Holmes und die Freimaurer

von J. J. Preyer 
4,5 Sterne bei2 Bewertungen
Holmes und die Freimaurer
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Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783898402156
Sprache:
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:183 Seiten
Verlag:Blitz

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    Elmar Hubers avatar
    Elmar Hubervor 8 Jahren
    Rezension zu "Holmes und die Freimaurer" von J. J. Preyer

    “Ein außergewöhnlicher Fall erfordert außergewöhnliche Methoden. Wir können nur siegen, wenn wir konsequenter sind als sonst. Und noch ist es keineswegs klar, wer unterliegen wird. Dieser Fall ist kein Kinderspiel. Wir müssen ernst, hart und stark wie nie zuvor sein, Watson. Glauben Sie mir das, bitte. Ansonsten kommen wir darin um.“

    INHALT:
    Der berühmte Detektiv Sherlock Holmes hat sich aus London zurückgezogen und möchte seinen Lebensabend geruhsam als Dauergast im Fairmont Hotel in Sussex genießen, als eines der Dienstmädchen des Hotels ihn um Hilfe ersucht. Der Weizen auf dem Feld ihrer Familie ist von einem silbrig glänzenden Pilz überzogen. Nach einigen Tests und Nachforschungen befürchtet Holmes akute Gefahr für den gesamten Getreidebestand und damit die Autonomität das Empire. Weitere Nachforschungen im Fall „silberne Gräser“ enthüllen Verbindungen zu den Jack the Ripper-Morden, den Brüdern Aaron und Aleister Crowley, Holmes totem Erzfeind Moriarty und dem Geheimbund der Freimaurer.

    MEINUNG:
    J.J. Preyer liefert hier ein unterhaltsames, flottes und gegen Ende ungewöhnlich kompromissloses Sherlock Holmes-Abenteuer ab und hat merklich Spaß daran, den Leser mit immer neuen Verbindungen zu realen oder fiktiven Ereignissen und Personen, zu verblüffen. Der Verzicht auf einige unnötige Abschnitte (Holmes Rückfall in die Arme des Rauschgifts und der damit verbundene dunkelhäutige Magier, die Kornkreise) hätten dem Roman zwar gut getan, werden andererseits auch nicht so breit ausgewalzt, dass diese „kurzen Längen“ wirklich stören würden. Leider erweist sich auch die Reaktivierung von Holmes Freund und Kollege Watson nüchtern betrachtet als überflüssig und selbst der Autor scheint nicht recht zu wissen, was er mit dem Doktor anfangen soll, auch wenn er den Freunden einige schöne Szenen auf den Leib schreibt. Trotz dieser „Schlenker“ schafft es J.J. Preyer immer wieder rechtzeitig auf den vorgegebenen Weg einzuschwenken, bevor er Gefahr läuft, den Leser zu langweilen.

    Wie in vielen Sherlock Holmes-Pastiches finden auch in HOLMES UND DIE FREIMAURER viele zeitgenössische Figuren und Ereignisse Eingang und man vergisst fast, dass es sich bei dem Detektiv um eine fiktive Person handelt, wenn er Künstlern und Staatsmännern dieser Ära begegnet. In HOLMES UND DIE FREIMAURER trifft der Detektiv auf den Maler Walter Sickert, der mit den Jack the Ripper-Morden in Verbindung gebracht wurde, die Autorin Virginia Woolf, die Okkultisten und Mystiker Aaron und Aleister Crowley und den kurzzeitigen Throninhaber Prinz Edward von Wales. Weiter noch verknüpft J.J. Preyer den Fall mit dem bekannten Sherlock Holmes-Kanon, indem er Colonel Sebastian Moran und den Vampir von Sussex ins Spiel bringt. Auch die silbernen Gräser, die Holmes anfänglich untersucht, sind eine Hommage an ein wenig bekanntes Holmes-Abenteuer von Florence Palfrey (Pseudonym), wie der Autor im Nachwort erläutert.

    Wer als Chronist dieses Falles fungiert, deckt J.J. Preyer erst im Epilog des Romans auf. Eine durchaus nette Idee, die eine interessante Bereicherung des Holmes-Kosmos darstellt und von Preyer in SHERLOCK HOLMES UND DIE SHAKESPEARE-VERSCHWÖRUNG (Blitz-Verlag, 2009) fortgeführt wird. Außerdem läuft der Autor mit diesem Kniff nicht Gefahr, mit Arthur Conan Doyle verglichen zu werden.

    HOLMES UND DIE FREIMAURER erschien als Band 5 der SHERLOCK HOLMES CRIMINAL BIBLIOTHEK als Paperback im Blitz-Verlag. Für das äußerst gelungene Titelbild zeichnet sich Mark Freier verantwortlich, ebenso wie für das edle Reihenlayout. Im Inneren überzeugt das saubere Seitenlayout, der Satz und die passenden Szenentrenner, die Sherlock Holmes Meerschaumpfeife darstellen. Die Seiten bestehen aus etwas grobem Recyclingpapier, doch davon sollte man sich nicht stören lassen.

    Insgesamt ist HOLMES UND DIE FREIMAURER ein gelungenes, kurzweiliges Detektivabenteuer, das bestens unterhält, durch seine Enthüllungen immer wieder verblüfft und dem Meisterdetektiv keinen Schaden zufügt.

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    Leseratte1982s avatar
    Leseratte1982

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