J. Ryan Stradal

 4,2 Sterne bei 132 Bewertungen

Lebenslauf

J. Ryan Stradal, geboren 1975, wuchs in Hastings, Minnesota, auf. Er studierte Film, Fernsehen und Radio an der Northwestern University. Er ist Lektor, Redakteur und Produzent von Fernsehserien. Seine Romane ›Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens‹ und ›Die Bierkönigin von Minnesota‹ waren ›New York Times‹-Bestseller. J. Ryan Stradal lebt in Los Angeles, Kalifornien.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von J. Ryan Stradal

Cover des Buches Die Bierkönigin von Minnesota (ISBN: 9783257246902)

Die Bierkönigin von Minnesota

(20)
Erschienen am 23.08.2023
Cover des Buches Samstagabend im Lakeside Supper Club (ISBN: 9783257073324)

Samstagabend im Lakeside Supper Club

(14)
Erschienen am 25.06.2025
Cover des Buches Die Bierkönigin von Minnesota (ISBN: B098R2HZNC)

Die Bierkönigin von Minnesota

(1)
Erschienen am 28.07.2021
Cover des Buches Die Bierkönigin von Minnesota (ISBN: 9783257694000)

Die Bierkönigin von Minnesota

(0)
Erschienen am 28.07.2021

Neue Rezensionen zu J. Ryan Stradal

Cover des Buches Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens (ISBN: 9783257244205)
Tilman_Schneiders avatar

Rezension zu "Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens" von J. Ryan Stradal

Tilman_Schneider
durchwachsen

Eva Thorwald ist eine Spitzenköchin und der Genuss, das Kochen, die Leidenschaft für die Gastronomie wurden ihr in die Wiege gelegt, auch wenn sie leider ihre Eltern früh verloren hat. Aber sie kocht gerne, genießt gerne und um sich herum versammeln sich viele Menschen, Freunde, Wegbegleiter und jeder hat sein Paket zum tragen, hat seine eigenen Vorstellungen und Probleme, aber irgendwann trifft man sich doch immer wieder an einem Tisch.

Episodenroman, der ein Ganzes wird. Die Grundidee fand ich super und ich liebe das Kochen, den Genuss und auch die Schicksale anderer Menschen. Aber das Buch hat mich leider nicht ganz abgeholt. Es verliert sich leider zu oft und auch viele Figuren sind nicht so sympathisch und bleiben einem fern. Auch der Genuss kommt mir zu kurz. Sehr schade, denn ich fand die Idee prima und hier und da blitzen super schöne Moment auf. 

Cover des Buches Samstagabend im Lakeside Supper Club (ISBN: 9783257073324)
S_Malts avatar

Rezension zu "Samstagabend im Lakeside Supper Club" von J. Ryan Stradal

S_Malt
Für mich ein Highlight 2026

Mit Samstagabend im Lakeside Supper Club erzählt J. Ryan Stradal keine spektakuläre Geschichte – und genau darin liegt die große Stärke dieses Romans.


Im Mittelpunkt stehen mehrere Generationen einer Familie, deren Leben untrennbar mit einem traditionsreichen Supper Club in Minnesota verbunden ist. Der Roman beginnt im Jahr 1934 und spannt den Bogen über fast neun Jahrzehnte bis in die Gegenwart. Immer wieder wechselt Stradal zwischen verschiedenen Zeiten und Perspektiven und erzählt von Liebe, Verlust, Verantwortung und der Frage, was Heimat eigentlich bedeutet. Es geht ebenso um das Festhalten an Traditionen wie um die Schwierigkeit, loszulassen und den eigenen Weg zu finden.


Was mir besonders gefallen hat, ist die Art, wie Stradal seine Figuren zeichnet. Niemand ist nur gut oder nur schlecht. Alle handeln nachvollziehbar, machen Fehler, tragen Verletzungen mit sich herum und versuchen auf ihre Weise, das Richtige zu tun. Dadurch wirken die Charaktere außergewöhnlich lebendig und entwickeln im Laufe des Romans eine enorme Tiefe.


Und genau diese Figuren sind es, die den Roman so besonders machen. Es gab Momente, in denen ich laut lachen musste – oft wegen der wunderbar trockenen Dialoge oder der skurrilen Situationen. Kurz darauf wurde ich von einem Schicksal oder einer leisen Szene so berührt, dass ich mit den Tränen kämpfen musste. Dieses Wechselspiel aus Humor und Melancholie gelingt Stradal beeindruckend gut. Er erreicht diese Wirkung nicht durch künstliche Dramatik, sondern allein durch seine Figuren und ihre Lebensgeschichten.


Auch wenn Essen und die Küche immer wieder eine wichtige Rolle spielen, ist dies keineswegs ein kulinarischer Roman. Vielmehr nutzt Stradal den Supper Club als Symbol für Familie, Gemeinschaft und Erinnerungen. Die eigentliche Geschichte handelt von Menschen, ihren Beziehungen und davon, wie vergangene Entscheidungen Generationen später noch nachwirken können.


Der ruhige Erzählstil muss einem liegen. Wer ausschließlich auf Spannung und Tempo setzt, wird hier möglicherweise Geduld brauchen. Für mich entstand die Faszination aber gerade aus den leisen Momenten, den feinen Dialogen und den vielen kleinen Beobachtungen des Alltags. Je weiter die Geschichte voranschritt, desto stärker entwickelte sie einen Sog, sodass ich das Buch am Ende nur ungern aus der Hand gelegt habe.


Samstagabend im Lakeside Supper Club ist ein warmherziger, kluger und zutiefst menschlicher Roman über Familie, Zusammenhalt und die Frage, was wir von früheren Generationen mitnehmen – und was wir hinter uns lassen sollten. Ein Buch, das lange nachhallt und zeigt, dass die größten Geschichten oft dort entstehen, wo das Leben ganz gewöhnlich scheint.


Für mich eines der schönsten literarischen Bücher des Jahres.


5 von 5 Sternen.

Cover des Buches Die Bierkönigin von Minnesota (ISBN: 9783257246902)
dasbuchzuhauses avatar

Rezension zu "Die Bierkönigin von Minnesota" von J. Ryan Stradal

dasbuchzuhause
Eine Leidenschaft zum Beruf machen

J. Ryan Stradal erzählt in "Die Bierkönigin von Minnesota" davon. Mit Helen und Diana haben gleich zwei Frauen einer Familie eine Leidenschaft für Bier bzw. für das Bierbrauen. Für beide ist es ihre Berufung.

Helen entdeckt ihre Liebe zum Bierbrauen Ende der 50er Jahre, keine Zeit, in der Frauen üblich waren an der Spitze von Brauereien (heute leider auch noch nicht normal). Doch sie setzt sich durch, auch wenn sie dadurch viele Jahre keinen Kontakt zu ihrer Schwester Edith haben wird. Ediths Leben verläuft weniger glamourös als das von Helen, doch hat sie die wunderbare Fähigkeit, aus allem etwas Gutes zu ziehen und sie übernimmt Verantwortung, wenn es nötig ist.

So auch, als ihre Tochter und ihr Schwiegersohn bei einem Unfall sterben und sie sich um ihre Enkelin Diana kümmern muss. Edith steht nicht viel Geld zur Verfügung, auch mit über 70 arbeitet sie noch Vollzeit. Diana jobbt neben der Schule und klaut, um etwas zum Unterhalt beizutragen. Als sie erwischt wird, bietet ihr Brauereibesitzer Frank an, ihre Schulden bei ihm abzuarbeiten und sie entdeckt ihre Liebe zum Bierbrauen. Ein Glücksgriff für sie, denn ein Studium hätte sie sich nicht leisten können.

J. Ryan Stradal hat nicht nur einen gut erzählten Roman geschrieben, sondern gibt auch einen Einblick in die gesellschaftlichen Unterschiede in den USA. Wer arbeitet sich ab, hat zwei bis drei Jobs und schafft es so grade, seine Familie zu ernähren und wie lebt die Mittel- und Oberschicht? Die Risse im Traum vom Tellerwäscher vom Millionär werden sichtbar.

Doch ist es hauptsächlich ein Buch mit einer guten Geschichte, die vom Glück, die eigene Leidenschaft zum Beruf machen zu können, und der Bedeutung von Zusammenhalt und Gemeinschaft erzählt. Eine Leseempfehlung!

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