S. - Das Schiff des Theseus

von J. J. Abrams und Doug Dorst
4,2 Sterne bei94 Bewertungen
S. - Das Schiff des Theseus
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Positiv (75):
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Interessant, geniale Gestaltung

Kritisch (3):
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Die Geschichte in der Geschichte, ein philosophisches Paradoxon. Hat man dann begonnen, ist es eher ernüchternd...

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Inhaltsangabe zu "S. - Das Schiff des Theseus"

'Das schönste Buch, das ich je gesehen habe.' The New Yorker.
Eine junge Studentin findet in der Bibliothek ein Buch, in das ein anderer Student Hunderte von Randbemerkungen gekritzelt hat, offenbar im Bemühen, der wahren Identität des unter Pseudonym schreibenden Autors V. M. Straka auf die Spur zu kommen. Die junge Frau ist fasziniert und ergänzt die Notizen mit eigenen Mutmaßungen. Zwischen den beiden Studenten Jen und Eric entspinnt sich eine lebhafte Unterhaltung, die allein auf den Seiten des Romans 'Das Schiff des Theseus' stattfindet. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem mysteriösen Autor V. M. Straka. Ein unbekannter Übersetzer hat den Roman herausgegeben und ihn mit teilweise verwirrenden Fußnoten versehen. Doch die beiden finden heraus, dass diese Fußnoten einen geheimen Code ergeben, der ihnen Informationen liefert, die der Straka-Forschung bisher völlig unbekannt waren. Was wie ein Spiel beginnt, wird im Laufe der Zeit bitterer Ernst, denn jemand scheint Interesse daran zu haben, dass die Identität des Autors nicht gelüftet wird. Jen und Eric geraten in gefährliche Verstrickungen, die sie fast das Leben kosten.

Ein hochraffiniert komponierter Roman, der zeigt, was ein Buch anrichten kann. In der Literatur und im Leben.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783462047264
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:544 Seiten
Verlag:Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum:08.10.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    Hellena92s avatar
    Hellena92vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Interessant, geniale Gestaltung
    Für Spielkinder :)

    Das Schiff des Theseus ist eine aufregende Idee von J.J. Abrams, der Fantasy und Romance in ein Buch packt und mit ganz vielen schönen Einzelheiten abrundet. Es handelt von 2 Geschichten. Primär um das Schiff des Theseus und was dort geschieht und gleichzeitig sind im Text und um den Text herum Notizen von 2 Menschen, die sich nicht kennen, jedoch über das Bibliotheksbuch miteinander kommunizieren und sich näher kommen!


    Im Buch sind zudemServietten, Karten und andere Extras, die das Buch so besonders machen! Ich finde, dass das echt mal was anderes ist! Sehr schön :)))

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    marcelloDs avatar
    marcelloDvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Geniale Idee! Bewundernswerte Umsetzung! Das eigentliche Lesen ist anstregend, lohnt sich aber allemal!
    Literarisches Vergnügen auf vielen Ebenen

    Ich bin ehrlich: als ich zum ersten Mal „Das Schiff des Theseus“ mitsamt des nun nicht wirklich in einer schönen Farbe gehaltenen Schubers sah, war ich etwas entsetzt, was so ein altbackenes Buch den Hype und vor allem den stolzen Preis verdient hätte. Aber das war eben nur oberflächliche Kriterien. Also habe ich mich dran gegeben, mich informiert und schließlich beschlossen: DAS muss ich haben!

    Bis ich es dann tatsächlich gelesen habe, hat fast noch einmal ein Jahr gedauert. Mir war klar, dass so ein Werk Zeit brauchen würde und ich hatte Sorge, dass ich dem Inhalt nicht gerecht werde oder vielleicht sogar das Gefühl habe, dass ich mich zu lange an diesem Buch aufhalte und andere Buchperlen verpasse, denn die Zeit fliegt nun mal. Aber letztlich habe ich mir die Zeit genommen und bin dem Buch sicherlich gerecht geworden.

    Alleine die Grundidee ist natürlich genial. Als Studentin leihe ich mir selbst ständig Bücher aus, kenne es also, wenn man auf Kommentare von vorherigen Ausleihern stößt. Gleichzeitig bin ich selbst Wissenschaftlerin, ich kenne mich mit solchen Spekulationen rund um Autorschaft etc. aus, daher hat sich für mich ein toller Mix an Themen ergeben, die unmittelbar mit meinem Leben zu tun haben.

    Daher war ich eben vor allem leidenschaftlicher Fan der Randgeschichte, die ja auch eine Liebesgeschichte war. Und gerade so unübliche Liebesgeschichten, die unheimlich authentisch sind, sind mir ja am liebsten. Ich fand es süß Jen und Eric über die Jahre zu begleiten, ihre gemeinsame Geschichte zu erleben. Über Randbemerkungen kann man sich sicherlich nicht so ein Bild von einer Figur machen, wie es in anderen Geschichten mit intensiven Innenperspektiven gelingt. Dennoch habe ich Eric und Jen kennen und wertschätzen gelernt.

    Schwieriger war dann letztlich die eigentliche Geschichte des vermeintlichen Autors V.M Straka und dem S. Sie entspricht nicht meinem üblichen Beuteschema an Literatur in meiner Freizeit, sondern eher der Literatur, die mir im Studium begegnet ist und über die mit anderen Studenten heftig diskutiert wurde, Essays und Hausarbeiten geschrieben wurde. Daher war es schwierig für mich den Spagat zwischen Eric und Jens Geschichte und der Geschichte des S. zu finden. Dadurch, dass beides ja fest miteinander verwoben war, musste ich ja auch ständig geistig hin und her springen und dieses anstrengende Lesen kostet Zeit. Aber letztlich ist es Zeit, die sich lohnt, denn es werden so viele unterschiedliche Leseebenen geboten, die die unterschiedlichsten Emotionen hervorrufen, dass man das Gesamtwerk wirklich nur als Vergnügen bewerten kann.

    Fazit: Alleine die Grundidee von J. J. Abrams und Doug Dorst ist schon genial, die liebevolle und detailgetreue und vor allem aufwendige Umsetzung nur noch bewundernswert, da muss man sich einfach Zeit nehmen für den Inhalt zwischen den Buchdeckeln. Es fordert Zeit, es fordert höchste Konzentration, es fordert Mitdenken, belohnt dafür aber mit einem Meisterwerk!

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    F
    Fragmentagevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: S. - das Schiff des Theseus ist kein gewöhnliches Buch, sondern ein analoges Abenteuerspiel. Erlebnis-Lesen sozusagen.
    ein wahres Zauberbuch

    S. - Das Schiff des Theseus von J.J. Abrams und Doug Dorst ist kein gewöhnliches Buch, sondern ein analoges Abenteuerspiel. Erlebnis-Lesen sozusagen.

    Nichts ist zufällig an diesem Werk, das in einem soliden Fake-Leineneinband daher kommt. Ein Siegel muss aufgebrochen werden, bevor man es aus dem Schuber nehmen kann, aber unberührt scheint das Buch nicht zu sein: Es wirkt abgegriffen, hat einen Fettfleck und riecht, als hätte es länger in einer muffigen Kiste auf irgendeinem Dachboden gelegen. Schlägt man es auf, fallen einem Zettel, Postkarten, Fotos und Notizen entgegen und die vergilbten Seitenränder sind dicht mit Notizen und Unterstreichungen versehen. Wenn man am Anfang beginnt und versucht, den gedruckten Text, die Einleger und Anmerkungen simultan zu lesen, merkt man schnell, dass sich in den Randnotizen ein Dialog zwischen dem Literaturdoktoranden Eric und der Bachelorstudentin Jen abspielt und dass die beiden versuchen, zwischen den Zeilen das Rätsel um die Identität des Autors zu entschlüsseln, die über ein halbes Jahrhundert nach Erscheinen des Romans ungeklärt ist.

    S. ist kein Buch, das man einfach so von Anfang bis Ende durchliest. Ich habe meine Lesestrategie mehrmals anpassen müssen, bis ich den Dreh für mich raus hatte. Anfangs dachte ich nämlich tatsächlich, ich könnte alles simultan lesen und aufnehmen. Das stellte sich aber schnell als höchst impraktikabel heraus, denn es verwirrte mich heillos.

    Der eigentliche Roman "Das Schiff des Theseus" von V.M. Straka ist nämlich schon komplex-surreal genug (stellenweise fühlte ich mich wie bei Kafka, nur gruseliger), wenn man dann noch gleichzeitig Fußnoten und Randnotizen mitlesen und nachvollziehen soll überfordert das schnell. Dazu kommt, dass es mehrere Sets von Randnotizen gibt, die Eric und Jen zeitlich versetzt verfasst, sich dabei aber nicht zwingend an eine strenge Chronologie gehalten haben. Schlussendlich habe ich den Wälzer (bisher) vier Mal durchgearbeitet:

    1. Den Romantext "Das Schiff des Theseus" ohne Randnotizen und Einleger, Fußnoten nur überflogen
    2. Die Randnotizen in Bleistift, blauem Kugelschreiber und schwarzem Fineliner, Fußnoten, passende Einleger
    3. Randnotizen in Gelb und Grün, passende Einleger
    4. Randnotizen in Violett, Rot, Schwarz und schwarz, passende Einleger

    Die Einleger habe ich jeweils angeschaut, geprüft, ob sie gerade zum Text passen und dann entweder mitgelesen oder bis zur nächsten Runde beiseite gelegt. Hilfreich war eine Liste, an welche Stelle im Buch die Einleger hingehören, sie sind mir nämlich öfter mal rausgefallen...

    Wäre ich ein scharfsinniges Mastermind, hätte ich möglicherweise versucht, die versteckten Codes, die Jen und Eric hauptsächlich in den - auf den ersten Blick unsinnigen - Fußnoten finden, selbst zu entschlüsseln. Stattdessen habe ich mich darauf beschränkt, jedes Mal andächtig "aaaaah" zu machen, wenn die beiden wieder einen geknackt hatten. Am Ende waren einige Rätsel gelöst, viele Fragen blieben aber offen, und noch immer stecken im Bauch des Schiffes (sorry, der musste sein) zahlreiche Codes und Hinweise, die Jen und Eric nicht entdeckt oder entschlüsselt haben, mit denen sich der geneigte Leser weiter beschäftigen darf.

    Meine Meinung dazu?

    Jetzt wird es kompliziert.. Ich liebe die Idee dieses Werkes, das Konzept, die detailversessene Aufmachung, die Haptik und das liebevoll erdachte Zubehör. Der Roman und die Rahmenhandlung um Jen und Eric sind zwar auch interessant, vom Hocker gerissen haben sie mich aber nicht und die Spannung hielt sich über weite Strecken eher in Grenzen. Nun kann man sagen, dass das Tempo zu der langsamen, analogen Kommunikation der beiden passt und dass dem Leser gar nichts anderes übrig bleibt, als sich viele Ereignisse und Spannungsmomente selbst zusammen zu reimen, aber ich hätte mir dennoch mehr roten Faden gewünscht. Stattdessen bleibt ein bisschen Ernüchterung darüber, dass ich wohl selber nachforschen und Theorien aufstellen muss, wenn ich mich nicht mit Jens und Erics Erkenntnissen zufrieden geben will. Aber das ist ja auch irgendwie genial: ein Buch, das der Leser weiterspinnen muss.

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    tinations avatar
    tinationvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Diese Aufmachung!!!
    Diese Aufmachung!!!

    Das Buch: S. wacht in irgendeiner Stadt auf, und weiß nicht wer er ist. Er torkelt durch die fremde Stadt, bis er letztendlich auf einem Schiff landet. Und dort geht seine wahnsinnige Odyssee weiter. Schweigen herrscht unter der Mannschaft an Bord, und wieder strandet er in einer Stadt, wo er wieder auf Sola trifft, die unbekannte Frau aus seinen Erinnerungen. Doch wer ist sie? Wo ist sie? Und wer ist er überhaupt? --- Zeitgleich lesen abwechselnd in einer Universitätsbibliothek eine Studentin und ein Doktorand dieses Buch. Sie kennen sich nicht, schreiben aber fleißig Kommentare an den Rand. Und sie suchen nach der wahren Identität des Autors des Buches – V. M. Straka. Und das bringt beide in so einige Schwierigkeiten….

    Fazit: Das Buch fällt schon alleine von der Aufmachung sehr auf. Das auf alt getrimmte Bibliotheksbuch zieht einen Buchliebhaber magisch an. Dazu noch farbige Kritzeleien am Seitenrand und Einleger wie Fotos, Postkarten, Briefe, Servietten – und fertig ist der Augenschmaus. Und leider muss man sagen, dass es dabei auch bleibt. Es ist etwas für das Auge – mehr nicht.

    Dies ist besonders Schade, da dieses Buch augenscheinlich wirklich viel Potenzial beinhaltet. Aber das wurde nicht genutzt. Aber fangen wir mal mit den vielen Stories in diesem Buch der Reihe nach an (wie eine Leseempfehlung):

    Das Schiff des Theseus: Als erstes sollte man das Buch einfach lesen. Ohne die bunten Seitenkommentare und Einleger zu beachten. Dahingehend bekommt man eine ordentliche, sehr mysteriöse Geschichte geliefert. Leider verzettelt sich das Ganze dann doch in zu vielen ungelösten Geheimnissen, was letztendlich nur noch abstrakt und verwirrend wirkt. Zusätzlich kann man noch die Bleistiftbemerkungen von Erik und die Fußnoten des ominösen Übersetzers mitlesen. Letztere hindern doch sehr am Lesefluss, da diese kaum etwas mit der Story zu tun haben – die Fußnoten entwickeln ein Eigenleben ohne roten Faden.

    Hat man dieses Buch einmal komplett durch, fängt man wieder von vorne an. Nun liest man die Kommentare, zuerst die Blauen, dann Orange/Grün, Lila/Rot und zuletzt Schwarz. Zusätzlich kann man in der ersten Runde noch die Einleger lesen. Klingt verwirrend? Ist es leider auch. Das ewige Suchen nach den passenden Farben nervt, Lesefluss ist nicht möglich. Ständig ist man blättern. Und schon geht es wieder von vorne los. Zusätzlich unterscheiden sich die schwarzen Kommentare kaum von den Blauen, was zusätzlich noch hinderlich ist. Die Story der beiden Protagonisten ist schnell erzählt: sie fühlen sich verfolgt. Und so erfährt man immer nur kurze Gesprächsfetzen zwischen den Beiden. Und ist sehr, sehr schade. Man muss sich sehr viel dazudenken und die Geschichten, die hier nicht erzählt werden, erscheinen weit interessanter, als das, was diese Gesprächsfetzen hergeben. Kaum wurde ein kleiner Spannungsbogen aufgebaut, verpufft dieser auch einfach so wieder. Man weiß nicht, wie diese Handlung ausging, da die beiden Protagonisten schon zum nächsten Thema abgeschweift sind.

    Zusammenfassend wurde hier sehr viel Potenzial verschenkt. Idee sehr gut, Umsetzung unzureichend. Trotzdem wird dieses Buch sicherlich in vielen Bücherregalen wohnen, einfach wegen der Aufmachung. Und diese ist wunderschön (trotz des Preises).

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    maggiterrines avatar
    maggiterrinevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine literarische Schnitzeljagd für alle die schöne Bücher, Geheimcodes und Literaturwissenschaften lieben!
    Das verblüffendste Buch, das ich kenne!

    Zunächst einmal zu dem offensichtlichsten und wichtigsten Punkt:
    Dieses Buch ist einmalig!

    Wenn man dieses Buch in den Händen hält, gibt es nichts, das einen daran zweifeln lassen würde, dass das ein uraltes Leihexemplar ist, dass von zwei Leuten komplett zugekritzelt und mit notdürftigen Lesezeichen und Erinnerungsstücken versehen wurde. Die Seiten sind vergilbt, es gibt einen Bibliotheksaufkleber und -stempel und alles wirkt einfach 100% authentisch! Wer da nicht in absolute Begeisterungsstürme ausbricht, hat doch seine Begeisterungsfähigkeit am Eingang abgegeben!
    Das Lesen des eigentlichen Texts in Verbindung mit den zahlreichen Anmerkungen aus verschiedenen Zeiträumen gleicht einer Schnitzeljagd, die ein wenig Mühe erfordert, den Leser dafür aber mit neuen Erkenntnissen und dem Stolz gelöster Rätsel belohnt. Wer gerne rätselt, wird dieses Buch lieben!

    Zugegeben, die Story ist zwar interessant und mysteriös, haut einen aber auch nicht total vom Hocker. Doch gerade die Verbindung mit den Anmerkungen, macht daraus etwas Ganzes, etwas das halt über die eigentliche Handlung hienaus geht. Deshalb sind die Randnotizen auch keine eigene Geschichte sondern vielmehr eine Ergänzung zu dem eigentlichen Buch. Ich finde das eigentlich ziemlich pfiffig!

    Am Ende ging bei mir dann allerdings ein wenig die Luft raus. Ich hatte das Gefühl, als wären in diesem Buch noch so viel mehr Rätsel zu finden, die einem nicht auf dem Silbertablett präsentiert werden, war aber nicht in der Lage sie ohne Hilfe zu lösen. Die Idee dabei war sicherlich, dass man das Buch noch über Jahre aufschlagen kann und immer wieder ein bisschen knobeln kann bis man dann doch das ein oder andere Rätsel löst. Mich hat das zugegebenermaßen ein wenig frustriert, so dass mir die Rätsel und Codes zunehmend weniger Freude gemacht haben. Das war allerdings schon sehr weit hinten im Buch und bis dahin war ich Feuer und Flamme!

    Zuletzt bleibt eigentlich nur noch einmal zu sagen: Dieses Buch ist einmalig und man sollte sich nicht die Gelegenheit entgehen lassen, es wenigstens einmal zu lesen!

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    J
    JoRauvor 3 Jahren
    Lesen mit (fast) allen Sinnen

    Das Buch eröffnet eine neue Leseerfahrung, nicht nur den Roman im Roman, sondern die Illusion, auf der Diskussionsebene selbst mit dabei zu sein. Mehrfach habe ich mich bei dem Drang ertappt, selbst eine Randnotiz zu hinterlassen, wenn mir etwas aufgefallen ist, was Jen und Eric offenbar entgangen ist.
    Ein großer Spaß! 
    Aber: Nicht die Zukunft des Buches. Die Faszination ist das Neue. Sollte der Hype um das Buch zu Nachahmungen führen, dürfte sie sich schnell verflüchtigen.

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    MariaAlexandras avatar
    MariaAlexandravor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Dieses Gesamtwerk zu bewerten, ist wirklich schwierig. Denn einerseits ist es genial, andererseits hat es inhaltlich massive Schwächen.
    Wunderschön, aber .....

    Dieses Gesamtwerk zu bewerten, ist wirklich schwierig. Denn einerseits ist es genial, andererseits hat es inhaltlich massive Schwächen. Ich habs mal aufgeschlüsselt:

    1. Aufmachung:
    Über die Aufmachung muss ich nichts schreiben. Die ist einmalig, das Buch ist wunderschön und ein echtes Erlebnis. Dafür gibt es 10 von 5 Punkten, also mindestens doppelt so viele, wie möglich sind.

    2. Das Schiff des Theseus:
    Der Roman vom VM Straka, auf dem das Gesamtkonzept basiert, ist ebenfalls ganz wunderbar. Eine Mischung aus unverhohlener Kapitalismuskritik, einem mystischem Agententhriller und einer kryptischen Reise durch die Zeit. Diesen metaphorischen Roman hätte auch Kafka schreiben können und die naseweisen Fußnoten des Übersetzers erinnern zudem an der Kafka-Herausgeber und -Interpreten Max Brod. Man kann den Roman also getrost einfach so lesen, auch weil er sprachlich top und mit einer Metapherndichte aufwartet, die wirklich beeindruckend ist. Den Straka-Roman lese ich sicherlich nocheinmal. 5 von 5 Punkten

    3. Die Randkommentare von Eric und Jen
    Der erste und zweite Durchgang (ja, man sollte das Buch mehrmals und möglichst in der richtigen Abfolge der Kommentare durchgehen) macht sehr viel Spaß und ist fast schon eine Persiflage auf die Literaturwissenschaft. Da werden Sätze durchanalysiert und ihnen an den Haaren herbeigezogene Bedeutungen zugemessen - also wie im täglichen Uni-Leben ;) Und die Beziehung zwischen Eric und Jen ist ebenfalls toll in diese Buchseitenunterhaltung eingeflochten. Es wird nicht alles ausformuliert, würde zu dieser speziellen Erzählform aber auch nicht passen. Wie sie langsam hinter das Straka-Geheimnis kommen, ist ebenfalls spannend.
    Aber dann … bei den nächsten Durchgängen fragte ich mich, worauf es wohl hinausläuft. Schließlich passieren im Leben von Eric und Jen auf einmal seltsame Sachen und ich wollte wissen, auf was die Unstimmigkeiten im Text beruhen. Doch vieles davon wird nicht aufgeklärt, und das lässt einen schalen Geschmack zurück. Da wurden Dinge nicht zu Ende gedacht. Und das hat mich wirklich geärgert, schließlich hat man sich das Begreifen dieses Werks mühsam erarbeitet, hat vor- und zurückgeblättert, manches doppelt und dreifach gelesen, sich Gedanken gemacht. Und dann wird man so kalt stehen gelassen. 1 von 5 Punkten.

    Dieses Gesamtwerk hätte so viel mehr sein können, wenn die losen Fäden verknüpft worden wären. Schade um all den Aufwand. Ich bereue es nicht, es gelesen zu haben, aber ich habe den Verdacht, dass von den Autoren und Buch-Konzeptlern hier Form über Inhalt gestellt wurde. Und das ist ärgerlich und dementsprechend hat dieses wunderschöne Werk in meinen Augen nur 3,5 von 5 Punkten verdient. Trotzdem bin ich sehr glücklich darüber, dieses Gesamtkunstwerk im Regal stehen zu haben.

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    Thaliomees avatar
    Thaliomeevor 3 Jahren
    Ein Rätsel in Buchform

    Dieses Buch ist wirklich schwer zu beschreiben, man muss es eigentlich selbst gesehen haben. Es ist äußerst liebevoll hergestellt, hat sogar einen Bibliotheksaufkleber und -stempel. Im Inneren findet man Postkarten, Fotos, beschriebene Servietten und vieles mehr. Dabei werden zwei Geschichten erzählt: Einmal natürlich die im Buch gedruckte, die für mich ein wenig schwer zu lesen war, da sie durchaus als literarisches Werk taugt.

    Daneben gibt es die Randnotizen von Erik und Jen, die das Buch für Dialoge zum Inhalt und Autor nutzen.


    Zur Geschichte im Buch: Ein Mann wacht ohne Gedächtnis in einer fremden Stadt auf. Alles wirkt kalt und lebensfeindlich. In einer Kneipe trifft er auf Sola, die ihn sofort fasziniert und nicht wieder loslassen wird. Er gerät aber auf ein Schiff, bevor er sie näher kennen lernen kann. Dort werden die Geschehnisse noch geheimnisvoller, die Matrosen scheinen sich die Münder zuzunähen und der Mann, der nur erfährt, dass er S. heißt, flieht schließlich an Land. Dort wird er direkt in eine Verschwörung katapultiert und ist immer auf der Flucht. Er trifft viele Menschen und weiß nie, wem er eigentlich trauen kann. Und dabei ist er die ganze Zeit auf der Suche nach Sola, die er nicht vergessen kann.


    Zu den Randnotizen: Erik hat sich schon seit Jahren mit der wahren Identität des Autors V.M.Straka beschäftigt und dazu an der Uni geforscht. Seit einem Streit mit seinem Doktorvater und einigen Dummheiten, darf er sich nun nicht mehr auf dem Campus aufhalten. Das Buch in der Universitätsbibliothek hat er oft ausgeliehen und einige seiner Gedanken an den Rand geschrieben. Als Jen, eine junge Studentin, das Buch ausleiht kommentiert sie einige seiner Gedanken. Erik bemerkt dies und zwischen den beiden entwickelt sich eine Art Brieffreundschaft mit dem Ziel, die Identität des Autors offen zu legen. Die Hinweise finden sie verschlüsselt in ihrem Buch!


    Ein wirklich ganz besonderes Buch, das (im wahrsten Sinne des Wortes) sehr „vollgepackt“ ist. Trotzdem bleiben viele Enden offen und einiges wird nicht genutzt. Die Geschichte um „S.“ ist gespickt mit Namen, phantastischen Reisen und Wendungen - ich musste mich beim Lesen sehr konzentrieren um nicht den Faden zu verlieren. Nichts, was man nebenbei durchblättern kann!

    Aber ein tolles Buch, dass sehr vielschichtig zu lesen ist. Die Codes und Verschlüsselungen haben mir besonders gut gefallen, hier haben die Autoren ihre Phantasie bemüht und die beiden Protagonisten kommen dem Rätsel natürlich auf die Spur.

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    pattyliests avatar
    pattyliestvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Das Spiel auf mehreren Textebenen ist Doug Dorst und J.J. Abrams meiner Meinung nach wirklich gelungen. Bei mir und dem Buch war es einfach
    Einfach wundervoll

    INHALT
    Jen arbeitet als studentische Aushilfe in ihrer Universitätsbibliothek und findet beim Einsortieren der Bücher eines Tag ein Buch, welches nicht zum dortigen Bilbiotheksbestand gehört. Sie entschließt sich einige der Kapitel zu lesen und ist sofort begeistert. Diverse Randnotizen im Buch lassen darauf schließen, dass dem Besitzer des Buches viel an der Geschichte liegt, aber auch der mysteriöse Autor V.M. Straka ihn in den Bann zieht. Jen möchte dem Besitzer das Buch zurückgeben und kann ihn indirekt ausfindig machen. Die beiden führen über das Buch ganze Unterhaltungen ohne sich bisher persönlich getroffen zu haben, aber dennoch haben sie das Gefühl sich zu kennen. Gemeinsam begeben sie sich auf eine gefährliche Suche nach dem Autor V.M. Straka, dessen letztes Werk Das Schiff des Theseus war.

    "Er hat alles verloren. Einschließlich seiner selbst." ~ S. 82
    In der eigentlich Geschichte Das Schiff des Theseus von V.M. Straka geht es um einen Mann ohne Gedächtnis. Dieser wird verschleppt und auf ein Schiff mit einer grausigen Besatzung gebracht. Seine Reise in ein neues Leben beginnt. 

    "Ich verspüre nicht den Drang ihn zu identifizieren, weil ich ihn kannte." ~ Vorwort
    Durch den geheimnisvollen Übersetzer F.X. Caldeira werden durch Vorwort und eine Vielzahl von Fußnoten eigene Ideen zur Identiät des Autors geliefert. Schon bald erkennen Jen und Eric, dass CaldeiraCodes im Werk versteckt hat, die es zu entschlüsseln gilt, um dem Geheimnis näher zu kommen.

    MEINUNG
    Der Roman lebt von der Verschmelzung von Roman und Kommentar unter Verwendung verschiedener Perspektiven. Die Liebe zum Detail macht das Buch für mich zu etwas Besonderem. Das Buch verbirgt neben den Marginalien, diverse Beileger wie Postkarten, Fotos, Briefe, Zeitungsartikel und eine Dechiffrierscheibe. Durch die Aufmachung wirkt das Buch einige Jahrzehnte alt, welches durch Kaffeeflecken, vergilbte Seiten und anderen Zeichen der Zeit geprägt ist. Sobald man den Schuber öffnet, muss man sich einfach sofort in dieses Prachtstück verlieben. Beim ersten Lesen muss man sich erst einmal in diesen ungewöhnliche Lesestil einfinden. Liest man zuerst die Geschichte und ignoriert sowohl Fußnoten, Beileger als auch Randnotizen? Ignoriert man lediglich die Beileger und Randnotizen? Ignoriert man nichts und liest den eigentlichen Roman, die Fußnoten der Übersetzerin mit eigenen Recherchen und die Geschichte um Jen und Eric parallel? Ich habe mich für die letzte Variante entschieden. Sicher nicht die beste Methode, aber für mich genau richtig. Ich wurde so zwar immer wieder aus der eigentlichen Geschichte herausgerissen, aber ich muss gestehen, würde es nur um den eigentlichen Roman von Doug Dorst gehen, hätte mich die Geschichte an sich nicht gänzlich überzeugen können. Aber es geht um das große Ganze und die liebevollen Details machen das Leseerlebnis für mich perfekt. Man benötigt für dieses Buch auf jeden Fall ganz viel Zeit und kann nicht mal schnell zwischendurch ein paar Seiten lesen. Nur wer sich wirklich auf den Inhalt konzentrieren kann, kann die Verworrenheit und das Chaos überblicken - obwohl das wohl nie hundertprozentig möglich ist. Für unterwegs ist das Buch durch die Beilagen sowieso nicht geeignet und selbst zu Hause durften die Seiten nur mit Vorsicht umgeblättert werden. Sollte dennoch einmal ein Beileger rausfallen, kann man auf der Seite des KiWi-Verlages eine Übersicht mit den Platzierungen herunterladen. Und glaubt mir: Ihr werdet über diese Übersicht noch dankbar sein. Als wäre das Chaos nicht bereits perfekt, sind die Randnotizen natürlich nicht in chronologischer Reihenfolge verfasst worden. Die Korrespondenz zwischen Jen und Eric zog sich immerhin über Monate hinweg. So bleibt es natürlich nicht aus, dass die beiden des Öfteren zurückgeblättert haben und neue Ideen hinzugefügt haben. Erkennbar sind diese durch unterschiedliche Stiftarten. Jahre alte Anmerkungen von Eric wurden noch vorsichtig mit Bleistift hinzugefügt. Jen war mutiger und verwendete sofort einen blauen Füllfederhalter, auf den Eric mit einem schwarzen Fineliner konterte. Es finden sich aber auch rote und grüne Notizen; manchmal ging die Tinte aus und die Sätze verblassten langsam. Der Leser merkt auf jeden Fall sofort zu wem welche Randnotiz gehört und zu welchem Zeitpunkt die Anmerkungen in der Regel verfasst wurden. Wie bereits erwähnt, die Geschichte um S. ist für mich eigentlich nicht diese ganze Aufmerksamkeit wert. Es istganz nett zu lesen was S. wiederfährt und stellenweise wird es wirklich sehr spannend und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, weil ich einfach gefesselt war. Aber insgesamt sind mir in der Geschichte doch zu viele Zeitsprünge und auch die meisten Charaktere werden mir zu kurz angerissen. Manche Städten sind aus der realen Welt und manche sind erfunden; die erfundenen Städte werden aber nur B- oder P- genannt. Das Volk der K- wird erwähnt. Diese Abkürzungen haben mich auf Dauer irgendwie genervt. Die Fußnoten von Filomela sind für mich auch meistens eher unnötig gewesen und waren vollgepackt mit Fakten, die nie erklärt werden, sondern alleine recherchiert werden müssten. Eigentlich mag ich sowas, aber nach den ersten Hinweisen hat mich bei den meisten Fußnoten dann doch schnell die Lust verlassen und ich habe sie einfach hingenommen und nicht weiter hinterfragt. Weiterhin werden auch viele imaginäre Titel erwähnt; Titel von Büchern die es nicht gibt, von einem Autor der nicht exisitiert. Manche sind Hinweise zur Lösung des Autorenrätsels und manche exisistieren in der Welt des Gesamtwerkes, aber als Leser kann man diese Dinge gar nicht wissen und muss auf Jen und Erics Wort vertrauen.  Das Gesamtwerk konnte mich dennoch überzeugen, obwohl hier mit zu vielen Namen jongliert wurde, so dass schnell der Überblick verloren geht. Die Beileger sind sehr schön gemacht (auch wenn sie manchmal kaum einen Mehrwert bringen) und verleihen dem Buch einen ganz besonderen Charme. Die Randnotizen werten das Buch für mich auf. Ja, und auch die Geschichte hat trotz der Kritik einen gewissen Reiz.

    FAZIT
    Das Spiel auf mehreren Textebenen ist Doug Dorst und J.J. Abrams meiner Meinung nach wirklich gelungen. Bei mir und dem Buch war es einfach Liebe auf den ersten Blick. Zwar kann ich nicht die volle Punktzahl geben, aber 4 von 5 Sternen vergebe ich jedoch sehr gerne. Die Aufmachung und die Liebe zum Detail machen das Schiff des Theseus einfach zu etwas Besonderem - es ist eben nicht einfach nur ein Buch, sondern ein Abenteuer!


    @ Das Bücherchamäleon

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Buchprojekt der anderen Art, spannend und vielschichtig.
    Buchprojekt mit viel Liebe zum Detail

    Inhalt:

    Eine junge Studentin findet in der Bibliothek ein Buch, in das ein anderer Student Hunderte von Randbemerkungen gekritzelt hat, offenbar im Bemühen, der wahren Identität des unter Pseudonym schreibenden Autors V. M. Straka auf die Spur zu kommen. Die junge Frau ist fasziniert und ergänzt die Notizen mit eigenen Mutmaßungen. Zwischen den beiden Studenten Jen und Eric entspinnt sich eine lebhafte Unterhaltung, die allein auf den Seiten des Romans 'Das Schiff des Theseus' stattfindet. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem mysteriösen Autor V. M. Straka. Ein unbekannter Übersetzer hat den Roman herausgegeben und ihn mit teilweise verwirrenden Fußnoten versehen. Doch die beiden finden heraus, dass diese Fußnoten einen geheimen Code ergeben, der ihnen Informationen liefert, die der Straka-Forschung bisher völlig unbekannt waren. 

    Bewertung:

    Das erste Mal habe ich das Buch im Schaufenster einer kleinen Buchhandlung gesehen. Da kam bei mir sofort dieser "Muss ich unbedingt haben"-Effekt auf. Das Buch kommt in einem Schuber daher, der sehr nützlich ist, um das Buch mit all den zusätzlichen Hinweisen zusammenzuhalten. Das Buch selbst ist auf alt gemacht, d.h. die Seitenränder sind vergilbt, teilweise fleckig, es gibt sogar hinten im Buch eine der tollen Bücherei-Ausleihelisten. Das alles aber ohne komische muffige Gerüche. ;-)
    Einziger Wermutstropfen, der mir gleich auf der ersten Seite aufgefallen ist: Obwohl das Buch angeblich aus den 40ern ist, ist es in neuer deutscher Rechtschreibung verfasst. Das zerstört die Illusion ein wenig. 


    Je und Eric unterhalten sich also nun im Buch. Das ist schön dargestellt und doch relativ verständlich nachzuvollziehen, da beiden sehr unterschiedliche Schriften zugeordnet wurden. Außerdem verwenden die beiden mit fortschreitender Zeit andere Stiftfarben, das erleichtert die zeitliche Einordnung ihrer Kommentare - im Großen und Ganzen haben sich für mich die Kommentare dadurch in 4 "Zeiten" einordnen lassen. Zusätzlich zu ihren Kommentaren finden sich immer wieder kleine Extras im Buch, z. B. einen Brief an den jeweils anderen, Postkarten, Zeitungsartikel, etc. Diese sind nicht immer unbedingt direkt an der Stelle zu finden, an der die beiden darauf Bezug nehmen.


    Nun zu den Geschichten:
    Das Schiff des Theseus ist das Werk des fiktiven Autors V. M. Straka. Gerade auch ohne Beachtung der Kommentare von Jen und Eric fand ich die Geschichte lesenswert, da mysteriös, spannend und manchmal auch fantastisch. Mit dem Hintergrund"wissen", das sich über Jens und Erics Kommentare ergibt, erhält diese Erzählung auch eine ganz andere Ebene dazu.


    Die andere Geschichte ist die zwischen Jen und Eric. Am Anfang rein an der Literatur interessiert, erfahren sie im Laufe der Zeit nicht nur mehr über den mysteriösen Straka, sondern auch über sich und die "realen" Personen um sich herum. Diese ganzen Begebenheiten fand ich ähnlich spannend wie die Erzählung selbst - vor allem, weil es sozusagen zwei Teile gibt: Jen und Eric und die Uni sowie das Rätsel um V. M. Straka.


    Mich hat das Buchprojekt unglaublich gefesselt und ich werde es mir sicher noch einmal zu Gemüte führen - mit dem jetzt vorhandenen "Vorwissen" liest es sich sicher noch einmal anders. 
    Es ist kein Buch, dass man mal schnell abends im Bett liest, man braucht doch etwas Ruhe und Zeit, auch um sich auf die verschiedenen Erzählungen einzulassen. Was das ein bisschen erschwert ist, dass alle Personen und auch viele Ereignisse, die im Buch von Jen und Eric erwähnt werden, selbst fiktiv sind. Google hilft somit nicht weiter und man kann sich an der Lösung des Rätsels um V. M. Straka nur mit den Informationen betätigen, die Jen und Eric finden und im Buch preisgeben. 


    Für mich ist "S. - Das Schiff des Theseus" auf jeden Fall eines der faszinierendsten Buchprojekte seit langem, da sich jemand sehr viele Gedanken um die Umsetzung gemacht hat und damit (trotz allem "ins Buch kritzeln") eine große Wertschätzung für das Medium Buch ausdrückt - umso schöner, dass unter anderem ein renommierter Regisseur und Produzent für das Projekt verantwortlich zeichnet!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Daniliesings avatar

    Das wohl schönste Buch des Jahres!

    Wir als Buchliebhaber können schönen Büchern niemals widerstehen, oder? Und nur ganz selten gibt es solche Bücher, die so toll gemacht sind, dass man seinen Augen kaum trauen kann. "S. - Das Schiff des Theseus" von J. J. Abrams und Doug Dorst ist ein solches Buch! Ein wahres Schmuckstück, das nicht nur durch sein Äußeres und Inneres begeistert, sondern zudem noch eine einmalige Geschichte erzählt - sozusagen eine Geschichte in der Geschichte!

    Mehr zum Buch:

    Eine junge Studentin findet in der Bibliothek ein Buch, in das ein anderer Student Hunderte von Randbemerkungen gekritzelt hat, offenbar im Bemühen, der wahren Identität des unter Pseudonym schreibenden Autors V. M. Straka auf die Spur zu kommen. Die junge Frau ist fasziniert und ergänzt die Notizen mit eigenen Mutmaßungen. Zwischen den beiden Studenten Jen und Eric entspinnt sich eine lebhafte Unterhaltung, die allein auf den Seiten des Romans »Das Schiff des Theseus« stattfindet. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem mysteriösen Autor V. M. Straka. Ein unbekannter Übersetzer hat den Roman herausgegeben und ihn mit teilweise verwirrenden Fußnoten versehen. Doch die beiden finden heraus, dass diese Fußnoten einen geheimen Code ergeben, der ihnen Informationen liefert, die der Straka-Forschung bisher völlig unbekannt waren. Was wie ein Spiel beginnt, wird im Laufe der Zeit bitterer Ernst, denn jemand scheint Interesse daran zu haben, dass die Identität des Autors nicht gelüftet wird. Jen und Eric geraten in gefährliche Verstrickungen, die sie fast das Leben kosten.

    Hier findet ihr ein spannendes Special zum Buch!

    Die Autoren haben einen wirklich raffinierten Roman geschaffen, der uns Lesern zeigt, was in der Literatur alles möglich ist, und der über die Grenzen des Normalen weit hinaus geht. Zusammen mit dem KiWi Verlag geben wir euch jetzt die Möglichkeit, dieses einmalige Buch zu gewinnen und verlosen 3 Exemplare unter all jenen, die folgendes tun*:

    Erzählt uns eine kleine Geschichte, mit der ihr uns zeigt, warum Bücher für euch einzigartig sind!


    Ich drücke euch die Daumen und bin gespannt, was ihr zu diesem außergewöhnlichen Buch sagt!

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    * Bitte beachtet, dass wir Gewinne nur innerhalb Europas und nur einmal pro Haushalt verschicken!
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