J. M. Coetzee

 3.9 Sterne bei 533 Bewertungen
Autor von Schande, Warten auf die Barbaren und weiteren Büchern.

Alle Bücher von J. M. Coetzee

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Schande

Schande

 (202)
Erschienen am 01.09.2006
Warten auf die Barbaren

Warten auf die Barbaren

 (64)
Erschienen am 01.12.2002
Leben und Zeit des Michael K.

Leben und Zeit des Michael K.

 (26)
Erschienen am 01.02.1997
Der Junge

Der Junge

 (26)
Erschienen am 01.05.2000
Zeitlupe

Zeitlupe

 (28)
Erschienen am 01.01.2007
Die jungen Jahre

Die jungen Jahre

 (22)
Erschienen am 01.08.2004
Eiserne Zeit

Eiserne Zeit

 (20)
Erschienen am 01.06.2002
Tagebuch eines schlimmen Jahres

Tagebuch eines schlimmen Jahres

 (17)
Erschienen am 01.02.2010

Neue Rezensionen zu J. M. Coetzee

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Orishas avatar

Rezension zu "Warten auf die Barbaren" von J. M. Coetzee

Von den Mechnismen totalitärer Regime
Orishavor 4 Monaten

Ein unbekanntes Reich. Am Rande lebt ein Magistrat – staatstreu verrichtet er seinen Dienst. Bis ihn eines Tages die Abteilung III aus der Hauptstadt besucht, um der Siedlung bei einem vermeintlichen Aufstand der Barbaren – Nomadenvölker der Berge – beizustehen. Gefangene werden gemacht: sie werden zusammengepfercht, gedemütigt, misshandelt. Als eine dieser Gefangenen beim Magistrat Unterschlupf findet, beginnt selbiger seine Arbeit zu hinterfragen und findet sich bald selbst im Fadenkreuz des Regimes wieder.

Coetzees Roman steht für viele totalitäre Regime unserer und vergangener Zeiten. Detailliert zeichnet er das Leben des Magistrats nach, der, zunächst dem Reich total ergeben, beginnt ein Gewissen zu entwickelt. Zunehmend kann er nicht mehr wegschauen und beginnt seine Tätigkeit zu hinterfragen. Als Gefangener muss er sich den kritischen Fragen seiner Tätigkeit stellen und am eigenen Leib erfahren, wie man Menschen brechen kann – mit und auch ohne Gewalt.

Ein kraftvolles Buch, dass die Tücken dieser Regime gekonnt aufzeigt und ein ums andere Mal die menschenverachtenden Mechanismen hinter solchen Regierungsformen aufzeigt. Niemand ist sicher in diesen politischen Konstellationen, die menschgemacht sind und die alte Denkstrukturen bedienen: Wir gegen die. Die gegen uns. Dass es ein Wir geben könnte, dass alle umfasst – undenkbar. Und „Warten auf die Barbaren“ lässt den Leser nicht umsonst fragen, wer hier die eigentlichen Barbaren sind? Damit ist Coetzee ein Buch gelungen, das zeitlos ist.

Fazit: Leise, still und dennoch kraftvolles Portrait totalitärer Regime. Lesenswert.

Kommentare: 1
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MarthaAmasVivons avatar

Rezension zu "Schande" von J. M. Coetzee

Nicht das, was ich erwartet hatte.. leider
MarthaAmasVivonvor einem Jahr

Ging viel versprechend los und hatte immer wieder sehr interessante Passagen, aber an manchen Stellen - bzw. an einigen Stellen - fragte ich mich, wozu diese Informationen gut gewesen sein sollen und was der Autor einem damit sagen möchte. Da ich viel lese, bin ich der Meinung inzwischen recht gut erkennen zu können, wenn Informationen erstmal unnütz erscheinen, im Gesamtbild dann aber wieder Sinn ergeben. Das Gefühl hatte ich hier leider nicht. Auch das Ende kam für mich sehr überraschend und war irgendwie unbefriedigend, weil so vieles für mich längst noch nicht geklärt war.

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Giselle74s avatar

Rezension zu "Die jungen Jahre" von J. M. Coetzee

Etwas aktionsarm
Giselle74vor einem Jahr

Nachdem mir der Vorgänger dieses Buches, "Der Junge", der die Kindheit des Schriftstellers und Nobelpreisträgers Coetzee in Südafrika beschreibt, übreraus gut gefallen hat, war ich schon sehr gespannt auf diesen Band "Die jungen Jahre". Erzählt wird von einem 20-24jährigen Mann (Anklänge an Coetzees eigenes Leben sind alles andere als zufällig), der aus der hinterwäldlerischen Enge Südafrikas nach London flieht, wo er Schreibinspiration und Traumfrau zu finden hofft. Aus der Notwendigkeit heraus wird er Programmierer und sein Leben gestaltet sich alles andere als aufregend.

Damit wäre über den Inhalt alles gesagt. Der Leser begleitet nun den jungen Mann bei der Sinnsuche, bei verunglückten Affairen, Überlegungen zur Jobsuche, eben im gesamten Alltag, liest seine Gedanken, die langweiligen ebenso wie die etwas drolligen und kommt sich in meinem Falle plötzlich schrecklich erwachsen vor. Wäre Coetzee nicht so ein phantastischer Schriftsteller, der mich allein durch seine Art zu schreiben begeistert, hätte ich diesen Band allerdings recht schnell zur Seite gelegt. Zu ereignislos gestaltet sich die Geschichte, zu wenig kann ich Handeln und Tun des Jünglings nachvollziehen, zu wenig spricht mich sein Charakter an.

Trotzdem werde ich auch den nächsten Band "Der Sommer des Lebens" lesen und trotzdem freue ich mich schon darauf, denn auch, wenn mich der Inhalt diesmal nicht überzeugen konnte, der Autor an sich hat mich schon lange überzeugt.

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