J Walther Phillips Bilder

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Inhaltsangabe zu „Phillips Bilder“ von J Walther

Eigentlich sollte Phillip eine Ausbildung zum Fotografen bei seinem Vater beginnen. Er würde zwar lieber studieren - aber reicht sein Talent dafür? Er geht der Entscheidung aus dem Weg und macht es sich bei Freunden in der Hängematte bequem. Dort trifft er auf den attraktiven, ungezwungenen Seth. Phillip stürzt sich in eine leidenschaftliche Affäre, aber Seth bewahrt lieber seine Geheimnisse. Und dann sind da noch seine Gastgeber Benjamin und David, die auf Phillip schon lange eine starke Anziehungskraft ausüben ... "Phillips Bilder" kehrt zurück in die Welt von "Benjamins Gärten", erzählt aber eine eigenständige Geschichte.

Eine 'Reifeprüfung' auf dem Lande - sprachlich fulminant in Szene gesetzt.

— joto444
joto444

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    Phillips Bilder
    joto444

    joto444

    02. May 2014 um 11:20

    Ich bin verblüfft! Einfache klare Sätze. Simple Beschreibungen. Fast dokumentarisch geschilderte Beobachtungen, bisweilen spröde, nie aufgeregt. Kein Wort zuviel - und in meinem Kopf entsteht ein Kosmos! Farben, Geschmack, Bilder, Düfte, Emotionen! Wie kann das sein? Wie schafft sie das, die Autorin. Selbst die Geschichte kommt eigentlich ganz unaufgeregt daher, entwickelt eine gewisse Beiläufigkeit, ist frei von großem Drama, tiefschürfenden Erkenntnissen - und trifft doch mitten ins Herz. Walther ist so dicht bei ihren Helden, so fein bei ihren Beobachtungen, so liebevoll beim Zeichnen von Nouancen, dass all das kleine ganz groß wird. Die Wiese lebt, sie sirrt, ist intensiv, sie duftet. Man spürt jeden Knoten der Hängematte, das Gewicht des Katers ... Walther gelingt etwas ganz seltenes. Sie würdigt den Moment - und es gelingt ihr vortrefflich. Ein Erlebnis!

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  • Phillips Bilder

    Phillips Bilder
    Manu2106

    Manu2106

    22. March 2014 um 16:24

    "Phillips Bilder" ist eine lose Fortsetzung von "Benjamins Gärten", ich kenne "Benjamins Gärten" nicht, und habe mich trotzdem ganz gut in dieser Geschichte zurechtgefunden, es ist also nicht zwingend notwendig "Benjamins Gärten" zu kennen. Phillip ist zwanzig, fotografiert sehr gerne, und muss sich langsam entscheiden, ob er studieren möchte, oder bei seinem Vater ins Fotogeschäft einsteigt. Es ist Sommer, und Phillip landet mehr durch Zufall bei Benjamin und David, die er aus früheren Zeiten noch kennt, verlebt einige Tage bei und mit ihnen, mehr oder weniger im Garten, dort trifft er auf den geheimnisvollen Seth, und verguckt sich in ihn, und auch Seth scheint nicht abgeneigt zu sein, doch kann sich zwischen den beiden wirklich etwas entwickeln? Sehr schön finde ich die Beschreibungen die die Autorin hier gemacht hat. Da Phillip ja sehr viel fotografiert muss es ja auch irgendwie beschrieben werden, was er gerade sieht, das wurde hier sehr gut gemacht, ich konnte mir die Bilder sehr gut vorstellen die Phillip gemacht hat. Ich wurde während des lesens eigentlich auschliesslich von Bildern überfluetet, das war herrlich, mein Kopfkino hat sich gefreut. Die Charaktere sind sympathisch, und sehr unterschiedlich vom Typ und Charakter, ich fand sie alle recht angenehm. Ich hätte mir ein wenig mehr Hintergründe, vorallem von Seth gewünscht, ich glaube dann hätte ich sein Handeln etwas besser verstanden, so bleib ich ein wenig unwissend und unbefriedigt zurück. Von Phillip erfährt man ein wenig aus seiner Vergangenheit, nicht zuviel, aber genug um der Geschichte zu folgen. Den Schreibstil fand ich ein wenig ungewöhnlich, zu beginn fand ich es alles etwas abgehackt; kurz und knackig geschrieben, aber man gewöhnt sich sehr schnell daran, die Geschichte lässt sich dennoch flüssig lesen. Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Phillip, so das wir Einblicke bekommen in seine Orientierungslosigkeit und seine Gefühlswelt. DIe erotischen Passagen wurden sehr schön beschrieben, ohne verschnörkelte Worte. Die Geschichte umfasst 152 Seiten, und diese sind in 16, nicht zu kurz oder zu lange Kapitel aufgeteilt. "Phillips Bilder" ist eine schöne Geschichte, die die man zwischendurch wirklich gönnen kann, ich hatte ein paar schöne Lesestunden, kann ich nur empfehlen.

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  • Buchverlosung zu "Phillips Bilder" von J. Walther

    Phillips Bilder
    J_Walther

    J_Walther

    Liebe Lovelybooks-LeserInnen, Ich verlose drei signierte Taschenbücher meines 3. Romans Phillips Bilder, erschienen im Dead soft Verlag. Die Preisfrage: Welche vegetarischen Gerichte kocht David im Buch? (Die Rezepte sind etwas versteckt auf meiner Homepage www.janas-seiten.de zu finden.) Die Antwort könnt Ihr bis zum 12. März senden an: benjamins.gaerten@gmx.net oder hier auf Lovelybooks per PN. Mitmachen kann natürlich jede/r - ich wünsche viel Erfolg! Der Roman ist eine indirekte Fortsetzung meines Debütromans Benjamins Gärten, erzählt aber eine eigenständige Geschichte: Eigentlich soll Phillip eine Ausbildung zum Fotografen bei seinem Vater beginnen. Er würde zwar lieber studieren aber reicht sein Talent dafür? Er geht der Entscheidung aus dem Weg und macht es sich bei Freunden in der Hängematte bequem. Dort trifft er den attraktiven, ungezwungenen Seth. Phillip stürzt sich in eine leidenschaftliche Affäre, aber Seth bewahrt lieber seine Geheimnisse. Und dann sind da noch seine Gastgeber Benjamin und David, die auf Phillip schon lange eine starke Anziehungskraft ausüben ...

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    • 10
  • Gelungene Fortsetzung

    Phillips Bilder
    Koriko

    Koriko

    19. November 2013 um 11:02

    Story: Phillip ist zwanzig Jahre alt, schwul und weiß nicht so recht wohin er in seinem Leben will. Da ihm das Fotografieren gefällt, erwägt er ein entsprechendes Studium, während sein Vater darauf hofft, dass sein Sohn eine Ausbildung in seinem Fotogeschäft macht, um dieses irgendwann zu übernehmen. Mit sich selbst unzufrieden, geht er einer Entscheidung aus dem Weg und nistet sich für einige Tage bei Benjamin und dessen Lebenspartner David ein, die er nur flüchtig aus seiner Kindheit kennt. In Benjamins Garten trifft er auf den unkomplizierten Seth, den nicht nur einige Geheimnisse umgeben, sondern der ihn über die Maße fasziniert. Ohne über die Konsequenzen nachzudenken beginnt er eine Affäre mit Seth, doch er bemerkt schnell, dass er den jungen Mann nicht dauerhaft an sich binden kann. Zudem ist er noch immer von Benjamin und David fasziniert, was für zusätzliches Gefühlschaos sorgt … Eigene Meinung: Mit „Phillips Bilder“ legt Jana Walther eine lose Fortsetzung von „Benjamins Gärten“ vor und entführt den Leser erneut in das sommerliche Dorf, in dem auch ihr Debütroman spielte. Man muss „Benjamins Gärten“ nicht zwingend kennen, doch es ist durchaus hilfreich, um die Querverbindungen und die vielen Andeutungen und Hintergründe besser verstehen zu können. Für diejenigen, die Jana Walters erstes Buch bereits kennen, ist es eine schöne Fortsetzung, die aufklärt, wie es Benjamin in den letzten Jahren ergangen ist, immerhin ist dieser unterdessen Mitte 20 und steht mit beiden Beinen im Leben. Dennoch ist er nicht der Hauptcharakter der Geschichte. Wie der Titel schon suggeriert geht es um Phillip – Benjamin und David sind eher wichtige Nebenrollen, die einen stimmungsvollen Rahmen für Phillips Entwicklung geben. „Phillips Bilder“ ist eine sehr schöne, intensive Coming-of-the-Age Story, in der es viel wichtiger ist, wie sich der Hauptcharakter entwickelt. Dementsprechend intensiv sind die Beschreibungen seiner Gefühle und Gedanken. Der Leser erfährt viel über Phillip, seine Probleme und seine Orientierungslosigkeit, die wahrscheinlich viele junge Leute in seinem Alter plagt. Wie schon bei „Benjamins Gärten“ ist die Geschichte ruhig, in sich stimmig und sehr atmosphärisch. Jana Walther legt weniger Wert auf eine kontinuierliche Handlung, als auf die Entwicklung ihrer Charaktere, so dass auf den ersten Blick nicht viel passiert. Der Roman umfasst grob die Zeitspanne einer Woche und in dieser Zeit lässt sich Phillip vorwiegend treiben, sinniert über sein Leben und versucht eine Entscheidung zu treffen. Sein Kontakt zu Seth bringt seine Gefühlswelt gehörig durcheinander, doch niemals wird Jana Walther kitschig oder unrealistisch. Wie schon in ihren anderen Romanen gelingt es der Autorin die Charaktere gänzlich normal und nachvollziehbar zu gestalten. Es gibt weder große Liebesschwüre noch ausgewalzte Sexszenen. Alles kommt natürlich und still daher, ohne dass dieser Part der Geschichte unnötig ausgedehnt wird. Auf diesem Weg baut die Autorin durchaus eine ruhige Romanze in die Handlung ein, ohne ihren Charakter und dessen Entwicklung aus den Augen zu verlieren. Denn Phillips Gefühlswelt umfasst nicht nur Seth und sein Interesse an Benjamin und David, sondern auch seine Unentschlossenheit hinsichtlich seiner Zukunft, den Tod seiner Mutter und das gespannte Verhältnis zu seinem Vater. Phillip, der Ich-Erzähler der Geschichte, wirkt ein wenig unnahbar, ziellos und antriebslos. Dies ändert sich im Laufe der Zeit, als er wieder beginnt zu Fotografieren und seine Umgebung mit anderen Augen wahrzunehmen. Er entwickelt sich spürbar weiter, auch wenn dies nur durch kleine Andeutungen und indirekte Hinweise erfolgt. Der Leser muss bei Phillip durchaus zwischen den Zeilen lesen, um seinen Charakter und seine Gedanken vollständig zu erfassen. Mit Seth stellt die Autorin einen ungewöhnlichen jungen Mann vor, der frei in den Tag hineinlebt ohne sich um jemanden Gedanken zu machen. Er ist in seiner Freiheit und Ungezwungenheit in gewisser Weise das Gegenteil von Phillip, wenngleich es viele Aspekte gibt, in denen sich die beiden komplett unterscheiden. Dies macht das Zusammenspiel der beiden interessant und sorgt für eine ganz besondere Dynamik. Auch die anderen Figuren sind interessant und tiefgründig. Benjamin, der man als unsicheren und ziellosen jungen Mann in „Benjamins Gärten“ kennengelernt hat, hat seinen Platz im Leben gefunden. Für den Leser ist es spannend ihn aus Phillips Sicht neu kennenzulernen. Auch David, der in Jana Walthers Debüt nur am Rande vorkam, ist eine interessante neue Figur, die sich sehr gut in die kleine, idyllische Welt einfügt. Wer Jana Walthers Bücher kennt, weiß um ihren eleganten, ungewöhnlichen Stil, der auch „Phillips Bilder“ angenehm aus der breiten Maße heraushebt. Sicherlich ist ihr Schreibstil Geschmackssache, weswegen es sich empfiehlt im Vorfeld einen Blick in die Leseprobe zu werfen, doch er passt sehr gut zum Thema und den Figuren. Die Autorin arbeitet mit kurzen, stimmungsvollen Sätzen, verzichtet auf übermäßige Schnörkel und erzählt die Geschichte unverblümt und direkt. Hin und wieder verwirrt der Wechsel zwischen zweiter und dritter Person, wenn Phillip Seth beschreibt (sprich mal als du, mal als er), doch daran gewöhnt man sich schnell, da Jana Walther dieses Stilmittel öfter benutzt, um zu zeigen, wann Phillip sich Seth besonders nahe fühlt und wann er ihn distanzierter wahrnimmt. Neben den sehr stimmungsvollen, atmosphärischen Szenen und Dialogen zwischen den Figuren, verliert sich die Autorin oftmals in den Beschreibungen der Örtlichkeiten, so dass man sich sowohl Benjamins Haus und Garten, als auch die alte Fabrik und die Umgebung sehr gut vorstellen kann. Jana Walther erweckt mit einfachen, treffenden Worten das sommerliche Dorf zum Leben. Als Leser spürt man die Hitze der Sonne, hört den Wind in den Bäumen und den Kater Jurek im Gras. Wie schon bei „Benjamins Gärten“ erlebt man die Geschichte sehr nah und intensiv, was „Phillips Bilder“ zu einer sehr guten Fortsetzung und einem wundervoll geschrieben Roman macht. Fazit: Mit „Phillips Bilder“ gelingt Jana Walther eine stimmungsvolle, atmosphärisch dichte und überzeugende Fortsetzung ihres Debüts, bei dem einmal mehr die Charaktere und deren Entwicklung im Zentrum stehen. Dank des eleganten, anspruchsvollen Schreibstils und der ruhigen Thematik ist der Roman eher etwas für Fans anspruchsvollerer Literatur, im Stil von André Aciman und Alain Claude Sulzer. Zu empfehlen.

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  • Leserunde zu "Phillips Bilder" von J Walther

    Phillips Bilder
    J_Walther

    J_Walther

    Zusammen mit dem Dead soft Verlag möchte ich zu einer Leserunde meines dritten Romans Phillips Bilder einladen. Es ist meine erste Leserunde und ich bin sehr gespannt! Inhalt Eigentlich soll Phillip eine Ausbildung zum Fotografen bei seinem Vater beginnen. Er würde zwar lieber studieren – aber reicht sein Talent dafür? Er geht der Entscheidung aus dem Weg und macht es sich bei Freunden in der Hängematte bequem. Dort trifft er den attraktiven, ungezwungenen Seth. Phillip stürzt sich in eine leidenschaftliche Affäre, aber Seth bewahrt lieber seine Geheimnisse. Und dann sind da noch seine Gastgeber Benjamin und David, die auf Phillip schon lange eine starke Anziehungskraft ausüben... Phillips Bilder basiert lose auf meinem ersten Roman Benjamins Gärten, erzählt aber eine eigenständige Geschichte, so dass man beide Romane getrennt lesen kann. Phillips Bilder ist ein Coming-of-age Roman über Freundschaft, das Finden der eigenen Berufung und eine Sommerliebe, die in dezent-erotischen Bildern geschildert wird. Eine Leseprobe findet ihr auf meiner Homepage janas-seiten.de Buchverlosung Der Verlag stellt fünf Taschenbücher und fünf eBooks zur Verfügung. Bitte schreibt in Eure Bewerbung, was davon ihr bevorzugt. Ich freue mich auf Eure Beteiligung! PS: Hier noch ein Buchtrailer zu Benjamins Gärten, der wie ich finde die Stimmung beider Bücher gut wiedergibt:

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    • 138
  • Sommergrün

    Phillips Bilder
    Karopel

    Karopel

    30. October 2013 um 16:04

    Es ist Sommer. Ein junger Mann namens Phillip ist auf der Suche nach sich selbst. Studieren oder ins väterliche Geschäft einsteigen? Auf diesem Weg begleiten ihn Benjamin und David, bei denen er vorübergehend wohnt. Sie führen eine Beziehung, bei der der eine noch etwas unsicher scheint, besonders als des anderen Ex auftaucht. Was sein Partner jedoch spürt. Er signalisiert ihm immer wieder mit kleinen Gesten, dass er ihn an seiner Seite sehen möchte. Nicht seinen Ex. Ein anderer kommt ins Spiel. Ein leichtlebiger junger Mann, der nach seinen eigenen Regeln spielt. Der außer der Stärke seiner Ausstrahlung nicht viel besitzt. Und wie es so ist, er und Phillip kommen sich schon bald näher. Und gerade der bunte Seth ist es, der Philipp mit wenigen Sätzen zum Nachdenken bringt. Insgeheim denkt der darüber nach, wie es mit Seth auf Dauer klappen könnte. Doch er muss bald schmerzlich erfahren, dass dieser sein eigenes Ding durchzieht. Seths Reaktion/Aktion lässt Phillip jedoch wachsen. Er trifft nach einigem Hin und Her, endlich eine Entscheidung, was seine berufliche Laufbahn betrifft, bei der er merkt, dass sie die Beste für ihn ist. Phillip wirkt zuerst unsicher. Doch dies fällt bald von ihm ab. Und Neugier macht sich in ihm breit. Manchmal erscheint er mir ein wenig phlegmatisch, gleichgültig. Aber diese Eigenschaft rettet ihn mehr oder weniger vor seiner Verletzlichkeit. Zuletzt ist er auf dem besten Weg zu sich selbst. Im Gesamtbild hat die Autorin einen starken Charakter erschaffen. Wie war mein erster Eindruck beim Lesen? Mir fiel sofort nur ein Wort ein. Ruhe. Eine schöne Unaufgeregtheit. Bisher begegnete ich nicht oft einem so ruhigen Schreibstil. Und doch spürt man durchaus Temperament dahinter. Keine Aussage, die zusammenpasst? Doch, weil eben in diesem ruhigen Fluss recht viel passiert. Da ist man gut beraten, man schaut nicht nur oberflächlich hin, sondern auch tiefer. Weil da Sätze stehen, die einem aufhorchen lassen. Weil die Bedeutungen einem ins Auge springen. Die Autorin zeichnet Bilder. Sie sind sofort fest verankert. Auch was die Kulisse ihrer Geschichte betrifft, so ist sie wunderbar gewählt. Wo kann man besser Nachdenken, als in der Natur? Auch wie das Häuschen beschrieben wurde, hier möchte man gerne zum sonntäglichen Kaffee und Kuchen einfallen. Und das bestimmt nicht nur im Sommer! Fazit: Ein Buch, das ich mit Sicherheit immer mal wieder gerne zur Hand nehmen werde! Ich gestehe, ich las zum ersten Mal etwas von J.Walther. Und das, was ich jetzt las, macht mich neugierig auf mehr. Demnächst werde ich mit Sicherheit in -Benjamins Gärten- wandeln! Vielen Dank, das ich hier dabei sein durfte!

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  • Ein sanfter Bilderfluss mit emotionaler Tiefe

    Phillips Bilder
    marstraveller

    marstraveller

    21. October 2013 um 12:11

    Für alle, die „Benjamins Gärten“ von J. Walther geliebt haben und wissen möchten, wie die Titelfigur sich weiterentwickelt hat, ist „Phillips Bilder“ ein uneingeschränkter Lesegenuss. Aber auch für alle Leser, die den Debütroman nicht kennen und die eine gelungene Coming-of-Age-Geschichte zu schätzen wissen, ist das neue Buch der Autorin eine wunderbare Bereicherung. Die Handlung ist ungefähr vier Jahre nach „Benjamins Gärten“ angesiedelt, der Hauptschauplatz ist wieder die Natur, insbesondere Benjamins Garten. Viele Motive des Debütromans werden wieder aufgenommen, erhalten aber eine neue Akzentuierung, so dass man nie den Eindruck von Redundanz hat, sondern es sich eher anfühlt, als kehre man an bekannte Orte zurück und begegne dort erneut den lieb gewonnenen Menschen, Tieren und Dingen. Alle Figuren aus „Benjamins Gärten“ tauchen auch im dritten Roman der Autorin auf; man erfährt, was aus ihnen geworden ist und erhält Einblicke in ihr jetziges Leben. Benjamin spielt eine zentrale Rolle, steht aber, wie der Titel „Phillips Bilder“ schon suggeriert, nicht im Mittelpunkt der Handlung. Er bildet zusammen mit seinem Freund gleichsam nur den Rahmen für Phillips Geschichte, vor allem aber stellen sein Haus und sein Garten und nicht zuletzt seine Hängematte :) die wunderschöne Kulisse für die Handlung dar. Die Titelfigur, die sich in einer Phase der Orientierungslosigkeit an der Schwelle zum Erwachsenwerden befindet, landet mehr zufällig als gezielt in Benjamins Garten und verbringt dort etwa vierzehn Tage, in denen sie ein wenig in den Tag hinein lebt, neue Menschen kennen lernt, sich auf eine heiße Affäre mit einem geheimnisvollen und sehr anziehenden jungen Mann einlässt und sich schließlich über sich selbst und ihren möglichen Platz im Leben ein wenig klarer wird. Dadurch dass dem Leser das Geschehen ausschließlich aus Phillips Perspektive vermittelt wird, gewährt die Autorin auf eindringliche und anschauliche Weise einen Einblick in die Erlebniswelt und Psyche des Heranwachsenden. Ähnlich wie in „Benjamins Gärten“ steht auch in diesem Roman jedoch nicht die Selbstreflexion des Protagonisten im Vordergrund, sondern sein Blick auf die ihn umgebende Alltagswelt. Aus der Art, wie er diese wahrnimmt und welche Details im Vordergrund stehen, kann der Leser Rückschlüsse auf Phillips Innenwelt ziehen. Der Blick des Protagonisten ist dabei häufig durch seine Liebe zur Fotografie geprägt. Er nimmt seine Umgebung stellenweise nur durch den Sucher wahr und verleiht ihr dadurch seine persönliche Interpretation. Die Erzählweise ist still, unaufdringlich, wie ein ruhiger Fluss; sie öffnet den Blick für die kleinen Gesten des Alltags, in denen sich jeweils ein Meer von Bedeutungen spiegelt. Vieles wird nur angedeutet und fordert den Leser dadurch auf, zwischen den Zeilen zu lesen und den Subtext zu erfassen. Die Dialoge sind knapp, nur auf das Wesentliche reduziert, der Hauptakzent liegt auf den Wahrnehmungen der Titelfigur, die so verdichtet vermittelt werden, dass sie den Leser einerseits vollständig in die Geschichte eintauchen lassen und ihm andererseits ein breites Spektrum an Deutungsmöglichkeiten eröffnen. Auch wenn Phillip als Figur meiner Einschätzung nach weniger Tiefe besitzt als der Protagonist des Debütromans „Benjamins Gärten“ und für meinen Geschmack die Geschichte etwas zu versöhnlich endet, kann ich dieses Buch uneingeschränkt allen empfehlen, die sich von einer ruhigen, stellenweise fast meditativen Erzählweise und einer warmherzigen Coming-of-Age-Story fesseln und begeistern lassen möchten.

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  • Unverwechselbarer Stil

    Phillips Bilder
    Rosha

    Rosha

    21. October 2013 um 11:42

    Die Autorin pflegt einen unverwechselbaren Stil. Ihre Sätze sind Miniaturen, ihr Buch wirkt wie ein Fotoalbum, so plastisch und deutlich habe ich die Szenen vor Augen. Diese Darstellungsweise passt sehr gut zum Protagonisten: Phillip fotografiert leidenschaftlich gern. Wir erleben seinen Blick auf die Welt durch den Sucher eines Fotoapparates. Aber nicht die Suche nach den passenden Motiven ist es, die ihn beschäftigt, sondern die Suche nach dem richtigen Lebensweg. Als 20-jähriger steht er an der Schwelle zu seiner Zukunft. Zwei Optionen sind es, die sich ihm bieten. Mit in das Fotogeschäft seines Vaters einzusteigen und dort eine Ausbildung zu absolvieren oder ein Studium zu beginnen. Das Gefühl, Erwartungen des Vaters erfüllen zu müssen, eigene Träume und Wünsche, aber auch das mangelnde Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten hüllen Phillip in einen Kokon der Unentschlossenheit. Erschwerend kommt hinzu, dass der Tod der Mutter das Verhältnis zwischen Vater und Sohn aus dem Gleichgewicht gebracht hat. Phillip lebt ziemlich isoliert. Sein Coming-out hat zwischen ihm und seinem besten Freund Moritz eine Distanz bewirkt, unter der er leidet, gegen die er aber auch nichts unternommen hat. Gerne nimmt Phillip die Einladung von Benjamin und David an, bei ihnen auf ein paar Tage zu bleiben. David ist der große Bruder seines Freundes Moritz. Was Phillip als Aufschub sieht, sich letztendlich der Entscheidung für seinen Lebensweg zu stellen, wird zur Katharsis. Phillip lernt Seth kennen und ist von ihm fasziniert. Doch dessen unverbindliches Benehmen und seine Marotte, zu kommen und zu gehen wie es ihm beliebt, stürzen Phillip in ein Gefühlskarussell der ganz anderen Art. David und Benjamin nehmen in diesem Chaos eine beschützende und Halt gebende Rolle ein. Es ist Sommer und das Geschehen des Romans findet fast ausschließlich im Freien statt. Ich habe beim Lesen geschwelgt in Stimmungen und Bilderfluten. An Seiten ein knappes Buch, ist es doch übervoll an sinnlichen Empfindungen. Jedes Wort sitzt, hat seine Berechtigung und gleichzeitig Bedeutung. Hier wurden Sätze destilliert und gerade deshalb liegt in dieser Geschichte viel Intensität. „Phillips Bilder“ ist nur eine lose Fortsetzung von „Benjamins Gärten“ und kann eigenständig gelesen werden. Trotzdem bin ich froh, die Reihenfolge beim Lesen eingehalten zu haben und Benjamins Schicksal aus dem ersten Band hier wunderbar weitergeführt lesen zu können.

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  • Interessanter Schreibstil & viele Bilder

    Phillips Bilder
    Romanticbookfan

    Romanticbookfan

    18. October 2013 um 14:08

    Philips Bilder ist die lose Fortsetzung von Benjamins Gärten, kann aber auch gelesen werden ohne diesen Teil zu kennen. Philip ist 20 Jahre alt und schwul. Nachdem seine Mutter an Krebs gestorben ist, ist er etwas ziellos und kann sich nicht entscheiden, ob er Fotografie studieren soll oder bei seinem Vater in dessen Fotogeschäft einsteigt. Er kommt für ein paar Tage bei Benjamin und David unter und lernt bei ihnen auch Seth kennen, mit dem er eine Affäre beginnt. Gerade der Schreibstil der Autorin ist etwas ungewöhnlich. Es kommt einem so vor, als ob man als Leser Momentaufnahmen zu sehen bekommt, wie eine Fotoserie, die die Autorin für uns macht. Generell ist die ganze Geschichte sehr gegenwartsbezogen, d.h. man erfährt eher weniger Hintergründe über Phillip und auch nicht über Seth. Ich muss sagen, dass dies mir etwas gefehlt hat; das hätte mir auch geholfen, Seth Verhalten manchmal nachzuvollziehen. Generell arbeitet die Autorin auch mit wiederkehrenden Motiven und Bildern, jedoch muss ich gestehen, dass dies nicht so "meins" ist.  Ich würde jedem empfehlen, mal ins das Buch reinzulesen, schon nach ein paar Seiten kann jeder entscheiden, ob er den Stil der Autorin mag. Das Ende hat mich nicht 100 % befriedigt zurück gelassen, einfach weil noch einige Punkte ungeklärt geblieben sind. Fazit: Phillips Bilder zeichnet ein einzigartiger Schreibstil aus, der sich sehr auf die Gegenwart und die jeweilige Situation konzentriert. Die Geschichte erzählt mehr eine Affäre (als eine Liebesgeschichte) zwischen Phillip und Seth, aus der sich evtl. mehr entwickeln kann. Die Hintergründe der Personen werden nur angedeutet, was sicher der starken Fokussierung des Geschehens auf die Gegenwart geschuldet ist.

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  • Phillips Bilder

    Phillips Bilder
    sunflower130280

    sunflower130280

    17. October 2013 um 12:35

    Inhalt : Eigentlich soll Phillip eine Ausbildung zum Fotografen bei seinem Vater beginnen. Er geht der Entscheidung aus dem Weg und macht es sich bei Freunden in der Hängematte bequem. Dort trifft er den attraktiven, ungezwungenen Seth. Phillip stürzt sich in eine leidenschaftliche Affäre, aber Seth bewahrt lieber seine Geheimnisse. Und dann sind da noch seine Gastgeber Benjamin und David, die auf Phillip schon lange eine starke Anziehungskraft ausüben... Meine Meinung :  Nach J.Walthers "Benjamins Gärten" kommt jetzt der neue Roman "Phillips Bilder". Eine würzige Mischung aus Erotik und Freundschaft J. Walther erzählt die Geschichte von dem schwulen Phillip. Er kehrt nach einem Jahr zurück in die kleine Provinz um im Fotogeschäft seines Vaters eine Ausbildung zu beginnen. Er legt einen Zwischenstopp bei Benjamin und David ein beginnt wieder mit dem Fotografieren. Phillip muss sich entscheiden, Ausbildung bei seinem Vater oder reicht sein Talent aus um zu studieren? Bei Benjamin und David lernt er den Einzelgänger Seth kennen und verliebt sich in ihn. Die beiden beginnen eine heiße Affäre Bei einem Kurztrip nach Italien muss Phillip zusehen wie Seth mit einem Mädchen Sex hat und wird damit sehr verletzt. Benjamin und David geben ihm Halt und erleben zusammen eine gemeinsame Nacht. Zusammen mit Freunden planen sie eine Ausstellung in einer alten Fabrik, wo auch Phillip seine Fotos ausstellen soll. Auch Seth ist mit von der Partie... Wie wird sich Phillip nach dieser Ausstellung entscheiden? Ausbildung oder studieren?Gibt es ein Happy End für Phillip und Seth?

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