J. D. Salinger

 3.8 Sterne bei 2,070 Bewertungen
Autor von Der Fänger im Roggen, The Catcher in the Rye und weiteren Büchern.
J. D. Salinger

Lebenslauf von J. D. Salinger

Der Autor des drittgrößten US-Bestseller aller Zeiten: Der amerikanische Schriftsteller Jerome David Salinger wurde 1919 in New York geboren. Salingers Vater war polnisch-jüdischer Abstammung und seine Mutter schottisch-irischer. Seine Mutter konvertierte vor ihrer Hochzeit zum Judentum. Er besuchte eine Privatschule in Manhattan und ging anschließend auf die Valley Forge Military Academy in Wayne, Pennsylvania. Erste schriftstellerische Versuche unternahm er in der Kadettenzeitschrift "Crossed Sabres." Anschließend reiste er für 5 Monate nach Europa, wo eine Ausbildung in einer Metzegrei machte um darauf vorbereitet zu werden das Importunternehmen seines Vaters zu übernehmen ging er zurück. In Amerika studierte er in Collegeville und an der Columbia Universität. Er verließ beide Universitäten ohne Abschluss, veröffentlichte jedoch seine erste Kurzgeschichte im Story Magazin. 1941 wurde er von der Army eingezogen und nahm im Frankreich aktiv am Kriegsgeschehen teil. Nach Ende des Krieges verbrachte er einige Zeit in psychiatrischer Behandlung, da er die Kriegserlebnisse nicht so einfach verarbeiten konnte. Da er sehr gut Deutsch sprach wurde er im fränkischen Gunzenhausen stationiert. Dort heiratete er die Ärztin Sylvia Welter. Die Ehe hielt aber nur kurze Zeit. Zurück in Amerika heiratet er die 19-jährige Psychologie-Studentin Claire Douglas, die im 2 Kinder gebar. Beide Kinder wurden schriftstellerisch tätig und seine Tochter veröffentlichte ihre Erinnerungen an ihren Vater in ihrem Buch "Dream Catcher." Nach 12 Jahren ließ sich Salinger erneut scheiden und begann eine längere Affäre mit der Yale Studentin Joyce Maynard die in ihrem Buch "at home in the world" von dieser Beziehung berichtet. Ende der 80er Jahre heiratete er zum 3. Mal die Krankenschwester Colleen O’Neill. Nach dem Erfolg von die Fänger im Roggen, lebte er vollkommen zurückgezogen und verbarg sich hinter hohen Mauern in Cornish. Am 27. Januar 2010 starb er eines natürlichen Todes in Cornish, New Hampshire.

Alle Bücher von J. D. Salinger

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Der Fänger im Roggen

Der Fänger im Roggen

 (1,420)
Erschienen am 02.01.2004
Franny und Zooey

Franny und Zooey

 (125)
Erschienen am 01.02.2008
Die jungen Leute

Die jungen Leute

 (16)
Erschienen am 01.03.2015
The Catcher in the Rye

The Catcher in the Rye

 (419)
Erschienen am 29.04.2011
Nine Stories

Nine Stories

 (12)
Erschienen am 18.03.2011
Franny and Zooey

Franny and Zooey

 (11)
Erschienen am 09.06.2008
For Esme - With Love & Squalor

For Esme - With Love & Squalor

 (2)
Erschienen am 04.08.1994

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Neue Rezensionen zu J. D. Salinger

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Unzertrennlichs avatar

Rezension zu "Der Fänger im Roggen" von J. D. Salinger

Der Fänger im Roggen ...
Unzertrennlichvor 7 Monaten

Ich war gleich zu Beginn überrascht, wie angenehm sich das Buch doch lesen lässt. Leider wurde das Buch im deutschen, soweit ich mitbekommen habe, aber etwas verweichlicht. Die raue Sprache wurde wieder einmal Opfer der deutschen Pingeligkeit, dabei ist es doch genau das, was der Roman so groß kritisiert. Schade ist es, denn eine rauere Sprache ohne Tabus hätte dem Buch eindeutig besser getan, denn genau so ist doch der Holden Caulfield, der hier wütend und depressiv durch New York streift!


Teilweise ist die Geschichte sehr humorvoll, gleichzeitig besitzt sie aber auch einen Schwermut, der zum Glück aber nicht überwiegt. Wir begleiten Holden Caulfield nach seinem Rausschmiss genau drei Tage lang. Eine kurze, aber dennoch intensive Zeit voller interessanter Begegnungen, voller Wendepunkte und voller Ehrlichkeit.


Holden Caulfield empfand ich als ungemein inspirierenden und tiefgründigen Charakter. Obwohl er sich selbst nicht so richtig zu kennen scheint, spiegeln doch seine Worte, aber auch sein Denken eine gute Sichtweise auf das Leben wieder. Während die einen Leser wohl heraus interpretieren, dass Holden generell alle Menschen "hasst", so ist es doch im Grunde so, dass er eher das System verabscheut, das die Menschen hier form.


Das beste Beispiel ist hier seine Schule und die anderen Jugendlichen dort. Er sieht sich selbst als Teil dieser reichen "Schnösel", obwohl er eigentlich kein Teil von ihnen sein will. Zwar bezeichnet er im Laufe des Romans vieler seiner Mitschüler als "dumm", aber gleichzeitig denkt er dies auch über sich selbst. Er fühlt sich verloren, kritisiert etwas, das auch auf ihn zutrifft.


Dieser Ausbruch aus den üblichen Konventionen ist hier Holdens Ziel. Toll fand ich an dieser Stelle auch die Anspielung an den Titel, der auf ein Gedicht, das später auch ein Kinderlied wurde, zurückgeht. Holden versteht hier die Textstelle über den "Fänger im Roggen" falsch, sieht sich dann plötzlich selbst als Fänger, der im Roggen Kinder beschützt, die über den Abgrund fallen zu drohen. Dieser Abgrund ist die Schwelle zum Erwachsen werden und genau diese Angst steht auch im Zentrum des ganzen Werks.


Wer kennt diese Ängste und Sorgen nicht? Wer möchte nicht das Kindliche behalten, die Welt weiterhin ehrlich und etwas unschuldig betrachten? Ja, wer möchte nicht gegen den Strom schwimmen solange es eben geht? "Der Fänger im Roggen" war für mich wieder einmal ein sehr wichtiges Buch, das wahrlich nur Leute wirklich verstehen werden, die im Herzen noch immer Kind sind, ja, Leute, die sich noch nicht vollständig in dieser Welt verloren haben.

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ariadnes avatar

Rezension zu "Der Fänger im Roggen" von J. D. Salinger

Kann es leider nicht weiterempfehlen
ariadnevor 7 Monaten

Und schon wieder einen Klassiker der Weltliteratur auf meiner Liste abgehackt. Große Enttäuschung bei mir, denn nachdem ich die ersten Kapitel noch recht amüsant fand, ging mir die Erzählerstimme von Holden schon bald so was von auf den Keks. Das ganze Gejammere von dem snobistischen Kerl, Szenen, die sich immer nur im Kreis drehen und rich-white-boy Probleme konnten mich gar nicht genug langweilen. Vielleicht hätte ich das Buch mehr gemocht, als ich jünger war, vielleicht auch nicht. Eine Menge Leute scheinen es zu mögen oder so. Sprachlich und thematisch war das jedenfalls nicht meines.

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Luthien_Tinuviels avatar

Rezension zu "Der Fänger im Roggen" von J. D. Salinger

"Alle Menschen sind doof"
Luthien_Tinuvielvor 8 Monaten

"Alle Menschen sind doof und das macht mich traurig", so in etwa kann man die Grundaussage des Ich-Erzählers von "Der Fänger im Roggen" von J.D. Salinger beschreiben. Jeder auf seiner Schule und den er sonst noch so kennt, alle sind "doof", "tun ihm Leid" oder erregen bei ihm "Mitleid". Mal sind sie "piefig", dann wieder "lustig" und dann doch wieder "mitleiderregend".

Ich glaube, man merkt es schon: Der Jugendliche Holden Caulfield, aus dessen Sicht der Fänger im Roggen geschrieben ist, ist mir nicht besonders ans Herz gewachsen, um es mal euphemistisch auszudrücken.
Die gesamte Ich-Erzählung aus Holdens Sicht dreht sich um seinen Hass bzw. sein "Mitleid" mit seinen "verlogenen" Mitmenschen und auf seine Eliteschule. Beinahe einzige Ausnahme sind seine kleine Schwester Phoebe, sowie sein Bruder D.B. und sein verstorbener Bruder Allie.

Ansonsten hat Holden ein sehr negatives Menschenbild und verwendet auch gerne mal Kraftausdrücke (die ich aber, anders als andere Rezis, schon noch als jugendfrei empfinde heutzutage).

Holden als Charakter ist vom Autor sehr detailliert und gekonnt in Schreibweise und Ausdruck dargestellt. Der Charakter wirkt sehr authentisch und phasenweise ist das Werk  geradezu philosophisch angehaucht.  Ich bin mir sicher, das Werk könnte man sehr vielschichtig analysieren und interpretieren.

Dennoch mein Fazit: Ich mochte Holden einfach nicht, sein Ausdruck, seine negative Art. Und da diese wirklich den Großteil des Buches ausmacht, kann ich auch leider nur 2,5 Sterne vergeben.

Ein außergewöhnlicher Klassiker- aber leider nicht meiner!

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J. D. Salinger wurde am 31. Dezember 1918 in New York (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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