J. M. Ilves Bordertown – Der Puppenmeister

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Inhaltsangabe zu „Bordertown – Der Puppenmeister“ von J. M. Ilves

Eine Tote, achtlos im See versenkt. Ein Mann, der alle Fäden in der Hand hält. Und ein Ermittler, der keine Toten mag. BORDERTOWN.

»Ich mag keine Toten.« Kommissar Sorjonen – ein brillanter Ermittler, der jedoch nicht nur mit den Toten, sondern auch mit den Lebenden so seine Schwierigkeiten hat – lässt sich ins beschauliche Lappeenranta an der russischen Grenze versetzen. Mehr Zeit für seine Familie, hofft er, und weniger Morde, die sich von Mal zu Mal tiefer in ihn einbrennen. Doch schon kurz nach seiner Ankunft wird ein russisches Mädchen leblos aufgefunden; wie eine Puppe liegt sie da, nackt und bleich. Und für Sorjonen ist schnell klar: Wo sie herkommt, sind noch weitere in Gefahr.

Gerade erst hat er seine neuen Kollegen kennengelernt, schon starrt Sorjonen am idyllisch gelegenen Saimaa-See auf ein totes Mädchen, das ans Ufer gespült wurde. Die Todesursache: eine Überdosis Betäubungsmittel. Was zunächst nach einem Unfall aussieht, wird zu einem Fall, der weitere Tote bringt und immer größere Kreise zieht. Die Spuren deuten auf einen Verbrecherring, der Handel mit Nacktfotos von betäubten Mädchen, sogenannten »Puppen«, betreibt. Doch auf der Suche nach den Hintermännern versinkt Sorjonen immer tiefer im Kleinstadtsumpf aus Korruption und Klüngelei. Und dann taucht auch noch eine russische FSB-Agentin auf – auf der Suche nach ihrer verschwundenen Tochter …

Ein etwas holpriger Einstieg in die Geschichte, dann jedoch besser als erwartet.

— Lia_Luna

Ein kurzweiliger Thriller der anderen Art für Leser, die keine Stangenware erwarten.

— Schurkenblog

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  • Ein kurzweiliger Thriller der anderen Art für Leser, die keine Stangenware erwarten.

    Bordertown – Der Puppenmeister

    Schurkenblog

    06. February 2018 um 10:12

    Ein Thriller der anderen Art für Leser, die keine Stangenware erwarten.Eigentlich will der Ermittler Kari Sorjonen Entschleunigung. Mehr Zeit für die Familie. So lässt er sich ins Hinterland versetzen. Doch die Toten, die er ohnehin nicht mag, folgen ihm. Denn kurz nach seiner Ankunft gibt es eine Tote und somit den ersten Fall.Kari Sorjonen wirkt etwas unbeholfen im Umgang mit Menschen. Selbst seine Tochter stichelt bei jeder Gelegenheit an ihm rum. Er hat also nicht nur Schwierigkeiten mit Toten, sondern auch mit Lebenden.Das macht ihn natürlich interessant. Und menschlich.Der Fall selbst ist relativ einfach gestrickt und für Thrillerverhältnisse beinahe harmlos. Obwohl es natürlich Tote gibt. Ermordete. Diese beinahe Harmlosigkeit würde man nicht annehmen, zumal der Fall in Richtung Menschenhandel führt, politische Kreise nicht ausschließt und Spuren nach Russland führen.Doch genau das widerrum hebt ihn von der Masse ab. Er knallt nicht ein, er erschlägt einen nicht mit Brutalität und doch hat er das gewisse Etwas trotz - oder genau deswegen - aller Kurzweiligkeit. Unterhaltsam zu lesen, überraschend anders, aber nichts was einen Leser erschlagen würde.Interessanter Auftakt, allerdings mit Luft nach oben!

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  • Lebt vor allem durch Atmosphäre und „Personal“

    Bordertown – Der Puppenmeister

    michael_lehmann-pape

    31. January 2018 um 12:47

    Lebt vor allem durch Atmosphäre und „Personal“Dunkel-düster sind manche erotische Vorlieben. Und noch dunkler und düsterer kommen jene daher, die diese im Stillen „bedienen“.Auch wenn die zwei „Helfer“, Fahrer und Filmer, nicht unbedingt die hellsten zu sein scheinen und nur die Ausrede haben, das Geld dringend zu brauchen, die „Nutzer“ des speziellen „Puppen-Angebots“ und der Organisator von Transport und „zur-Verfügung-stellen“ sind nicht zu unterschätzende Gegner.Gerade in jener eher kleineren finnischen „Stadt der guten Menschen“, in der jeder jeden kennt und keiner jemanden ohne massive Gründe zu nahetreten würde.Da trifft es sich, dass zwei auswärtige Personen sich der Stadt nähern.Die eine ist Mutter und befürchtet das Schlimmste, nach einem merkwürdigen Anruf ihrer Tochter. Als Mitglied des sowjetischen Militärs ist diese Lena nicht nur beruflich strikt, klar und bestens trainiert, sondern auch das Herz der Mutter in ihr macht sie zu einer gefährlichen Gegnerin. Da reicht schon ein angespitzter Bleistift, um Schrecken zu verbreiten.Vor allem aber der Polizist und analytisch hochbegabte Kari wird die Schlinge um die Täter, Entführer, Mörder, „Ausnutzer“ immer enger ziehen.Dabei ist der Mann gerade weg aus der großen Stadt und den harten Mordermittlungen, um mit seiner schwer erkrankten und frisch operierten Frau und Tochter in dieser beschaulichen Heimatstadt seiner Frau es ruhiger angehen zu lassen.Wobei, und das wird schnell und bestens von den beiden Autoren in Szene gesetzt, klar, dass das diesem Kari gar nicht möglich wäre. Wenn ein Fall ihn in den Bann zieht, dann verlieren sich alle Rahmungen, dann zieht es ihn unwiderstehlich hinein.„Du bist unser Sherlock Holmes im Dienst und zu Hause Watson“.Einer, der zähneknirschend seine Frau anrufen muss, weil er die neue Adresse einfach nicht findet auf der Rückfahrt von der Arbeit, einer, der seine Frau vor dem Kino nicht erkennt, wenn diese beim Friseur war und eine neue Jacke trägt. Aber eben auch einer, der einen fast telepathischen Blick für Menschen hat, eine Art „Gedächtnispalast“ ebenso sein eigen nennt, wie es bei den modernen Holmes Interpretationen der Fall ist und einer, der nicht locker lassen wird.Das Personal auf allen Seiten du die teils trübe, dichte Atmosphäre, das nimmt den Leser von Beginn an auch durch den klaren Stil der Autoren gefangen. Der Fall selbst dagegen bietet nicht sonderlich viele Überraschungen und wird mit Tempo, klar und auch vorhersehbar vorangebracht.Dennoch, gelungene Szenen, wenn Gefahr heraufzieht, eine präzise und zugleich in entscheidenden Punkten ein wenig nebulös bleibende Darstellung der Charaktere und die Verflechtungen aller in der überschaubaren Stadt bieten eine durchaus unterhaltsame Lektüre im Gesamten.

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