J. Pollaschek Professor Koslows Äthermaschine

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Inhaltsangabe zu „Professor Koslows Äthermaschine“ von J. Pollaschek

Ein Zug verschwindet spurlos auf offener Strecke. Ihn wieder aufzuspüren, ist für Ada von Rony und Jakob Ros nicht schwer. Anschließend am Leben zu bleiben, ist für die abenteuerlustige Komtesse und den Erfinder von Kaffee- und Zauberautomaten hingegen eine Herausforderung. Plötzlich sind dubiose Russen und mordlustige Pülcher hinter ihnen her. Und dann ist da noch die verschleierte Dame mit rätselhaften Absichten. Wirklich kompliziert wird es für Ros, als er sein Herz an Ada verliert. Denn eine Liaison zwischen einer Adeligen und einem Bürgerlichen ist anno 1865 undenkbar. Professor Koslows Äthermaschine ist ein Dampfpülcher-Abenteuer* in und um Wien. *Dampfpülcher ist die Wiener Version von Steampunk, mit Kaffeehäusern anstelle von Teestuben, Kaiser statt Königin und besserem Wetter.

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Ein wirklich tolles Buch. Nur das Ende lässt mich ratlos zurück. Vorsicht, scheint auch wieder eine Triologie zu sein.

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    Professor Koslows Äthermaschine
    Burkhard_Sonntag

    Burkhard_Sonntag

    25. May 2017 um 09:45

    Wien zur Zeit von Kaiser Franz Joseph und Sissi: Der sympathisch-zurückhaltende Ingenieur Jakob Rose trinkt im  Café Griensteidl seinen Kaffee, während nebenan ein verrückter Professor mit seinen Studenten debattiert, als ein Zeitungjunge mit einer Sensationsmeldung hereinplatzt: Ein Eisenbahnzug ist verschwunden, hat sich offenbar in Luft aufgelöst. Ros (der im Text nur selten mit Vornamen angesprochen wird) verspricht seinem Bruder, der für das Evidenzbureau -  den K.u.K. Geheimdienst - arbeitet, bei der Lösung des Falles behilflich zu sein, wobei er die hübsche Komtesse Ada Rony kennenlernt.Es beginnt ein Abenteuer mit Dampfautos, Luftschiffen und privaten Eisenbahnzügen, das sich bald wie ein historischer Krimi liest. Ist es aber nicht. Zwar ist die historische Kulisse perfekt recherchiert, das Wiener Lokalkolorit mit herrlich hintergründigem Humor beschrieben, aber der Plot verlangt nach rasenden Vapormobilen, Dampfrobotern, und anderen Maschinen, die Jules Verne sich nicht besser hätte ausdenken können.Letztendlich dreht sich alles um ein verschwundenes Manometer. Wer steckt dahinter: italienische Anarchisten, ein russischer Geheimbund oder gar das Evidenzbüro selbst?Die Geschichte ist toll und flüssig geschrieben, der Plot hält, was er verspricht, auch wenn die titelgebende Äthermaschine erst ziemlich spät auftaucht.Einziger Kritikpunkt ist, dass man oft nicht weiß, wo die Fiktion anfängt und die historisch-korrekte Recherche aufhört (alchimische Lampen? dieser Kaffeeautomat, den Herr Ros erfunden hat?). Zwar gibt es ein Glossar, aber auch hier hat man den Eindruck, dass Fiktion und Realität vermischt sind.Insgesamt: ein tolles Buch - und ich bin gespannt darauf, ob es eine Fortsetzung geben wird. (Original-Rezension auf meinem Blog)

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