J. J. Preyer Nahtod

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Inhaltsangabe zu „Nahtod“ von J. J. Preyer

Kunstmäzen Oscar Furtner und dessen Frau Nora sterben kurz nacheinander. Anonyme Briefe an den Chefinspektor der Steyrer Polizei, Viktor Grimm, legen nahe, dass sie ermordet worden sind. Im Laufe der Ermittlungen befürchtet der Chefinspektor, dass sein Freund, der Psychotherapeut David Gründler, der Mörder sein könnte und lässt sich beurlauben. Journalist Christian Wolf holt ihn aus der tiefen persönlichen Krise zurück und dringt mit ihm in die Komplexität der menschlichen Psyche vor, um den Fall zu lösen.

Intensive Beschäftigung mit dem komplexen Seelenleben der Menschen

— Svanvithe
Svanvithe

Keine leichte Kost!

— Ninasan86
Ninasan86

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

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    kubine

    kubine

    01. April 2016 um 15:25
  • Vereint Melancholie und Spannung

    Nahtod
    ChrischiD

    ChrischiD

    20. March 2016 um 19:14

    Mehr aus Pflichtbewusstsein denn tatsächlichem Interesse begleitet Chefinspektor Viktor Grimm seinen Freund zur Lesung Nora Furtners, deren Roman ihn interessiert, aber auch verstört zurücklässt. Als das Ehepaar Furtner kurz hintereinander zu Tode kommt und sich eine tiefere Verbindung zu Grimms Freund David abzeichnet, lässt der Chefinspektor sich vorsorglich beurlauben und taucht ab. Journalist Christian Wolf ist nicht nur daran gelegen Viktor Grimm zurückzuholen, sondern auch den Fall zu lösen, egal welche Enthüllungen dieser bereithalten wird... „Nahtod“ ist der dritte Fall für den Journalisten Christian Wolf und seinen guten Freund Viktor Grimm, Chefinspektor der Steyrer Polizei. Wer bereits einen oder beide Vorgänger gelesen hat, weiß ob der Besonderheit der Sprache, die hier gewählt wird. Eine eher melancholische Grundstimmung untermalt gekonnt das Geschehen, dem es dennoch nicht an Spannung fehlt. Vielmehr besinnt der Leser sich auf Grund der Basis immer wieder der Ruhe und Entspannung, die notwendig sind, um seine Gedanken zu ordnen. Denn nur dann ist es möglich den wahren Tathergang zu rekonstruieren und den Täter zu stellen. Ein wichtiger Aspekt sind immer auch die Charaktere und ihr Leben. Man taucht regelrecht ein in eine Gemeinschaft, die sich mitunter selbst gerade erst besser kennenlernt. So bekommt man einen tieferen Einblick in die Denkweise der Protagonisten, wie es ansonsten selten der Fall ist. Ob man sich mit einzelnen Figuren identifizieren kann sei dahingestellt, nichtsdestotrotz ergeben sich durch die Zusammenkünfte und Ermittlungsansätze der Gruppe diverse Hinweise, bei denen es sich durchaus lohnt einmal genauer hinzuschauen und der ein oder anderen Spur zu folgen. Die Spannung entwickelt sich, passend zur Atmosphäre, eher gemächlich, aber dennoch stetig. Zwar kommt man ziemlich rasch einer Ahnung näher, wie sich alles abgespielt haben könnte, es fehlen allerdings noch einige Erkenntnisse im Hinblick auf das Motiv, so dass man im Grunde eher von einem Bauchgefühl denn einem tatsächlich begründetem Verdacht sprechen sollte. Auch wenn so manches Ereignis vorhersehbar erscheint, ist man doch häufig überrascht ob der Wendungen, die sich hin und wieder anschleichen und einen überrumpeln. J. J. Preyer hat mit Christian Wolf und Viktor Grimm ein Gespann erschaffen, das man gerne noch während weiterer Fälle begleiten möchte.

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  • Symbiose

    Nahtod
    Svanvithe

    Svanvithe

    13. March 2016 um 22:47

    Als der Architekt und Kunstmäzen Oscar Furtner im Schlaf stirbt, gehen alle von einem natürlichen Tod durch Herzversagen aus. Doch kurze Zeit später stürzt seine Frau, die bekannte Schriftstellerin Nora Furtner, die Kellertreppe herunter und rückt den Tod ihres Mannes in ein anderes Licht. Untersuchungen ergeben, dass er mit einem Mittel, das bei totkranken Tieren Verwendung findet, regelrecht eingeschläfert wurde, was wiederum auf eine mögliche Beteiligung des Tierarztes Dr. Gustav Lemberger hindeutet oder hindeuten soll.Chefinspektor Viktor Grimm und sein Freund, der ehemalige Journalist Christian Wolf, haben zunächst zwei Morde zu lösen. Dabei wird es jedoch nicht bleiben...Mit „Nahtod“ kehrt J. J. Preyer zurück nach Steyr, jener Stadt in Oberösterreich, die bereits in „Mörderseele“ und „Hassmord“ Schauplatz zahlreicher Verbrechen wurde.Abermalig vermag es der Autor, dem Leser ein umfassendes und illustratives Bild der örtlichen Gegebenheiten zu vermitteln, in dem er zahlreiche Schauplätze mit realen Vorbildern vor Ort und in der nahen Umgebung verwendet, die Einheimische und Kenner der Region wahrscheinlich auf den ersten Blick erkennen werden.Preyer weiß erneut mit seinem ruhigen Schreibstil zu unterhalten. Die psychologische Geschichte lebt von vielen Gesprächen, durch die der Autor intensiv das komplexe Seelenleben seiner Protagonisten, insbesondere das Verhältnis zwischen Opfern und Täter auslotet, Tiefen ergründet.Wie auch schon in den vorhergehenden Bänden der Reihe, steht neben der Ermittlung in den Mordfällen, die lebenslange Freundschaft von Christian Wolf und Viktor Grimm im Mittelpunkt. Noch immer kann diese sich auf ein stabiles Fundament stützten, ist allerdings etwas abgekühlt, seit sich Grimm mehr oder weniger offiziell zu seiner Homosexualität bekannt hat und eine Beziehung mit dem Psychotherapeut David Gründler führt."... Es ist einerseits möglich, dass Liebe blind macht, dass man lange Zeit etwas nicht wahrhaben möchte, weil man den Menschen, von dem Böses ausgeht, liebt..." (Seite 252)David erscheint Wolf mehr als Alter Ego seines Freundes Grimm. Der Psychotherapeut ist wie jener korpulent, lächelt oft und umständlich und ist scheinbar zu keiner Aggression fähig, jedoch mit einem gefährlichen Glitzern in den Augen, sobald ihm etwas zuwiderläuft. Es ist offensichtlich, dass sich Grimm und Gründler sich in das jeweilige Spiegelbild verliebt haben und nun eine symbiotische Partnerschaft bilden.Und genau durch die Beziehung zu David gerät Viktor in Zwiespalt. Einerseits ist er David zugetan, weil er so außergewöhnlich ist und sich scheinbar keine Schranken setzt, keine Grenzen kennt. Andererseits erwartet er Ehrlichkeit, und ist enttäuscht, als dieser wegen der Behandlung von Dominik, dem Sohn der ermordeten Furtners, vor Lügen nicht Halt macht und nicht nur deswegen verschlossen reagiert. Letzten Endes führt genau dies dazu, dass der Psychotherapeut selbst in Verdacht gerät, etwas mit den Morden zu tun zu haben.„Der Kapitän muss das Schiff steuern, damit nicht die Ratten das Kommando übernehmen." (Seite 149)Grimm zieht die Reißleine und sich selbst zurück. Er hadert mit sich und fällt in ein tiefes Loch. Eigentlich will er für immer Ruhe haben, aber vor den mit dem Sterben verbundenen Anstrengungen – Angst und Schmerz – schreckt er zurück, und er schiebt es auf. Er wird sich bewusst, dass er – dem eigentlich nur die Begegnung mit Menschen genügt, die Betrachtung der Natur und das Sammeln von Eindrücken und Gegenständen, den falschen Beruf gewählt hat, er nicht die Wahrheit finden und keine Fälle lösen will.Und so überlässt er Wolf die Ermittlungen. Diesem wiederum liegt das Sammeln von Details nicht, er findet die Beschäftigung damit ermüdend. Deshalb bedauert er, dass Grimm verschwunden ist und diesen Teil der Ermittlungen nicht wie üblich übernommen hat. Bislang hatten die zwei eine Arbeitsteilung. Grimm versorgte Wolf unermüdlich und mit innerer Ruhe gegen unvorhergesehene Entwicklungen gewappnet mit einer Vielzahl an Beobachtungen und Erkenntnissen, und Wolf sichtete und ordnete diese.Um nicht zu scheitern, unternimmt er alles, um Grimm zurück an den Platz zu bringen, an den er gehört. Bis dahin bekommt er dieses Mal unter anderem auch Hilfe von Grimms Sekretärin, Yvonne Beranek, die beispielsweise Gelegenheit hat, ihre (verdeckten) Ermittlerfähigkeiten in einem Swingerclub unter Beweis zu stellen.In diesem Zusammenhang sei ein Manko des Romans erwähnt: Es wird ständig getrunken, zu jeder Gelegenheit und bei jedem Treffen. Nicht nur Frau Beranek benötigt immer einen Tropfen Alkohol, damit sich ihre Zunge löst. Es zieht sich wie ein roter (Rotwein)Faden durch die Handlung und stößt beim Lesen leider negativ auf."Ich glaube an das, was ist, und sehe, dass es nirgendwo nur Gutes oder nur Schlechtes gibt. Es gibt nicht die absolute Helligkeit oder das absolut Finstere, nur Übergänge zwischen den fiktiven Extremen." (Seite 243)Wolf fällt es schwer, in diesem Fall klar zu sehen. Immer wieder steht er wie vor einer Wand, die er mit dem Kopf nicht einrennen kann. Stattdessen muss er ein paar Schritte zurücktreten, um nach einer Tür zu suchen, die ihn der Lösung des Falles näher bringt. Denn neben der Aufklärung des mörderischen Geschehens beschäftigt Wolf noch etwas anderes:Als er Maria Schadend der Schwester der toten Nora Furtner, begegnet, ist ihm die große, beinahe priesterlich wirkende Frau, deren ruhiger Blick Intelligenz und menschliche Tiefe verrät, sofort sympathisch. Sie hat eine starke Wirkung auf ihn und verwirrt ihn gleichzeitig. Ihr Lächeln macht ihn unruhig, und er ist im Begriff, sich in sie zu verlieben, weil sie ihm ein Gefühl von Heimat vermittelt und bei ihr an ein Ziel zu gelangen scheint, das er sich nicht mehr vorstellen konnte.So sind letzten Endes auch Wolf und Grimm gezwungen, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, welche Bedeutung eine Beziehung in ihrem Leben zukommt, wie symbiotisch diese sein darf, und welche Gefahren von zu viel Nähe ausgehen kann. J. J. Preyer gelingt diesbezüglich eine glaubhafte und nachhaltige Darstellung.

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  • Wolf ermittelt in seinem dritten Fall

    Nahtod
    lesefreude_book

    lesefreude_book

    29. February 2016 um 15:41

    Oscar Furtner und seine Frau Nora sterben kurz hintereinander. Anonyme Briefe deuten an, dass die beiden keineswegs eines natürlichen Todes gestorben sind. Chefinspektor Grimm und der Journalist Christian Wolf beginnen zu ermitteln ohne zu ahnen welchen Irrungen und Wirrungen sie hier auf der Spur sind. Als Grimms Freund, der Psychotherapeut David Gründler ins Visier der Ermittler gerät, lässt sich Grimm beurlauben. Schließlich könnte zu viel Nähe zwischen Ermittler und Täter die Auflösung des Falles gefährden. Für mich war „Nahtod“ nach „Mörderseele“ der zweite Fall für Wolf. Insofern war ich etwas überrascht über die Veränderungen im Privatleben der Protagonisten, die sich im Laufe des zweiten Falls („Hassmord“) ergeben haben. Dennoch ist das Buch auch ohne jegliche Vorkenntnis verständlich und gut zu lesen. Ich bin ein großer Fan von J.J. Preyers Schreibstil. Seine Hassliebe zu Steyr, das Leiden des Lebens in einer Kleinstadt und dennoch diese große Liebe zu einer wunderschönen, romantischen Altstadt wie Steyr mit seinen modernen Ausläufen ist immer wieder ein Genuss. So habe ich auch schmunzelnd Wolfs Einkehr bei „Knapp am Eck“ gelesen, wo ich auf jeden Fall die Spinatnockerl empfehlen würde, die leider keine Erwähnung fanden. J.J. Preyer baut einen gelungen Psychothriller auf. Die Spannung steigt rasch und wird bis zum Schluss gekonnt gehalten. Dabei stehen Beziehungen und vor allem die Frage wie eng Beziehungen sein dürfen, um sich nicht gegenseitig zu Schaden im Vordergrund und regen zum Nachdenken an. Wolf ist ein intelligenter Mensch und erkennt viele Verbindungen. Leider geht dies manchmal etwas zu schnell und als Leser hat man Mühe mitzubekommen, wie es zu dieser raschen Wendung im Fall kam. So hatte ich gerade bei einer Wendung am Ende das Gefühl, dass Wolfs Talent hier genutzt wurde um zu einem Ende der Geschichte zu gelangen. Grimms Sekretärin fand ich sehr sympathisch und es gefiel mir gut, dass sie bei den Ermittlungen mithilft. Ihr starker Alkoholkonsum fiel allerdings sehr negativ auf. Die Frau hält es keine zwei Minuten aus ohne ein Gläschen zu fordern. Dabei ist sie gar nicht wählerisch was das alkoholische Getränk betrifft und schüttet alles in sich hinein was sie kriegen kann. Fazit: Ein gelungener Thriller in einer wunderschönen Stadt. Übermäßiger Alkoholkonsum und manche rasche Wendung geben dem Lesevergnügen einen kleinen Dämpfer. Jeder der schon einmal durch die Gassen Steyrs gewandelt ist, wird mit diesem raffinierten Thriller seine Freude haben.

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  • Leserunde zu "Das Bücherhaus" von Tom Burger

    Das Bücherhaus
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Keine Leserunde!!! SUB-Abbau und/oder Verlags-Challenge 2016 Ich habe mich entschlossen im Jahr 2016 eine ganz besondere Challenge durchzuführen. Da meine bevorzugten Genre regionale Krimis und historische Romane sind, finde ich beim Gmeiner Verlag immer etwas (sehr zum Leidwesen meines SUB) Um dem etwas entgegen zu wirken, werde ich ab 2016 meine eigene Challenge veranstalten. Wie soll das Ganze ablaufen? Ich beginne ab KW 1/2016 wöchentlich ein Buch zu lesen, dass zum jeweiligen, ausgelosten,  Thema passt. Wer möchte, darf sich mir gerne mit seinem eigenen bevorzugten Verlag oder seiner Buchauswahl des SUBs anschließen. Soll heißen, es ist nicht notwendig ausschließlich Bücher eines einziges Verlages zu lesen. Das Ganze hat auch keinen Wettkampfcharakter, sondern dient lediglich dem eigenen SUB-Abbau. Ich werde jede Woche mein gelesenes Buch, sofern Printausgaben und Verschenktauglich, auf meinem Blog verlosen. http://chattysbuecherblog.blogspot.de

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    • 393
  • Langatmiger Psychokrimi

    Nahtod
    Miramis

    Miramis

    14. February 2016 um 20:47

    Die Schriftstellerin Nora Furtner gibt auf einer Lesung ihren Ausstieg aus dem Literaturbetrieb bekannt - und kurz darauf sterben sowohl sie als auch ihr Mann auf mysteriöse Art und Weise. Ein Fall für den Chefinspektor Viktor Grimm, der sich allerdings aufgrund einer persönlichen Verwicklung in den Fall außerstande sieht, die Ermittlungen aufzunehmen. Daher muss sein Freund Christian Grimm einspringen, um der Wahrheit auf den Grund zu gehen... Der stimmungsvolle Anfang des Kriminalromans gefiel mir recht gut; eine Autorenlesung unter freiem Himmel, ein erster Kontakt zu einigen der Hauptfiguren, Dramatik bei Noras Bekanntgabe, ihre Karriere zu beenden und in der gleichen Nacht noch der erste Mord - ein temporeicher und spannender Auftakt. Leider ging es nicht so weiter, aus verschiedenen Gründen fing ich ziemlich bald an mich zu langweilen. Da ich die Vorgängerbände von Christian Wolfs Bände nicht kannte, musste ich mich zunächst sehr darauf konzentrieren, die vielen Figuren kennen zu lernen und richtig einzuordnen. Christian Wolf und der Chefinspektor Viktor Grimm wohnen mit mehreren anderen Parteien in einer großen Villa, und sämtliche Mitbewohner erhalten im Laufe der Handlung eine Rolle. Noch dazu kommen Angehörige der Steyrer Polizei, Familienmitglieder der Furtners, Teilnehmer an der Lesung, so dass es eine Weile dauerte, bis ich einen Überblick hatte. Viktor Grimm klinkt sich zunächst aus dem Fall aus und verabschiedet sich in Richtung Kurort; so kommt es, dass vor allem Christian Wolf und ein junger Nachwuchsermittler im Mittelpunkt stehen, unterstützt von Mitbewohnern der Villa. Sie schmieden Pläne über das weitere Vorgehen, und mir kam es so vor, als ob das Pläneschmieden einen viel breiteren Raum einnimmt als deren Ausführung. Die Handlung wird vielfach gar nicht vom Leser selbst erlebt, sondern besteht oft lediglich darin, dass sich die Figuren gegenseitig über ihre Ermittlungsergebnisse berichten, und das in oft sehr hölzernen Dialogen. Diese Erzählweise fühlte sich für mich recht statisch an und sorgte dafür, dass sich kein richtiger Spannungsbogen aufbauen wollte. Dazu noch wird bei den konspirativen Treffen der Gruppe gerne in allen Einzelheiten beschrieben, was es zu essen gibt; ein nettes Detail, aber für den Fall völlig irrelevant und einer weiterer Ausbremser, was die Spannung betrifft. Im Laufe der Handlung betritt dann ein echter Bösewicht die Bühne - eine interessante Figur, denn der Mann erfüllt mehrere Funktionen gleichzeitig: böser Chef, Verbrecher - und am Ende Opfer. Leider lernt ihn der Leser wiederum nur aus Erzählungen kennen; als er zum ersten Mal tatsächlich in die Handlung eintritt, ist er auch schon tot. Schade um dieses Potential, ich hätte sehr gerne mal eine Szene mit ihm gelesen. Mittendrin taucht dann Viktor Grimm wieder auf, denn er muss sich dem Fall stellen, der unter Umständen auch seine Beziehung zu dem verdächtigen Psychotherapeuten David Gründler betrifft. Dafür verschwinden andere Figuren wieder in der Versenkung und ich fragte mich bei manchen der Mitwirkenden, was wohl aus ihnen geworden ist. Die Grundidee, der Auflösung des Falles eine literarische Komponente zu verpassen, fand ich ganz gut. Mehrere Figuren lesen das letzte Buch des Opfers in der Annahme, dort im Verborgenen das Muster zu erkennen, das zu den Morden geführt hat. Die verschiedenen Perspektiven der lesenden Ermittlunger brachten ein wenig Abwechslung in den Fall. Den Mörder am Ende mit psychologisch-literarischen Mitteln zu überführen, war für mich ein ganz neuer Ansatz, den ich innovativ und originell fand. Trotzdem war mir die Durststrecke zwischen dem gelungenen Auftakt und den temporeichen letzten Kapiteln viel zu lang. Über viele Passagen hinweg fand ich die Handlung schlicht langweilig und mühselig zu lesen. Schade, trotz guter Grundidee konnte mich dieser Krimi nicht überzeugen.

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  • Keine leichte Kost!

    Nahtod
    Ninasan86

    Ninasan86

    09. February 2016 um 16:42

    Klappentext: Kunstmäzen Oscar Furtner und dessen Frau Nora sterben kurz nacheinander. Anonyme Briefe an den Chefinspektor der Steyrer Polizei, Viktor Grimm, legen nahe, dass sie ermordet worden sind. Im Laufe der Ermittlungen befürchtet der Chefinspektor, dass sein Freund, der Psychotherapeut David Gründler, der Mörder sein könnte und lässt sich beurlauben. Journalist Christian Wolf holt ihn aus der tiefen persönlichen Krise zurück und dringt mit ihm in die Komplexität der menschlichen Psyche vor, um den Fall zu lösen. Über den Autor: J. J. PREYER, geboren 1948 in Steyr, Österreich. Ab dem 14. Lebensjahr literarische Veröffentlichungen. Studium Deutsch, Englisch in Wien. Lehrtätigkeit in der Jugend- und Erwachsenenbildung. 1976 Auslandsjahr in Swansea in Wales. 1982 Initiator des Marlen-Haushofer-Gedenkabends, der durch die Teilnahme des Wiener Kulturjournalisten Hans Weigel den Anstoß zur Wiederentdeckung der Autorin gab. J. J. Preyer schreibt in erster Linie Kriminalromane, für den BLITZ Verlag, für das VERLAGSHAUS HERNALS und seit Jahresbeginn 2010 auch für die Romanserie JERRY COTTON im BASTEI Verlag. Mein Fazit und meine Rezension: Zu Beginn der Geschichte finden wir uns auf einer Lesung wieder. Nora Furtner liest wenigen ausgewählten Menschen mit musikalischer Untermalung aus ihrem neusten Werk "Wahlverwandtschaft" vor und gibt an eben diesem Abend - zum Entsetzen ihres Ehemannes Oscar Furtner - bekannt, dass dies ihr letzter Roman sei und sie mit ihrer schriftstellerischen Karriere aufhören würde. Doch nicht nur ihr Ehemann ist entsetzt, auch die umstehenden Leute können es nicht glauben. Chefinspektor Viktor Grimm und dessen Freund Christian Wolf sowie der Psychotherapeut David Gründler wohnen der Lesung bei. Doch keiner von den dreien hätte geahnt, dass sie noch weitaus mehr über die Familie Furtner in Erfahrung bringen würden und sich noch mehr in dunkle Machenschaften und Netze aus Intrigen, Erpressung, Verrat und Mord wiederfinden würden. Kurz nach dem bedeutenden Abend wird Oscar Furtner aufgefunden - was zunächst wie ein natürlicher Tod aussieht, lässt aufgrund eines anonymen Briefes schnell auf Mord schließen. Und tatsächlich - nach der Untersuchung steht fest: Oscar Furtner wurde hinterlistig ermordet! Für seine Frau ist es allerdings kein Grund der Trauer zu verfallen, stattdessen findet auch sie ein jähes und schmerzliches Ende, in dem sie die Kellertreppe hinunterstürzt. Ob hier wohl von einem Unfall ausgegangen werden kann? Immerhin passieren gerade im Haushalt die schlimmsten Unfälle! Oder handelt es sich auch hier um einen Mord? Grimm übernimmt nach kurzem Zögern die Ermittlungen und stößt mit seinem Freund Wolf auf zwielichtige Machenschaften, bis er schließlich selbst mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert wird und für sich selbst herausfinden muss, was es mit symbiotischen Beziehungen auf sich hat. Ich kannte Wolf und Grimm bislang noch nicht, doch bin von beiden Charakteren begeistert! Allein die Namensgebung (Wolf = IseGRIM) war für mich schon interessant zu sehen, doch muss ich auch zugeben, dass ich keinen so leichten Start mit der Lektüre hatte. Es war für mich anfangs sehr schwer nachzuvollziehen wer eigentlich wer war und wer mit wem, was zu tun hatte! Doch mit der Zeit löst sich dieses Gespinst doch tatsächlich auf und man überblickt das beschauliche Leben der einzelnen Charaktere recht gut. Was mir auch sehr gut gefallen hat, war die Tatsache das "Buch im Buch" zu lesen und zu deuten. Der Krimi hat tatsächlich viele psychologische Elemente und nicht zuletzt die Bedeutung der Symbiose und der Schizophrenie helfen einem hier weiter. Mitunter waren die einzelnen Kapitel doch ziemlich langatmig geschrieben und beinhalten nicht immer die gewünschten Informationen, sondern waren eher ein kleiner seichter Fluss, der neben den Morden vor sich hin plätscherte.  Doch alles in einem kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass mir die Geschichte gefallen hat und auch spannend war bis zum Schluss! Das Buch als solches kann ich nur empfehlen, rate jedoch jedem Leser, dies nicht gerade abends zu tun, wenn der Verstand am wegdämmern ist und die Augen sich zu schließen drohen, denn gerade für diese Lektüre benötigt man die volle Aufmerksamkeit. 

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