langsam an einander herantasten und schließlich ihren Gefühlen nicht mehr ausweichen können. Vorallen der Jüngere durchläuft einen Reifungsprozeß, während er lernt, sich zu seinem älteren Partner zu bekennen. Auch die durchaus häufigen Sexszenen strahlen eine große Selbstverständlichkeit und Natürlichkeit aus, sind aber auch mal heiß. Die Dialoge sind pointiert und mit Wortwitz (Phillip nach einem Seitensprung: Bitte, ich weiß nicht, was mich da geritten hat. - Chris.: Erspare mir die Details... oder Christoph genervt zur transsex. Anna: Frauen - Sie: Danke, Schatz. usw.) Am Rande fließen verschieden interessante Themen ein, wie die Kunstszene, Vorbehalte gegen Homosexualität, oder Geschlechterfragen, was dem Roman immer wieder Tiefe verleiht. Über den ausgereiften Stil von der Autorin muss man wohl nichts mehr sagen. Sie zeichnet sich durch eine ruhige, realistisch und ungekünstelte Erzählweise aus. Die Liebesgeschichte wird warmherzig und sehr realistisch erzählt, und ich habe die Beiden ins Herz geschlossen und wünsche ihnen eine glückliche Zukunft!

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  • Liebe fragt nicht

    Nur eine Frage der Liebe

    dieFlo

    Als Philip den Galeristen Christoph trifft, spürt er eine Anziehungskraft - da ist sofort Sympathie, doch ist er auch schwul? Seine Hand verursacht Wärme und beim Wiedersehen sind da sofort wieder diese Gefühle. Es war mein erster Roman von Jana Walther und mein erster über eine homosexuelle Beziehung - das vornweg. Philip verliebt sich in Christoph und beide landen sehr schnell im Bett. Auch wenn er ihn sehr mag, spucken immer wieder negative Gedanken in seinen Kopf herum. Was werden die anderen denken? Schließlich trennen beide 26 Jahre. Was passiert, wenn ich ihn meinen Freunden, meiner Familie vorstelle - all diese Fragen belasten Philip und er kann nicht mit Christoph darüber reden. Dabei müsste er ja merken, dass das Alter keine Rolle spielt. Es gibt so viele gemeinsame Interessen. Philip wird die Liebe finden und es bleibt die Frage, ob er Kraft hat, sie zu halten. Für mich hätte der Roman noch mehr Nähe und Gefühl haben können und dürfen. Beide Protagonisten kommen mit sehr viel Energie und Lebensfreude rüber und : man merkt eines und ich glaube, das war das Ziel. Liebe muss nicht nach dem Alter fragen, Liebe ist da und sie ist wunderbar. Man muss sie so annehmen, wie sie ist. Man sollte aufhören sich zu fragen, was andere denken, denn das Leben ist zu kurz, um darüber zu grübeln. Der Leser sollte sich auch auf ein paar Sexszenen einstellen, aber das gehört ja zur Liebe dazu ,-) Da ich 3,5 Sterne geben würde, runde ich hier auf!

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    • 3

    parden

    15. October 2014 um 09:06
  • Nicht ganz so gut, wie J. Walthers andere Werke

    Nur eine Frage der Liebe

    Koriko

    13. October 2014 um 20:11

    Story: Auf der Suche nach einer Ausstellungsmöglich für die junge Künstlergruppe, der der 22-jährige Fotografiestudent Phillip angehört, spricht er den Galeristen Christoph an. Dieser kann die junge Gruppe zwar nicht in seine Räumlichkeiten aufnehmen, doch er vermittelt Kontakte zu anderen Aussteller und Kunstbegeisterten. Darüber hinaus lernen sich Phillip und Christoph näher kennen und schon bald wird aus ihrer Freundschaft mehr. Dass der Altersunterschied der beiden 26 Jahre beträgt und Christoph bereits auf die 50 zugeht, wirft jedoch schon bald erste Probleme auf. Phillips Freundeskreis und Familie, ebenso wie die eigene Unsicherheit der Studenten erschweren die Beziehung, aber auch Christoph ist sich unsicher, ob er dieser Liebe eine Chance geben soll ... Eigene Meinung: Mit dem Roman „Nur eine Frage der Liebe“ legte Jana Walther eine direkte Fortsetzung des Buches „Phillips Bilder“ vor, der 2013 im Deadsoft Verlag erschien. Auch „Benjamins Gärten“ gehört thematisch in das Kontinuum rund um Benjamin, Phillip und ihre Freunde. Daher lohnt es sich durchaus auch die anderen Romane von Jana Walther zu lesen, um alle Zusammenhänge zu kennen und die vielen Charaktere besser einordnen zu können. Nichtsdestotrotz kann „Nur eine Frage der Liebe“ auch für sich stehen, so dass man den Roman auch ohne größere Vorkenntnisse lesen kann. Wer Jana Walthers Bücher kennt, weiß, dass ihre Geschichten zumeist stiller und tiefgründiger sind, und sich erfreulicherweise fernab der üblichen Gay Romance Schiene bewegen. Dass „Nur eine Frage der Liebe“ auch autobiographische Züge aufweist, macht den Roman umso interessanter und lässt den Leser die Ereignisse teilweise mit anderen Augen sehen. Dennoch bleibt die Handlung an einigen Stellen etwas flach, was daran liegt, das die Autorin teilweise nur an der Oberfläche kratzt. Das Thema Altersunterschiede wird zwar behandelt und spielt eine zentrale Rolle, doch irgendwie hatte ich mir mehr erhofft. Die Beziehung zwischen Phillip und Christoph läuft recht problemfrei ab, die meisten Freunde akzeptieren die beiden als Pärchen sogar recht schnell. Sicher kommt es hin und wieder zu kleineren Vorfällen, missgünstigen Blick und Getuschel, aber alles in allem verläuft der Beginn ihrer Beziehung doch recht problemfrei. Hier hätte ich mir eine tiefergehende, sensiblere Betrachtung des Themas gewünscht. Stattdessen bekommt man recht viele erotische Szenen vorgesetzt, die zwar gut umschrieben und dank Janas Stil niemals platt wirken, aber dennoch zu oft eingebaut wurden. Gerade wenn man Jana Walthers andere Romane kennt, ist es auffällig, wie häufig Christoph und Phillip miteinander ins Bett fallen. Die Charaktere sind durchgehend interessant und liebenswert. Man schließt Phillip trotz seiner etwas ruppigen und unreifen Art schnell ins Herz, ebenso Christoph, der wesentlich gefestigter und sicherer durchs Leben geht. Dass Phillip dennoch manchmal etwas unsympathisch daherkommt, liegt zumeist daran, dass er sich nur schwer mit der Situation anfreunden kann und stark darauf achtet, wie sein Umfeld auf Christoph reagiert. Daher sind seine Reaktionen und Kommentare zumeist verständlich und gut nachvollziehbar. Christoph bildet einen sehr gutmütigen, ruhigen Gegenpart, wenngleich er hin und wieder auch ein wenig aus der Rolle des Älteren fällt und Dinge tut, die man nur schwer begreifen kann. Dennoch passt er gut zu Phil. Lediglich die Liebe zwischen den beiden ungleichen Persönlichkeiten will nicht recht überspringen. Irgendwie fehlt das ein wenig. Dafür sind die Nebenfiguren gut gelungen und toll ausgearbeitet. Eva und Anna, die im Laufe des Buches ein paar werden sind tolle, faszinierende Charaktere, über die man gerne mehr lesen würde. Ebenso Moritz, Phillips bester Freund, Benjamin und David, die einen längeren Gastauftritt bekommen und Seth, den man in „Phillips Bilder“ bereits kennengelernt hat. Leider beschränken sich die agierenden Figuren zum größten Teil auf Phillips Freunde, was schade ist. Ich hätte gerne mehr von Christophs Freundes- und Bekanntenkreis erfahren. Stilistisch gibt es wenig zu bemängeln – Jana Walther hat einen sehr feinen, tiefgängigen Stil, der sich ein wenig von dem ihrer bisherigen Bücher unterscheidet. Er ist etwas leichtgängiger geworden, was gut zur Geschichte passt und sich leichter lesen lässt, als beispielsweise „Im Zimmer wird es still“. Dennoch hebt sie sich angenehm von anderen Gay Romance Autoren ab, da ihren Büchern immer eine gewisse Qualität anhaftet und sie sich um realistische, lebendige Figuren und Liebesgeschichten bemüht. Dies gelingt ihr auch bei „Nur eine Frage der Liebe“ – das Buch ist gut und gefühlvoll geschrieben, in sich stimmig und lässt sich leicht lesen. Lediglich die ausführlichen Beschreibungen und das sommerleichte Feeling von „Benjamins Gärten“ und „Phillips Bilder“ vermisst man, da der vorliegende Roman mitten in der Großstadt spielt. Fazit: „Nur eine Frage der Liebe“ ist ein schöner Roman zum Thema Altersunterschiede, der durchaus etwas tiefgängiger und eingehender hätte sein können. Jana Walther spricht viele Dinge an, doch sie kratzt zu sehr an der Oberfläche. Dennoch lohnt sich das Buch aufgrund der liebenswerten, lebendigen Charaktere, der realistischen, vollkommen unkitschigen Liebesgeschichte und des soliden, feinen Schreibstils. Wer andere Romane der Autorin mochte, wird sich auch mit „Nur eine Frage der Liebe“ gut unterhalten fühlen, wer eine kritische Auseinandersetzung des Themas „Altersunterschiede“ sucht, wird mit diesem Werk nur teilweise glücklich. Dennoch lohnt sich das Lesen, wenn man ruhige, solide geschriebene Gay Lektüre mag.

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  • Männerliebe

    Nur eine Frage der Liebe

    esposa1969

    11. October 2014 um 17:36

    Hallo liebe Leser, im Rahmen einer Leserunde durfte ich wieder einmal ein Buch über gleichgeschlechtliche Liebe lesen: == Nur eine Frage der Liebe == Autorin: Jana Walther == Buchrückentext: == Als der junge Fotografiestudent Phillip den 26 Jahre älteren Galeristen Christoph kennenlernt, wird aus Sympathie schnell Freundschaft. Doch eigentlich ist da ein Knistern zwischen ihnen, eine Anziehung, der sich beide auf Dauer nicht entziehen können. Vor allem Phillip hat Bedenken - gibt er ihrer ungewöhnlichen Liebe eine Chance? Der Roman ist eine Fortsetzung von "Phillips Bilder", kann aber auch ohne die Vorgeschichte gelesen werden. == Leseeindrücke: == Obwohl ich den Vorgängerroman "Phillips Bilder" nicht gelesen habe, bin ich recht gut in die Handlung reingekommen und konnte den überschaubaren Protagonisten und ihren Handlungen Gedanken und Gefühlen gut folgen. Phillip ist 22 Jahre jung, Christoph 48 Jahre alt. Beide lernen sich in diesem Roman kennen. Neben der Affinität zu Bildern verbindet beide noch eine Gemeinsamkeit: Die gleichgeschlechtliche Gesinnung. So kommt es, wie es kommen muss: Beide beginnen eine Verhältnis miteinander, das eben auch oder besonders in sexueller Hinsicht harmoniert. Aber stehet der junge Fotografiestudent auch zu dem älteren Galeristen? Dafür bedarf es viel Mut und Rückgrat, aber all das ist eben nur eine Frage der Liebe…. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und inhaltlich nachvollziehbar. Die Handlung könnte wie aus einem Leben gegriffen sein, wirkt authentisch und schlüssig. Die Protagonisten werden charakterlich (und auch körperlich) detailliert beschrieben. Das Cover ist zeigt die beiden Protagonisten Phillip und Christoph, so dass wir uns beide während des Lesens auch bildhaft vorstellen können. Im Prinzip ist dieser Roman nichts anderes, als eben ein Liebesroman, nur eben unter gleichgeschlechtlicher Liebe. Insgesamt finden wir hier 36 angenehm handliche Kapitel verteilt auf 223 Seiten, die in gut leserlicher Großschrift verfasst sind. Ich habe mich ganz gut unterhalten gefühlt und vergebe sehr gerne 4 von 5 Sternen! 1 Stern ziehe ich ab, da mir die sexuellen Handlungen doch ein bisschen zu sehr ins Detail gingen. Bei einem Liebesroman mag ich eher von Liebe lesen und nicht zu detaillierten harten und intimen Männersex. Das ist mein einziger Kritikpunkt. Vielen Dank © esposa1969

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  • Rezension zu "Nur eine Frage der Liebe" von J. Walther

    Nur eine Frage der Liebe

    Nette71

    08. October 2014 um 20:09

    Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Dazu muss ich vielleicht sagen, dass ich ein bekennender Fan von Happy Ends und expliziten Sex-Szenen bin. In beiden Punkten bin ich voll auf meine Kosten gekommen. Es gibt nicht allzu viel Drama und viele schöne und abwechslungsreiche erotische Momente zwischen den beiden Protagonisten. Thema des Buches ist die Liebe, die auch einen sehr großen Altersunterschied von 25 Jahren zu überwinden vermag. Und dieser Titel „Nur eine Frage der Liebe“ lässt natürlich Erwartungen an den Inhalt des Buches entstehen. Die Geschichte zeigt im Wesentlichen die Entwicklung von Philip auf, dem jüngeren Mann, wie er sich schrittweise immer mehr zu Christoph als seinen Freund und Partner bekennt. Erst einmal sich selbst gegenüber, dann gegenüber Freunden und Familie und schließlich auch in der Öffentlichkeit. Wären da nicht die Erwartungen aufgrund des Titels, wäre die erzählte Geschichte für mich eine absolut runde Sache. Aber so suche ich natürlich nach der Liebe zwischen den beiden – und kann sie im Buch nicht wirklich finden. Es ist die Rede von ähnlichen Interessen (Kunst und Fotographie), sich gut unterhalten können und das Gegenüber attraktiv finden, okay. Aber ist das schon Liebe? Und kann man in einem so frühen Stadium der Beziehung schon von Liebe sprechen? Für eine „echte“ Liebesgeschichte hätten meiner Meinung nach beide Charaktere noch deutlicher herausgearbeitet werden müssen und das, was jeder so sehr an der Person des anderen (eben unabhängig vom Alter) liebt und schätzt. Und die Sicht von Christoph, dem älteren Mann, hätte ebenfalls Aufmerksamkeit verdient. Insofern mein Fazit: Eine schöne Geschichte nach meinem Geschmack - mit einem nicht ganz glücklich gewählten Titel.

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  • Rezension zu "Nur eine Frage der Liebe" von J. Walther

    Nur eine Frage der Liebe

    Danny

    05. October 2014 um 12:19

    Bei dem Versuch Räumlichkeiten für eine Ausstellung zu finden, begegnet der junge Fotografiestudent Phillip dem wesentlich älteren Galeristen Christoph. Aus der anfänglich gemeinsamen Liebe zur Kunst wird schnell eine Beziehung. Doch vor allem Phillip hat Bedenken - kann ihre Liebe bei dem großen Altersunterschied wirklich Bestand haben? *** "Nur eine Frage der Liebe" war mein erster Roman von J.Walther und es ist die Fortsetzung von "Phillips Bilder". Jedoch muss man diesen Roman nicht zwingend gelesen haben, um "Nur eine Frage der Liebe" folgen zu können. Das Thema Altersunterschied ist sicher ein Thema, dass schon oft bearbeitet wurde. Aber an sich eine wirklich spannende Thematik. Daher hatte ich mich auf das Buch gefreut und gespannt mit dem Lesen begonnen. Doch leider musste ich feststellen, dass das Buch für mich persönlich leider nix ist. Dies ist bei weitem nicht die erste Gay Romance, die ich gelesen habe, aber irgendwie kam ich mit Buch an sich nicht zurecht. Vor allem der Protagonist Phillip hat mich garnicht überzeugen können. Er blieb für mich das ganze Buch über zu unreif, ich-bezogen und oberflächlich gezeichnet. Auch die Liebesbeziehung zwischen beiden war für mich zu sehr auf das Körperliche bezogen. Der Sex zwischen beiden scheint toll zu sein, aber mir haben die Gefühle zwischen den Protagonisten gefehlt. Ich fand die Beziehung nicht überzeugend oder nachvollziehbar. Auch gab es so viele fragwürdige Syntaxkonstruktionen, dass es mir teilweise beim Lesen die Haare zu Berge stehen ließ. Einzig die Nebencharaktere Anna und Eva haben für mich noch zwei Sternchen herausholen können. Auch wennihre Geschichte nur wenig Platz in dem Buch gefunden hat, so waren sie doch für mich sehr spannende Charaktere.

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  • Leserunde zu "Nur eine Frage der Liebe" von J Walther

    Nur eine Frage der Liebe

    Chica 75

    Ich möchte mitlesen, weil mich dieses Thema aus persönlichen Gründen interessiert. Weil ich finde, wir sollten toleranter sein, obwohl das nicht das richtige Wort ist. Denn Toleranz kommt vom lateinischem "erdulden", "ertragen".  Aber ich finde nicht, dass ich homosexuelle Menschen dulden oder ertragen sollte...ich will MIT ihnen LEBEN. Seite an Seite, als Freunde und als Familie. Denn, ich bin so wie ihr, ihr seid so wie ich: "Ein MENSCH". 

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