J. M. Coetzee Schande

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Inhaltsangabe zu „Schande“ von J. M. Coetzee

Davie Lurie, Literaturprofessor in mittleren Jahren und zweimal geschieden, ist in Ungnade gefallen: eine Affäre mit einer seiner Studentinnen ist an die Öffentlichkeit gedrungen. Der peinlichen Befragung entzieht er sich durch ein Schuldbekenntnis. Er quittiert seinen Dienst und verläßt Kapstadt, um für eine Weile zu seiner Tochter aufs Land zu ziehen. Lucy, die keinerlei Ambitionen in der Welt ihres Vaters hat, versucht auf einem entlegenen Stück Land eine kleine Farm aufzubauen. Zunächst scheint es, als könnten der Einfluss Lucys und der natürliche Rhythmus des Farmlebens Davids aus den Fugen geratenem Leben neuen Halt geben, doch dann werden Vater und Tochter Opfer eines brutalen Überfalls, in dessen Folge der grundlegende existentielle Konflikt zwischen beiden offen zutage tritt. 'Die fortwirkende Erbschaft von Hass und Rachsucht, die das formelle Ende der Apartheid noch lange überdauern wird, beschwört J. M. Coetzee in lakonischer Sprache - und mit der Bannkraft von Weltliteratur.' Der Spiegel Ausgezeichnet mit dem Booker-Preis 1999

hervorragend handwerklich, thematisch sensitiv

— Simon_liest
Simon_liest

sehr zügig gelesen, spannend

— konnichiwa
konnichiwa

Was für ein grandioses Buch, das so viele Themen in sich vereint: die Liebe eines Professors zu seiner Studentin, die Beziehung eines Vaters zu seiner Tochter, gesellschaftliche Zustände in Südafrika. Unbedingt lesesnwert.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

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    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 14.04.2017: _Jassi                                           ---  38 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   83,5 Punkte Astell                                           ---    0 Punkte BeeLu                                         ---   62 Punkte Bellis-Perennis                          ---  261 Punkte Beust                                          ---   100 Punkte Bibliomania                               ---   97 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  161 Punkte ChattysBuecherblog                --- 111 Punkte CherryGraphics                     ---   62.5 Punkte Code-between-lines                ---  55 Punkte eilatan123                                 ---    5 Punkte Eldfaxi                                       ---   51 Punkte Farbwirbel                                ---   44 Punkte fasersprosse                            ---     9 PunkteFrau-Aragorn                           ---     4 Punkte Frenx51                                     ---  41 Punkte glanzente                                  ---   60 Punkte GrOtEsQuE                               ---   71 Punkte hannelore259                          ---   33 Punkte hannipalanni                           ---   71 Punkte Hortensia13                             ---   53 Punkte Igelchen                                    ---   11 Punkte Igelmanu66                              ---   95 Punkte janaka                                       ---   63 Punkte Janina84                                   ---    44 Punkte jasaju2012                               ---   16 Punkte jenvo82                                    ---   56 Punkte kalestra                                    ---   26 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   57 Punkte Katykate                                  ---   44 Punkte Kerdie                                      ---   99 Punkte Kleine1984                              ---   61 Punkte Kuhni77                                   ---   60 Punkte KymLuca                                  ---   50,5 Punkte LadyMoonlight2012               ---   26 Punkte LadySamira090162                ---   124 Punkte Larii_Mausi                              ---    24 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   30 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   36 Punkte louella2209                            ---   58 Punkte lyydja                                       ---   55 Punkte mareike91                              ---    20 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  39 Punkte MissSternchen                          ---  29 Punkte mistellor                                   ---   123 Punkte Mone97                                    ---   20 Punkte natti_Lesemaus                        ---  39 Punkte Nelebooks                               ---  160 Punkte niknak                                       ----  180 Punkte nordfrau                                   ---   74 Punkte PMelittaM                                 ---   82 Punkte PollyMaundrell                         ---   24 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   52 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   35 Punkte SaintGermain                            ---   82 Punkte samea                                           --- 28 Punkte schadow_dragon81                  ---   73 Punkte Schmiesen                                  ---   92 Punkte Schokoloko29                            ---   23 Punkte Somaya                                     ---   100 Punkte SomeBody                                ---   94,5 Punkte Sommerleser                           ---   87 Punkte StefanieFreigericht                  ---   94 Punkte tlow                                            ---   55 Punkte Veritas666                                 ---   87 Punkte vielleser18                                 ---   68 Punkte Vucha                                         ---   78 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   40 Punkte Wolly                                          ---   82 Punkte Yolande                                       --   64 Punkte

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    • 2148
  • Hunde, Farm & Byron

    Schande
    ErleseneBuecher

    ErleseneBuecher

    15. July 2016 um 13:48

    Was hat mir an dem Buch am besten gefallen? Da muss ich nicht lange nachdenken. Eindeutig das Nachwort von Urs Jenny! Dieser erklärt, warum das Buch weltweit ein Bestseller nur nicht im Heimatland des Autors ist, dem Ort der Handlung, in Südafrika. Das ist interessant und verdeutlicht die Aussageabsicht des Buches. Vor allem erkannte ich, warum ich ansonsten mit dem Buch so wenig anfangen konnte. Es ist mal wieder Kafka. Ich werde von dem verfolgt. Coetzee hat anscheinend einen Narren an ihm gefressen und somit erinnert sein Buch an ihn. Was lässt sich ansonsten über das Buch sagen? Es hat kurze lichte Momente, in denen die äußere Handlung zeitweise mein Leserherz berührt. Dann folgt aber wieder viel Dunkelheit, wo ich mich fragte, was das Ganze soll. Ich mochte die Protagonisten nicht. Ihre Einstellung, ihre Handlungen und selbst ihre Gedankengänge waren für mich nicht nachvollziehbar. Vor allem diese ganze Opernsache über Byron nervte mich. Garantiert hat sie natürlich auch einen tieferen Sinn, der mir (wahrscheinlich zu schlichtem Geist) verschlossen blieb und mich eigentlich auch gar nicht interessierte. Bewertung: 2 von 5 Punkten

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  • Lange gequält und doch geschafft....

    Schande
    Charlea

    Charlea

    Achtung – Spoileranteil Umschlaggestaltung/Cover/Klappentext Zum Cover kann ich im Grunde nicht viel sagen, es ist durchaus passend, allerdings hätte mich das Cover jetzt auch nicht zum Kaufen oder nicht-Kaufen angeregt.... Inhalt Der Inhalt des Buches lässt sich gar nicht so einfach zusammenfassen. Im Grunde haben wir einen Professor, der an seiner Fakultät in Ungnade gefallen ist, da er ein Verhältnis mit einer deutlich jüngeren Studentin angefangen hat. Aus Trotz vor einer Befragung im Kollegium bekennt er sich kurzentschlossen schuldig und verlässt Kapstadt, um zu seiner Tochter Lucy zu ziehen, welche mit ihrer Freundin auf dem Land wohnt. Das Verhältnis zwischen Lucy und ihm wird als oberflächlich und kompliziert beschrieben, allerdings erhofft er sich, zumindest das in den nächsten Monaten zu bessern. Zunächst scheint das grundsätzlich andere Leben der Tochter den engstirnigen Professer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen zu können, doch als beide Opfer eines Überfalls werden, wird der Konflikt wieder deutlicher. Der Professor versucht, die Täter aufzuspühren. Wertung Ich glaube, dass ich noch nie so lange für ein Buch gebraucht habe, das so wenige Seiten umfässt. Im Grunde wusste ich schon vorab, dass ich das Buch entweder toll finden würde, oder es gar nicht mögen würde, denn als ich die Rezensionen vorab gelesen habe, ahnte ich schon, dass das Buch die Leser zu spalten weiß. Doch eigentlich mag ich solche Bücher sehr gerne, da sie in meinen Augen von mutigen Autoren geschrieben wurden, die schreiben, um zu schreiben und nicht, um zu gefallen. Leider konnte mich dieses Buch einfach nicht überzeugen. Ich mochte keinen der Protagonisten, mochte die Art, wie sie handeln, sie sprechen überhaupt gar nicht und einzig die ersten Sequenzen, bevor der Professor die Universität verlässt, haben wir gefallen.Sprachlich ist das Buch interessant geschrieben, aber auch hier konnte das Buch nicht bei mir punkten, da ich die Schnörkellosigkeit in weiten Teilen des Buches nicht nachvollziehen konnte. Ich musste immer wieder Pausen von mehreren Wochen einlegen, damit ich das Buch dann endlich wieder weiterlesen konnte.

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    • 2
  • Gute Ansätze...

    Schande
    WildRose

    WildRose

    27. May 2013 um 09:01

    Als literarisches Meisterwerk würde ich "Schande" eher nicht bezeichnen. Dafür ist das Buch erstens zu kurz, zweitens fand ich auch den Schreibstil nicht atemberaubend gut.

    Das Buch enthält einige gute und interessante Ansätze und die Geschichte ist ganz gut und regt möglicherweise auch zum Nachdenken an. Leider aber gibt es nicht wirklich viel Spannung.

    Kann man lesen, muss man aber nicht.

  • Rezension zu "Schande" von J. M. Coetzee

    Schande
    awogfli

    awogfli

    06. March 2012 um 18:49

    Ein Collegeprofessor erlebt in Südafrika im Herbst seines Lebens sein persönliches Waterloo, als er eine Affäre mit einer seiner Studentinnen anfägt: Job weg, Ruf beim Teufel. Aber es kommt noch schlimmer: Als seine Tochter bei einem Überfall auf das Haus vergewaltigt wird und er hilflos dabei zusehen muss, ist seine Schande komplett. Was der Schande folgt sind Scham und Sprachlosigkeit eines Traumas. Vater und Tochter können einander nicht helfen - bleiben in ihrem Leid und den Konsequenzen aus diesem Verbrechen gefangen. Diese grausame Geschichte voller Erzählkraft macht derart betroffen, vor allem weil es für uns unvorstellbar ist, in einem Land zu leben, in dem Frauen aus Kalkül und Hass vergewaltigt werden, niemand dabei etwas findet und die allseits bekannten Täter davonkommen bzw. daraus auch noch ihren Nutzen ziehen. Das sowohl sehr persönliche Drama als auch gleichzeitig politische Gesellschaftsbild Südafrikas weckt sehr wütende Gefühle in mir und läßt trotzdem hoffen, dass irgendwann in der Zukunft der Hass der Apartheid, der dieses Land noch immer zerfrisst, überwunden wird. Fazit Meisterwerk! Sprachlich und dramaturgisch.

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  • Rezension zu "Schande" von J. M. Coetzee

    Schande
    Beagle

    Beagle

    18. December 2011 um 14:03

    Inwiefern ist Verlangen untragbar? Wann ist Verlangen schändlich? Die Liebe eines älteren Mannes zu einer jungen Frau – sie wird ihm zum Verhängnis. David Lurie ist Literaturprofessor in Kapstadt, ein mittelmäßiger Dozent, mit seinem Leben im Einklang. Er behauptet von sich selbst, dass es jedes Semester vorkommt, dass er sich in eine seiner Studentinnen verguckt, das sei nichts Besonderes. Immer ist ein Mädchen dabei, das ihm gefällt – aber, welcher Mann würde nicht nach den Reizen der Frauen sehen? In diesem Semester ist es Melanie Isaacs. Als er ihr eines Abends im Park begegnet, lädt er sie spontan zu sich nach Hause ein. Sie trinken Wein und reden miteinander. Und es kommt zu Annäherungen, die das Mädchen über sich ergehen lässt. Luries Verliebtheit steigert sich, obwohl er sich darüber im Klaren ist, dass Melanie seine Tochter sein könnte. Die „Beziehung“ geht weiter, doch mehr als ein Ertragen seitens der Studentin ist es nicht, was der Professor nicht merkt oder nicht wahrhaben will. Bis eines Tages ein Freund Melanies aufkreuzt und David warnt, er solle die Finger von ihr lassen. Aber auch nachdem sein Auto zerkratzt wurde, verzichtet er nicht auf sie. Dann kommt es zum Eklat, die Sache der ungleichen Beziehung wird öffentlich und David Lurie verliert seine Professur. Er habe Melanie wirklich geliebt, er stehe zu dieser Sache – das waren seine Worte vor der Ausschusssitzung. Niedergeschlagen und dennoch von seiner Meinung überzeugt, möchte er Kapstadt für eine Zeit lang den Rücken kehren und fährt auf Besuch zu seiner Tochter ins Veld. Lucy bewirtschaftet dort eine kleine Farm, die einzige Hilfe ist ein älterer Schwarzer namens Petrus. Aber, schon bald nach seiner Ankunft auf dem Land, beginnt er zu begreifen, was Leid und Hass bedeuten. Lurie gerät in einen Albtraum, aus dem er so schnell nicht wieder erwachen soll. J. M. Coetzee hat mit seinem Roman „Schande“ ein Meisterwerk moderner Erzählkunst vorgelegt. Ganz langsam und dann schlagartig, lässt er seinen Protagonisten David Lurie an den Rand der Existenz abgleiten. Coetzee gibt wieder, wie die Sitten nach der Apartheit im südlichen Afrika waren, wie die Schwarzen mit Gewalt versuchten, sich ihr Recht zu erlangen. Eine großartige und realistische Erzählung, die spannend und meisterlich geschrieben wurde.

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  • Rezension zu "Schande" von J. M. Coetzee

    Schande
    Rhiannon83

    Rhiannon83

    16. August 2010 um 10:27

    „gelungenes Werk“ Ich erinnere mich noch gut daran wie ein Mädchen aus meinem Kurs ein Referat über dieses Buch schreiben musste, doch am Ende beschwatzten wir den Lehrer so lange bis er sagte wir müssten es nicht mehr vortragen. Aber genug davon! Das Buch an sich ist nicht schlecht, es zeigt deutlich die Unterschiede zwischen der weißen und schwarzen Bevölkerung in Südafrika. Es behandelt die Themen (so wie ich sie sah)Vergewaltigung, Klassenunterschiede und konflikte zwischen der schwarzen und weißen Bevölkerung. Ich bin mir sicher, dass dieses Buch den LiteraturNobelpreis verdient hat und es ist zweifelsohne lesenswert, doch wie schon andere Bücher zähle ich es nichtunbedingt zu meinen Favoriten. Es ist flüssig zu lesen und die Charaktere sind authentisch. Ich kann dieses Buch nur weiter empfehlen auch wenn es kein Buch ist das (mich) vom Hocker reißt.

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  • Rezension zu "Schande" von J. M. Coetzee

    Schande
    wunderbar79

    wunderbar79

    23. June 2010 um 13:46

    Diese Geschicchte ist so kraftvoll, so bildgewaltig und so grausam, daß sie einen von der ersten Seite nicht mehr losläßt. Literatur vom allerbesten, dieses Buch sollte jeder gelesen haben.

  • Rezension zu "Schande" von J. M. Coetzee

    Schande
    Paula 09

    Paula 09

    06. March 2010 um 22:51

    Ein Professor einer afrikanischen Universität kann die Finger von seinen jungen Studentinnen nicht lassen. Dies wird ihm zum Verhängnis. Eine Studentin packt aus und der Professor muss sein Amt an der Uni niederlegen. Er "flüchtet" zu seiner Tochter, die sich auf einer Farm niedergelassen hat und dort Hunde hütet.... Eines Tages wird die Farm von zwei Männern und einem Jungen überfallen. Dieser Tag ändert das Leben des Professors und seiner Tochter gewaltig.

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  • Rezension zu "Schande" von J. M. Coetzee

    Schande
    mausimotte

    mausimotte

    23. January 2010 um 15:49

    ein buch das fesselt, beim lesen habe ich oft den kopf geschüttelt weil für mich viele handlungen unlogisch und überhaupt nicht nachvollziehbar waren. ich musste mich des öfteren daran erinnern das es ja in tiefsten südafrika spielt. da ticken die uhren anders, ich denke für manchen "fussballfan" wäre es eine sehr sinnvolle lektüre um das land, die gegebenheit und die menschen die da leben (besonders den weissen teil der bevölkerung) zuverstehen. denn wenn auch landschaftlich unglaublich vielfällig und reizvoll es ist eine andere welt über die man einiges wissen sollte bevor man eintaucht. als persönliche anmerkung möchte ich sagen, einer meiner besten und längsten freunde ist gerade in genau dieser ecke der welt (somit irgendwie im zentrum der geschichte) und ich kann seine erzählungen jetzt um einiges besser nachvollziehen absolut lesenswert!!!

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  • Rezension zu "Schande" von J. M. Coetzee

    Schande
    Vampi_77

    Vampi_77

    15. December 2009 um 19:02

    Im Klappentext wird das Buch als Meisterwerk beschrieben. Gehe ich auch so weit? Der Autor bietet einen interessanten Blick auf das moderne Südafrika, verbunden mit Anklängen an die Vergangenheit. Es ist ein Südafrika, wie man es als Tourist oder als Nachrichtenleser eher nicht kennenlernt. Es ist ein Buch voller Kontraste - zwischen dem relativ anonymen Kapstadt und dem Hinterland, wo man sich auf seine wenigen Nachbarn verlassen muss - auch wenn sie gefährlich sind. Es ist die Geschichte eines alternden Casanovas, der erst schmerzlich erfahren muss, dass er nicht mehr von allen Frauen geliebt wird und dass man für seine Handlungen auch mit den Konsequenzen leben muss. Der als überzeugter Stadtmensch und Literaturwissenschaftler plötzlich die einfachsten und unangenehmsten Arbeiten auf dem Lande freiwillig verrichtet. Es ist aber auch die Geschichte eines Vaters, der lernen muss, die Entscheidungen seiner erwachsenen Tochter zu respektieren. - All diese Handlungsstränge werden zu einer dichten Handlung verwoben, die spannend bleibt und die nahezu zufällig eingestreuten Lektionen über Byron beinahe spielerisch erscheinen lässt. Ja, ein Meisterwerk!

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  • Rezension zu "Schande" von J. M. Coetzee

    Schande
    Frankfurter

    Frankfurter

    26. November 2009 um 17:46

    Bewegende Annäherung an den trotz Ende der Apartheid weiter schwelenden Rassenkonflikt im südlichen Afrika. Und obwohl "die Bösen" hier entgegen aller political correctness schwarz sind, stellt sich dennoch sogar beim gutmenschelnden Bildungsbürger kein komischer Beigeschmack ein.

  • Rezension zu "Schande" von J. M. Coetzee

    Schande
    HeikeG

    HeikeG

    21. September 2009 um 16:05

    Gebrannt - Verbrannt - Ausgebrannt . Am 17.09.09 lief die Verfilmung eines der großen, literarisch herausragenden Romane des südafrikanischen Literatur-Nobelpreisträgers J. M. Coetzee, mit John Malkovich in der Hauptrolle, in den deutschen Kinos an. "Schande" brachte dem 69-jährigen Autor seinerseits nicht nur Ehrung ein (Coetzee erhielt 1999 den Booker-Prize, Englands begehrteste Literaturtrophäe), sondern gerade in seinem Heimatland den Vorwurf des Rassismus. Allzu einseitig habe der weiße Autor - so die Meinung seiner Kritiker - die Missstände im neuen Südafrika nach Ende der Apartheid angeprangert. . Das monumentale und erschütternde Werk schildert exemplarisch die südafrikanische Realität nach dem Fall der Apartheid anhand eines brutalen Überfalls auf die zwei Haupt-Protagonisten des Romans. Da ist zum einen der 52-jährige David Lurie, wegen "Verfolgung oder Bedrohung von Studenten durch Mitglieder des Lehrkörpers" - so die Anzeige -, unehrenhaft aus der Universität entlassener Professor für Kommunikationswissenschaften in Kapstadt. Zum anderen seine Tochter Lucy, die auf einer kleinen Farm in Südafrikas Kap-Provinz nach einigen Eskapaden ihr kleines Glück gefunden zu haben scheint. David zieht sich zu seiner lesbischen, nicht besonders schönen Tochter zurück. Bis es zu einem brutalen Überfall auf die Farm kommt, bei dem David schwer verletzt, seine Tochter brutal vergewaltigt wird. . Petrus, der schwarze Nachbar Lucys, der seine gerade errungene Unabhängigkeit geschickt zu festigen weiß, scheint einen der Täter sogar zu decken. Lucy wiederum, die den Hass und die Unversöhnlichkeit ihrer schwarzen Nachbarn spürt, unterwirft sich den realen Machtverhältnissen. Sie verzichtet auf eine Anzeige, hält die Vergewaltigung zum einen Teil für eine private Angelegenheit: "Zu einer anderen Zeit, an einem anderen Ort, könnte das als öffentliche Angelegenheit betrachtet werden. Aber hier und heute nicht. Es ist meine Sache, ganz allein meine", sagt sie. "Und dieser Ort wäre?", fragt Lurie. "Dieser Ort ist Südafrika.", zum anderen ist sie bereit, das Verbrechen an ihr als Ergebnis der Geschichte ihres Landes zu begreifen, als "Preis, den man zahlen muss, um bleiben zu dürfen". Dieser Haltung kann sich David Lurie nicht anschließen. Er kämpft gegen das Verhalten seiner Tochter an und entfremdet sich darüber immer mehr von ihr. Er, der einstige Liebhaber schöner Frauen, findet, bevor er endgültig nach Kapstadt zurückkehrt, um in seiner mittlerweile ausgeraubten Wohnung zu hausen, eine Aufgabe im Einschläfern und Entsorgen herrenloser Hunde und beginnt ein Verhältnis zur extrem unattraktiven Leiterin des Tierheimes. Doch vielleicht findet er gerade hierin erstmals so etwas wie eine Antwort. . Coetzees Duktus ist lapidar, lakonisch, geradlinig und schnörkellos. Die kurzen, beinahe nur mitteilenden Sätze im Präsens des auktorialen Erzählers und die überaus präzisen Dialoge offenbaren eine bedeutsame und bedrohlich anwachsende Szenerie in einem Land, wo zwar der Rassismus nicht mehr in der Verfassung, aber immer noch in den Köpfen seiner Bewohner reagiert. . Fazit: "Schande" ist ein äußerst realistischer, schmerzhaft deutlicher Roman bar jedweder Sentimentalitäten, der gerade durch die Mittel der Reduktion eine ungeheure Wirkung auf den Leser ausübt. Coetzee hat kein tröstliches, sondern eher ein beunruhigendes, aber großartiges Werk über die südafrikanische Realität nach dem Fall der Apartheid geschrieben - ein Meisterwerk! . Den Film sollte man sich als wertvolle Ergänzung ebenfalls ansehen. Das Lesen des Buches im Vorfeld ist dabei sehr bereichernd.

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  • Rezension zu "Schande" von J. M. Coetzee

    Schande
    Anja_Lev

    Anja_Lev

    30. July 2009 um 09:49

    "Schande" erzählt von zwei Fällen, in denen Scham und Schande eine wichtige Rolle spielen. Beide ereignen sich in kurzem Abstand im Leben von David Lurie, Professor für Literatur an der Universität von Kapstadt. Lurie, 52 Jahe alt, 2fach geschieden beginnt zunächst eine Affäre mit einer Studentin, die sich ihm jedoch entzieht und deren Freund sie zu einer Anzeige gegen den Professor drängt. Lurie begegnet dem folgenden Prozess, der eine Untersuchungskommission und schließlich seinen Ausschluss von der Uni nach sich zieht, gleichgültig und ohne Scham. Er scheint alles zu akzeptieren und verlääst die Universität nach seinem Ausschluss. Lurie verlässt Kapstadt und zieht bei seiner erwachsenen Tochter ein, die eine Farm im östlichen Südafrika bewirtschaftet. Gerade als er sich eingewöhnt zu haben scheint, werden er und seine Tochter Lucy Opfer eines Überfalls, bei dem Lucy vergewaltigt wird, Lurie selbst einige Verletzungen davon trägt und alle Wertgegenstände geklaut werden. Hier tritt nun eine ganz andere Art von Scham und Schande zu Tage. Lucy meldet zwar den Überfall, weigert sich jedoch, die Vergewaltigung zu erwähnung und verkriecht sich in Stille und Abgeschiedenheit. Das Buch behandelt den Umgang Luries mit dieser Art von Scham, die Revision seiner eigenen Schande und die mögliche Heilung von Vater und Tochter mit Genauigkeit und Tiefe, die dem Leser die Geschehnisse sehr nah miterleben lassen. Lurie hat mich stellenweise an Roths Nathan Zuckerman erinnert, da er sich ebenso mit Alter und Verlangen auseinandersetzt oder eben nicht auseinandersetzt. Gleichzeitig reicht Coetzees Buch aber weiter und bietet eine ergreifende Darstellung des von Rassismus und Grenzen noch immer durchzogenen Südafrikas.

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  • Rezension zu "Schande" von J. M. Coetzee

    Schande
    El_Mariachi

    El_Mariachi

    17. October 2008 um 12:47

    Literatur-Nobelpreiträger Coetzee erzählt die Geschichte des Literaturprofessors David Lurie, der sich auf eine Affäre mit einer seiner Studentinnen einlässt und daraufhin von der Universität entlassen wird. Um seinem - jetzt überwiegend feindlich gestimmten - Umfeld zu entfliehen, zieht er zu seiner lebischen Tochter Lucy, die eine Hundepension und eine kleine Farm betreibt. Bei einem brutalen Überfall werden die Hunde getötet, Lurie werden schwere Verbrennungen zugefügt und Lucy wird von den Angreifern vergewaltigt. Nach dem Überfall erfahren Vater und Tochter, dass der ehemalige Knecht und jetzige Nachbar von Lucy zumindest einen der Vergewaltiger beherbergt. Lurie möchte daraufhin den Machtapparat des Staates in Gang setzen, um das Verbrechen zu sühnen, seine Tochter hingegen will sich lieber nicht dagegen auflehnen und nimmt am Ende stattdessen sogar noch das Angebot des Nachbarn an, sie zu hieraten, um sie auf diese Weise zu schützen. Coetzee beschreibt in diesem Roman auf höchst interessante Weise, wie Menschen mit Schuld und Verbrechen umgehen, und vorallem, wie auch die Vorstellungen davon auseinanderdriften können, schon wenn man nur den Unterschied zwischen städtischen und ländlichen Gebieten beachtet. Der erste Beschriebene Fall, die Affäre David Luries mit einer Studentin, soll so beendet werden, dass Lurie sich vor einer Kommission der Universität und auch vor der Öffentlichkeit schuldig bekennen und seine Tat bereuen soll. Er hingegen bekennt sich schuldig, im Sinne der Anklage, verweigert jedoch jede weitergehende moralische Beurteilung der Situation. Im zweiten Fall, bei Abwesenheit der staatlichen Exekutive auf dem Lande, ist es dann aber Lurie, der auf einer Verurteilung der Schuldigen beharrt. Seine Tochter nimmt einen wesentlich diffizileren Standpunkt ein, indem sie nach außen hin auf jede Verurteilung der Schuldigen verzichtet. Sie möchte ihr Leben einfach weiterführen, ohne den Vorfall großartig zu beachten. Selbst als sie erfährt, dass ihr Nachbar zumindest entfernt mit den Angreifern bekannt und sogar verwandt ist, und auch die Vermutung naheliegt, dass er mit dem Überfall zu tun hat, ändert sich ihre Einstellung dahingehend nicht. Für ihren Vater absolut unverständlich, geht sie sogar soweit, den Nachbarn zu heiraten, um sich so in seinen Schutzkreis zu begeben und zeigt damit, dass sie eine vollkommen andere Vorstellung von ihrem Leben und auch ihrem eigenen Glück hat, als ihr Vater. Auch die weiteren Personen in dem Buch stellen interessante Beispiele für divergierende Moralvorstellungen dar. Coetzee ist hier ein teilweise schockierendes, aber sehr interessantes Werk gelungen, das es wert ist, gelesen zu werden.

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