Hier bespreche ich »Die Unerlöste« von J.G. Sandom, übersetzt ins Deutsche von Jörg Weese.
Um was geht es denn überhaupt?
Am 15. Juni 1904 starben über tausend deutschstämmige Einwanderer auf einem Ausflug der lutherischen Kirchengemeinde, als das Dampfschiff »General Slocum« Feuer fing und im East River sank. Es war die größte Katastrophe und der größte Verlust an Menschenleben in der Geschichte von New York City... bis zum 11. September 2001. Aber war es ein tragischer Unfall oder ein vorsätzlicher Mord?
Als ihr jüdischer Freund Dustin des Verbrechens beschuldigt wird, riskiert Mallory alles, um das Rätsel hinter der Tragödie zu lösen. War Dustin schuldig oder war jemand anderes für das Feuer verantwortlich?
Während New York City eine offizielle gerichtsmedizinische Untersuchung einleitet, findet in der Gemeinde Kleindeutschland eine zweite statt – mit Dustin vor Gericht. Mallory ist nun substanzlos und nutzt alle Kräfte dieser und der nächsten Welt, um ihren Geliebten zu retten und die Verantwortlichen zu bestrafen. Vor dem Hintergrund von Korruption und allgegenwärtigem Antisemitismus wird Mallory in Dinge verstrickt, die sie sich vor der Tragödie von Slocum nicht hätte vorstellen können, und ihre Suche nach Gerechtigkeit führt sie zu einer grundlegenden Wahrheit über sich selbst: Manchmal fängt man nicht wirklich an, sein Leben zu leben... bis man es verliert.
Mallory Meer ist wie jedes andere Mädchen im Teenageralter. Sie liebt es, Spaß zu haben. Sie findet ihre Schwester lächerlich. Ihre Eltern treiben sie in den Wahnsinn. Sie ist schrecklich in Dustin verknallt und folgt ihm überall hin.
Mallory hat sogar einen »Ferienjob« – sie muss die Wahrheit über das Feuer auf dem Dampfschiff General Slocum herausfinden, die Katastrophe, bei der ihre Schwester ums Leben kam. Mallory ist fest entschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen, die Schuldigen zu finden und sie endlich vor Gericht zu bringen.
Manchmal wird Mallory wütend, sehr wütend und seltsame Dinge passieren, wenn Mallory wütend wird.
Ja, Mallory ist wie jedes andere Mädchen im Teenageralter… außer, dass Mallory tot ist.
Meine eigene und persönliche Meinung:
Was für ein intensives miterleben eines so tragischen Ereignisses auf eine ganz interessante mystische Art und Weise.
Der Schreibstil ist harmonisch und emotionsweckend. Eine sehr interessante Art eine Story zu schreiben und gerade die Sichtweise, bereitet einem einen kalten Schauer über den Rücken.
Die Handlung geht durch Mark und Glied. Diese Tragik die in den zeilen mitschwingt ist mehr als erdrückend, auch hat man kurzweilig die Angst, dass es noch düsterer wird bezogen auf bestimmte Charaktere, also das Bangen um weitere Opfer auf subtiler Weise ist auch allgegenwärtig. Aber auch die Arbeit, die in die Übersetzung gesteckt wurde, sollte hier lobend erwähnt werden.
Wie würde ich es bewerten?
5 von 5 Sternen bzw. 10 von 10 Punkten.