J. L. Witterick

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Helen13s avatar

In knapper Sprache erzählt Witterick von tapferen Frauen und Männern im Zweiten Weltkrieg in der Stadt Sokal in Polen. Heute gehört Polen zur Ukraine.
Nicht nur erfahren wir, wie Franciszka und Helena Halamajowa 16 Juden gerettet haben, sondern für alle, die ein wenig Nachhilfe in Geschichte des 20. Jahrhundert brauchen, sind hier die Fakten klar aufgereiht, wie es zum Zweiten Weltkrieg kam und welche Mechanismen wirksam wurden im Zusammenspiel der sogenannten Großmächte.
Die Geschichte wird in fünf Teilen erzählt, von Helena, der Tochter Francizkas und den Mitgliedern der Familien die versteckt wurden, im Keller, im Schuppen, auf dem Dachboden. Die Mittel, die Franciszka anwendet, um ihre Schützlinge zu retten sind Liebe, Mut und Menschenkenntnis. In den schwierigsten und gefährlichsten Situationen agiert Francisza ruhig und instinktiv. Sie ist lebensklug.
Durch diese Erzählweise gewinnt die Geschichte neue Dimensionen, die verschiedenen Schichten werden aufgeblättert und zeigen Zusammenhänge, die beim linearen Erzählen so nicht sichtbar werden können. Besonders auch, weil die Menschen nacheinander in Franciszkas Haus aufgenommen werden und dann Situationen erzählen, die wir vorher bei Helena gelesen haben und nun aus einer anderen Perspektive erleben.
Es ist wichtig, die Erscheinungsgeschichte dieses Buches anzuschauen. Die Begebenheiten sollten ans Licht kommen und die Welt sollte von ihnen erfahren, in diese fiktionale Form gebracht. Witterick sorgte dafür, ihr Buch selbst herauszubringen, nachdem es von mainstream Verlagen abgelehnt wurde.
Es wird als Jugendbuch bezeichnet, es ist für ALLE!

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BonnieParkers avatar

Rezension zu "Das Geheimnis meiner Mutter" von J. L. Witterick

Ein wichtige Geschichte
BonnieParkervor 4 Jahren

Dieses Buch ist eine Erzählung und Aufzählung verschiedener Erfahrungen. Es handelt sich dabei um eine sehr mutige und mitfühlende Frau, die im zweiten Weltkrieg zwei Familien und einen deutschen Soldaten vor den Deutschen Nationalsozialisten versteckt.
Die Geschichte hat unterschiedliche Erzählweisen. Einerseits wird es aus der Sicht der Tochter der mutigen Frau geschrieben und dann jeweils aus der Sicht eines Mitglieds der versteckten Gruppen. 
Diesem Buch merkt man schon an, dass es für Kinder ab 12 Jahre gedacht ist. Leider wirkte es manchmal eher wie ein Bericht aus einem Geschichtsbuch als ein Roman. Auch wenn das Schicksal und das Leid dieser Personen rüberkommt wirkt es doch eher wie eine Aufzählung der Ereignisse. Ein bisschen mehr Emotionalität und Detailfreudigkeit hätte sicher dazu beigetragen die Brenzligkeit der Situation und die Ängste der Versteckten besser nachzuempfinden. 
Doch trotzdem finde ich es ein sehr interessantes Buch und auch ein wichtiges Buch, dass sehr deutlich macht wie wichtig es ist, dass man trotz schlimmer Umstände sich selbst treu bleibt. Vor allem aber führt es einen vor Augen wie wichtig gegenseitige Rücksichtnahme und Anteilnahme sind. Heutzutage ist sich jeder selbst der nächste, aber nicht weil so schlimme Kriegszeiten sind. Damals war es nicht Egoismus was die Leute dazu brachte niemanden aufzunehmen sondern die Angst um die eigene Familie wenn man erwischt wird.
Es ist ein großes Kapitel unserer Geschichte und dieses Buch greift ein Stück dieser Geschichte auf und zeigt uns, dass es durchaus gute Ereignisse in dieser Zeit gab, auch wenn es seine sehr traurigen Stellen hat. 
Ein Buch das man gelesen haben sollte.

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Buecherwurm2punkt0s avatar

Rezension zu "Das Geheimnis meiner Mutter" von J. L. Witterick

Leider fehlte der Geschichte rund um Helena und ihre Mutter oftmals die Details
Buecherwurm2punkt0vor 4 Jahren

Dieses Buch hat es mir wirklich schwer gemacht, denn eigentlich interessieren mich Geschichten über die Zeit des Dritten Reichs unheimlich. Allerdings fing schon die Aufmachung des Buches an, mich zu stören. Beim Cover ist es mir zum Beispiel unerklärlich wer dieser kleine Junge mit Hund ist. Hauptperson des Buches sind nämlich Helena und natürlich ihre mutige Mutter.
Als ich das Buch dann aufklappte wurde ich von einer außergewöhnlich großen Schrift enttäuscht. Die ausgeschriebenen 256 Seiten könnten durch eine normalgroße Schriftart locker auf 180 bis 200 Seiten gekürzt werden. Dementsprechend hatte ich mit dem Buch keine schönen langen Lesestunden, sondern habe es sehr schnell beendet. Das jedoch hätte nicht sein müssen, denn wäre die Autorin tiefer ins Detail gegangen, hätte sie noch einige interessante Seiten füllen können.
Allgemein war mir die Geschichte in weiten Teilen zu flach und ungenau. Die Kapitel waren oft nur 3 bis 4 Seiten lang und machten es mir schwer die damalige Zeit nachzuempfinden.
Das Buch ist als Jugendbuch ab 12 Jahren ausgeschrieben, wird also vermehrt von Jugendlichen gelesen die mit der Nazi-Zeit nur durch Bücher oder allerhöchstens Erzählungen der Großeltern in Berührung gekommen sind. Diesen Umstand scheint die Autorin in weiten Teilen vergessen zu haben, denn es fehlten oft die Hintergründe zu den Geschehnissen. Mir ist bewusst warum damals die Juden verfolgt wurden und wie schlimm die Zeit auch war. Einem 12-jährigen Kind ist es das aber vielleicht nicht. Wenn dann die Hintergründe von der Autorin nicht geboten werden, hat dieses Kind niemals die Chance ein Gefühl für diese unfassbaren Gräultaten zu entwickeln und den unglaublichen Mut von Helenas Mutter zu erfassen.
Ich finde das unglaublich schade, denn der Ansatz von der Autorin J. L. Witterick ist wirklich gut.
Sie erzählt aus verschiedenen Sichtweisen, wie das Haus von Helenas Mutter zu einem kleinen "Flüchtlingslager" wurde und wie die dortlebenden Personen empfunden haben. Als Leser wird man Zeuge davon, warum Helena mit ihrer Mutter alleine in dem Haus wohnt und wie Helena ihre erste große Liebe kennenlernt. Der soziale Abstieg der jüdischen Arztfamilie, die später in Helenas Haus unterkommt, wird erzählt genauso wie die andere jüdische Familie plötzlich nach einer sicheren Unterkunft sucht.
Besonders interessant war für mich die Geschichte des deutschen Deserteuer, denn dieser Umstand wurde in meinen vorherigen Büchern nie thematisiert. Wie aber auch schon bei den Sichtweisen, war mir der Einblick in das Leben des Deutschen viel zu kurz. Es fehlten die Details und oftmals auch die Emotionen.
Häufig hatte ich das Gefühl, dass die Autorin nicht recht wusste ob ihr Buch ein Tatsachenberich oder ein Roman werden sollte. Selber erlebt hat sie diese Geschehnisse nämlich nicht, sondern nur von einer Frau gehört die wie Helenas Mutter war und beschlossen das diese Geschichte erzählt gehört.

Fazit:
Leider fehlte der Geschichte rund um Helena und ihre Mutter oftmals die Details und wirkte sehr ungenau, sodass ich als Leser den Schrecken der damaligen Zeit nicht erfassen konnte.

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