J. David Simons

 4.6 Sterne bei 5 Bewertungen

Alle Bücher von J. David Simons

Ein feines Gespür für Schönheit

Ein feines Gespür für Schönheit

 (4)
Erschienen am 26.07.2017
Eine unbeugsame Frau

Eine unbeugsame Frau

 (1)
Erschienen am 03.08.2018
Ein feines Gespür für Schönheit

Ein feines Gespür für Schönheit

 (0)
Erschienen am 18.03.2019
An Exquisite Sense of What is Beautiful

An Exquisite Sense of What is Beautiful

 (0)
Erschienen am 28.03.2013

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Rezension zu "Eine unbeugsame Frau" von J. David Simons

Zwei unbeugsame und starke Frauen
Ariettavor 3 Monaten

Inhaltsangabe: Quelle Europa -verlag



Zwei Frauen, zwei Geschichten, ein Ziel: Wahrhaftigkeit

 

Als die Filmschauspielerin Laura Scott von ihrer Agentin geschasst wird, weil sie die fünfzig überschritten hat und als schwer vermittelbar gilt, scheint es mit ihrer Karriere vorbei zu sein. Doch noch am selben Tag tut sich unverhofft eine völlig neue Perspektive auf: Sie bekommt das Angebot, in einem Einpersonenstück zu spielen. Ein Theaterstück über Georgie Hepburn, eine Schauspielerin, Pilotin und Fotografin, die sie schon immer verehrt hat.

 

Laura beginnt, über Georgie zu recherchieren, und taucht in das Leben der im Jahr 1900 Geborenen ein. Georgie war Schauspielerin in der Stummfilmzeit, deren Karriere plötzlich abbrach, ohne dass man weiß, warum. Sie war Pilotin, flog 1931 mit ihrem Geliebten nach Palästina und unterstützte im Zweiten Weltkrieg die britische Luftwaffe mit Botenflügen. Später wandte sie sich der Fotografie zu. Laura begegnet in Georgies Nachlass einer Frau, die in den 1920er-Jahren jung war und ihr Dasein in vollen Zügen genoss. Sie kommt aber auch Geheimnissen im Leben der Freiheitsliebenden auf die Spur, die immer wieder Rückschläge einstecken musste, sich aber nie brechen ließ. Ein großartiger Roman über Frauen, die auf der Suche nach einem glücklichen Leben geradlinig und integer bleiben.

 

Ein Roman über zwei selbstbestimmte, starke Frauen

Unvermindert aktuell: Wie kann ich als Frau so arbeiten und leben, wie es mir entspricht und ohne mich verbiegen zu lassen?

Ein Schlaglicht auf die Goldenen Zwanziger, die hundert Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs gerade der große Nostalgiehype sind

 

»Ein feinsinniger, angenehm unsentimentaler Roman, in dem Simons differenzierte Charakterstudien von Frauen erschafft, die, mit moralischen Dilemmata konfrontiert, unbeirrt um ihre Selbstverwirklichung kämpfen.« The Herald


Meine Meinung Zum Autor und Buch:

J. David Simons, hat mich mit diesem wundervollen und feinsinnigen Roman sehr begeistert und mitgerissen beim Lesen. Sehr feinfühlig mit all ihren Ecken, Kannten und Emotionen beschreibt er seine zwei Haupt Protagonisten die Filmschauspielerin Laura Sott und die ehemalige Stummfilmschauspielerin, Fotografin und Pilotin Georgie Hepburn. Zwei Charakterstarke Frauen, die viele Gemeinsamkeiten verbindet. Unbeugsam, Loyal, Integrität, die für Wahrhaftig - und Gerechtigkeit kämpfen, sich nicht verbiegen lassen. Der Schreibstil ist flüssig, klar, kraftvoll und sehr Bildhaft. Seine Figuren kommen glaubhaft und real und lebendig herüber. Man fühlt sich beim Lesen als ein Teil der Geschichte. Laura hat schon von Kind an, Georgie verehrt, sie für ihren Mut bewundert. Gerade als Laura am Tiefpunkt ihres Lebens ist, bekommt sie die Chance mit Sal dem Dokumentarfilmer, einen Film über Georgie zu drehen. Aber dafür muss Laura zu Quentin einem Neffen fahren und ihn bitten im Nachlass seiner Tante zu forschen. Es war schon Aufregend in Georgies Welt zu versinken, allein als sie als erste Pilotin mit ihrer großen Liebe 1931 nach Palästina flog, die Landung mitten in der Wüste, die Begegnung mit den Nomaden. Sie war eine Frau die viel riskierte, während des 2. Weltkriegs, aber auch einige schwere Schicksalsschläge hinnehmen musste. Eine Frau die nie aufgab, die eine großes Geheimnis hütete, das Laura und Quentin am Schluss vielleicht lüften werden. Auch Laura wächst an ihren Aufgaben, ihre Bewunderung ist sehr groß und Georgie ist ihr Vorbild , auch sie wird auf große und harte Proben gestellt. Zwei Frauen die für Selbstverwirklichung und Integrität kämpfen. Eine Geschichte die auf zwei Zeitebenen spielt und wunderbar mit einander verwebt sind.


Diese 2 Säte von Seite 235: Passt so richtig gut zum Buch

" Es war eine Zeit des Nachdenkens, der Ernte dessen, was sie in den Wochen zuvor gesäht hatte. Sie war göücklich.

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EmanuelvanWeimars avatar

Rezension zu "Ein feines Gespür für Schönheit" von J. David Simons

Ein Liebesbrief an die Exotik eines fernen Landes und die lebenslange Suche nach Glück
EmanuelvanWeimarvor einem Jahr

Ein feines Gespür für Schönheit war eines dieser Bücher, welche mir beim Stöbern in der Buchhandlung sofort ins Auge gestochen sind. Grund hierfür ist die Wahl des Covers, welches vielen Menschen bereits bekannt sein dürfte, da es sich dabei um ein weltbekanntes Meisterwerk handelt. "Die große Welle vor Kanagawa" von Katsushika Hokusai, welches der bekannteste Farbholzschnitt der von Hokusai gefertigten Bilderserie "36 Ansichten des Berges Fuji" (1829 bis 1833) darstellt. Ich selbst liebe dieses Bild und kann die weltweite Bekanntheit und die Begeisterung über dieses Bild voll und ganz nachvollziehen. Einen besseren Blickfang hätte der Autor J.David Simons nicht wählen können und wer das Buch nach dem Durchlesen zuschlägt und auf das Cover blickt, wird merken, dass „Die große Welle vor Kanagawa“ mehr in die Geschichte des Schriftstellers Edward verwoben ist als man zuerst annehmen mag.

Im Buch selbst begleitet man Edward in zwei verschiedenen Zeitebenen seines Lebens sowie an zwei verschiedenen Orten auf dieser Welt. Da wäre zum einen sein Leben in England, zum anderen im exotischen Japan. Die Kulturen sind so verschieden wie sie nur sein können und im autobiografischen Stil begleitet man den Hauptprotagonisten durch ein Leben, in dem sein Herz für beide Kulturen zu schlagen scheint, er sich aber immer auf einer Gratwanderung befindet, in welcher er sein Herz verlieren und sich hingeben möchte. England wirkt dabei unterschwellig wie ein Ort, von dem er sich ein Leben lang zu flüchten scheint, aber dennoch fest daran gebunden ist und sich nur für wenige glückliche Momente seines Lebens entreissen kann. Diesen Zufluchtsort findet er in Japan. Hier sprudelt seine Kreativität und gebärt seinen Erstlingsroman „ Das Wasserrad“. Einen Roman, in dem er sich kritisch über die grausamen Vergehen der Amerikaner gegenüber den Japanern im zweiten Weltkrieg äußert und es dabei im Deckmantel einer Liebesgeschichte zu umhüllen versucht. Ein gewagtes Thema für einen Debütroman und der Erfolg dessen erfährt Edward nur über Umwege. Nichtsdestotrotz mausert sich der Roman zu einem Bestseller, welcher ihn ein Leben lang begleitet. 

Sein Debütroman schlägt hohe Wellen, wie die, die der Künstler Hokusai auf seinem Meisterwerk verewigt hatte. Wellen, in denen er sich manchmal nach oben treiben ließ und manchmal dabei ertappte, davon überwältigt zu werden, zu ertrinken und den Kampf aufzugeben, um sich den Flutmassen hinzugeben.Japan fühlt sich auch für den Leser als die bessere Wahl zwischen den beiden grundlegend verschiedenen Leben und Kulturen. Hier ruht das Glück Edwards, seine kreative Ader und auch eine Liebe, die nicht vielversprechender sein könnte. Doch er macht eine falsche Entscheidung, wie man sie eben manchmal im Leben trifft und erschafft sich dadurch sein eigenes Leid, welches er selbst durch weitere Fehlentscheidungen scheinbar absichtlich anhäufen möchte. Der gealterte Schriftsteller findet sich im Alter wieder am Ort, an dem er das Glück gefunden, aber leichtsinnig weggeworfen hatte.

Der Schreibstil ist flüssig und die Beschreibungen geben einem die Möglichkeit, sich Bilder der Geschehnisse anzufertigen und mit den kleinen Details, zum Beispiel wenn der Autor von den Gepflogenheiten der japanischen Kultur schreibt, auszumalen. Das Buch selbst habe ich mir kurz vor einem Japanurlaub gekauft und konnte die ersten Kapitel nutzen, um die Wartezeit zu überbrücken. Auch im Urlaub selbst haben mich einige Kapitel begleitet und mich noch mehr in die Geschichte, aber auch in Japan selbst einzutauchen. Der Urlaub war allerdings erlebnisreich und deswegen wurde das Buch von mir nach dem Japanurlaub durchgelesen und siehe da: Auch hier gab mir das Buch das Gefühl, ich könnte zusammen mit dem Autor die Reise nochmal Revue passieren lassen. Vielleicht ist das Ganze nur, weil meine Reise nach und in Japan so intensiv war und ich mich Hals über Kopf in das Land verliebt habe. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass J.David Simons einen Roman erschaffen hat, der für alle diejenigen, die ein feines Gespür für Schönheit zu haben scheinen, eines Blickes würdig ist. 

Fazit:
"Ein feines Gespür für Schönheit" berichtet über das Leben eines britischen Schriftstellers, dessen Herz auf zwei verschiedenen Kontinenten schlägt und doch gebrochen ist und dabei beweist, dass falsche Entscheidungen überwältigende Wellen schlagen. Es ist aber auch ein Liebesbrief an die Exotik eines fernen Landes und die lebenslange Suche nach Glück- schön verpackt in Form dieses Buches. Japanophilen Menschen kann ich dieses Buch sowieso nur ans Herz legen und allen anderen empfehle ich es wärmstens. 

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