J. Francis Hudson Esther. Der Stern von Persien

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Inhaltsangabe zu „Esther. Der Stern von Persien“ von J. Francis Hudson

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  • Der Ursprung des jüdischen Purim-Festes

    Esther. Der Stern von Persien
    Sonnenwind

    Sonnenwind

    11. December 2015 um 19:12

    Königin Esther und der Ursprung des jüdischen Purim-Festes sind aus der Bibel bekannt. In diesem Buch wird die Geschichte nacherzählt, mit einigen freien Erweiterungen des doch recht knappen biblischen Textes. Die Story hält sich nah an den Text und bemüht sich, dem nicht zu widersprechen. So entwickelt sich insgesamt eine logische und bekannte Geschichte mit einigen interessanten Ideen. Was überhaupt nicht paßt und auch der Beschreibung im Buch widerspricht, ist die blonde Frau auf dem Cover, die angemalt und mit Schmuck behängt ist. In der Bibel heißt es ausdrücklich, Esther nahm mit dem vorlieb, was der Hüter der Jungfrauen ihr gab, als sie zum König hineinging. Interessant ist hier die Rolle der Waschti, die in der Bibel praktisch nicht erwähnt wird, hier aber einen deutlichen Charakter hat, der nicht gerade von sich überzeugt. Das paßt zu ihrer Weigerung, dem König Gehorsam zu leisten, wirkt aber nicht gerade sympathisch. Es scheint historisch zu sein, daß Esther nicht schwanger wurde, aber hier wird es so dargestellt, daß man Waschtis Intrigen dahinter vermutet – was ja auch durchaus möglich ist. Wie auch immer, die Geschichte ist ansprechend erzählt und wird im letzten Viertel auch noch spannend. Mit manchen der Verwicklungen hätte man nicht gerechnet, sie passen aber zur Situation. Was am Anfang sehr irritierend wirkt, sind die Namen der persischen Könige, die laut Autorin die echten und gebräuchlichen persischen Namen sind. Man muß sie sich erst zusammenbuchstabieren, aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Wer sich für Esthers Geschichte interessiert, ist mit diesem Buch gut beraten, auch wenn es manchmal recht “privat” wird, was nicht unbedingt nötig gewesen wäre. Aber das ist wohl dem Stoff geschuldet, und der Versuchung können wenige Autoren widerstehen.

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  • Rezension zu "Esther. Der Stern von Persien" von J. Francis Hudson

    Esther. Der Stern von Persien
    Liebes_Buch

    Liebes_Buch

    18. January 2013 um 13:26

    In "Esther- der Stern von Persien" erzählt Francis Hudson das Buch Esther aus der Bibel nach. Sie hat in Cambridge Theologie studiert und ich vermute, dass sie deshalb einiges über die Zeit weiss. In einem Nachwort wird etwas über die verschiedenen Namen der Figuren gesagt, über die Geschichte und darüber, wie das Buch Esther historisch eingeordnet wird. Das Buch sieht sehr dick aus, ist aber etwas grösser gedruckt und daher sehr angenehm zu lesen. Der Schreibstil ist ebenfalls sehr leicht zu lesen. Hadassah (auf persisch "Esther") wächst bei einem Verwandten auf, einem frommen Juden, weil ihre Familie ermordet wurde. Abgeschreckt von der Strenge ihres Verwandten wendet sie sich von ihrer Religion ab und beschliesst, den persischen König Kschajarscha (griechisch Xerxes) heiraten zu wollen, der seine erste Frau verstossen hat und nun eine neue Königin sucht. Um das zu erreichen, versteckt sie ihre jüdische Abstammung. Die erste Hälfte des Buches handelt von ihrer Kindheit und davon, wie sie es erreicht, zu den Frauen zu gehören, die dem König vorgestellt werden. Der Bibel ist nichts fremd und so hat man stellenweise wirklich Spass dabei, eine Art Model-Casting mitzuerleben. Esther wird zurechtgemacht, auf Diät gesetzt und mit Kleidern und Dienerinnen ausgestattet. Das gefällt ihr -und mir als ich es las. Doch langsam kippt die Stimmung. Das ständige Bad in Ziegenmilch führt zum Brechreiz, ebenso die Intrigen am Hofe. Esther braucht eine Vorkosterin. Des Königs verstossene Erst-Frau ist allgegenwärtig und besticht immer wieder Diener, um gegen Esther vorzugehen. Das Eheleben gestaltet sich auch schwierig, da sie nicht so gut damit klarkommt, dass Perser viele Frauen haben. Die Etikette bei Hofe ist sehr streng. Ein falscher Pieps und es droht die Todesstrafe. Es droht auch die Langeweile, denn Esther kann den Hof nicht verlassen. Schwanger wird sie auch nicht. Dann kommt es zu Aufständen und der König ordnet die Ausrottung der Juden an. Esther steckt mitten in der Intrige des Emporkömmlings Haman. Plötzlich muss sie um ihr Leben fürchten. Das Buch beschreibt sehr sympathisch Esthers Eitelkeiten und ihren Ehrgeiz, Königin zu werden. Man gewinnt die Eunuchen lieb, die als Diener zur Seite stehen, sie ausbilden und beschützen und sogar für sie sterben. Man erlebt auch mit, wie Esther am Hof den Kontakt zum normalen Leben, zur echten Welt draussen völlig verliert und in ihrem Hofzeremoniell untergeht. Zum Glück kommt sie wieder zu sich und mischt sich politisch ein. Während draussen eine Schlacht tobt, zieht sie sich aus Solidarität an dem Tag schlicht an und verzichtet auf ihre tägliche stundenlange Toilette. Irgendwie hat mich das berührt. Wer wollte als Kind nicht gern Prinzessin sein? Aber auch, weil in dem Buch deutlich wird, dass ihr Aussehen auch überlebenswichtig ist, denn wenn der König sie nicht mehr mag, ist ihr Leben vorbei. Die Dienerinnen sind hässliche Mädchen, damit der König nicht auf falsche Ideen kommt. Und die Diener sind alle Eunuchen. Obwohl alles schön aussieht, ist es so schwierig, dass Esther schwermütig und ängstlich wird. Ein sehr unterhaltsames und kurzweiliges Buch, das einem die Bibel näher bringt. Ich finde, es ist gelungen. Mir hat es Spass gemacht.

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  • Rezension zu "Esther. Der Stern von Persien" von J. Francis Hudson

    Esther. Der Stern von Persien
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. February 2011 um 17:08

    Die Geschichte der Königin Esther aus der Bibel. Was erlebt, denkt, fühlt sie, als sie auserwählt wird die neue Frau an der Seite des Herrschers zu werden und das nur aufgrund ihrer Schönheit (und zumindest in diesem Buch auch wegen ihres Mutes). Die Beziehung zwischen ihr und ihrem Ziehvater ist sehr schön dargestellt und die Veränderungen die sie durchlebt sind nachvollziehbar. Ich kenne auch die biblische Geschichte und muss sagen erst durch dieses Buch, habe ich mich mit ihrer Gedanken- und Gefühlswelt auseiandergesetzt. Ein Buch, dass es durchaus wert ist auch ein zweites Mal gelesen zu werden.

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