J. M. Coetzee

 3.9 Sterne bei 545 Bewertungen
Autor von Schande, Warten auf die Barbaren und weiteren Büchern.

Alle Bücher von J. M. Coetzee

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Cover des Buches Schande9783596509515

Schande

 (206)
Erschienen am 01.09.2006
Cover des Buches Warten auf die Barbaren9783596155859

Warten auf die Barbaren

 (64)
Erschienen am 01.12.2002
Cover des Buches Leben und Zeit des Michael K.9783596132522

Leben und Zeit des Michael K.

 (26)
Erschienen am 01.02.1997
Cover des Buches Der Junge9783596148370

Der Junge

 (26)
Erschienen am 01.05.2000
Cover des Buches Zeitlupe9783596170654

Zeitlupe

 (29)
Erschienen am 01.01.2007
Cover des Buches Die jungen Jahre9783596155842

Die jungen Jahre

 (22)
Erschienen am 01.08.2004
Cover des Buches Eiserne Zeit9783596155057

Eiserne Zeit

 (20)
Erschienen am 01.06.2002
Cover des Buches Tagebuch eines schlimmen Jahres9783596180462

Tagebuch eines schlimmen Jahres

 (17)
Erschienen am 01.02.2010

Neue Rezensionen zu J. M. Coetzee

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Rezension zu "Schande" von J. M. Coetzee

Schande
Daphne1962vor einem Monat

J.M. Coetzee ist ein Autor aus Südafrika und war mir bisher nicht so bekannt. Obwohl er schon den Nobelpreis für Literatur bekommen hat und 2 x den Booker Preis. Er lebt seit 2002 in Australien und ist bereits im hohen Alter von 80 Jahren.

In seinem Roman "Schande" hat er einen Literaturprofessor angesiedelt, der nach 2 gescheiterten Ehen immer noch stark dem weiblichen Geschlecht zugewandt ist. David Lurie beginnt eine Affäre mit einer Studentin, die vom Alter her seine Tochter sein könnte. Nachdem die Geschichte ans Licht kommt fällt er in Ungnade bei seiner Universität. Er flieht zu seiner Tochter, die auf einer einsamen Farm lebt.

Lucy lebt ein so ganz anderes Leben als das, was sein Vater kennt. Sie versucht auf einem entlegenen Stück Land eine kleine Farm aufzubauen. Dort kümmert sie sich um Hunde. Anfangs scheint es, als könne Lucys Leben ihrem Vater einen neuen und natürliche Rhythmus und Halt geben. Dann aber geschieht etwas, womit Vater und Tochter nicht gerechnet haben. Sie werden überfallen. Die Folgen werden die Beiden erst einmal aus der Bahn werfen. Konflikte und Meinungsverschiedenheiten kommen immer mehr zu Tage. Dabei greift der Autor auch das Thema Apartheit auf.

Er schreibt schon sehr intellektuell, das hat er auch in der Rolle des Professors ausgelebt. Sehr düster beschreibt er die Atmosphäre auf dieser Farm. Da gruselt es einem schon ein wenig beim Lesen. Immer wieder möchte man auch Lucy durchschütteln und ihr sagen, was musst Du hier alleine leben?

Der Autor Coetzee hat Südafrika den Rücken gekehrt vor vielen Jahren. Man hat hier nicht den Eindruck er rechne mit den "Schwarzen" ab, sondern er beschreibt hier eher das Versagen der "Weißen" in diesem Land. Um einen Einblick in das Leben in Südafrika zu bekommen, dem kann ich nur sagen, er sollte das nicht so umfangreiche Buch unbedingt lesen.

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Rezension zu "Warten auf die Barbaren" von J. M. Coetzee

Von den Mechnismen totalitärer Regime
Orishavor 2 Jahren

Ein unbekanntes Reich. Am Rande lebt ein Magistrat – staatstreu verrichtet er seinen Dienst. Bis ihn eines Tages die Abteilung III aus der Hauptstadt besucht, um der Siedlung bei einem vermeintlichen Aufstand der Barbaren – Nomadenvölker der Berge – beizustehen. Gefangene werden gemacht: sie werden zusammengepfercht, gedemütigt, misshandelt. Als eine dieser Gefangenen beim Magistrat Unterschlupf findet, beginnt selbiger seine Arbeit zu hinterfragen und findet sich bald selbst im Fadenkreuz des Regimes wieder.

Coetzees Roman steht für viele totalitäre Regime unserer und vergangener Zeiten. Detailliert zeichnet er das Leben des Magistrats nach, der, zunächst dem Reich total ergeben, beginnt ein Gewissen zu entwickelt. Zunehmend kann er nicht mehr wegschauen und beginnt seine Tätigkeit zu hinterfragen. Als Gefangener muss er sich den kritischen Fragen seiner Tätigkeit stellen und am eigenen Leib erfahren, wie man Menschen brechen kann – mit und auch ohne Gewalt.

Ein kraftvolles Buch, dass die Tücken dieser Regime gekonnt aufzeigt und ein ums andere Mal die menschenverachtenden Mechanismen hinter solchen Regierungsformen aufzeigt. Niemand ist sicher in diesen politischen Konstellationen, die menschgemacht sind und die alte Denkstrukturen bedienen: Wir gegen die. Die gegen uns. Dass es ein Wir geben könnte, dass alle umfasst – undenkbar. Und „Warten auf die Barbaren“ lässt den Leser nicht umsonst fragen, wer hier die eigentlichen Barbaren sind? Damit ist Coetzee ein Buch gelungen, das zeitlos ist.

Fazit: Leise, still und dennoch kraftvolles Portrait totalitärer Regime. Lesenswert.

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Rezension zu "Schande" von J. M. Coetzee

Nicht das, was ich erwartet hatte.. leider
MarthaAmasVivonvor 3 Jahren

Ging viel versprechend los und hatte immer wieder sehr interessante Passagen, aber an manchen Stellen - bzw. an einigen Stellen - fragte ich mich, wozu diese Informationen gut gewesen sein sollen und was der Autor einem damit sagen möchte. Da ich viel lese, bin ich der Meinung inzwischen recht gut erkennen zu können, wenn Informationen erstmal unnütz erscheinen, im Gesamtbild dann aber wieder Sinn ergeben. Das Gefühl hatte ich hier leider nicht. Auch das Ende kam für mich sehr überraschend und war irgendwie unbefriedigend, weil so vieles für mich längst noch nicht geklärt war.

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