J. D. Salinger Der Fänger im Roggen

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Inhaltsangabe zu „Der Fänger im Roggen“ von J. D. Salinger

Der sechzehnjährige durch New York irrende Holden Caulfield ist zu einer Kultfigur ganzer Generationen geworden. "Der Fänger im Roggen" war J. D. Salingers erster Roman, mit dem er weltweit berühmt wurde. Allein im Rowohlt Taschenbuch wurden anderthalb Millionen Exemplare verkauft.

Schreibstil gewöhnungsbedürftig aber konsequent. Geschichte interessant aber ehrlich gesagt: man muss es mögen. Der Ruft eilt voraus

— alexandra253

Ein Klassiker des Coming-Of-Age-Genres!

— BuchHans

Warum dieses Buch ein Klassiker ist, kann ich leider nicht nachvollziehen. Charaktere sind zwar sympathisch, der Schreibstil aber nicht.

— dalena_primavesi

Etwas schwarzsichtig, aber trotzdem gutes Buch.

— CherryLestrange

Ich habe mich des guten Rufes wegen wirklich sehr bemüht aber ich fand es einfach furchtbar. Nicht unbedingt die Story, aber den Schreibstil

— Christian_Woehl

Eines meiner absoluten Lieblingsbücher!!! Sehr tiefgründig, sprachlich super!

— Kugeni

Ein Blindkauf – Ich hab mich einfach mal auf Salinger eingelassen und war zugleich von seiner Erzählweise gefesselt.

— Donna_Tartt

Abgefucktester Hauptcharakter überhaupt. Und ich kann mich nicht entscheiden ob das gut oder schlecht ist.

— sophiekatrin

Lange her, wär mal wieder an der Zeit.

— anitaelsewhere

Großartig!

— ZappelndeMuecke

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  • Geteilte Meinung

    Der Fänger im Roggen

    Laralina

    31. May 2017 um 21:35

    Dieses Buch fasziniert mich einerseits (vermutlich da jeder den Typus Holden Caulfield kennt) auf der anderen Seite jedoch finde ich Salingers erzählweise wenig mitreißend und auch die Story ist nicht wirklich neu. Trotz allem würde ich es weiter empfehlen, einfach weil es mir so vorkommt, als hätte jeder Jugendliche auf dem Weg zum erwachsen-sein ähnliche Entscheidungen wie Holden zu treffen. 

  • Mag ich den Fänger oder mag ich ihn nicht...

    Der Fänger im Roggen

    Binea_Literatwo

    14. May 2017 um 14:49

    Ich bin regelrecht hin und her gerissen.Mag ich den Fänger, mag ich ihn nicht? Mit 16 hätte ich ihn wohl auch sehr gemocht, aber heute...Die Meinungen gehen da wohl auseinander und ich habe festgestellt, dass ich doch nicht die letzte mit über 30 bin, die den Fänger noch nicht kennt...Ganz nüchtern und platt würde ich sagen, dass das Buch recht plump daher kommt. Der 16-jährige Holden irrt 3 Tage orientierungslos umher und während er erzählt, sitzt er in der Klapse.Aber ja, man kann den Roman auch als psychologisch komplex und sehr tief und gesellschaftskritisch bezeichnen.Ich habe den Fänger jetzt gelesen und habe eine Leselücke geschlossen. Besonders genial finde ich an Holden, dass er auch gern "und so" sagt - einige wird das sicher wahnsinnig gemacht haben - haha.

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  • Ein ungewöhnlicher Klassiker

    Der Fänger im Roggen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. April 2017 um 21:20

    Fraglos handelt es sich um einen Klassiker der Adoleszenzliteratur. Ich war zunächst skeptisch, habe das Buch dann aber mit großer Begeisterung gelesen. Ich empfehle jedem, sich erstmal vorurteilsfrei auf diese Geschichte einzulassen- es lohnt sich wirklich.

  • Ein Blindkauf

    Der Fänger im Roggen

    Donna_Tartt

    16. January 2017 um 13:38

    Ein Blindkauf – ich habe dieses Buch angefangen zu lesen, weil mir der Titel immer häufiger über den Weg gelaufen ist. Ich hatte absolut keine Ahnung worum es in dem Roman geht und hab mich einfach mal auf J. D. Salinger eingelassen und war zugleich von seiner Erzählweise gefesselt.

    • 2
  • piefig oder was

    Der Fänger im Roggen

    Bibliomania

    J.D. Salinger und sein Fänger im Roggen sind wohl DAS Jugendbuch schlechthin. Viele haben es in der Schule gelesen, für mich stand es schon lange auf der "to-read-Liste". Holden Caulfield ist von der 4. oder 5. Schule geflogen. Er traut sich nicht nach Hause und fährt einfach nach New York, um dort in einer Absteige unterzukommen. Er besinnt sich auf sein Leben, aufs Erwachsenwerden, denkt an viele Bekannte, alte Mitbewohner und an seine Geschwister, die er offensichtlich liebt. Doch Holden kann nicht nach Hause, denkt er. Er will am liebsten gehen. Weggehen und nicht wiederkommen. Aber was ist mit seiner Schwester Phoebe? Leider geht mir Holden so dermaßen auf den Keks, dass ich sein permanentes "piefig" und "oder was" am liebsten jedes Mal überlesen wollte. Doch dann hätte ich die Hälfte des Buches nicht gelesen... Ich glaube, für die entsprechende Zielgruppe (ab 14 Jahren vielleicht), sehen sich Jugendliche darin wieder. Ängste, Unsicherheit, erwachsen werden wollen sind die Themen in diesem Buch. Zu dumm, der biografische Roman mit Oona hat mich umgehauen, diesen Text bin ich froh beendet zu haben.

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    • 3
  • Geteilter Meinung

    Der Fänger im Roggen

    PinkFluffyUNICORN

    14. November 2016 um 15:25

    In einem meiner Lieblingsbücher wurde "Der Fänger im Roggen" erwähnt und ich beschloss darauf hin es mir zu kaufen. Musste jedoch nach der hälfte´des Buches feststellen, das ich mich nicht so wirklich in die Geschichte hineinversetzten kann. Nun habe ich das Buch noch einmal begonnen und muss sagen heute sagt es mir schon viel eher zu! Um ganz ehrlich zu sein muss ich aber auch sagen das ich nicht der beste Freund vom guten alten Holden werde, leider!

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  • Abenteuer-Geschichte

    Der Fänger im Roggen

    elodie_k

    28. June 2016 um 09:23

    Ich habe "Der Fänger im Roggen" bereits vor zwei Jahren mal begonnen, konnte mich jedoch absolut nicht begeistern dafür. Nun habe ich mir nocheinmal Zeit dafür genommen und kann mir nicht erklären, weshalb es mir nicht zugesprochen hat. Es geht um einen Jungen, der in verschiedenen Internaten zur Schule geht, jedoch ein Aussenseiter und etwas ein Problemkind ist. Er hat sehr eigene Ansichten und Bedürfnisse und viele können dies nicht verstehen. Als er wieder einmal aus einem Internat fliegt, macht er sich auf den Weg nach New York, ohne dies jemandem mitzuteilen. Dort trifft er dann auch auf seine geliebte kleine Schwester und alte Freunde. Ich als Leserin konnte mich auf der einen Seite gut mit Holden identifizieren, doch andererseits, gab es viele Aspekte und soziale Schwierigkeiten bei ihm, die ich nicht nachempfinden konnte. Allerdings gehört er zu diesen Menschen, die ich gerne einmal eine Woche lang beobachten möchte, denn er ist ein unglaublich ausgefeilter Charakter.

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  • J.D. Salinger - Der Fänger im Roggen

    Der Fänger im Roggen

    Jari

    18. June 2016 um 16:13

    "Der Fänger im Rogger" gehört zu jenen Titeln, die man entweder mag oder nicht. Manche finden es toll, die meisten beklagen sich darüber, dass nichts passiert. Zu welcher Gruppe gehöre ich? Na, findet ihr's raus? Holden Caulfield erzählt uns von seinen Erlebnissen, ein paar Tage vor Weihnachten. Er ist mal wieder aus einer Schule geflogen und weiss nicht so recht, was er mit sich anfangen soll. Ja, es stimmt, es passiert eigentlich nichts. Nur das ganz normale Leben eines Teenagers. Interessant fand ich, dass dieses Buch zeitlos scheint: Holden könnte anstatt in den 50ern genauso gut in den 90ern leben und praktisch ähnliche Dinge erleben. Mir persönlich hat das Buch sehr zugesagt. Es zeigt die Verwirrungen des Erwachsenwerdens, die auch heute noch so durchlebt werden. Eigentlich ist Holden eine traurige Figur, er weiss nicht, was er mit seinem Leben anfangen will und lässt sich einfach treiben. Auch scheint er auf mich sehr einsam zu sein, nur seine kleine Schwester ist ein Fixpunkt in seinem Leben.  Dennoch musste ich während des Lesens oft schmunzeln. Sei es nun wegen Holdens ständiger Übertreibungen oder seinen Überlegungen (z.B. was machen die Enten im Winter?). Durch diese lustigen Szenen wird das Ganze zu einer Tragikkomödie, denn Holdens Entwurzelung ist überhaupt nicht lustig und zeigt sich in vielerlei Hinsicht (so macht es ihm nichts aus, blutüberströmt herumzulaufen). Jedoch finde ich, sollte "Der Fänger im Roggen" nicht zu früh gelesen werden. Man sollte einen gewissen Abstand zur Pubertät haben, um die ganzen Erlebnisse reflektieren zu können. Ja, ich konnte mich mit Holden richtig gut identifizieren, weil es mir oft ähnlich ging bzw. manchmal immer noch geht. Aber wenn man mittendrin steckt, dann kann einem ein solches Buch tatsächlich rasch anöden. Was bringt es einem, mit Dingen belästigt zu werden, mit denen man sich selbst tagtäglich auseinandersetzen muss? Manchmal ist es hilfreich, aber dieses Buch sehe ich wirklich nicht als Jugendbuch und würde es auch keinem in diesem Alter zu lesen geben.  Salinger gelingt es, Holden extrem gut zu porträtieren und gleichzeitig auch authentisch zu bleiben. Oft hatte ich das Gefühl, dass der Junge wirklich neben mir sitzen und mir seine Erlebnisse berichten würde. Eine greifbare Geschichte direkt aus dem Alltag mit wundervollen, starken Bildern gezeichnet.  Mich wird Holden bestimmt nicht mehr so leicht loslassen.

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  • Das macht mich fertig oder so

    Der Fänger im Roggen

    radmoth

    17. May 2016 um 10:02

    Als ich das erste Mal von dem Buch gehört habe, war ich drauf und dran es zu lesen, weil es so vielversprechend klang.Meine Erwartungen wurden enttäuscht. Holden Caulfield wird wieder von einer Schule verwiesen, weil er sich nicht angestrengt hat und seine Noten deshalb miserabel sind. Er beschließt kurzer Hand die Schule zu verlassen und geht nach New York. Dort will er bleiben, bis seine Eltern den blauen Brief erhalten haben. Ich ging davon aus, dass etwas passiert in einer Stadt wie New York, aber er trifft sich nur mit verschiedenen Personen, sodass ich seinen Aufenthalt dort sehr langweilig fand.Der Schreibstil gefällt mir auch nicht, da das Buch in der Ich-Form geschrieben ist, was nicht das Problem war. Das Problem war, es ist aus Holdens Perspektive geschrieben und ich mich in einem Zwiespalt befand, weil ich mir nicht sicher war, ob Holden Caulfield mag oder nicht. Am Anfang konnte ich ein paar seiner Ansichten noch nachvollziehen, aber je mehr ich gelesen habe, desto unsympathischer wurde er mir. Er hasst piefige Dinge und alles was verlogen ist. Für ihn sind sehr, sehr viele Dinge piefig. Außerdem machen ihn viele Dinge fertig oder wahnsinnig oder hauen ihn um, was mir irgendwann sehr auf die Nerven ging. Man hat das Gefühl, dass ihm kaum etwas Freude bereitet, weil er bei allem was zu nörgeln hat. Dabei geht er sehr oberflächlich vor und oft auch widersprüchlich. Er ist ganz klar ein Misanthrop und hasst seine Lehrer und Mitschüler, aber auch Taxifahrer. Nur kleine Kinder scheint er zu mögen, wie seine kleine Schwester Phoebe. Da Holden ein Jugendlicher ist, hegt er natürlich einen Groll gegen die Gesellschaft, vor allem gegen die Erwachsenen, aber sein Jugendjargon nervt mich einfach nur. Für mich macht sein ständiges „oder was“ und „und so“ das Buch aber noch mehr kaputt.Ich habe das Buch oft beiseite gelegt, weil ich Holden nicht mehr ertragen habe. Obwohl nichts zum Spannungsaufbau beigetragen hat, habe ich mich gezwungen das Buch zu beenden. Die Idee, die hinter dem Buch steckt ist eigentlich gut, doch die Umsetzung hat mir nicht gefallen. Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu hoch, weil es ein Klassiker ist und er von vielen sehr geliebt wird. Aber da zeigt sich wieder einmal, dass Geschmäcker verschieden sind.

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  • Nun ja...

    Der Fänger im Roggen

    Knubbel79

    15. February 2016 um 15:02

    Kann man lesen, muss man aber nicht. Vielleicht bin ich auch nicht mit über 30 die perfekte Zielgruppe für die Geschichte. Keine Ahnung. Ich kam auf das Buch, weil es in Amerika zur Schullektüre gehört und weil es auch mit dem Mörder von John Lennon zusammenhängt. Kann man im Netz nachlesen. Jedenfalls gefiel mir der Schreibstil nicht. Geschmäcker sind verschieden. Nicht jeder kann alles gut finden. 

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  • Konnte mich nicht fangen...

    Der Fänger im Roggen

    RobinBook

    17. January 2016 um 07:58

     

     

     

     

     

    Nein, ich habe nichts gegen Schullektüre per se.

    Aber Holden Caulfield (und John Irvings ebenfalls "kultiger "Garp") gingen im Gegensatz zu Poe, Sarte, Stevenson, Storm, Schnurre, Schiller, Goethe, Thomas Mann und Ulrich Plenzdorf leider total an mir vorbei.

  • Immer noch lesenswert (Rezension zur älteren Übersetzung!)

    Der Fänger im Roggen

    PMelittaM

    Holden Caulfield, 16 Jahre alt, wird zum wiederholten Male einer Schule verwiesen, in fast allen Fächern ist er durchgefallen. Drei Tage, bis zu den Weihnachtsferien, kann er noch an der Schule bleiben, doch dann verlässt er sie unerlaubt, fährt nach New York und treibt durch die Stadt. Holden erzählt seine Geschichte dieser wenigen Tage selbst in Ich-Form, zunächst erleben wir mit ihm seinen letzten Tag an der Schule, dann die Tage in New York, insgesamt sind es drei Tage. Erzählt wird rückblickend, einige Monate später. In meiner Jugend war der Roman Kult, endlich habe ich ihn nun noch einmal gelesen. Der Roman stammt aus dem Jahr 1951, Holdens Geschichte sollte daher (auch) im Kontext der Zeit gesehen werden. Auf Deutsch gibt es zwei Übersetzungen, die ältere, neu durchgesehen und bearbeitet von Heinrich Böll, und eine neuere, modernere von Eike Schönfeld. Ich besitze die ältere, die auf einer entschärften englischen Auflage basiert, entschärft ist hier vor allem Holdens (Jugend)Sprache, die recht vulgär und voller Schimpfwörter ist. Ganz entschärft wurde allerdings nicht, es gibt immer noch viele „verdammt“. Ich fühle mich immer noch wohl in dem Roman, ich kann mit Holden lachen und weinen und mich über ihn wundern. Für mich liest sich der Roman sehr flüssig, Langeweile verspüre ich auf keiner Seite. Wie interpretiert man Holdens Erzählung? Ich kann mich noch gut an meine Jugendjahre erinnern, auch wenn mittlerweile ein paar Jahrzehnte vergangen sind, und so kann ich mich auch (immer noch) gut mit Holden identifizieren. Ich stelle keine großartigen psychologischen Überlegungen an, nehme Holden, wie er ist, höre mir seine Geschichte an und habe den Eindruck, ihn verstehen zu können. Holden wirkt ein bisschen verrückt, oft etwas ungestüm, über seine Familie erfährt man wenig. Seine Schulprobleme haben nichts mit fehlender Intelligenz zu tun, vielmehr mit seiner Verweigerungshaltung, die (sozialen) Regeln widern ihn an, ebenso die vorherrschende Heuchelei. Holden hat seinen Platz in der Gesellschaft noch nicht gefunden, aber, wer hat das schon in diesem Alter. Insgesamt ein immer noch lesenswerter Klassiker, den jeder einmal gelesen haben sollte.

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    • 8
  • Viel besser als erwartet...

    Der Fänger im Roggen

    Creed

    18. December 2015 um 22:05

    Ich gebe zu, ich hatte bislang stets falsche Vorstellungen von diesem legendären Buch, welches in vielen Ländern der Welt zur Schullektüre gehört und von Generationen von genervten und gelangweilten Schülern gelesen werden musste. Ich vermutete immer, das Buch behandelt die öden Erlebnisse eines US-Studenten in den 50er Jahren und sei nichts für mich. Mein heutiger persönlicher Eindruck: Ein wunderbares, ein hervorragendes Buch! Meine durchweg positive Bewertung mag auch u.a. daran liegen, dass ich die aktuelle Neuübersetzung von Eike Schönfeld gelesen habe und nicht die frühere, altbekannte Übersetzung von Irene Muehlon (und der späteren Überarbeitung von Heinrich Böll), die den Originaltext glättete, den herrschenden Jugendslang nicht übernahm und die recht häufigen Kraftausdrücke ganz einfach strich. So wird die auch heute noch beim Lesen eintretende Faszination der Prosa völlig verwässert und der Gesamteindruck komplett zerstört. Der 16-jährige Holden Caulfield berichtet während eines Aufenthaltes im Sanatorium (er ist dort in psychiatrischer Behandlung) von drei aufeinanderfolgenden Tagen, an deren Beginn er zum wiederholten Male kurz vor Weihnachten von der Schule geflogen war. Holden traut sich noch nicht nach Hause, weil er Angst hat, seinen Eltern den Rauswurf zu beichten. So zieht er drei Tage lang durch New York und berichtet von seinen teils traurigen, teils witzigen Erlebnissen. J.D. Salinger gelingt das Kunststück, den realistisch wirkenden Jugendslang bis zum Schluß durchzuhalten. Holden benutzt immer wieder die gleichen, teils nervigen Redewendungen und Worte, meckert über alles und jeden, ist teilweise dumm wie ein Meter Feldweg, dann wiederum zeigt er eine bemerkenswert treffende Beobachtungsgabe. Wer Jugendlichen schon mal im Bus zugehört hat, wird feststellen, wie gut Übersetzer Schönfeld Salingers Text in die Sprache der heutigen Teenager transportiert hat. Holdens Bericht macht nachdenklich, traurig, wütend und ist sehr oft von geradezu umwerfender Komik. Andererseits verstehe ich vollkommen, dass viele Leser von Holden Caulfields manchmal nerviger Art und der flapsigen Sprache angeödet sind und das Buch unmöglich finden. Es polarisiert bis in die heutige Zeit. Jeder Leser muß sich sein eigenes Urteil bilden. Fazit: Aus meiner persönlichen Sicht ist "Der Fänger im Roggen" zu Recht ein Klassiker. Salingers Stil ist grandios, das Buch bietet eindringliche Beobachtungen eines Jugendlichen der 50er Jahre, die auch durchaus heutige Leser ansprechen und die vielleicht sogar immer noch aktuell sind. Es behandelt das Heranwachsen, das Suchen und Finden der eigenen Identität. Ein geniales Buch.

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  • Lektüre in Schule

    Der Fänger im Roggen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. November 2015 um 19:37

    Entgegen der Meinung von den anderen hier hat mir dieses Buch gar nicht gefallen, dass kann jetzt sein, dass ich es in der Schule lesen musste und mich somit nicht entspannen konnte. Aber das Buch hat mich gar nicht angesprochen und ich konnte mich nicht in den Protagonisten hineinversetzen, was für mich das Wichtigste ist bei einem Buch. Die Situation kommt mir etwas unwirklich vor und manche Passagen habe ich einfach nicht verstanden. Dennoch jeder sollte sich seine eigene Meinung zu einem Buch bilden und wen der Inhalt interessiert sollte das Buch lesen :)

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  • Ein Buch, welches seiner hohen Bewertung nicht im geringsten gerecht wird.

    Der Fänger im Roggen

    bookfairy_rxska

    29. July 2015 um 18:19

    Ich wollte "Der Fänger im Roggen" letztes Jahr unbedingt lesen, weil Charly aus "Das also ist mein Leben" dieses Buch so sehr mochte. Als ich dann eine kurze Inhaltsgabe auf Amazon gelesen habe, dachte ich, dass das Buch etwas für mich sein könnte. Nach Beendigung war ich leider sehr enttäuscht und musste feststellen, dass die Inhaltsangabe bei weitem besser war, als das gesamte Buch. Es tut mir wirklich leid, das zu sagen.  Ich musste mich geradezu dazu zwingen, weiterzulesen. Ich bin zwischenzeitig sogar beim lesen eingeschlafen. Und das hatte ganz sicher nichts mit einer Leseflaute oder Übermüdung zu tun. In dem ganzen Buch passierte einfach nichts. Deswegen gibt es von mir 0 von 5 Sternen.

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