J. D. Salinger

 3,8 Sterne bei 2.228 Bewertungen
Autor von Der Fänger im Roggen, The Catcher in the Rye und weiteren Büchern.
Autorenbild von J. D. Salinger (©Gemeinfrei, Picture by Robert Vickrey for Time Mag.)

Lebenslauf von J. D. Salinger

Der Autor des drittgrößten US-Bestseller aller Zeiten: Der amerikanische Schriftsteller Jerome David Salinger wurde 1919 in New York geboren. Salingers Vater war polnisch-jüdischer Abstammung und seine Mutter schottisch-irischer. Seine Mutter konvertierte vor ihrer Hochzeit zum Judentum. Er besuchte eine Privatschule in Manhattan und ging anschließend auf die Valley Forge Military Academy in Wayne, Pennsylvania. Erste schriftstellerische Versuche unternahm er in der Kadettenzeitschrift "Crossed Sabres." Anschließend reiste er für 5 Monate nach Europa, wo eine Ausbildung in einer Metzegrei machte um darauf vorbereitet zu werden das Importunternehmen seines Vaters zu übernehmen ging er zurück. In Amerika studierte er in Collegeville und an der Columbia Universität. Er verließ beide Universitäten ohne Abschluss, veröffentlichte jedoch seine erste Kurzgeschichte im Story Magazin. 1941 wurde er von der Army eingezogen und nahm im Frankreich aktiv am Kriegsgeschehen teil. Nach Ende des Krieges verbrachte er einige Zeit in psychiatrischer Behandlung, da er die Kriegserlebnisse nicht so einfach verarbeiten konnte. Da er sehr gut Deutsch sprach wurde er im fränkischen Gunzenhausen stationiert. Dort heiratete er die Ärztin Sylvia Welter. Die Ehe hielt aber nur kurze Zeit. Zurück in Amerika heiratet er die 19-jährige Psychologie-Studentin Claire Douglas, die im 2 Kinder gebar. Beide Kinder wurden schriftstellerisch tätig und seine Tochter veröffentlichte ihre Erinnerungen an ihren Vater in ihrem Buch "Dream Catcher." Nach 12 Jahren ließ sich Salinger erneut scheiden und begann eine längere Affäre mit der Yale Studentin Joyce Maynard die in ihrem Buch "at home in the world" von dieser Beziehung berichtet. Ende der 80er Jahre heiratete er zum 3. Mal die Krankenschwester Colleen O’Neill. Nach dem Erfolg von die Fänger im Roggen, lebte er vollkommen zurückgezogen und verbarg sich hinter hohen Mauern in Cornish. Am 27. Januar 2010 starb er eines natürlichen Todes in Cornish, New Hampshire.

Alle Bücher von J. D. Salinger

Cover des Buches Der Fänger im Roggen (ISBN: 9783499235399)

Der Fänger im Roggen

 (1.507)
Erschienen am 02.01.2004
Cover des Buches Franny und Zooey (ISBN: 9783499245589)

Franny und Zooey

 (128)
Erschienen am 01.02.2008
Cover des Buches Neun Erzählungen (ISBN: 9783462043822)

Neun Erzählungen

 (46)
Erschienen am 12.03.2012
Cover des Buches Die jungen Leute (ISBN: 9783492056984)

Die jungen Leute

 (16)
Erschienen am 01.03.2015
Cover des Buches Die jungen Leute, 1 Audio-CD (ISBN: 9783869522678)

Die jungen Leute, 1 Audio-CD

 (0)
Erschienen am 09.03.2015
Cover des Buches The Catcher in the Rye (ISBN: 9780316769174)

The Catcher in the Rye

 (450)
Erschienen am 29.04.2011
Cover des Buches The Catcher in the Rye (ISBN: 9783150198100)

The Catcher in the Rye

 (20)
Erschienen am 01.06.2011

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu J. D. Salinger

Der im Jahre 1946 16-jährige Holden Caulfield lädt den Leser ein mit ihm 3 Tage seines Lebens auf den Straßen von New York City zu verbringen.


Die im Buch vermittelte Stimmung rund um den Protagonisten sowie das Setting muten ziemlich düster an und entsprechen nicht unbedingt dem Bild, das man sich normalerweise von einem Teenager  ausmalen würde, außerdem fällt relativ schnell auf dass Caulfield sich eines sehr derben Wortschatzes bedient. 


Die Handlung haut mich nicht unbedingt vom Hocker, dennoch finde ich, dass der Fänger im Roggen zu den Büchern gehört, die man im Laufe des Lebens mal gelesen haben sollte - ein echter Klassiker eben.

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Cover des Buches Der Fänger im Roggen (ISBN: 9783499235399)JulieGs avatar

Rezension zu "Der Fänger im Roggen" von J. D. Salinger

"Hast du schon mal die Nase vollgehabt?"
JulieGvor 4 Monaten

"Der Fänger im Roggen" erzählt die Geschichte des sechzehnjährigen Holden Caulfield, der nach seiner Flucht aus dem ungeliebten Internat drei Tage lang durch New York irrt. 

Ich hatte bereits im Vorfeld viel über das Buch gelesen - vor allem viel negative Meinungen und Bewertungen. Es sei sehr kompliziert zu lesen, der Protagonist sei unsympathisch und eine äußerst schreckliche Person. Lediglich mein Drang danach, soviele Klassiker wie möglich wirklich selbst zu lesen, hat mich dazu gebracht, diesen Roman zu lesen. Und ich habe mit dem schlimmsten gerechnet. 

Allerdings bin ich nach der Lektüre sehr überrascht und berührt von dem Roman. Ja, Holden ist ein ziemlich komischer Typ. Und ja, er gibt einige unpassende Äußerungen von sich. Aber er ist auch einer, der die Welt um sich herum genau beobacht und versucht, sie zu verstehen. Und dabei merkt er, dass er sie in vielen Punkten einfach nicht verstehen kann. Der Roman zeigt uns also einen Protagonisten, der seinen Platz in der Gesellschaft, auch aufgrund seines Alters, noch nicht gefunden hat und seine Umwelt und die Menschen um sich herum stattdessen analyisert und hinterfragt. Es gab einige Stellen, an denen ich Holdens Gedanken sehr gut nachvollziehen konnte - sowohl aus heutiger Sicht, als auch aus der Sicht meines eigenen 16jährigen Ichs. 

Gleichzeitig zeigt uns das Buch aus Holdens Sicht auch auf, wie oberflächlich, verwirrend und auch sinnlos manche Gewohnheiten, die wir als Gesellschaft haben, sind. Man wird auf unbequeme Art und Weise gezwungen, über sich, sein Leben und seine Wünsche und Ziele nachzudenken, eben weil man diesem ziellosen Protagonisten durch New York folgt. Genau das hat mir an dem Buch so gut gefallen. 

Also traut euch und lest "Der Fänger im Roggen". Es ist besser, als ich vorher angenommen hatte!

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Cover des Buches Der Fänger im Roggen (ISBN: 9783499235399)CarolinHafens avatar

Rezension zu "Der Fänger im Roggen" von J. D. Salinger

To hold - festhalten
CarolinHafenvor 4 Monaten

Ich habe das Buch in meinen Zwanzigern zum ersten Mal gelesen. Damals habe ich Holden nicht verstanden. In meiner Erinnerung ist er ein unsympathischer Jammerlappen. Nun, mit über dreißig Jahresringen am Leib (man wächst ja, nech?) sehe ich das anders. Und bleibe dabei: Bei manchen Büchern lohnt sich das wieder-lesen. Holden Caulfield als unreifes Bübchen zu bezeichnen greift zu kurz, es ist zu leicht. 

Allein der Name. Holden – to hold – festhalten. 

Caulfield – der Netzfänger. 

Der Name spricht, er sagt mir viel über die Figur. Und über die Gründe, warum „Der Fänger im Roggen“ eine zeitlose Geschichte ist. 

Holden ist von der Schule geflogen. Er ist nicht dumm, daran liegt es nicht. Er weiß, was von ihm erwartet wird. Er weiß es genau. Aber er hat keine Lust diesen Erwartungen zu entsprechen. Er hat den (wiederholten) Rausschmiß provoziert. Es ist Freitag Abend, seine Eltern erwarten seine Rückkehr vom Internat erst am Mittwoch. Und so treibt er wie ein Blatt im Wind durch New York. Verzeih mir das kitschige Bild, aber Holden würde es wohl gefallen. 

Ihm ist alles verhaßt, seine Gejammer und seine Klagen haben alle eine Adresse: Die verlogene, unechte Erwachsenen-Welt. Er ist 17 Jahre alt und in einer Zwischenebene. Zu alt, für die Kinderwelt, an der er noch fest hält, noch nicht alt genug um sich zu beugen und einzufügen. Unreif? Hm… er klingt wie ein zynischer alter Mann, aber er ist im Grunde noch ein kleines Kind. Nicht unreif, eher… schockiert. Ihm gefällt nicht was er sieht, wie die Welt funktioniert. Und er fühlt sich ihr nicht verbunden. 

Am Mittwoch werden seine Eltern erfahren, dass er wieder geflogen ist. Er erwartet ein Donnerwetter, einen neuen Lösungsversuch aus ihm einen anständigen Menschen zu machen. Er weiß was auf ihn zukommt. Und anständig meint im Sinne von: wie die anderen produktiven Menschen, die tun, was von ihnen erwartet wird. Holden hat ein bisschen Geld in der Tasche und macht sich davon. Er hat eine Gnadenfrist bis Mittwoch. 

Er versucht Anschluß zu finden, eine Seele, die ihn versteht. Er träumt vom weglaufen und ausbrechen. Statt dessen: Dumme Gänse, die nicht zuhören, ein Hotelpage, der ihm eine Prostituierte aufzwingt. Und ihn übers Ohr haut. Holden verweigert sich dem Mädchen. Sex? Nein, so nicht.

Das Mädchen, das er wirklich mag, erreicht er nicht. Und das ist gut so. Auf die Distanz enttäuscht sie ihn ja auch nicht. Jane geht mit Holdens Zimmergenossen aus, und Holden weiß, dass dieser Bursche nicht aufhört, wenn ein Mädchen sagt „Nein, bitte nicht.“ 

Er findet alles unerträglich. Es gibt nur eine Person, die ihm nicht verhasst ist: Phoebe, seine kleine Schwester. (Wieder ein sprechender Name: Mondgöttin). Sie ist zehn Jahre alt und durchschaut ihren Bruder ziemlich genau. Nach einer Odyssee durch New York, einem Streifzug wie ein Gedankenstrom, hier hin und dort hin, belanglos und doch gewichtig, aufschlußreich und völlig sinnfrei, landet er mit Phoebe im Park. Er kauft ihr Karten fürs Kinderkarussell. Sie ist noch nicht zu alt dafür. Und er sieht ihr zu. Er hat noch eine Gnadenfrist, bis Mittwoch. 

Es ist (mir) völlig klar, dass er heim gehen wird, sich die Standpauke anhören, fügen, eine neue Schule besuchen und irgendwann ein gräßlicher, verlogener Erwachsener werden wird. Aber heute noch nicht. Ich würde mich gern ein Weilchen zu ihm setzen. 

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Zusätzliche Informationen

J. D. Salinger wurde am 31. Dezember 1918 in New York (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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