J. M. Coetzee Eiserne Zeit

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Inhaltsangabe zu „Eiserne Zeit“ von J. M. Coetzee

Elizabeth Curren hat Krebs. Am Tag, als ihr der Arzt eröffnet, daß ihre Krankheit in ihre letale Phase getreten ist, beginnt sie für ihre Tochter, die mit ihrer Familie in Amerika lebt, ein Tagebuch als eine Art Vermächtnis zu schreiben. Am selben Tag bemerkt sie einen Obdachlosen auf ihrem Grundstück. Sie verjagt ihn nicht, ermahnt ihn aber, kein Feuer anzuzünden. Die alte Frau lebt seit Jahren allein in ihrem Haus am Stadtrand von Kapstadt, betreut nur von einer schwarzen Dienerin, Florence, die am Wochenende zu ihrer Familie in die Townships fährt. Ab und zu bringt Florence ihre zwei kleinen Töchter mit, manchmal auch ihren halbwüchsigen Sohn, der bereits in den bewaffneten Kampf mit einbezogen ist - er hält in Elizabeth Currens Haus Waffen versteckt, wird von der Polizei gesucht, taucht unter und kommt bei einem der blutigen Übergriffe der weißen Ordnungskräfte auf Unterkünfte schwarzer Widerstandskämpfer ums Leben. Elizabeth Curren hat aus einem gewissermaßen altmodischen Gefühl für Anstand heraus die Partei der Schwarzen ergriffen. Je mehr sie durch ihre Krankheit niedergezwungen wird, umso wichtiger wird ihr Mr. Vercueil, der mit seinem Hund meist in einem Verschlag in ihrem Garten haust.

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  • Rezension zu "Eiserne Zeit" von J. M. Coetzee

    Eiserne Zeit
    Beagle

    Beagle

    12. May 2012 um 19:31

    (In Bezug auf Nachrichten über Südafrika im Fernsehen): " Wir schauen hin, wie Vögel Schlangen anschauen. Fasziniert von dem, was uns gleich verschlingen wird. Faszination: das, womit wir unserem Tod huldigen." J. M. Coetzee hat mit seinem Roman "Eiserne Zeit" ein sehr melancholisches Werk vorgelegt. Alles scheint sinnlos, die Zukunft abstrakt und zu fern, um sich mit ihr zu beschäftigen. Aber, wenn man alles aus der Sicht von Mrs. Cullen, Coetzees Protagonistin, sieht, wird vieles klar, was sonst nur pure Eitelkeit und Angst wäre. Mrs. Cullen ist seit Jahren Witwe, ihre Tochter schon vor langer Zeit in die Staaten ausgewandert, hat dort einen Mann und zwei Kinder. Was ihr noch bleibt, ist ihre schwarze Hausangestellte Florence, aber zunehmend wird auch diese von der anschwellenden Protestwelle gegen die Apartheit in Bann gezogen, erhebt das Wort gegen sie und wird schroff. Hinzu kommt noch, dass Mrs. Cullen eine schreckliche Nachricht bekommen hat - sie hat Krebs, der sich durch ihre Knochen frisst. Das, was sich durch die ständigen Schmerzen schon vorherahnen ließ, ist nun bittere Gewissheit. Als Mrs. Cullen vom Arzt nach hause kommt, findet sie einen schlafenden Vagabunden neben dem Haus. Zuerst versucht sie, ihn zu vertreiben, aber schon bald resigniert sie. Mr. Vercueil ist ein schweigsamer, ungehobelter Mann, doch langsam fast Mrs. Cullen vertrauen in ihn. Der ungebetene Besucher, der sich nicht vertreiben ließ, wird zu einem Freund in den letzten Tagen. Der Roman ist in Briefform gehalten, denn Mrs. Cullen schreibt diese letzten Tage für ihre Tochter nieder. Teils, um sich mitzuteilen, teils aber auch, um mit gewissen Dingen wieder ins Reine zu gelangen. Coetzee hat einen wunderbaren Roman über Freundschaft und (wie zu erwarten) über Südafrika geschrieben. Absolut lesenswert!

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