J. J. Johnson Eve sieht es anders

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Inhaltsangabe zu „Eve sieht es anders“ von J. J. Johnson

Eve ist klug, unabhängig und selbstsicher und um ihr großes Ziel zu erreichen, die Zulassung zum College, auch bereit, eine große Herausforderung anzunehmen: Die Institution Schule. Denn bisher wurde Eve zu Hause unterrichtet. Sie kommt in eine für sie komplett neue Welt mit Regeln, die sie nur schwer nachvollziehen kann – und ändern möchte. Doch ihre Initiative gerät außer Kontrolle und sie ist gezwungen, sich mit der Welt zu arrangieren, die sie gerade erst anfängt zu verstehen. Und dann ist da auch noch Rajas, der es offenbar wirklich ernst mit ihr meint … J.J. Johnsons kraftvoller Debütroman regt zum Nachdenken an über Freundschaft, Regeln, Grenzen und Macht.

Ein vielversprechendes, gelungenes Jugendbuch-Debüt mit einer überzeugenden Grundidee, die mich erst nach näherem Nachdenken beeindruckt hat

— justitia
justitia

Die Grundidee und Eve konnten mich komplett überzeugen. Die Handlung fand ich stellenweise zu extrem und deswegen unglaubwürdig. Schade!

— Lesemomente
Lesemomente

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    Eve sieht es anders
    justitia

    justitia

    22. November 2015 um 16:49

    Ein vielversprechendes und äußerst gelungenes Jugendbuch-Debüt mit einer überzeugenden Grundidee, die mich erst nach näherem Nachdenken über das Thema nachhaltig beeindruckt hat! Ein kleiner Einblick in den Klappentext: Eve ist klug, unabhängig und selbstsicher und um ihr großes Ziel zu erreichen, die Zulassung zum College, auch bereit, eine große Herausforderung anzunehmen: Die Institution Schule. Denn bisher wurde Eve zu Hause unterrichtet. Sie kommt in eine für sie komplett neue Welt mit Regeln, die sie nur schwer nachvollziehen kann – und ändern möchte. Doch ihre Initiative gerät außer Kontrolle und sie ist gezwungen, sich mit der Welt zu arrangieren, die sie gerade erst anfängt zu verstehen. Und dann ist da auch noch Rajas, der es offenbar wirklich ernst mit ihr meint … J.J. Johnsons kraftvoller Debütroman regt zum Nachdenken an über Freundschaft, Regeln, Grenzen und Macht (© Text- & Bildmaterial: Knesebeck Verlag)  Meine Gedanken zu dem Buch: Bei diesem Buch war es weniger das Cover, das mich beeindruckt und in seinen Bann gezogen hat. Für mich war es eher unscheinbar und hätte mich in einem Buchladen eher nicht angesprochen. Innen dagegen ist das Buch ein echter Hingucker – jedes Kapitel wird durch ein wunderbares Zitat eingeleitet, dass dem Inhalt der Geschichte und auch dem Wesen von Protagonistin angepasst ist und richtig gut mit ihr harmoniert. Für mich war dies immer wieder ein kleines Highlight, das mich super durch die Handlung geführt hat... Die Geschichte behandelt verschiedene Grundsatzfragen: Welche Rechte haben Schüler und Lehrer? Sollte ich mir stets, egal unter welchen Umständen und in welcher Situation, treu bleiben? Oder inwieweit sollte ich mich für andere Menschen ändern, um ihnen zu gefallen? Auf all diese Fragen liefert der Autor keine genauen Antworten, sondern vielmehr Denkanstößea für den Leser. Da verwundert es nicht, dass mir dieses Buch nach dem Lesen noch sehr lange im Gedächtnis blieb. Jedoch muss ich auch eingestehen, dass die Handlung für mich teilweise sehr überspitzt war und gleichzeitig von so einigen Extremen lebt. Dadurch hat die gesamte Geschichte nach meinem Empfinden an Glaubwürdigkeit und Authentizität verloren. So ist es eher selten, dass Schüler zu solch ungewöhnlichen Methoden wie Eve ergreifen und damit bei dem Schulleiter auch noch Gehör und Gefallen finden. Auch Eve ist ein sehr ungewöhnlicher Charakter, ebenso wie ihre Mutter, die Eve in jeder Situation auf ganz ungewöhnliche und irgendwie auch unübliche Art und Weise unterstützt. Durch Eve sieht man die Highschool mit einem Mal mit ganz anderen Augen und wird auf Grundsatzfragen zwischen Schülern und Lehrern aufmerksam gemacht. Besonders bewunderswert fand ich Eves Persönlichkeit. Es ist schon beeindruckend mit welchem Ehrgeiz sie ihren eigenen Standpunkt vertritt und sich für ihre Überzeugungen einsetzt. Sie hat ein klares Bild davon, wie Schule funktionieren muss sowie klare Vorstellungen von richtig oder falsch sowie von gut oder böse. Für mich ist solch ein Charakter in der Jugend äußerst selten und dadurch irgendwie auch etwas Besonderes. Umso mehr war ich von Eve fasziniert, auch wenn ich stellenweise mit ihr so meine Probleme hatte. Diese junge Persönlichkeit hat in mir gemischte Gefühle ausgelöst. Einerseits gefiel mir die Vorstellung, dass es junge Menschen gibt, die sich so engagiert für andere einsetzen und Ungleichheiten sowie Ungerechtigkeiten aufdecken und beseitigen wollen. Andererseits eschien es mir dann doch etwas zu überspitzt und unrealistisch, entfachte in mir aber auch gleichzeitig den Wunsch, dass diese Geschichte rund um Eve doch den ein oder anderen jungen Leser dazu ermutigen würde, sich mehr für andere einzusetzen und seine eigenen Vorstellungen vom gemeinsamen Zusammenleben in seinem Umfeld durchzusetzen versucht. Kurz & Gut – Mein ganz persönliches Fazit „Eve sieht es anders“ ist für mich ein sehr gelungenes Jugendbuch, dass mich erst nach näherem Nachdenken über die Thematik nachhaltig beeindruckt hat. Die Geschichte macht einmal mehr deutlich, dass man seiner eigenen Persönlickeit stets treu bleiben und für seine Wünsche sowie Träume kämpfen sollte. In vielen Situationen schauen wir einfach weg – doch sollten wir nicht vor den Veränderungen zurückschrecken, sondern uns vor dem Stillstand fürchten! © Rezension: 2015, Sandra „Sunny liest“

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  • LL rezensiert...

    Eve sieht es anders
    lenasbuecherwelt

    lenasbuecherwelt

    23. October 2015 um 09:13

    Eve wurde bisher immer zu Hause unterrichtet, doch sie will ihr letztes Highschooljahr noch einmal auskosten und so geht sie nun zum ersten Mal an eine öffentliche Schule. Schon nach ein paar Tagen merkt sie, dass das Schulsystem alles verkörpert, was Eve und ihre Mutter als falsch sehen. Das kluge, selbstbewusste Mädchen will etwas an der Ungerechtigkeit ändern und sich nicht mehr unterdrücken lassen und startet eine Revolution in Form eines Blogs. Doch was so harmlos angefangen hat, artet bald mehr und mehr aus! „Eve sieht es anders“ ist nicht nur toll aufgemacht und auch unter dem Schutzumschlag definitiv ein Blickfang, der Inhalt ist hier mindestens genauso klasse und kann ohne Probleme mit dem Äußeren mithalten. Als ich das erste Mal von Eve hörte, wurde meine Neugier schnell geweckt. Die Geschichte klang alles andere als „0815“. Stattdessen regelrecht revolutionär, besonders und beeindruckend. Zwar hat das Buch nur etwas mehr als 200 Seiten (ist aber recht klein geschrieben), doch diese Seiten sind so fesselnd und brennen sich in den Kopf, sodass „Eve sieht es anders“ gar nicht mehr Wörter braucht, um zu beeindrucken. Anfangs ist das Buch noch recht normal und ruhig, sodass man sich erst in die Geschichte einfinden kann, bevor man konzentriert lesen und sich auf den Inhalt einlassen muss. Der Leser lernt Eve kennen, eine Protagonistin, die aus der Ich-Perspektive schreibt und deren Einstellung beeindruckend ist. Dadurch dass sie bisher nur von ihrer Mutter unterrichtet wurde, ist sie noch nicht „abgestumpft“, sondern fein, hat klare Vorstellungen und merkt gleich, dass die Schulen Schüler regelrecht unterdrücken. Wenn jetzt manch einer bei dem Wort Hausunterricht den Kopf schüttelt, kann ich euch beruhigen, Eve ist alles andere als schlecht, unmotiviert oder mit dem Stoff zurück. Stattdessen gibt es kaum eine Schülerin wie sie in der Klasse und sie äußert gerne ihre Meinung oder diskutiert mit einem Lehrer über den Sinn verschiedener Zitate. Das Buch beschäftigt sich mit allerhand aktuellen Themen und diese sind allesamt sehr wichtig für uns. Es geht um Diskriminierung, Cybermobbing, Vorurteile und Sexismus, um hier nur einige Beispiele zu nennen. Diese wichtigen Themen wurden in eine Geschichte verpackt, die dazu noch unterhaltend ist und bei der es keine Stolpersteine beim Lesen gibt. Da die sympathische Eve die Geschichte erzählt, ist das Buch mit jugendlicher Leichtigkeit geschrieben und lässt sich sehr flüssig lesen. Während dieser Geschichte lernt man nicht nur das Schulsystem mit anderen Augen kennen, sondern fragt sich auch immer wieder, was überhaupt gerecht und was ungerecht ist. Wie subjektiv ist die Gerechtigkeit? Und wie schnell schlägt Gerechtigkeit in Mobbing um? Anfangs wollte Eve ihre Meinung über einen ungerechten Lehrer auf einem Blog äußern, doch diese Idee wird schneller aufgegriffen, umgewandelt und anders angewandt, als man „Stop“ sagen konnte. Anmerken möchte ich hier noch, dass mir das ganze Buch sehr gefallen hat, doch im Vergleich zu dem extremen, von negativen Dingen geprägten Mittelteil war mir das Ende etwas zu „rosa-rot“ und hätte für meinen Geschmack gerne noch etwas klarer sein können.  Aktuell, fesselnd und besonders ist „Eve sieht es anders“ und begeisterte mich damit sehr. Wer ebenfalls findet, dass an der Lustlosigkeit der Schüler etwas falsch ist und mit dem gesamten Schulsystem etwas verkehrt läuft, Geschichten mit eindrucksvollen, selbstbewussten Protagonisten mag oder sich gerne mit der Frage nach Gerechtigkeit beschäftigt, wird das Buch sicherlich mögen!

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  • Tolle Hauptfigur, etwas zu extreme Entwicklung der Handlung

    Eve sieht es anders
    Lesemomente

    Lesemomente

    03. October 2015 um 13:20

    Dass sie anders ist als andere Mädchen in ihrem Alter, ist Eve sehr bewusst. Sie wurde bisher zu Hause beschult, lebt in einem nachhaltig gebauten Haus aus Naturmaterialien und wurde von ihrer Mutter dazu erzogen, offen ihre Meinung zu sagen und alles zu hinterfragen, was ihr im Alltag begegnet. Nun möchte sie aber die Abschlussklasse an einer Highschool absolvieren. Zum Glück lernt sie Jacinda und Raja schon vorher kennen, so dass ihr der Start an der Highschool nicht ganz so schwer fällt. Und trotzdem: Eve sieht vieles anders, eckt einige Male mit ihrer Art an und gefährdet dadurch sogar neue Freundschaften … Als Leser lernt man Eve in einer ungewöhnlichen Situation kennen: Sie ist gerade im Wald unterwegs, um Schlangen zu fangen, die sie zeichnet und dann wieder frei lässt – ein großes Hobby von ihr. Eve, ihre Art zu denken und ihr Leben in dem selbstgebauten Haus haben mich sehr schnell fasziniert. Ich als Lehrerin fand es sehr spannend die Highschool mit ihren Augen zu sehen und zu hinterfragen: An welchen Stellen haben Schüler tatsächlich Mitspracherecht? Und erziehen wir die Kinder tatsächlich zum eigenenständigen Denken oder vielmehr zu trägen und gehorsamen Schäfchen, die blind einem vorgegeben Pfad folgen? Eve ist in ihrem Denken sehr extrem: Sie hat eine genaue Vorstellung davon, was richtig und falsch ist, was sie von ihren Mitmenschen erwartet und was sie selbst zu geben bereit ist. Ist so eine klare Einstellung und Haltung gut oder schlecht? Lohnt es sich für die eigenen Überzeugungen Freundschaften und Beziehungen aufs Spiel zu setzen? Mit solchen Fragen beschäftigt sich “Eve sieht es anders” und gibt zum Glück auch keine eindeutigen Antworten, so dass der Leser selbst denken und entscheiden muss. All dies hat mir wirklich gut gefallen. Ich mag Bücher, die zum Nachdenken und Hinterfragen anregen. Und trotzdem gibt es einen Aspekt, der mich gestört hat und durch den ich das ganze Buch nicht mehr nur total positiv bewerten kann: Die Ereignisse innerhalb der Geschichte sind sehr extrem: Während in der Mitte des Buches sehr viele negative Dinge passieren, endet die Handlung dann total positiv und rosarot. Beides war mir zu unglaubwürdig. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Autorin versucht, den Leser durch solche Extreme wachzurütteln, aber für mich blieb dadurch ein wenig die Authentizität auf der Strecke. In “Eve sieht es anders” lernt man die Welt und vor allem die Highschool durch andere Augen zu sehen. Man muss sich Grundsatzfragen wie “Welche Rechte haben Schüler?” oder “In wie weit verändere ich mich für andere Menschen?” stellen und bekommt die Antwort nicht auf dem Silbertablett serviert. All dies hat mich begeistert und eignet sich meiner Meinung nach sehr gut als Schullektüre. Die verschiedenen Entwicklungen innerhalb der Geschichte werden aber in meinen Augen sehr überspitzt dargestellt, so dass die Handlung für mich an Glaubwürdigkeit verloren hat. Schade! So sind es “nur” knappe 3 von 5 Sternen!

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