J. M. Coetzee Im Herzen des Landes

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Inhaltsangabe zu „Im Herzen des Landes“ von J. M. Coetzee

Erstickend im Stumpfsinn des kolonialen Südafrika zur Zeit der Apartheid, gefangen mit seinen schwarzen Leibeigenen in einem Netz gegenseitiger Unterdrückungen, Bespitzelung und Verdächtigung, sucht ein verwitweter, weißer Schafzüchter private Erlösung in den Armen einer Geliebten. Sie ist schwarz, und sie ist die blutjunge Frau seines Vorarbeiters. Diese Verletzung der Rassenschranken markiert das Ende des unsicheren feudalen Friedens. Seine verbitterte, ledig gebliebene Tochter sinnt auf blutige Rache und führt sie auch aus. Oder spielt sie alles nur in Gedanken durch? Ist diese schmerzhafte Geschichte nur die Ausgeburt einer rachsüchtigen Phantasie? Die Deutung dieser 266 tagebuchartigen Aufschreibungen bleibt dem Leser überlassen.

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  • Rezension zu "Im Herzen des Landes" von J. M. Coetzee

    Im Herzen des Landes

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. September 2011 um 10:25

    Irgendwo in Süafrika liegt eine Farm, die von einem Mann und dessen Tochter Magda bewirtschaftet wird. In kurzen Textabschnitten, die an Tagebuchaufzeichnungen erinnern, schildert Magda, was auf der Farm passiert und wie sie ihr Leben empfindet. Dabei wird früh klar, dass nicht alles passiert, was in den Aufzeichnungen geschrieben steht. Magda mischt ihre Wünsche, Sehnsüchte und Träume kräftig unter die Realität auf der Farm. Diese Tinktur aus Kurzepisoden und Ungewissheit über die Realität macht das Lesen nicht unbedingt einfach und vieles - auch aus der Vergangenheit - bleibt ungeklärt. So muss man selbst ziemlich viel abwägen, wo die Erzählung noch bare Münze ist und wo Magda Geschichten erspinnt. Magdas Schicksal schrammte hart an einem Lektüreabbruch vorbei, weil über fast das gesamte Buch das Bild einer Frau entsteht, das Alter schwer definierbar, die unter der Einsamkeit der Farm nicht nur leidet, sondern in dieser Einsamkeit förmlich degeneriert. Der Vater beteiligt sie kein bisschen an der Farm, obwohl sie seine einzige Erbin ist; Magda ist nur gut genug zum Badewasser bereiten und Küchenarbeit. Magda philosophiert seitenweise über Einsamkeit, Liebe, Gefühle - das erste hat sie im Überfluss, das andere scheint sie nie empfunden zu haben. Sie wirkt unreif und völlig hilflos, und als der Vater stirbt, rächt sich diese absolute Unwissenheit in allen Belangen: Sie kann ihre Angestellten nicht ausbezahlen, hat keine Ahnung vom Farmbetrieb und der schwarze Knecht Hendrik und dessen Frau Anna setzen sie heftig unter Druck. Vielleicht stirbt der Vater auch nicht und Magda hat sich nur Szenarien ausgemalt. Vielleicht ruft sie nach den Flugzeugen, die sie irgendwann am Himmel über sich entdeckt, vielleicht hatte sie einst viele Geschwister, vielleicht lässt sie sämtliche Farmtiere frei - vielleicht auch nicht. Magdas Erzählung schwirrt um die Ohren, so durcheinander wie sie selbst offensichtlich ist. Angesichts so vieler Ungereimtheiten und Unsicherheiten hätte ich mir die Geschichte sparen können, weil sie für mich auf jeder Seite die Option eröffnet, dass alles auch ganz anders abgelaufen sein könnte. Ja, wie denn nun? Habe ich mir das Buch ausgeliehen, habe ich gelesen - oder bilde ich mir das bloß ein, bestürmt von der flimmernden Hitze?

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  • Rezension zu "Im Herzen des Landes" von J.M. Coetzee

    Im Herzen des Landes

    sonjastevens

    27. October 2010 um 04:07

    Ich habe lange überlgt, ob ich überhaupt eine Rezension zu dieses Buch schreiben wollte, denn ich wusste gar nicht, wie ich meine Enttäuschung über dieses Buch in Worte fassen kann. Jetzt merke ich, dass kaum etwas von der Handlung hängen geblieben ist: Magda lebt alleine mit ihrem Vater auf einer Farm in Südafkria. Irgendwann beginnt ihr Vater ein Affäire mit der Frau von einem schwarzen Arbeiter seiner Farm. Klar, klein Anna, so wird sie genannt ist auch schwarz und jung und hübsch... Aber es werden Tabus gebrochen, Tabus mit denen Magda nicht klar kommt und somit nach Vergeltung sinnt... Magda ist ein sehr unsympatischer Charakter, ständig lamentiert sie, sie sehnt sich nach Liebe, aber hat so eine schlechte Wirkung auf Menschen, dass ich verstehen kann, dass sie niemand lieb haben mag. Der Roman ist aus Magdas Perspektive erzählt, oft schwelgt sie auch in ihrer Vergangenheit, jedoch bin ich mir nicht sicher ob die Ich-Erzählerin wirklich eine zuverlässige Erzählerin ist, oder ob sie vielleicht auch öfters Dinge erfindet. Gut gefallen habe mir die sehr kurzen Kapitel in dem Buch - 266 Kapitel auf 204 Seiten - so wurde es zu meinem Klobuch und ich habe es geschafft das Buch Stück für Stück durchzulesen. Hätte ich es an einem Stück gelesen, es wäre irgendwann in die Ecke geflogen, weil mich das Buch so aufgeregt hat, nicht weil es spannend war, sondern im Gegenteil, ich fand es total langweilig! Zu erwähnen wäre noch: J.M. Coetzee, ein Schriftsteller, den ich eigentlich sehr mag, hat für dieses Buch den Nobelpreis für Literatur 2003 bekommen.

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  • Rezension zu "Im Herzen des Landes" von J. M. Coetzee

    Im Herzen des Landes

    mausimotte

    23. February 2010 um 13:36

    ich habe mich leider nur über die ersten 20 seiten retten können, irgendwie finde ich nicht in die geschichte.
    auch wenn es wohl viele leute für ein tolles buch halten, für mich ist es eine schwere lektüre die sich nicht lohnt

  • Rezension zu "Im Herzen des Landes" von J. M. Coetzee

    Im Herzen des Landes

    Wolkenatlas

    01. September 2008 um 12:59

    Fulminant und grandios, wie J.M. Coetzee hier in einer Art von trancehafter Tagebuchmanier eine abgrundtiefe Geschichte erzählt, die immer wieder zwischen Realität und Einbildung kippt und dabei den Leser eigentlich im Unklaren über den "wirklichen" Verlauf, bzw. im Unklaren lässt, ob man nun in der Realität oder im Wahn ist. Fantastisch, neben Michael K., Warten auf die Barabaren, Tagebuch eines schlimmen Jahres und Der Meister von St. Petersburg Coetzee "at his best".

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