J. Paul Henderson Letzter Bus nach Coffeeville

(39)

Lovelybooks Bewertung

  • 42 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 3 Leser
  • 14 Rezensionen
(11)
(22)
(5)
(0)
(1)

Inhaltsangabe zu „Letzter Bus nach Coffeeville“ von J. Paul Henderson

Drei in jeder Hinsicht ziemlich älteste Freunde reisen in einem klapprigen Tourbus der Beatles quer durch die USA bis nach Mississippi. Mit an Bord: Alzheimer, die grausame Krankheit des Vergessens. Nach und nach steigen noch andere Passagiere mit kunterbunten Lebensläufen zu, die verrückt genug sind, um es mit so einem heimtückischen Mitreisenden aufzunehmen. Ein Buch, bei dem man ebenso oft Tränen weint wie Tränen lacht und das man dabeihaben will, wenn’s im eigenen Leben mal nichts mehr zu lachen gibt.

Ein emotionaler Roadtrip.

— FrauRedlich
FrauRedlich

Sehr berührende Geschichte ,,,

— Angie*
Angie*

Stöbern in Romane

Und es schmilzt

Wirklich bewegend und erschütternd

Lilith79

Drei Tage und ein Leben

Ein beklemmendes Buch, stellenweise schwer zu verdauen. Negativ: unerträglicher Protagonist.

Lovely_Lila

Zeit der Schwalben

Eine spannende und berührende Familiengeschichte

SarahV

Die Schlange von Essex

Von der Handlung her hätte ich mir gern mehr Tiefe gewünscht, aber von der Versinnbildlichung bin ich mehr als begeistert.

herrzett

Mein dunkles Herz

Super schönes Cover, aber vom Inhalt bin ich leider nicht überzeugt.

Janinezachariae

Töte mich

großártig wieder eine echte nothomb

mirin

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • "Es ist so weit, Gene.“

    Letzter Bus nach Coffeeville
    FrauRedlich

    FrauRedlich

    10. September 2017 um 17:31

    Mehr braucht es nicht. Fünf Worte, die Eugene Chaney an ein Versprechen erinnern sollen, das er seiner Freundin Nancy vor Jahrzehnten gegeben hat. Und obwohl sie sich ebenfalls jahrzehntelang weder gesehen oder gesprochen haben ist Gene willens dieses Versprechen zu halten: Nancy ist an Alzheimer erkrankt und er, der Mediziner, soll helfen ihr Leben zu beenden bevor sich die Krankheit ihrer total bemächtigt. Gemeinsam mit ihrem Studienfreund machen sie sich in einem geklauten Tourbus machen sie sich auf den Weg nach Coffeeville. Unterwegs wächst die Reisegruppe stetig und ein Lebenslauf ist spannender als der andere. Wer den „Hundertjährigen, der aus dem Fenster stieg…“ mochte, wird dieses Buch lieben, denn es erinnert im Erzählstil doch sehr daran. Im Laufe der Geschichte erfährt man nach und nach in Rückblicken die Werdegänge der drei Freunde und ihrer Wegbegleiter und zum Teil sind diese sehr skurril, dramatisch, das Leben eben. Seien es die Schicksalsschläge, die Doc durchleben musste, der gemeinsame Kampf gegen Rassendiskriminierung oder Bobs Begegnung mit Che Guevara. So ist der Roman nicht nur ein emotionaler Roadtrip, sondern auch eine Reise durch die Geschichte der USA der letzten 50 Jahre. Je mehr man über die Reisegruppe erfährt, umso mehr wünscht man sich, dass sie ihr Ziel nicht erreichen. Denn man möchte einfach nicht Abschied nehmen von diesen Menschen, die einem so sehr ans Herz wachsen. Und über allem schwebt die Hoffnung und sei der Funken noch so klein, dass es Nancy besser gehen wird.   Der Autor J. Paul Henderson arbeitet unteranderem als Busfahrer und Finanzbuchhalter, bevor die Alzheimererkrankung seiner Mutter ihn zum Schriftsteller werden ließ. Was die emotionale Authentizität des Romans erklärt. Mich ließ das Ende jedenfalls in Tränen zurück und das war gut so.

    Mehr
  • LETZTER BUS NACH COFFEEVILLE. J. PAUL HENDERSON.

    Letzter Bus nach Coffeeville
    buecherkompass

    buecherkompass

    15. August 2017 um 18:02

    INHALTSeit Generationen erkranken die Frauen in Nancys Familie an Alzheimer. Und so ahnt sie bereits in jungen Jahren, dass sie eines Tages das selbe traurige Schicksal ereilen wird. Ihr einziger Hoffnungsschimmer: Ihr Jugendfreund Eugene Chaney, dem sie das Versprechen abnimmt, dass er Nancy, sollte es soweit kommen, nach Coffeeville begleiten und ihrem Leben ein Ende setzen wird.Und so braucht sie nur zum rechten Zeitpunkt zum Hörer greifen, um ihre Reise in Gang zu setzen.MEINUNGLetzer Bus nach Coffeeville, im Original 2014 erschienen, ist der Debütroman des Autors J. Paul Henderson und kein schlechter noch dazu, aber mal der Reihe nach.Klappentext und Cover sprachen mich an und auch die Stimmen zum Buch versprachen nur Gutes. Also griff ich beherzt zu und ließ mich in die Geschichte fallen, neugierig der Dinge harrend, die mich dort erwarten würden.Im ersten Teil des Buches wird man mit den Protagonisten bekanntgemacht. Man lernt also zunächst die Lebensgeschichte eines jeden Charakters kennen, bevor man selbst Teil der Reisegesellschaft wird, die sich auf den Weg nach Coffeeville und somit auf Nancys letzte Reise begibt.Nancy und Eugene werden auf ihrer Fahrt nicht nur von ihrem guten Freund Bob begleitet, sondern auch von einem Waisenkind das verloren ging, ebenso wie von Eugenes Patensohn Jack. Während die Stimmung in der Truppe zu Beginn der Reise gefährlich oft zu kippen scheint, kommen sich die Protagonisten im Verlauf der Geschichte zunehmend näher, sodass aus einem bloßen Zusammenleben letztlich wahre Freundschaft wird.Aus dem bunten Mosaik der mehr oder weniger zufällig zusammengewürfelten Reisegesellschaft ergaben sich stets die skurrilsten Situationen, die mich ebenso häufig zum Schmunzeln wie zum Lachen brachten. Und dennoch gab es Augenblicke, in denen sich das Leid der Krankheit wie ein dunkler Schleier über die Geschichte legte und ihr zeitweise die Leichtigkeit nahm. Es sollte jedoch nur Augenblicke dauern und schon brachen helle Strahlen der Freundschaft durch den dunklen Schleier und beraubten ihn seiner Macht.J. Paul Henderson illustriert die Tücken einer Krankheit und wie Freundschaft heilen kann – nicht körperlich, aber seelisch. Er zeigt wie Humor hilft, ohne zu verharmlosen. Und er macht in seiner Geschichte vor allen Dingen eines deutlich: Ein Jeder hat sein Päckchen zu tragen, doch wenn wir Freundschaft schließen mit uns selbst und anderen, wird das Päckchen leichter – nicht nur das eigene.Von mir gibt es eine absolute Buchempfehlung für eine wunderbar tragisch-komische Geschichte und ihre liebenswerte Besatzung.

    Mehr
  • ..eine Reise...

    Letzter Bus nach Coffeeville
    Lesebegeisterte

    Lesebegeisterte

    09. August 2017 um 13:16

    Ein Versprechen, das in Jugendzeiten gegeben wurde, wird in diesem Buch zum letzten großen Abenteuer. Die Krankheit Alzheimer lässt Nancy Stück für Stück alles vergessen. Gene, ein Freund reist deshalb mit ihr quer durch die USA, denn das hat er ihr einst versprochen. Ein Roman bei dem man lachen und auch ein bisserl weinen muss. Für Fans von Harold Fry.

  • Eine sehr berührende Geschichte,,,,

    Letzter Bus nach Coffeeville
    Angie*

    Angie*

    08. August 2017 um 17:03

    Zitat Seite 41, Nancy fragt  Gene (Doc):"Ich weiss nicht, ob wir jemals heiraten, aber ich bin sicher , wir bleiben auf jeden Fall für immer Freunde. Du würdest alles für mich tun , oder? "Dieser  Roman ist ein Roadtrip über unterschiedlichste  Menschen  und beschreibt den Verlauf einer von vielen möglichen Alzheimer Erkrankungen,,, und wie man auf ungewöhnliche Weise damit leben ( und sterben) kann und muss,,, ein Buch voll von schrägem Humor, witzigen Dialogen und Situationskomik der Protagonisten   -  aber auch die Ernsthaftigkeit und Gefühlstiefe der Romancharaktere  werden aufgezeigt !Rezension (8.8.17)MEINE MEINUNG:Das Buch ist in zwei Abschnitte unterteilt und der Autor stellt sorgfältig und genau die sehr unterschiedlichen Protagonisten Nancy, Gene (Doc), Bob, Jack, Eric vor, ihre Kindheit und Jugend, ihre Gemeinsamkeiten und Beziehungen  untereinander und ihre Lebensgeschichten vor. Das Thema Alzheimer wird am Anfang nur behutsam , eher gar nicht erwähnt. Man bekommt mehr Einblick in die Geschichte,  das Leben und gesellschaftliche  Geschehen der USA, was ich als sehr interessant  und lesenswert empfand! Nancy und Gene führen nach dem Zerbrechen ihrer jungen Liebe jeweils ein Familienleben mit anderen Partnern, fühlen sich aber freundschaftlich lebenslang miteinander verbunden. Der Schreibstil des Autoren ist sehr ansprechend, flüssig und angenehm zu lesen, langweilt nie und ich habe mich trotz des ernsten Thema sehr gut unterhalten gefühlt. Seine Schreibweise hat mein Herz berührt, traurig gemacht und mich plötzlich durch witzige Situationskomik wieder zum Lachen gebracht.  Trotzdem steuert die Geschichte im zweiten Teil unaufhaltsam  auf das Thema Alzheimer und Demenz zu, welches am Ende jedes Menschenleben zu Charakterveränderungen und einem völlig anderem Lebensgefühl führen kann. Nancy und Gene haben sich vor Nancy's Erkrankung  eine Lösung zurecht gelegt und sie vertraut ihrer ersten Liebe und Jugendfreund Gene, der Arzt von Beruf ist , voll und ganz.  Auch für Gene ist es ein wichtiges Erlebnis in seinem Ruhestandsdasein und er mobilisiert all seine Kraft, Wissen und Beziehungen um Nancy beizustehen.  Und er tut ALLES für sie, ob man das nun als Verfehlung ansehen mag oder als leichte, gleitende  Hilfe in das Jenseits.Ein Buch, welches zum Nachdenken anregt über unsere Hilflosigkeit dem Sterben gegenüber. Herzlichen Dank an den Diogenes Verlag für dieses wertvolle Rezensionsexemplar.Meine Bewertung : FÜNF ***** STERNE 

    Mehr
  • melancholisch, traurig, aber manchmal auch etwas langatmig

    Letzter Bus nach Coffeeville
    Kendra

    Kendra

    24. July 2017 um 09:51

    "Letzter Bus nach Coffeeville" von J Paul Henderson ist ein gefühlvoller Roman, der uns die Schonungslosigkeit des Lebens aufzeigt und bei mir dazu führt, dass man das Buch mit einer leichten melancholischen Stimmung liest. Denn bereits zu Beginn weiß man schon eigentlich wie das Buch ausgehen wird….doch die Reise bis dahin lenkt den Leser immer wieder ab, so dass der traurige Schluss, erstmal ausgeblendet werden kann. Denn die Reise an sich verspricht am Anfang wirklich abenteuerlich zu werden, doch dann muss ich gestehen, hat sich teilweise ein wenig Langatmigkeit und Uninteresse meinerseits eingeschlichen…Auch die Charaktere an sich, waren mir manchmal etwas zu abstrus entwickelt worden….bzw. deren etwas zu weit hergeholten Vergangenheit.Auch Erics Geschichte an sich finde ich schon relativ kurios… Doch ich möchte nicht zu viel verraten, denn gerade die einzelnen Schicksale der Reisegefährten tragen sehr viel zur Geschichte bei….bzw nehmen den größten Teil davon ein.Besonders im Mittelpunkt steht jedoch Doc, dem nicht nur eine sehr innige Freundschaft zu seiner einstigen Partnerin Nancy verbindet, sondern auch ein Versprechen, dass er ihr einst gab. Gerade dieser Schwur führt ihn und seine Freunde zum letztendlichen Ziel…..Dabei versuchen sie noch die Zeit zu genießen, die ihnen allesamt miteinander verbleibt….und so zögert Doc immer weiter den Zeitpunkt heraus, indem er sein Versprechen einlösen muss….Zitat Seite: 499:„Drei alte Freunde , die, nach Jahrzenten endlich wieder vereint, sich bald für immer voneinander verabschieden würden“Ein Buch das wirklich sehr emotional, aber auch auf einer wunderbaren empfindsamen Art und Weise, das Thema: Alzheimer und den Tod thematisiert.Dennoch waren mir größtenteils die einzelnen Storys um die anderen Personen etwas zu fantasiereich und mit keinem von ihnen verband ich eine Zuneigung….Nur zu Nancy und dem Doc konnte ich ein wenig Sympathie entwickeln.Dennoch ein schönes Buch, dass einem wieder mal zeigt, wie wichtig Freunde sind. Nicht wegen diesem extrem starken Freundschaftsbeweis……sondern, dass man mit ihnen die Höhen und Tiefen im Leben viel besser meistern kann, so wie der Doc es zusammen mit Bob, Jack und Eric zu tun vermochte.

    Mehr
  • Das Leben - Reisen im großen Stil

    Letzter Bus nach Coffeeville
    Bri

    Bri

    Unabhängig voneinander haben die beiden üblichen Verdächtigen Thursdaynext und Bri einen Roman gelesen, dessen Cover sie dazu verleitet und nicht enttäuscht hat. Ihre zwar getrennt erlesenen Eindrücke findet ihr nun hier zusammen geworfen – denn sie sind sich einig: Der Roadtrip, den der Bus und seine Insassen hinter sich bringen darf nicht unbeachtet bleiben.Der letzte Bus nach Coffeeville hat eine lange Reise hinter sich. Quer durch Zeit, Raum, US – politische und gesellschaftliche Strömungen finden sich hier alte Freunde wieder und nein sie sind nicht auf der Suche nach der verlorenen Zeit – auch wenn eine von ihnen gerade dabei ist ihr Hirn zurückzulassen – sie geniessen das Leben, den Rückblick darauf und (ihre) die Gegenwart.Gene, Nancy und Bob kennen sich seit Ewigkeiten. Gemeinsam waren sie schon einmal miteinander unterwegs. Im Bus und mit politischem Hintergrund. Nun sind viele Jahre vergangen und Gene, der bereits pensionierter Arzt ist, muss das Versprechen, dass er seiner damaligen Liebe Nancy gegeben hatte, einlösen, ihr zu Hilfe zu eilen, wenn sie tatsächlich an Alzheimer erkranken wird. Und so beginnt ein ungewöhnliches Roadmovie, neue Passagiere inbegriffen.Auch wenn die beiden üblichen Verdächtigen sich im Kern einig sind, Nuancen in der Wahrnehmung möchten wir euch nicht vorenthalten. So fällt Thursdaynexts Eindruck absolut positiv aus:J. Paul Henderson hat sich mitsamt seinen Protagonisten in mein Herz geschrieben. Er ist ein Dampfplauderer, der lässig höchst skurriles einstreut, und das so, dass es sich nahtlos in die Geschichte einfügt. Darin ähnelt er stark dem verehrten John Irving, der das Leben in all seinen Facetten, Unwahrscheinlichkeiten und Unvorhersehbarkeiten ebenso liebt wie fürchtet. Noch fehlt Henderson stilistisch und sprachlich der letzte Schliff. Der Meister (Irving) ist eben meisterlich, aber Henderson ist auf einem sehr, sehr guten Weg und im nächsten Buch werde ich ihn gespannt wieder begleiten wollen.Wer sich aktuell auf diese Reise einlässt, findet zuhauf kleine Weisheiten, viel Witz, Charme und Augenzwinkern. Es ist alles da, man kann es finden, Offenheit vorausgesetzt. Für mich war es beste amüsante Unterhaltung, die bereicherte und belebte und immer wieder sachte, doch beharrlich an der Oberfläche kratzte und die Schrecken darunter entzauberte.Fabulierfreude, liebenswerte Charaktere, USA Innenansichten und zahlreiche Nebenhandlungen stehen für Lesespaß und puren Lesegenuß. Einen Debut Dodo und einen für das Cover, das endlich einmal hielt was ich mir davon versprach😉Bri war ein klein wenig strenger: Auch ich empfand die Reise mit dem Bus durch Zeit und Raum als grundsätzlich spannend und angenehm, bisweilen sehr skurril und deshalb schön. Ernste Themen werden nicht bierernst angesprochen aber auch nicht der Lächerlichkeit preisgegeben, das muss man erst einmal können. Ähnliches findet man bei Christoph Poschenrieders Mauersegler. Doch während Poschenrieder mit Stil und Sprache glänzt, hat Henderson hier noch ein wenig aufzuholen. Zu Beginn haben den Lesefluß die Zeitsprünge, die der Autor hinlegte etwas verlangsamt, für ein Debüt wie dieses allerdings ist das das gewisse Jammern auf hohem Niveau. Gestört hat es mich allerdings trotzdem und deshalb war ich nicht ganz so überschwänglich.Abholen konnte mich Henderson dennoch – seine Figuren sind lebendig und glaubhaft. Die Geschichten zwischen ihnen warm, menschlich und bitter-süß. Das Leben wie es ist: nicht ohne Schattenseiten, aber eben auch mit viel Sonne. Deshalb auch von mir eine unbedingte Reiseempfehlung – löst das Ticket für den Bus nach Coffeville beim Buchhändler eures Vertrauens am besten schnell, ihr wisst, es ist der letzte …

    Mehr
    • 4
    Bri

    Bri

    19. December 2016 um 11:07
    Milagro schreibt Ich habe wirklich KEINEN Platz mehr für neue Bücher......vielleicht gerade noch für ein einziges Taschenbuch....ihr macht es mir nicht leicht.

    Hmm, was machst Du denn dann im nächsten Jahr ;) - Du brauchst einfach mehr Regale - oder Du leihst es Dir in der Bib ...

  • Ein Roadtrip der etwas anderen Art

    Letzter Bus nach Coffeeville
    AnjaSc

    AnjaSc

    05. November 2016 um 17:20

    Das Buch handelt um ein einzulösendes Versprechen von Gene alias Doc an Nancy, als die beiden an der Uni ein Paar waren und das ist 40 Jahre her. Beide sind seither ihre eigenen Wege gegangen, aber trotzdem reicht ein Anruf von Nancy und Gene eilt an Ihre Seite um Ihr beizustehen. Wir reisen in die Vergangenheit von Doc und Nancy, lernen die beiden als junge Menschen kennen, erleben sie als Paar und als Kämpfer für die Gleichberechtigung der Afroamerikaner in den USA. Für Nancy ist dies besonders schwierig aber auch wichtig, denn sie kommt aus Mississippi und ist mit dem festverwurzeltem Glauben aufgezogen worden, dass "Schwarze" nicht gleich sind und nicht die gleichen Rechte haben. Wir lernen den gemeinsamen Freund Bob kennen, der Afroamerikaner ist und lernen Kapitel für Kapitel was die 3 gemeinsam erlebt und unternommen haben. Nancy nimmt in diesen jungen Jahren Gene das Versprechen ab, dass er ihr hilft ihrem Leben ein würdiges Ende zu setzen, wenn sie auch an Alzheimer erkrankt so wie alle Frauen in ihrer Familie. Gene stimmt nach einiger Diskussion zu, denn er ist davon überzeugt, dass die Medizin bis dahin ein Heilmittel hat, wenn es denn überhaupt so weit kommt. Wir wissen alle, dass das leider nicht der Fall ist und damit beginnt auch die Geschichte und die gemeinsame Reise der Freunde durch die USA. Wir erfahren in den einzelnen Kapiteln über jeden einzelnen Charakter des Buches die Geschichte des bisherigen Lebens. Es sind lustige Geschichten, traurige Begebenheiten, die einen aber doch zum Schmunzeln bringen und zum Teil sind auch abstruse Sachen dabei. Das Buch nimmt einen mit auf die Reise durch die Leben der einzelnen Leute, die jetzt alle zusammen in dem geklauten Tourbus von Paul McCartney sitzen und durch die USA fahren. Wir begleiten die bunt gewürfelte Truppe, wie sie Nancy aus der geschlossenen Abteilung aus dem Altenheim "entführen", wie sie zu einer besonderen Familie zusammenwachsen. Wir lachen mit ihnen, wir verfolgen die bewegenden Momente und erleben Freundschaft, Liebe und Familie der besonderen Art. Ein Buch, das ein schweres Thema als Grundlage hat aber trotzdem mit Humor geschrieben wurde und auch wenn wir eigentlich alle wissen, wie es ausgehen wird, lesen wir das Buch ohne Wehmut oder bitteren Beigeschmack. Klare Empfehlung von mir für ein wundervoll geschriebenes Buch über das Leben.

    Mehr
  • Leben - reisen im großen Stil

    Letzter Bus nach Coffeeville
    thursdaynext

    thursdaynext

    17. October 2016 um 18:21

    Der letzte Bus nach Coffeeville hat eine lange Reise hinter sich. Quer durch Zeit, Raum, US - politische und gesellschaftliche Strömungen finden sich hier alte Freunde wieder und, nein sie sind nicht auf der Suche nach der verlorenen Zeit - auch wenn eine von ihnen gerade dabei ist ihr Hirn zurückzulassen – sie geniessen das Leben, den Rückblick darauf und (ihre) die Gegenwart. J. Paul Henderson hat sich mitsamt seinen Protagonisten in mein Herz geschrieben. Er ist ein Dampfplauderer, der lässig höchst skurriles einstreut, und das so, dass es sich nahtlos in die geschichte einfügt. Darin ähnelt er stark dem verehrten John Irving, der das Leben in all seinen Facetten, Unwahrscheinlichkeiten und Unvorhersehbarkeiten ebenso liebt wie fürchtet. Noch fehlt Henderson stilistisch und sprachlich der letzte Schliff. Der Meister (Irving) ist eben meisterlich, aber Henderson ist auf einem sehr guten Weg und im nächsten Buch werde ich ihn gespannt wieder begleiten wollen. Wer sich aktuell auf diese Reise einlässt findet zuhauf kleine Weisheiten, viel Witz, Charme und Augenzwinkern. Es ist alles da, man kann es finden, Offenheit vorausgesetzt. Für mich war es amüsante Unterhaltung die bereicherte und belebte und immer wieder sachte, doch beharrlich  an der Oberfläche kratzte und die Schrecken darunter entzauberte. Einen Debut Dodo und einen für das Cover das endlich einmal hielt was ich mir davon versparch ;)  

    Mehr
    • 4
  • Ein Bus voller alter Narren

    Letzter Bus nach Coffeeville
    Callso

    Callso

    13. October 2016 um 14:34

    Oh, schade, ich hatte so hohe, freudige Erwartungen und hatte einige gute Kritiken von dem Roman gelesen; aber ich wurde arg enttäuscht.Mich hat die Geschichte nicht gefesselt, besonders humorvoll war das Treiben der Oldies zudem für mich auch nicht"Doc" Gene ist die Hauptperson. Der pensionierter Arzt hat mit den Jahren privat eine ordentliche Leidenszeit hinter sich. Zugleich hält er die anderen Hauptpersonen Nancy, Bob und Jack nach vielen, vielen Jahen ordentlich zusammen. Ich empfinde es jedoch so, als findet in der Geschichte bei Gene überhaupt keine Entwicklung statt. Etwas konturenlos vegetiert er dahin.Freundschaft, Demenz und die Suche nach intakten Familien sind die Kernthemen der Geschichte. Als großen Minuspunkt muss ich indes anmerken, dass sich die Geschichte immer wieder verfranst. Es kommen neue Charaktere dazu, die intensiv vorgestellt werden. Dadurch verliert die (etwas dünne) Geschichte zusätzlich an Reiz; von Tempo möchte ich bei den alten Gesellen schon gar nicht sprechen.Gerade der Road-Trip mit dem Bus beginnt beispielsweise erst nach rund der Hälfte des Werkes. So fehlte mir vielfach der Lesespaß udn ich war überrascht, wie vielfach positiv der Roman bewerzez wurde. Ausnahme: Der Schluss indes, der war dann schon reichlich emotional...

    Mehr
  • Roadtrip der Gefühle

    Letzter Bus nach Coffeeville
    Nespavanje

    Nespavanje

    06. September 2016 um 11:49

    Nancys Mutter litt in ihren fortgeschrittenen Alter an Alzheimer. Ihren Jugendfreund Bob hat sie das Versprechen abgewonnen, dass er ihr im Falle des Falles behilflich ist und sie eher umbringt, als auch daran zu leiden. Jahrzehntelang hat Gene von Nancy nichts mehr gehört, bis sie sich bei ihm wieder und nun das meldet und das Einlösen des Versprechens fordert. Auch wenn ich hier eine kurz umrissene Inhaltsangabe gemacht habe und sie natürlich auch stimmt, kann sie doch nicht alles umfassen und ich finde es bei – Letzter Bus nach Coffeeville – der unter anderem für den International Dublin Literary Award 2016 nominiert wurde, etwas schwierig davon zu erzählen und nicht zu sehr zu spoilern. Deswegen erzähle ich an dieser Stelle lieber ein bisschen zu wenig, als zu viel. Selber wurde mir der Roman empfohlen und mit - Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand - verglichen. Letzeres hab ich noch nicht gelesen und daher kann ich auch diesen Vergleich nicht ziehen. Gefallen hat mir diese Geschichte aber dennoch. Persönlich bevorzuge ich es, wenn der Einstieg in eine Geschichte nicht zu abrupt ist und man Seite für Seite an die Erzählung herangeführt wird. Bei diesem Roman hat man beinahe die Hälfte durch, bevor die eigentliche Geschichte anfängt. Ja, dass hat mir durchaus gefallen und bekommt dadurch einen ganz eigenen Stil. Die einzelnen Charaktere profitieren natürlich durch die detaillierte Erzählung und bekommen eine besondere Tiefe und Einzigartigkeit, die diesen Haufen merkwürdiger Typen ausmacht, und die der geneigte Leser diesen Romans noch Kennenlernen wird. Es ist ein Roadtrip quer durch Amerika, es ist auch ein Trip durch Themen wie Krieg, Religion, Rassismus, Liebe und Freundschaft. Dabei bleibt der Autor wunderbar leicht in der Erzählung, selbst wenn es um ernste Themen geht und bewahrt sich dabei auch immer einen feinen Humor. Der letzte Bus nach Coffeeville ist der erste Roman des Schriftstellers, der auf Deutsch erschienen ist. Ich bin auf alle Fälle gespannt was er noch in petto hat. Das seine weiteren Werke den Weg in mein Bücherregal finden, versteht sich von selbst.

    Mehr
    • 3
  • Über eine tiefe Freundschaft und ein Versprechen

    Letzter Bus nach Coffeeville
    renie

    renie

    30. June 2016 um 09:58

    Ein Schwarzseher, ein toter Scharfschütze, ein Wettermann und ein Waisenkind … Dies sind nur einige der Charaktere aus J. Paul Hendersons originellem Roman über einen Bustrip durch die Südstaaten des heutigen Amerikas. Im Mittelpunkt steht dabei die lebenslange und bedingungslose Freundschaft der Protagonisten und die Einforderung eines Versprechens. Worum geht es in diesem Roman?Nancy Skidmore leidet an Alzheimer. Bereits in ihrer Jugend war ihr bewusst, welches Schicksal ihr droht, da diese Krankheit in ihrer Familie von Generation zu Generation weitergereicht wird. Mittlerweile ist sie Ende 60 und die Symptome der Krankheit werden immer schlimmer. Ihre größte Angst war immer, dass sie im Alter ein menschenunwürdiges Leben führen muss und nur noch ein Schatten ihrer selbst sein wird. Daher hat sie mit Anfang 20 ihrem Freund „Doc“ Eugene das Versprechen abgenommen, dass er sich um sie kümmern wird, sobald sie ihre Krankheit nicht mehr allein meistern kann. Lange Zeit hat er nichts von Nancy gehört. Genauso wenig wie von Bob. Die drei waren in ihrer Jugend immer als Dreiergespann unterwegs, haben sich aber über lange Jahre aus den Augen verloren. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, dass Doc sein Versprechen einlösen muss. Er beschließt, Nancy nach Coffeeville zu bringen. Hier gibt es ein Haus im Besitz der Familie Skidmore, in dem Nancy während der Zeit als sie noch klar im Kopf war, viele glückliche Stunden verbracht hat. Doch Doc benötigt Unterstützung während der Reise nach Coffeeville. Begleitet werden Nancy und Doc daher von Bob, dem alten Freund sowie Jack, Doc's Patensohn. Unterwegs stößt noch Eric dazu, ein elfjähriges Waisenkind, das auf der Suche nach Familie und Geborgenheit ist. Er hofft, dies bei seiner Cousine Susan, die im Erotikgewerbe tätig ist, zu finden. Der Zufall führt Eric mit den drei Männern und Nancy zusammen, die ihm nun bei der Suche helfen wollen. Aber egal, wie die Suche ausgehen wird. Coffeeville wird die Endstation dieser Reise sein. "Die Nancy Skidmore, die inzwischen in der geschlossenen Abteilung des Pflegeheims lebte, hatte nicht mehr viel mit dem Menschen zu tun, der sie früher einmal gewesen war. Ihr Geist war von Flechten und Moos überzogen wie ein alter Grabstein, und die Tür zu ihrem Gedächtnis war nur noch einen Spalt breit offen. Bald wäre sie verriegelt und verrammelt." (S. 239) Der Roman beginnt, indem J. Paul Henderson zunächst seine Charaktere vorstellt. Er holt dabei weit aus und beginnt in den Jahren, in denen der Grundstein für die Freundschaft von Nancy, Doc und Bob gelegt wurde. Auch wenn sie sich jahrelang aus den Augen verloren haben und sie nicht mehr viel voneinander wissen, verbindet sie diese tiefe uneingeschränkte Vertrautheit, die sich nur bei lebenslangen Freundschaften finden lässt. Der Leser erfährt, welche großen und kleinen Dramen die Protagonisten in der Vergangenheit erlebt haben, und wie sehr sie diese Dramen geprägt haben.  J. Paul Henderson hat aus seinen Charakteren etwas Besonderes gemacht. Auf den ersten Blick erscheinen sie „merkwürdig“. Sie haben Eigenarten an sich, die man als „schräg“ beschreiben kann. Aber je mehr man sich mit ihnen beschäftigt, umso intensiver lernt man die „wahren“ Charaktere kennen: verantwortungsvolle Menschen, die sich aufopfernd umeinander kümmern und für die Freundschaft eine lebenslange Verpflichtung bedeutet, die man gern erfüllt – in guten wie in schlechten Zeiten!  "In Wahrheit war Doc davon überzeugt, dass von den Menschen abgesehen, mit denen er im Moment gemeinsam unterwegs war, ihn niemand wirklich kannte, selbst wenn sie wussten, wie er hieß. Das bereute er rückblickend am meisten: Dass er sich zeit seines Lebens nicht dagegen gewehrt hatte, zu einer Karikatur dessen zu werden, wie ihn andere sahen, anstatt der zu sein, als der er sich wirklich fühlte. Alle gingen davon aus, dass er kein großer Menschenfreund, am liebsten allein war und kaum Gefühle hatte."(S. 402) Die Reise nach Coffeeville führt die Freunde quer durch die Südstaaten Amerikas. Der Leser stellt schnell fest, dass Henderson seine Protagonisten durch eine heile Welt reisen lässt. Idyllische Landschaften, kleine Ortschaften, wenig Schmutz und Lärm. Ja, den Leuten geht es gut in diesen Breitengraden. Der Inbegriff der heilen Welt findet sich tief in Walton’s Mountain. Wer kennt sie nicht, die TV-Familie Walton aus den 80ern? Die Amerikaner liebten diese Fernsehserie - und nicht nur die Amerikaner. Bei den Waltons war die Welt noch in Ordnung. Auch wenn sich ein paar Sorgen in den Alltag dieser Familie schlichen, spätestens beim Zubettgehen, waren diese Probleme vergessen. „Gute Nacht, John-Boy! Guten Nacht, Sue-Ellen! Gute Nacht Grandpa! …“ Dieses allabendliche Ritual reichte aus, dass dem Zuschauer ganz warm ums Herz wurde. "Die Serie war ein großer Erfolg. Ihre Fangemeinde sehnte sich zurück nach dieser längst vergangenen Zeit, in der es noch klare Regeln gab und man ein gottesfürchtiges Leben führte, als traditionelle Werte noch groß geschrieben wurden, der Familienzusammenhalt stark und Einsamkeit ein Fremdwort war. Dass das Leben von damals, wie es in der Serie dargestellt wurde, so nie existiert hat, war den Millionen begeisterter Zuschauer egal, und jede Woche tauchten sie aufs Neue ein in das Leben und die Probleme der Menschen, die in Walton's Mountain lebten, und vergaßen dabei nur zu gern, dass der Schauspieler, der Grandpa Walton verkörperte, einmal Mitglied der Kommunistischen Partei gewesen war." (S. 339 f.) Und hier kommt der satirische Charakter von Henderson's Roman durch. Denn bei allem Heile-Welt-Denken vergisst er nicht darauf hinzuweisen, dass Spießigkeit und Scheinheiligkeit einen großen Platz in dieser Gesellschaft einnehmen. Henderson lässt keine Möglichkeit aus, den konservativen Teil der amerikanischen Gesellschaft durch den Kakao zu ziehen. Das macht das Buch sehr komisch, denn die Bloßstellungen der Gesellschaft sind dabei äußerst fantasievoll und originell. Dieser tolle Roman bewirkt bei dem Leser Einiges. Nahezu die komplette Gefühlspalette wird durchlaufen. Man lacht und weint, empört sich und fühlt mit. Man hofft und bangt. Dieser Roman lässt einen nicht los. Man genießt jede Seite, denn J. Paul Henderson hat viel zu erzählen. Sein Sprachstil ist dabei sehr lebhaft, so dass es einfach nur Spaß macht, der Geschichte um die alten Freunde in ihrem klapprigen Bus zu folgen. J. Paul Henderson hat dieses Buch geschrieben, nachdem seine Mutter nach langer Leidenszeit vor einem Jahr an Alzheimer gestorben ist. Dieser Roman ist sein Erstlingswerk und er musste tatsächlich 67 Jahre alt werden, um seine schriftstellerische Gabe zu entdecken. Man kann nur hoffen, dass er nicht lange mit weiteren Romanen auf sich warten lässt. Denn „Letzter Bus nach Coffeeville“ macht eindeutig Lust auf mehr von J. Paul Henderson. © Renie

    Mehr
  • Einfach genial

    Letzter Bus nach Coffeeville
    KatjaZuz

    KatjaZuz

    06. June 2016 um 19:29

    Der Klappentext verrät bereits, dass es sich bei Letzter Bus nach Coffeeville um einen Road Trip von drei alten Freunden handelt und die Busreise von der Krankheit Alzheimer begleitet ist. Was man nicht sofort erfährt ist, dass J. Paul Henderson den Leser nicht nur mit auf eine Reise durch die USA nimmt, sondern auch auf eine Reise durch die Zeit - und die amerikanische Geschichte. Neben spektakulären historischen Orten und Handlungen lernt der Leser die drei besten Freunde richtig kennen und kann besser verstehen, weshalb sich ihre Leben so unterschiedlich entwickelt haben. Später lernen Leser noch zwei weitere Mitreisenden kennen - den Patensohn von Doc, der Nancy einst versprach, sie nach Mississippi zu bringen, falls sie je an Alzheimer erkrankt - und Eric, einen 13-jährigen Waisen, der nach seiner (letzten) lebenden Verwandten sucht. Sprache und Stil von J. Paul Henderson sind angenehm und der Roman lässt sich flüssig lesen. Mit viel Humor, aber auch Einfühlungsvermögen, wirken die Figuren zwar teilweise etwas skurril, allerdings auch liebenswert und authentisch. Der großartige Roman über Freundschaft hat mich von Anfang bis Ende gefesselt und ich bin froh, dass ich die Freunde auf ihrer Reise begleiten durfte - aus sicherer Entfernung von meinem Sofa aus.Kurzum: Einfach genial und sehr zu empfehlen!

    Mehr
  • der letzte Wunsch

    Letzter Bus nach Coffeeville
    Gruenente

    Gruenente

    13. May 2016 um 11:03

    Ein älterer Mann, Arzt in Rente,  bekommt wieder Kontakt zu seiner Jugendliebe. Er hat ihr damals versprochen, sie zu töten, wenn der Alzheimer (sie hatte eine familäre Vorbelastung) ihr kein würdiges Leben mehr ermöglicht.Da bekommt Gene die Nachricht von Nancy und er will sein Versprechen halten. Mit seinem Freund Bob, seinem Patensohn Jack und einem einsamen Jungen machen sie sich im ehemaligen Tourbus der Beatles auf eine lange Fahrt auf. Alle verändern sich dadurch und treffen wichtige Entscheidungen.Die Vorgeschichten sind rech tragisch. Die Erlebnisse recht lustig. Sie besuchen z.B. das Haus der Waltons, Graceland, seltsame Gottesdienste...Trotz der sehr sympathischen Personen, dem Thema Sterbehilfe und den vielen netten Ereignissen konnte mich das Buch leider nicht packen.

    Mehr
  • Debütroman eines bemerkenswerten Schriftstellers

    Letzter Bus nach Coffeeville
    Clari

    Clari

    25. March 2016 um 22:32

    Es handelt sich im Romandebüt von J.Paul Henderson um eine lange Geschichte, die mehrere Zeitebenen und Ortswechsel umfasst.Hauptakteur und Icherzähler ist Eugene Chaney, der inzwischen 72 Jahre alt ist.Die Szenen wechseln von den Nordstaaten in die Südstaaten der Vereinigten Staaten von Amerika zur Zeit der Aufhebung der Rassendiskriminierung. Diese war von zahlreichen Aufständen und Kämpfen um die Rechte der farbigen Bevölkerung zu Ende der fünfziger und Beginn der sechziger Jahre in den Südstaaten gekennzeichnet.In unterschiedlichen Kapiteln werden Auszüge aus Chaneys Leben, dem seiner Geschwister, Freunde und Freundinnen erzählt.Nach einer behüteten Kindheit ging Chaney seinen eigenen Weg, der ihm frühe Verluste und tief traurige Erlebnisse brachte.Als Student schloss sich Gene, wie Henderson hier auch genannt wird, der Bürgerbewegung gegen Rassismus an und hatte einen guten Freund, Bob, der aus dem farbigen Milieu stammt. Beginnend mit seiner großen Liebe Nancy, die sich aus für ihn nicht ersichtlichen Gründen spontan und ohne weitere Erklärung aus seinem Leben entfernt hat, setzen sich seine Erinnerungen fort mit Spotlights aus seinen Studienjahren, Familiengeschichten, einer kurzen Ehe und so vielen Jahren, in denen er alleine sein Leben als Allgemeinmediziner hinter sich gebracht hat.Die Geschichte spinnt sich fort und fort voller spannender Einzelheiten, die einen nicht mehr loslassen.Kurze Momente befassen sich mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs und dem Vietnamkrieg, der so viele Opfer forderte.Kristallisationspunkt der Geschichte aber ist die Alzheimerkrankheit, die einen Großteil der Erzählung ausmacht. Eine heimliche Spannung wird im ersten Teil durch den frühen Wunsch Nancys mit einer Bitte an Gene erzeugt, ihr im Falle einer Erkrankung an Alzheimer, die in ihrer Familie gehäuft auftrat, beizustehen.Der erste Teil des Buches hört nicht auf, einen in Bann zu schlagen. Leider ufert die Erzählung in der zweiten Hälfte ein wenig zu weit aus. Es erscheinen immer neue Figuren, deren Lebens -und Werdegang breit und ausführlich beschrieben werden. Das ermüdet. Es ist, als wäre die Geschichte eigentlich schon zu Ende, als weitere Personen auftauchen und die Geschichte umranken. Diese Ausschweifung tut der Erzählung nicht gut. Slapstickartig ist von Verfolgung, CIA und anderen Unbilden die Rede. Der Erzählton ist traurig und witzig und gelegentlich auf komische Weise lakonisch. Man kann sich dem Sog der Erzählung zu Beginn nicht entziehen und möchte unentwegt weiter lesen. Sie steuert auf ein ungewöhnliches Ende zu. J. Paul Henderson lebt in Bradford, Yorkshire, wo er sich mit diesem Roman als Schriftsteller etabliert hat.Sein Buch ist durchaus empfehlenswert!

    Mehr
  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria
    Ginevra

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

    Mehr
    • 1702