J. Jefferson Farjeon Geheimnis in Weiß

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Inhaltsangabe zu „Geheimnis in Weiß“ von J. Jefferson Farjeon

An Heiligabend bleibt ein Zug im Schneetreiben in der Nähe des Dorfes Hemmersby stecken. Mehrere Passagiere suchen Zuflucht in einem verlassenen Landhaus. Die Tür ist offen, der Kamin brennt und der Tisch ist zum Tee gedeckt, doch niemand scheint da zu sein. Aufeinander angewiesen, versuchen die Reisenden das Geheimnis des leeren Hauses zu lüften – als ein Mord passiert. Trotz heftigen Schneefalls hat eine skurrile Ansammlung von Reisenden London am Weihnachtstag pünktlich verlassen. Auf offener Strecke bleibt der Zug jedoch im Schnee stecken. Die Passagiere beschließen daraufhin nach und nach, ihr Abteil zu verlassen und sich zum nächsten Dorf durchzuschlagen. Auf dem Weg stoßen sie auf ein scheinbar verlassenes Cottage – obwohl die Tür offen steht und es hell erleuchtet ist. Doch dies ist nicht das einzige Geheimnis, das das Haus birgt und nur zu einem hohen Preis offenbart. Wenn der Schneesturm schließlich nachlässt, werden vier Personen das Weihnachtsfest nicht überlebt haben. »Geheimnis in Weiß« ist ein von der British Library wiederentdeckter Krimiklassiker, der hier erstmals in deutscher Übersetzung vorliegt.

Ein leicht verstaubter Klassiker, der anfangs noch sehr vielversprechend war, sich aber gegen Ende zog wie Kaugummi

— Fleur91

Eine Wiederentdeckung! Ein klassischer Weihnachtskrimi so wie er sein muss. Mit viel Atmosphäre und sanftem Grusel....

— Olaf1974

"Geheimnis in Weiss" macht seinem Namen alle Ehre. Lange Zeit fragt man sich einfach, wo denn diese Erzählung hinführt. Jefferson Fahjeon ha

— _nifelheim

Sehr schöner Krimi zur Weihnachtszeit mit leichtem Gruselfaktor.

— sechmet

Ein Leseschmaus für Freunde und Fans des klassischen britischen Detektivromans

— dorli

3,5 Sterne, da mich der Kriminalroman nicht gänzlich überzeugen konnte.

— Sommerregen

Wer die Werke von Agatha Christie und Edgar Wallace mag, wird „Geheimnis in Weiß“ lieben! „Spüren auch sie das Grauen in diesem Haus“ (S. 61

— BookHook

Ein typisch britischer Krimiklassiker in Kammerspielmanier - inhaltlich wie herstellungstechnisch ein Hochgenuss!

— Barbara62

Ein Klassiker neu entdeckt - für kalte, gemütliche Weihnachtstage, passt zu Punsch und Plätzchen

— Bibliomarie

Tolle Atmosphäre, mysteriöse Aufklärungen und eine interessante Reisegruppe sorgen für gute Winterlektüre!

— sommerlese

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  • Erste Hälfte gut, zweite Hälfte naja

    Geheimnis in Weiß

    Fleur91

    15. October 2017 um 12:17

    Ein Zug bleibt in einem Schneesturm stecken und einige der Insassen entschließen sich, einen anderen Bahnhof aufzusuchen. Aufgrund der Witterungsverhältnisse ein aussichtsloses Unterfangen. Die Truppe stößt auf ein unverschlossenes Herrenhaus, menschenleer und doch brennt Feuer und es scheint, als wäre einiges für Gäste vorbereitet worden. die Truppe entscheidet sich zu bleiben und das wird ein Weihnachten, das wohl keiner von ihnen so schnell vergessen wird. Ich lese inzwischen nicht mehr so oft Klassiker, aber dieser hier klang recht spannend und unterhaltsam. Der Anfang hat mir auch gut gefallen. Dem Schreibstil merkt man an, dass es ein Klassiker ist und ich hab mich mit dem Schreibstil schwer getan. In der ersten Hälfte war noch ein leichter, unterschwelliger Grusel vorhanden, der leider in der zweiten Hälfte komplett verschwunden ist. Allgemein hat es mich ab der Hälfte angefangen ein wenig zu langweilen und die letzten Kapitel zogen sich wie Kaugummi.Für mich eine Geschichte mit viel Potential, aber eher langweilig umgesetzt und der Schreibstil, mit dem ich mich schwer getan habe, tat sein übriges.

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  • Geheimnis in Weiß: Kriminalroman

    Geheimnis in Weiß

    AmberStClair

    12. March 2017 um 13:23

    Klappentext: An Heiligabend bleibt ein Zug im Schneetreiben in der Nähe des Dorfes Hemmersby stecken. Mehrere Passagiere suchen Zuflucht in einem verlassenen Landhaus. Die Tür ist offen, der Kamin brennt und der Tisch ist zum Tee gedeckt, doch niemand scheint da zu sein. Aufeinander angewiesen, versuchen die Reisenden das Geheimnis des leeren Hauses zu lüften – als ein Mord passiert.Trotz heftigen Schneefalls hat eine skurrile Ansammlung von Reisenden London am Weihnachtstag pünktlich verlassen. Auf offener Strecke bleibt der Zug jedoch im Schnee stecken. Die Passagiere beschließen daraufhin nach und nach, ihr Abteil zu verlassen und sich zum nächsten Dorf durchzuschlagen. Auf dem Weg stoßen sie auf ein scheinbar verlassenes Cottage – obwohl die Tür offen steht und es hell erleuchtet ist. Doch dies ist nicht das einzige Geheimnis, das das Haus birgt und nur zu einem hohen Preis offenbart. Wenn der Schneesturm schließlich nachlässt, werden vier Personen das Weihnachtsfest nicht überlebt haben. »Geheimnis in Weiß« ist ein von der British Library wiederentdeckter Krimiklassiker, der hier erstmals in deutscher Übersetzung vorliegt. Meine Meinung: Ein sehr guter ausgedachter Krimi im Stil von Agatha Christie. Man merkt das dieses Buch schon vor unendlicher Zeit geschrieben wurde, denn es ist sprachlich anders formuliert. Der Schreibstil ist sehr flüssig und man kann sich genau in dieser Geschichte mit hinein denken. Man merkt zwischen den Zeilen den englischen Humor und trotzdem sind einige Passagen dramatisch. Dieser alte Klassiker ist spannend und es kommt immer alles anders als man denkt. Als Leser konnte man sich die einzelnen Szenen sehr gut vorstellen, auch die Hauptfiguren waren gut beschrieben. Die Atmosphäre des Hauses konnte man richtig fühlen. Die Stimmungen der einzelnen Personen, den Schneesturm der um das Haus tobte, selbst den Kamin mit dem warmen Feuer konnte man die wohlige Wärme ahnen. In allem eine sehr gute Geschichte die mir persönlich gefallen hat.

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  • Geheimnis in weiß - Nostalgie, Spannung und Klamauk trifft Weihnachtsabend

    Geheimnis in Weiß

    BonniesBuchemotion

    27. January 2017 um 16:45

    Stellt euch vor, ihr sitzt in einem traumhaften Ohrensessel, draußen fällt Schnee, ein Adventskranz, eine Kerze oder ein offenes Feuer brennt im Raum und ihr habt Lust auf gute Unterhaltung: Genau das ist die richtige Stimmung, um sich dieses Buch zu gönnen. Es ist in Stoff gebunden und sehr schön gestaltet, passend zum nostalgischen Inhalt, kann ich es wärmstens für gemütliche Leseabende empfehlen!    Es handelt sich hierbei um die erste Deutsche Ausgabe des Buches "Mystery in White", das in 1937 erstmals erschien. Der Stil entspricht einem klamaukhaften Kriminalroman, der mich oft zum lachen- aber natürlich auch schwer zum grübeln gebracht hat. Besonders gefallen hat mir der Schreibstil, der trotz der neuen Übersetzung einen nostalgischen Klang nicht verbirgt und die Szenen so wunderbar unterstreicht.    Kurz zum Inhalt (spoilerfrei): England am Abend vor Weihnachten (Heiligabend). Ein Zug bleibt im Schneegestöber stecken. In der Hoffnung, das Ziel Hemmersby sei nicht mehr weit, verlässt eine illustre, bunt zusammengemischte Gruppe von Menschen den Zug. Dabei sind ein Nörgler, eine Tänzerin, ein Geschwisterpaar und ein Herr von der königlich parapsychologischen Gesellschaft. Im Schneetreiben verirren sie sich und finden ein Haus, in dem sie Unterschlupf suchen. Schon bald sind sie eingeschneit - der Klassiker ;-) In dem Haus geschehen mysteriöse Dinge, Feuer brennt, alles ist für ein Essen gerichtet, aber niemand ist da. Es kommt eine Leiche hinzu, ein Messer auf dem Küchenboden, diverse Hinweise und ganz viel Gedankenspiel. Durch nachvollziehbare Gedankengänge einzelner Figuren wird der Leser immer wieder in die Irre geführt und überrascht - wohingegen dann zwischendurch die Handlung fortgeführt wird und wieder neue Fragen aufwirft... Zwischendurch heitern zum Teil grotesk komische Dialoge die Stimmung auf und sorgen für ein kurzweiliges Lesevergnügen.    Ich habe mich in diesem Buch einfach sehr wohl gefühlt und es genossen, es ist leichte Lektüre und dennoch zieht es einen in seinen Bann, weil man immer wieder überrascht wird von der Entwicklung der Handlung. Die Bilder in meinem Kopf waren lebhaft und es hat mich sehr mitgerissen. Geheimnis in weiß muss sich sicherlich nicht hinter Sherlock Holmes und Miss Marple verstecken, auch wenn hier die meiste Zeit kein Ermittler in den Vordergrund tritt - die Gruppe als Ermittler macht es umso spannender.    Meine #Buchemotion zu #GeheimnisInWeiß: #Belustigung #Neugierde#Rätselraten #Verwirrung #Spannung #Schreck #Verdacht #Enttäuschung#Stirnrunzeln #lachen #Wortliebe #Zitatemarkierung #Sympathie#Antipathie #Verwunderung #Auflösung Geheimnis in weiß ist ein echter #Buchtipp für die Weihnachtszeit - auch zum Verschenken - und bekommt von mir absolut verdiente

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  • Geheimnis in Weiß

    Geheimnis in Weiß

    gsimak

    23. January 2017 um 11:27

    Zum InhaltEigentlich hatte ich gerade ein anderes Buch zur Hand. Als ich die E-Book-Ausgabe von diesem Krimi erhielt, habe ich in die Geschichte hinein gelesen und konnte nicht mehr aufhören. Ich merkte sehr schnell, dass es sich hier um einen Klassiker handelt.Dieses Buch hat mich in meine Kindheit zurück versetzt. Ich kann mich noch sehr gut an ein Weihnachten erinnern, wo es auch sehr kalt war und viel Schnee gelegen ist. Ich hatte mir aus dem Bücherregal meines Vaters einen Edgar Wallace-Krimi stibizt und in meinem Zimmer gelesen.Ich weiß den Titel heute nicht mehr. >>Geheimnis in Weiss<< hat mich wieder in diese Zeit zurück katapultiert.Das Geheimnis in Weiss beginnt in einem Zug. Für die Passagiere  wird aufgrund starker Schneewehen eine Weiterfahrt unmöglich.Sie nehmen sich nun gegenseitig wahr. Das Abteil in der dritten Klasse birgt eine sehr interessante Mischung aus Menschen. Die Revuetänzerin Jessie Noyes hat nun Angst, ein tolles berufliches Angebot zu verpassen.Der Buchhalter Mr. Thomson befindet sich auf dem Weg zu seiner alten Tante. Er scheint die Action, die aufgrund des Wetters entstand, zu genießen. Sein Augenmerk gilt der reizenden Revuetänzerin.Die Geschwister David und Lydia befinden sich auf dem Weg zu ihrer Familie. Beide sind sehr nette Zeitgenossen.Ein alter Nörgler nervt die unfreiwillige Gemeinschaft.Komplimentiert wird die Gruppe von einem alten Herrn, der eine Leidenschaft für Übersinnliches hat. Er weiß die Passagiere zu unterhalten. Es weht eine geisterhafte Stimmung durch das Abteil der dritten Klasse.Ein Weiterfahren ist nicht in Sicht. Der Kameradschaftsgeist erwacht. Man versucht den nächsten Bahnhof zu erreichen. Der Schnee macht ein Weiterkommen jedoch unmöglich. Auf einmal stehen sie vor einem Haus. Die Tür ist offen. Kein Mensch befindet sich im Haus. Das Teewasser kocht auf dem Herd. In den Kaminen prasselt ein behagliches Feuer. Die Vorratskammer ist gut bestückt. Doch, wo sind die Bewohner?Meine MeinungDieser Krimi ist für mich ein richtiges Wohlfühlbuch. Wie das bei einem Krimi möglich ist?Ein verlassenes Haus mitten im Schnee. Darin wärmen Kamine die halb erfrorenen, unfreiwilligen Besucher auf. Einer kümmert sich um den anderen. Klar, es kommen auch weniger nette Zeitgenossen und stören die weihnachtliche Idylle. Man will wissen was mit den Bewohnern des Hauses passiert ist. Trotz all dieser offenen Fragen, versprüht diese Geschichte Weihnachtsfeeling. Man fühlt sich in dem Haus geborgen. Na ja, zumindest die meiste Zeit. Wären da nicht ein Messer auf dem Küchenboden und ein Hammer im Schnee. Und überhaupt ... ist das eine Leiche da im .....ups, es wird nichts verraten!!!Dem Schreibstil merkt man an, dass es sich um einen Klassiker handelt. Die Dialoge sind intelligent und sehr unterhaltsam. Man fühlt sich durchgehend bestens unterhalten. Die Protagonisten sind wunderbar gezeichnet, sodass man von jedem ein genaues Bild im Kopf hat.Besonders der alte Mann, der sich für Geister interessiert, konnte mich überzeugen.>>Ich heiße Edward Maltby. Sollten sie sich für parapsychologische Dinge interessieren und okkulte Literatur lesen, haben sie ihn vielleicht schon gehört, sonst nicht.Jetzt ist mir Edward Maltby auch ein Begriff!FazitIn der Nähe von Hemmersby bleib ein Zug stecken. Ein paar Menschen finden Zuflucht in einem mysteriösen Haus, mitten im Schnee.Dieser Krimi-Klassiker besticht durch seinen Schreibstil und der gut durchdachten Handlung.Die Geschichte kommt ohne Blutvergießen aus. Der Schnee schafft die idealen Rahmenbedingungen für diesen kalten Krimi, der es dennoch geschafft hat,  mein Herz zu wärmen.Skurrile Protagonisten würzen die Geschichte mit einer Prise Spannung und Humor.Ein stehengebliebener Zug und ein Haus im Schnee. Dazu eine Hand voll Menschen, die immer wieder mal unerwünschten Besuch erhalten.Man weiß erst am Ende, was in diesem Haus passiert ist. Nicht nur im Haus. Auch im Zug war irgendwas nicht in Ordnung. Rund um das Haus herrschte eisige Kälte. Rund um das Haus passiert Geheimnisvolles. Im Haus ist es warm. Im Haus gibt es gutes Essen. Im Haus kann man sein Grippe auskurieren. Im Haus gibt es ein sonderbares Gemälde.Gut und schön ... doch wo sind die Bewohner?????Unbedingt lesen. Keine Angst, es ist warm im Haus ....

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  • Geheimnis in Weiss

    Geheimnis in Weiß

    _nifelheim

    17. January 2017 um 16:27

    Weihnachten ist zwar schon vorbei, aber dieses kleine Büchlein passt trotzdem gerade sehr schön in die Zeit. Nicht nur, weil es einen so schönen winterlichen Titel hat, sondern auch, weil es einfach im Buch unaufhörlich schneit. Die Geschichte wurde schon 1937 publiziert und ist deshalb im eigentlichen Sinne keine Neuerscheinung, aber weil das Buch erst jetzt ins Deutsche übersetzt wurde, ist es irgendwie doch neu. Nur 280 Seiten lang, wurde es in Leinen gebunden und erzählt eine Mordgeschichte. Eine gemütliche Mordgeschichte. Inhalt:Es ist kurz vor Weihnachten und ein Zug mit mehreren Passagieren bahnt sich seinen Weg durch die verschneite Landschaft Englands. Während der Bahnfahrt schneit es aber so heftig, dass der Zug im Schneetreiben in der Nähe des Dorfes Hemmersby steckenbleibt. Das lange Warten wird den Insassen bald zu blöd und sie machen sich auf, um den nächsten Bahnhof zu suchen. Jeder möchte natürlich noch vor Heiligabend zu Hause eintreffen. Doch der Weg stellt sich als schwierig heraus, vom ganzen Schnee sieht man überhaupt nichts und einige der losgezogenen Passagiere kränkeln auch. Als sie schließlich auf ein verlassenes Landhaus treffen, suchen sie Zuflucht dort, bemerken aber schnell, dass die Tür offen steht, der Kamin brennt und auch der Tisch ist zum Tee gedeckt aber von den Bewohnern fehlt jede Spur. Hier ist Seltsmes in Gange. Während die Eindringlinge versuchen hinter das Geheimnis zu kommen, passiert auch noch ein Mord. Meine Meinung:Ach, ich liebe ja gemütliche Wintergeschichten, solche Bücher haben eine ganz eigene Stimmung. Im Kamin prasselt ein Feuerchen, irgendwo liegen kuschelige Wolldecken, am Herd köchelt ein Eintopf vor sich hin und zum Nachtisch gibt es lecker Kuchen. Vor dem Haus steht ein Schneemann und immer wird ganz viel Tee getrunken. Auch bei "Geheimnis in Weiss" tauchen wir ein in eine behagliche Winterwelt. J.Jefferson Farjeon führt uns langsam in seine Geschichte ein, es wird zu Beginn ein kalter Wintertag geschildert, wie man ihn oft aus dem Radio hört. Die Kinder freuts, die Autofahrer sind nicht besonders darauf vorbereitet und die Landschaft ist getaucht in einen weissen Zauber. Von den Protagonisten erfährt man zunächst einmal nicht viel, sie werden erst im Verlauf der Erzählung vorgestellt. Eine bunt zusammengewürfelte Truppe ist das, da gibt es einmal den etwas hochnäsigen und selbstbewussten Buchhalter Mr. Thomas, dann die beiden Geschwister David und Lydia, die irgendwie an ein altes Ehepaar erinnern, den alten Mr. Maltby, der für die königliche parapsychologische Gesellschaft unterwegs ist, eine Tänzerin namens Jessie und schließlich gesellt sich auch ein Nörgler hinzu. Alles sehr eigenartig. Man fragt sich natürlich weshalb genau diese schrägen Typen so zusammenfinden, aber einen wirklichen Grund scheint es nicht zu geben. Dass bei so einem Auftakt natürlich witzige Dialoge rauskommen, kann man sich schon im Vorhinein denken. (sehr unterhaltsam) Manchmal spitzen sich die Dialoge auch etwas zu und es wird im bissigen Ton miteinander gesprochen. Jeder ist schlauer als der andere, dann passiert ein Mord und plötzlich sind alle verdächtig.Lange Zeit hat man einfach überhaupt keinen Tau wo diese Erzählung hinführen soll, der Autor offenbart dem Leser nur häppchenweise neue Informationen, die man wie ein Puzzle zusammensetzen muss, damit die Geschichte Sinn macht. Ganz in der Tradition von Agatha Christie, Dorothy L. Sayers oder Sherlock Holmes reiht sich ein Misterium an das andere und lässt den Leser lange im Dunkeln tappen. Ich habe sehr lange gebrauch um in die Geschichte reinzufinden, die Charaktere fand ich auch einfach sehr sonderbar, sie waren mir so nichtssagend. Teilweise sind sie auch sehr oberflächlich gestaltet, vielleicht weil sie nicht das wichtigste im Buch sind?Ich muss auch erwähnen, dass dieses Buch natürlich Ende der 30er Jahre geschrieben wurde und auch die für damals üblichen gesellschaftlichen Normen mit sich bringt. An manchen Stellen haben dann einfach die weiblichen Figuren den Mund zu halten wenn der Mann spricht und sozial höher gestellte Passagiere dürfen ausreden, während andere deswegen nicht so ernst genommen werden.Zusammenfassend hab ich diese kleine aber doch so obskure Geschichte gerne abends gelesen, sicherlich gibt es bessere Detektivgeschichten und Cozy Krimis, aber ich kenne kein anderes Buch, das so geheimnisvoll aufgebaut ist wie dieses hier.Fazit:"Geheimnis in Weiss" macht seinem Namen alle Ehre. Lange Zeit fragt man sich einfach, wo denn diese Erzählung hinführt. Jefferson Fahjeon hat ganz nach alter englischer Manier einen Cozy Krimi geschaffen, der zum Miträtseln einlädt und dadurch unterhält, dass er irgendwie auf eine charmante Art und Weise altmodisch ist.

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  • Guter Plot, aber mit Längen...

    Geheimnis in Weiß

    Creed

    16. January 2017 um 21:57

    Ein wiederentdeckter (und zum ersten mal auf Deutsch veröffentlichter) britischer Kriminalroman aus dem Jahre 1937, also genau aus der goldenen Ära der englischen Krimiklassiker, einem meiner bevorzugten Literaturgenres. Der Plot ist recht spannend gestaltet: An Heiligabend muß ein Zug aufgrund des immer stärker werdenden Schneefalls anhalten und eine Gruppe von mehreren Passagieren irren durch die weiße Pracht auf der Suche nach Unterkunft. Sie finden ein verlassenes Landhaus, bei dem die Tür offen ist, ein Kaminfeuer brennt und heißer Tee bereitsteht. Doch keine Menschenseele ist da. Während die Gruppe versucht, das Geheimnis um das verlassene Haus zu enträtseln, geschieht ein Mord... Klassische Zutaten, aus denen Farjeon leider zu wenig macht. Der Plot geht zwar schließlich in eine andere Richtung als erwartet, aber diese Richtung ist nicht unbedingt spannend. Und mit guten 280 Seiten ist der Roman für einen Krimi aus dem goldenen Zeitalter viel zu lang...oftmals verliert die Story deutlich an Schwung und tritt zu lange auf der Stelle; für einen klassischen "Whodunnit" meistens ein Todesurteil. Wie man mit viel weniger Seitenzahlen und einem trotzdem komplexeren Plot ein Maximum an Spannung erzeugt, zeigte die "Queen of Crime" Agatha Christie ein paar Jahre später in ihrer zum Theaterstück umgeschriebenen Geschichte "Die Mausefalle", die ebenfalls ein eingeschneites Haus als Schauplatz hat. Womit Farjeon allerdings wieder Boden gutmacht, sind seine lebendig geschilderten Charaktere, ein feiner Humor sowie immer wieder bissig-ironische Dialoge. Falls der Krimi in Deutschland gute Verkaufszahlen verzeichnen sollte, könnte durchaus ein zweiter der vielen Romane Farjeons auf Deutsch erscheinen...eine zweite Chance würde ich dem Schriftsteller persönlich auf jeden Fall geben. Fazit: Gut erzählt, mit schillernden Figuren und einer guten Portion Humor. Jedoch deutlich zu lang und plottechnisch etwas spannungsarm.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

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    • 3931

    kubine

    07. January 2017 um 17:53
  • Leserunde zu "Geheimnis in Weiß" von J. Jefferson Farjeon

    Geheimnis in Weiß

    Klett-Cotta_Verlag

    Kriminalromane gehören genau wie Rotkraut und die Weihnachtsgans zu Weihnachten. Nichts ist schöner als eingekuschelt und mit dem liebsten Heißgetränk ausgestattet einen Krimiklassiker zur Hand zu nehmen und sich zu fragen: Wer hat es getan?Mit »Geheimnis in Weiß« von J. Jefferson Farjeon hat Klett-Cotta eben so einen Klassiker neu aufgelegt und wir möchten nun mit euch eine winterlich-weihnachtliche Leserunde veranstalten!HIER GEHT ES ZUR LESEPROBE »Vier Morde an einem halben Tag! So verdient man sich seine Weihnachtsgans.« An Heiligabend bleibt ein Zug im Schneetreiben in der Nähe des Dorfes Hemmersby stecken. Mehrere Passagiere suchen Zuflucht in einem verlassenen Landhaus. Die Tür ist offen, der Kamin brennt und der Tisch ist zum Tee gedeckt, doch niemand scheint da zu sein. Aufeinander angewiesen, versuchen die Reisenden das Geheimnis des leeren Hauses zu lüften – als ein Mord passiert.Trotz heftigen Schneefalls hat eine skurrile Ansammlung von Reisenden London am Weihnachtstag pünktlich verlassen. Auf offener Strecke bleibt der Zug jedoch im Schnee stecken. Die Passagiere beschließen daraufhin nach und nach, ihr Abteil zu verlassen und sich zum nächsten Dorf durchzuschlagen. Auf dem Weg stoßen sie auf ein scheinbar verlassenes Cottage – obwohl die Tür offen steht und es hell erleuchtet ist. Doch dies ist nicht das einzige Geheimnis, das das Haus birgt und nur zu einem hohen Preis offenbart. Wenn der Schneesturm schließlich nachlässt, werden vier Personen das Weihnachtsfest nicht überlebt haben. »Geheimnis in Weiß« ist ein von der British Library wiederentdeckter Krimiklassiker, der hier erstmals in deutscher Übersetzung vorliegt.Kriminalroman1. Aufl. 2016, 282 Seiten, gebunden, bedruckter Leinenband, LesebändchenISBN: 978-3-608-96102-714,95 €Auch als E-Book verfügbar für 9,99€

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    • 215
  • Rezension zu "Geheimnis in Weiß" von J. Jefferson Farjeon

    Geheimnis in Weiß

    dorli

    30. December 2016 um 15:55

    Weihnachten. Eine Bahnstrecke ab Euston. Ein außerplanmäßiger Halt aufgrund von Schneeverwehungen wirbelt die Pläne der Reisenden durcheinander. Die Insassen eines Abteils beschließen, sich zu Fuß zum nächsten Bahnhof durchzuschlagen. Sie verlaufen sich im Schneetreiben und landen schließlich in einem einsam stehenden Cottage, das sie mit einem behaglichen Kaminfeuer und einem gedeckten Tisch begrüßt – von einem Bewohner fehlt jedoch jede Spur… „Geheimnis in Weiß“ ist im Original bereits 1937 erschienen. Joseph Jefferson Farjeon bedient sich darin eines zu seiner Zeit beliebten Schemas in der Kriminalliteratur: eine kleine Gruppe muss - durch widrige Bedingungen abgeschnitten vom Rest der Welt - an einem klar abgesteckten Ort ausharren. Während die Anwesenden versuchen, das Beste aus der misslichen Lage zu machen, stellt sich heraus, dass sich in ihrer Mitte ein Mörder befindet. Farjeon stattet seine Geschichte mit einer zusätzlichen Portion Spannung und Grusel aus, indem er den Schauplatz mit einer gespenstischen Aura umgibt: Ein offensichtlich bewohntes und doch verlassenes Landhaus. Verstärkt wird dieser übersinnliche Touch noch dadurch, dass einer der Akteure - Edward Maltby - ein Mitglied der Königlich-Parapsychologischen Gesellschaft ist und das Haus aus einem anderen Blickwinkel in Augenschein nimmt, als seine Gefährten. Der Autor schickt ein bunt zusammengewürfeltes Ensemble ins Rennen. Neben dem bereits erwähnten Mr. Maltby sind das ein Geschwisterpaar aus gutem Hause, ein nörgelnder Weltenbummler, eine quirlige Revuetänzerin, ein stiller Buchhalter und ein ungehobelter Cockney. Obwohl man aufeinander angewiesen ist und die Mehrheit durchaus gewillt ist, so etwas wie Gemeinschaftsgeist zu zeigen, sind nicht alle an einem harmonischen Miteinander interessiert. Während die kleine Gesellschaft auf Wetterbesserung wartet, macht Mr. Maltby sich auf die Suche nach dem Geheimnis des Hauses und versucht, das Rätsel um seine Bewohner zu entschlüsseln. Farjeon hat Maltby dafür alle nötigen Eigenschaften mit auf den Weg gegeben, die einen erstklassigen Detektiv ausmachen: ein brillanter Spürsinn, eine exzellente Beobachtungsgabe und ein hervorragendes Kombinationsgeschick lassen ihn am Ende erfolgreich sein. „Geheimnis in Weiß“ hat mir sehr gut gefallen - ein Leseschmaus für Freunde und Fans des klassischen britischen Detektivromans.

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  • Erste deutsche Übersetzung

    Geheimnis in Weiß

    -Anett-

    27. December 2016 um 17:01

    Es ist Weihnachten 1937, und durch einen Schneesturm enden mehrere ungleiche Personen in einem Haus, dessen Bewohner spurlos verschwunden sind.Die große Rätselraterei geht los, wer sind die Bewohner und wo sind sie hin. Es kommt seitenweise zu herrlichen Dialogen der sehr verschiedenen Protagonisten, manchmal etwas anstrengend, manchmal sehr lustig. Man merkt der Sprache an, dass das Buch bereits 1937 geschrieben wurde ( jetzt erstmalig in deutsch übersetzt), aber damit hatte ich persönlich jetzt keine Schwierigkeiten.Gerade im letzten Teil des Buches wird es richtig spannend und man kommt langsam zu dem Familiengeheimnis, welches hier aufgedeckt wird. Und am Ende hat man doch noch ein kleines beschauliches Weihnachtsfest.Ein feiner Krimi, passend in die Adventszeit und zum Weihnachtsfest, der auch überrascht.

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  • Zeitreise in ein abgelegen eingeschneites, nicht eingestaubtes, englisches Landhaus

    Geheimnis in Weiß

    Sommerregen

    24. December 2016 um 13:29

    Nahe dem Dorf Hemmersby bleibt an Heiligabend ein Zug im immer stärker werdenden Schneegestöber stecken. In einem Abteil dritter Klasse beratschlagen ein paar Reisende daher, ob sie einfach abwarten und somit ein wohlmöglich viel zu spätes Ankommen bei Freunden, Verwandten und so weiter riskieren sollen, oder ob sie vielmehr den Zug verlassen und sich selbst auf die Suche nach dem kleinen Dorf zu machen. Nach einigem Überlegen und Für und Wider beschließen sie jedoch, einen Versuch zu wagen und sich aufzumachen. Während die Schneeschicht alles bedeckt und stetig dicker wird, irren die Passagiere durch die weiße Einöde. Als sie, völlig erschöpft und zum Teil kränkelnd, auf ein Landhaus stoßen, entschließen sie sich, Zuflucht zu suchen. Die Türe steht bereits offen, im Kamin lodert ein wohlig-warmes Feuer, der Tisch ist zum Tee gedeckt, die Vorratskammer ist gefüllt und die Zimmer sind bestens hergerichtet. Doch niemand ist anwesend, was angesichts des starken Schneetreibens, der Abgeschiedenheit des Hauses und den vielen Indizien, welche von Bewohnern zeugen, sehr verwundert. Offensichtlich war noch vor Kurzem jemand hier - und wartete auf Gäste..?Die Schutzsuchenden richten sich nach und nach ein, erstellen Listen, in denen sie penibel alle ge- und verbrauchten Gegenstände aus dem Haus eintragen und einem von ihnen dafür zu zahlenden Bertrag zuordnen.Bereits die Zusammenstellung verschiedener Persönlichkeiten - vom Nörgler, der bereits alles in viel schlimmer durchlebt und gemeistert hat, bis zur Revuetänzerin - trägt zu einigen Spannungen bei. Dass sie aufeinander angewiesen sind, können manche nicht gut verkraften... Als dann aber noch einige rätselhafte Gegenstände auftauchen und sich einst geschlossene Türen plötzlich öffnen lassen, beginnen einige der gestrandeten Passagiere Ermittlungen anzustellen. Was hat es beispielsweise mit dem Gemälde im Eingangsbereich auf sich? Alles scheint ein potenzieller Beweis für etwas zu sein - ist das auf dem Boden liegende Brotmesser etwa bedeutsam?Nach einer Weile betritt dann auch noch der etwas fadenscheinige, offensichtlich lügende Cockney Mr. Smith das eingeschneite Haus. Dass mit ihm etwas ganz und gar nicht stimmt, wird schnell deutlich.Stück für Stück bemerken die Reisenden, dass sie es mit einem, wenn nicht sogar mehr, Morden zu tun haben... Werden sie den Täter überführen können?Der Beginn, die Kapitel aus dem steckengebliebenen Zug, erinnerten durchaus an ein Werk Agatha Christies. Und auch die Ergebnisse ausgiebigen Kombinierens hätten so in dem ein oder anderen Kriminalroman der Queen of Crime gefolgert werden können.Allerdings unterscheidet sich dieses Werk bereits durch die Zusammenstellung der Charaktere. Da wären der unscheinbare und alles andere als selbstbewusste Buchhalter Mr. Thomson, die Geschwister David und Lydia Carrington, wobei sich letztere im Landhaus aufopferungsvoll um die (kranken) Passagiere kümmert, der ältere Mr. Maltby, der für die Königlich Parapsychologische Gesellschaft unterwegs ist und als erster zu ermitteln beginnt, der nörgelnde Mr. Hopkins oder die Revuetänzerin Jessie Noyes. Diese Figuren haben alle ihre Besonderheiten, sodass das Miteinander phasenweise recht schwer wird, sie sich zu anderer Zeit aber auch bestens ergänzen. Manche wachsen an den Ermittlungen, andere treten zunehmend in den Hintergrund und verblassen wie Mr. Thomson nach und nach. Dabei gibt es gelegentlich auch bissige Dialoge, beispielsweise wenn der gescheite Mr. Maltby die Stumpfsinnigkeit Mr. Hopkins' kritisiert und auf die Schippe nimmt.An den sehr prunkvollen Schreibstil musste ich mich zunächst gewöhnen, da die Sätze im Vergleich zu anderen Büchern schon recht ausgeschmückt und dementsprechend lang geraten sind - selbst sehr Banales wird häufig stark paraphrasiert. Manchmal, besonders wenn eine dieser ausführlichen Beschreibungen direkt im Anschluss relativiert wird, war dies für mich leseflusshemmend. Wenn beispielsweise eine Tat spekuliert wird und noch im gleichen Atemzug eine Aussage im Stile "es kann aber auch nichts bedeuten und ganz anders gewesen sein" getroffen wird, ist das dann schon etwas irre führend; gerade da eben derart viele Themen aufgegriffen werden. Allerdings gewöhnte ich mich zunehmend an diese Erzählweise und konnte den Schreibstil fortan - mit wenigen Ausnahmen - genießen. So merkt man dem Buch an, dass es aus dem Jahre 1937 stammt.„Die Wahrheit ist das höchste Gut der Welt – und das vernachlässigteste.“ (S. 240)Tatsächlich gilt es einige Geheimnisse zu lüften, jedoch darf man sich bei der Lektüre nicht gerade einen temporeichen Kriminalroman erhoffen, bei dem ein Ereignis das nächste jagt. Vielmehr ist das Erzählte ruhig und immer wieder undurchsichtig wie ein kleines Schneegestöber selbst. Vor allem, da die Ausführungen nicht chronologisch die Geschehnisse wiedergeben, muss man gelegentlich inne halten und das Gelesene rekapitulieren, um in die Geschichte eine Ordnung und Zusammenhänge bringen zu können. Zeitweise hatte das Buch seine Längen, was ich etwas schade fand... Interessant ist hingegen der Aufbau der Erzählung, da diese sich sowohl aus Dialogen, als auch aus Tagebucheinträgen und Briefen zusammensetzt.Bis auf wenige Ausnahmen wie den Beginn, spielt sich die Handlung im Landhaus ab, sodass die Kulisse stets dieselbe bleibt und so ziemlich jedes Detail analysiert wird. Auch dies ist manchmal spannend, manchmal etwas ermüdend. Hin und wieder hatte ich das Gefühl, die Ermittlungen steckten auch tief im Schnee und kämen nur schwerlich von der Stelle... Die Idee des abgelegenen Landhauses inmitten von meterhohem Schnee ist so aber vielversprechend und atmosphärisch.Betrachtet man das - oder die - Verbrechen an sich, so sieht man zwar keinen atemberaubend ausgeklügelten Fall mit zahlreichen Fallen und Wendungen vor sich, aber dennoch einen runden, abgeschlossenen Fall mit seinen Überraschungen. Die ruhige Geschichte passt von ihrer Ruhe gut in die Advendszeit.Alles in allem kein sonderlich actiongeladener oder blutrünstiger Kriminalroman, wobei dieser Anspruch aber auch zu keiner Zeit erhoben wird, sondern viel mehr ein ruhiges Buch voller detailverliebter Beschreibungen und sehr ausgeschmücktem Schreibstil.3,5 Sterne

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    • 4
  • Erstklassige Geschichte

    Geheimnis in Weiß

    Blacksally

    22. December 2016 um 12:28

    Ich bin ja eigentlich so jemand, der es mit Weihnachtsgeschichten nicht so hat. Aber dieses Buch ist schuld daran, das ich jetzt doch gerne öfter mal zu so etwas greife, denn diese Story hat mich komplett fasziniert.Wir befinden uns in England von vor fast einem Jahrhundert, in einem Zug, der im Schnee feststeckt. Die Personen im Abteil werden zunächst erstmal nur Grob dargestellt, doch lernt man sie im laufe der Geschichte besser kennen.Nachdem der Zug fest steckt entscheiden sich die Personen im Abteil, zur nächsten Bahnstation zu laufen. Zu blöd das der Schneesturm, der draußen umgeht sie nicht zum Bahnhof führt, sondern zu einem erst kürzlich verlassenen Haus in dem sie sich einquartieren.Dann geschehen einige Mysteriöse Dinge. Ein seltsamer Typ taucht auf, ein Mord im Zug und was ist eigentlich da draußen im Schneesturm los? Allein dieser Plot ist schon eine grandiose Idee. Das ganze ist dann aber auch noch sehr schön beschrieben und die Personen die im Haus sind, alle einmalig. Besonders mochte ich hier Mr. Maltby, der sich als kleiner Sherlock Holmes entpuppt und Lydia, eine Frau die mitten im Leben steht. Ganz besonders mochte ich aber die Dialoge in dem Buch, man merkt sehr das es schon älter ist (Originalausgabe 1937), durch die hochgestochene Art zu Reden und sich zu geben. Es hat einfach super ins Bild gepasst und ich habe mich unglaublich wohl mit dem Buch gefühlt.Auch der Umschlag ist sehr schön gestaltet, dieser ist nämlich aus echtem Leinen und macht das Buch so zu einem Hingucker im Bücherregal. Aber auch das Cover an sich finde ich sehr ansprechend, denn es lädt geradezu zu einem gemütlichen Leseabend unter einer kuscheligen Decke ein. Fast finde ich es schade, das das Buch nur knapp 300 Seiten hat, ich hätte unendlich weiter Lesen können.Der Autor:Joseph Jefferson Farjeon (1883–1955) verfasste mehr als sechzig Krimis und Thriller im Goldenen Zeitalter der britischen Kriminalliteratur. Für seine Zeitgenossin Dorothy L. Sayers war Farjeon »unübertroffen in der gruseligen Darstellung mysteriöser Abenteuer«. Sein Theaterstück »Number Seventeen« wurde von Alfred Hitchcock unter dem gleichnamigen Titel verfilmtFazit:Ein absolut perfektes Winterbuch. Da passt einfach alles, die Stimmung, der Plot und die Protagonisten.

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  • Spannender Weihnachts-Krimi

    Geheimnis in Weiß

    bookgirl

    22. December 2016 um 10:30

    Inhalt An Heiligabend suchen mehrere Passagiere Zuflucht in einem verlassenen Landhaus, nachdem der Zug auf Grund eines Schneetreibens in der Nähe des Dorfes Hemmersby feststeckt. Obwohl niemand da zu sein scheint, steht die Tür offen, brennt der Kamin und ist der Tisch zum Tee gedeckt. Die illustre Zwangsgemeinschaft versucht das Geheimnis des Hauses zu lüften. Als der Schneesturm nachlässt muss die Gruppe erkennen, dass vier Personen das Weihnachtsfest nicht überlebt haben. Meine Meinung "Geheimnis in Weiß" ist ein von der British Library wiederentdeckter Krimiklassiker, der nun erstmalig in deutscher Sprache vorliegt. Schade, dass es 80 Jahre gebraucht hat, denn dieses Buch hätte es schon viel früher verdient gelesen zu werden. Jefferson Farjeon erzählt seine Geschichte auf spannende, mysteriöse und teilweise auch gruselige Art und nimmt den Leser mit ins Geschehen rein, in dem er mit den Protagonisten gemeinsam auf Spurensuche geht. Insbesondere der clevere Mr. Maltby, der um mehrere Ecken denken und a la Sherlock Holmes kombinieren konnte, ist federführend für die Lösung verantwortlich. Aber auch die zupackende Lydia war mir von Anfang an sympathisch, da sie nicht lange fackelte, sondern tat was gemacht werden musste, ohne lange zu meckern und zu murren. Vor allem, dass sie sich ihr Weihnachtsfest nicht verderben lassen wollte, hat mir ganz besonders gut gefallen. Fazit "Geheimnis in Weiß" besticht durch ein eher ruhiges Erzähltempo, mit unterschwelliger Spannung, die jedoch durchgängig vorhanden ist und an das Geschehen fesselt. Von mir gibt es daher sehr gerne eine Lese-Empfehlung, für all jene, die sich auf spannende Art auf Weihnachten einstimmen wollen.

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  • 11:37 ab Euston - Ein toller Krimi: spannend, sehr atmosphärisch und mit Britischem Humor

    Geheimnis in Weiß

    BookHook

    21. December 2016 um 14:12

    Zum Inhalt:Als ihr Zug am Heiligabend in einer Schneewehe stecken bleibt, macht sich eine zufällig und bunt zusammengewürfelte Reisegruppe auf, sich durch den Schneesturm zu Fuß zum nächsten Bahnhof durchzukämpfen. Schnell verirrt sich die kleine Gruppe in den Schneemassen und stößt auf ein altes Herrenhaus, das ein merkwürdiges Geheimnis zu hüten scheint…Meine Meinung:„Die Wahrheit ist das höchste Gut der Welt – und das vernachlässigteste.“ (S. 240)Der Britische Autor J. Jefferson Farjeon (1883 – 1955) hat über 60 Krimis und Thriller geschrieben. Mit "Geheimnis in Weiß" ist sein Krimi „Mystery in White“ aus dem Jahre 1937 nun zum ersten Mal in Deutsch veröffentlicht worden. Für mich war es das erste Werk des Autors, das ich gelesen habe. Um soviel vorweg zu nehmen: Ich frage mich, warum es fast 80 Jahre gedauert hat, bis man dieses Werk ins Deutsche übersetzt hat, denn Farjeon braucht sich in keine Weise hinter seinen berühmten Zeitgenossen Agatha Christie, Edgar Wallace oder Arthur Conan Doyle zu verstecken. Mit dem flexiblen Leinen-Cover und einem goldenen Lesebändchen ist dieses Buch wirklich sehr liebevoll produziert.Die Geschichte beginnt wenig spektakulär in einem Abteil dritter Klasse im Zug ab Euston. Dafür bekommt man als Leser schnell einen Überblick über die kleine Gruppe der Reisenden, die das Schicksal miteinander verbunden hat. Dabei hat der Autor ein gutes Händchen für eine sehr bunte Zusammensetzung dieser Gruppe: Da sind zum einen die ungleichen Geschwister David & Lydia Carrington, die latent spiritistische Revuetänzerin Jessie Noyes, der unscheinbare Buchhalter Mr. Thomson, der Nörgler Mr. Hopkins und der ältere Herr von der Königlich Parapsychologischen Gesellschaft, Mr. Edward Maltby. Diese Charaktere zeichnet Farjeon sehr detailreich und oft bewusst überspitzt, was in Teilen sicherlich auch an den Gegebenheiten seiner Zeit liegen mag. Allein die Interaktion dieser sehr unterschiedlichen Charaktere und die zunehmende Gruppendynamik macht dieses Buch sehr lesenswert, denn oft kommt es zu fein-ironischen Spitzen in den Gesprächen („Unser Freund Mr. Thomson niest sich noch den Kopf weg. Nicht dass das Fehlen seines Kopfes an seiner Nützlichkeit sehr viel ändern würde.“ - S. 59). Im Verlauf der Geschichte ist Mr. Maltby dank seines messerscharfen Verstandes und seiner schnellen Zunge zu meinem persönlichen Liebling avanciert. Ein Vergleich mit Agatha Christies berühmten Hercule Poirot liegt durchaus nahe.Aber es sind – bei Weitem - nicht nur die Charaktere, die dieses Buch so lesenswert machen. Die Geschichte selbst beginnt sehr einfach, stellt den Leser im weiteren Verlauf aber vor immer mehr Rätsel und Fragen, so dass die Spannung kontinuierlich zunimmt. Dazu gesellt sich eine wirklich sehr mysteriöse, in Teilen schon leicht gruselige Atmosphäre in dem eingeschneiten und verlassenen Herrenhaus. Ein wirklich tolles Setting! Nur Stück für Stück offenbart der Autor seinen Lesern neue Informationen, die es wie bei einem Puzzle richtig zusammenzusetzen gilt. Hierfür bedient sich der Autor der Kombinationsgabe Mr. Maltbys und scheut sich dabei auch nicht, ihn die Puzzlestücke durchaus auch mal falsch zusammensetzen zu lassen. Ganz in der Tradition der britischen Krimi-Autoren des frühen 20. Jahrhunderts präsentiert Farjeon am Ende eine plausible und rückwirkend vollkommen nachvollziehbare Auflösung für alle Rätsel und offenen Fragen. Genau so muss ein guter Krimi sein!Last but not least möchte ich noch ein paar Worte zum Schreibstil des Autors verlieren: Selbstverständlich merkt man seiner Sprache an, dass dieses Buch bereits 1937 geschrieben wurde, dennoch war ich überrascht, wie „modern“ Farjeon Schreibstil manchmal wirkt. Lediglich den Begriff „Cockney“ (ein Spottnamen für die Bürger von London) musste ich nachgoogeln. Äußerst gut gefallen haben mit auch der feine, meist ironische Britische Humor („Es ist eine schöne, sonnige Nacht.“ - S. 151) sowie die stellenweise sehr bildliche Ausdrucksweise („Thomson war mitten in das Gespräch geplatzt und hatte es vorerst beendet. Wie ein wenig Sand war er in ein zügig laufendes Getriebe geraten.“ - S. 66).FAZIT:Wer die Werke von Agatha Christie und Edgar Wallace mag, wird „Geheimnis in Weiß“ lieben! „Spüren auch sie das Grauen in diesem Haus“ (S. 61)!

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  • Weihnachtlicher Krimispaß, der mich nicht restlos packen konnte

    Geheimnis in Weiß

    LinaLiestHalt

    21. December 2016 um 13:59

    Heiligabend bleibt ein Zug im Schneetreiben stecken. Eine Gruppe von Insassen macht sich daraufhin auf einen Fußmarsch, verirrt sich hoffnungslos in der weißen Weite und erreicht nur mit Mühe ein Landhaus, das verlassen scheint. Tee und Kaminfeuer stehen bereit, nur lässt sich keine Menschenseele blicken. Als dann auch noch ein Messer unter mysteriösen Umständen entdeckt wird und die Kunde über einen Mordes in dem  zuvor verlassenen Zug die Runde macht, sind die Reisenden aufeinander angewiesen, um das Geheimnis des Hauses zu lösen..."Geheimnis in weiß" ist ein englicher Krimiklassiker, der nun erstmals in deutscher Übersetzung vorliegt. Er behandelt die Aufklärung eines Verbrechens an Weihnachten. Gleich einem kammerspiel treten hier die Akteure in dem verlassenen Landhaus auf, werden falsche Fährten gelegt und entwirrt, bis es schließlich zu der überraschenden Auflösung kommt. Mit Toden wird hier wahrlich nicht gespart! Wenn am Ende der Insepktor verlauten lässt: "Vier Morde an einem halben Tag! Ich würde sagen, meine Weihnachtsgans habe ich mir redlich verdient.", ist der Leser immer noch im Ungewissen, wen es alles erwischt hat. Mit dieser Verwirrung wird meisterhaft gespielt.  Auch die Atmosphäre sucht ihresgleichen! Eingeschneit mit einem Mörder... da läuf einem der eine oder andere Schauer über den Rücken. Die Figurenkonstellation ist abwechslungsreich. Zwar wird mit dem einen oder anderen klischee gearbeitet, aber insgesamt wissen die Figuren doch zu unterhalten. Der Schreibstil ist gewählt und bildlich. Allerdings bleiben für mich aus heutiger Sicht viele Figuren auch recht oberflächlich und unsympathisch. Meist war es mir egal, ob und wen es aus der ausgewählten Truppe trifft. Auch mochte mich die "gruselige Darstellung mysteriöser Abenteuer" nicht zu überzeugen. Ich hätte mir da einen soliden Krimi ohne Geister ect gewünscht (auch wenn es sich nachher herausstellt, dass der Betreffende gar nicht an Gesiter glaubt). Von dem Zauber einer Geschichte aus der Hand der Agatha Christie konnte ich hier nichts spüren. Auch entfaltete sich bei mir keine Sogwirkung. Ich habe dieses Büchlein über meherer Tage gelesen.Trotz allem ein interessanter und lesenswerter engl Krimiklassiker mit weihnachtlichem Flair.

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