Sein schönster Sommer: Anthologie

von J. Walther und Elisa Schwarz
4,5 Sterne bei6 Bewertungen
Sein schönster Sommer: Anthologie
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Die fein abgestimmte Mischung von Kurzgeschichten ist unterhaltsam, berührend, humorvoll, stellenweise traurig, überraschend und einprägsam.

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Perfektes Sommerbuch!

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Inhaltsangabe zu "Sein schönster Sommer: Anthologie"

Sommer - ein Versprechen von Hitze, sonnengetränkten Tagen und lauen, entspannten Nächten. Von Freibad und See, Meer und Urlaub. Von Lust und Sinnlichkeit, die unter der Sonne aufblühen. Männer treffen sich um sich ineinander zu verlieben, zu entlieben oder nicht voneinander zu lassen. Manchmal romantisch, dezent erotisch, selten traurig, wird in den zehn Geschichten bekannter AutorInnen dem Sommer gehuldigt. Mit Beiträgen von: Elisa Schwarz, Paul Senftenberg, Justin C. Skylark, Carmilla DeWinter, Levi Frost, Lena M. Brand, Dima von Seelenburg, Björn Petrov, Kai Brodersen und J. Walther. Der Umfang entspricht ungefähr 250 Buchseiten.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B0723FFX5L
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:348 Seiten
Verlag:HJW
Erscheinungsdatum:31.05.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Korikos avatar
    Korikovor 10 Monaten
    Schöne Anthologie

    Inhalt:
    Sommer – was gibt es schöneres, als die heiße Jahreszeit mit einer queeren Anthologie zu würdigen und die Atmosphäre von Hitze, Sonne, Strand und Meer mir verschiedenen Kurzgeschichten einzufangen. Sei es nun die erste Liebe oder lockere Urlaubsflirts, leicht fantastisch angehauchte Geschichten oder solche, die zum Nachdenken anregen – der Herausgeberin ist eine tolle Sammlung gelungen. Folgende Geschichten und Autoren sind vertreten:

    Elisa Schwarz – Sommer am See
    Levi Frost – Zwei in einem Boot
    Justin C. Skylark – Zwei Zelte
    Kai Brodersen – Sein schönster Sommer
    Lena M. Brand – Wenn er tanzen will
    J. Walther – Der Garten
    Björn Petrov – Bloody summer
    Dima von Seelenburg – Sommer 96
    Carmilla DeWinter – Treffpunkt Siegessäule
    Paul Senftenberg – Lakeview Summer

    Eigene Meinung:
    Die Anthologie „Sein schönster Sommer“ erschien im Eigenverlag und wurde von Jana Walther herausgegeben, die ebenfalls mit einer Geschichte vertreten ist. Die Beiträge sind so unterschiedlich wie ein bunter Blumenstrauß, wenngleich in den meisten Kurzgeschichten zumeist junge Männer vertreten sind, die sich zum ersten Mal verlieben oder ihre Gefühle für einen anderen Jungen/Männer entdecken. Nichtsdestotrotz erwartet den Leser nicht nur lockerleichte Sommerlektüre, von der man sich berieseln lassen kann, sondern durchaus auch schwere Kost, die zum Nachdenken anregt. Bestes Beispiel dafür ist die titelgebende Geschichte von Kai Brodersen, die auf einer Krebsstation spielt und zwei Männer begleitet, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Interessant und definitiv anders ist auch „Bloody summer“ von Björn Petrov, der sich der Thematik Sommer mit einer Sci-Fi-Geschichte annimmt und etwas ganz anderes bietet – insbesondere da der Begriff Sommer sowohl den Protagonisten als auch dem Leser nur wenig Positives bereithält. Auch „Lakeview Summer“ von Paul Senftenberg fällt aus dem Rahmen, ist es stilistisch doch eher an ein Drehbuch angelehnt, als eine Geschichte. Bei diesem Beitrag kann man geteilter Meinung sein, denn so ganz passt dieser nicht zu den übrigen Kurzgeschichten im Buch.

    Nichtsdestotrotz bietet die Anthologie eine schöne Mischung, die für jeden Leser etwas bereithält – dramatische Texte mit ernstem, schweren Inhalt wechseln sich mit lockerleichten Kurzgeschichten ab, die sich eher dem Thema Sommer im klassisch angenehmen Sinne – Sonne, Strand, Meer, Liebe – widmen. Dabei wird es glücklicherweise nie kitschig oder übertrieben romantisch – die Autoren vermeiden Klischees und bleiben durchweg realistisch. Wer also die üblichen Gay Romance Geschichten sucht, wird mit „Sein schönster Sommer“ nicht ganz glücklich werden, denn dafür bleiben die Autoren zu sehr im realistischen Bereich. Auch übermäßig Erotik findet man nicht, was positiv ins Gewicht fällt.

    Stilistisch bietet sich dem Leser eine breite Palette unterschiedlicher Schreibstile – insgesamt versteht jeder Autor sein Handwerk und weiß, wie er seine Figuren und Geschichten in Szene setzt. Es gibt keinen Beitrag, der unstimmig wirkt oder durch eine Unmenge Fehler besticht, im Gegenteil. Man merkt, dass jede Geschichte lektoriert und Korrektur gelesen wurde, so dass es Spaß macht die verschiedenen Kurzgeschichten zu lesen und in die Handlungen einzutauchen. Hin und wieder hätte man sich mehr gewünscht, insbesondere bei den Beiträgen, die relativ offen enden und wo noch nicht alle Fragen beantwortet wurden. Hier hofft man ein wenig auf eine Fortsetzung, denn bei einigen Beiträgen ist Potenzial für mehr vorhanden.

    Fazit:
    „Sein schönster Sommer“ ist eine wunderschöne Anthologie, die lesenswerte und gut ausgearbeitete Beiträge zum Thema Sommer enthält und wenig auf die typischen Stereotypen gibt. Jana Walther hat tolle Autoren für die Kurzgeschichtensammlung gewinnen können und bietet sowohl lockerleichte als auch schwergängige Texte, die glücklicherweise fernab von Klischees und Kitsch angesiedelt sind. Sicherlich können nicht alle Texte überzeugen, doch die Mischung macht’s – wer neue Autoren kennenlernen will oder den Sommer (gleich zu welcher Jahreszeit) genießen möchte, sollte unbedingt zugreifen.

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    marstravellers avatar
    marstravellervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Die fein abgestimmte Mischung von Kurzgeschichten ist unterhaltsam, berührend, humorvoll, stellenweise traurig, überraschend und einprägsam.
    Eine Sommerlektüre, die Leichtigkeit mit Tiefe verbindet

    Die zehn Geschichten dieser Anthologie sind so facettenreich und bunt wie ein Strauß Sommerblumen. Die Herausgeberin hat eine fein abgestimmte Mischung verschiedener Genres und Stilrichtungen kombiniert, an der jeder Liebhaber kurzer Erzählungen seine Freude haben wird.

    Einige Geschichten brennen sich mit einer Eindringlichkeit dem Leser ins Herz und hinterlassen dort bleibende Spuren, andere wiederum berühren einen eher wie ein leichter Sommerwind, angenehm für den Moment, aber flüchtig in Bezug auf eine dauerhafte Wirkung. Die Anthologie bietet einerseits Texte aus dem Contemporary-Bereich, die so realitätsnah wirken, dass man das Gefühl hat, die Figuren und ihre Konflikte aus dem eigenen Leben zu kennen, andererseits findet man auch Texte mit einem Fantasy- oder SciFi-Rahmen oder mit einem zeitlich zurückreichenden Bezug. Am Schluss des Buches stößt man sogar auf ein Drehbuch, - eine sehr ungewöhnliche und vielleicht auch etwas gewöhnungsbedürftige Textsorte.

    Thematisch umreißt die Anthologie ein breites Spektrum an interessanten und berührenden Inhalten, vom Coming-of-Age oder Coming-out, über die Schwierigkeiten, die mit der Sehnsucht nach einer Beziehung zu einem geliebten Menschen verbunden sind, bis hin zur Auseinandersetzung mit dem Sterben.

    Vier Geschichten möchte ich an dieser Stelle besonders erwähnen, weil sie aus meiner Sicht zu den Texten gehören, die durch ihren Stil und/oder Inhalt etwas bieten, das für den Leser eine neue Sicht eröffnet, und die sich somit im Gedächtnis verankern.

    Da ist beispielsweise die Titelgeschichte von Kai Brodersen, die auf beeindruckende Weise spürbar macht, dass auch eine durch Krankheit und Tod gezeichnete Zeit als „schönster Sommer“ empfunden werden kann.

    Eine intensive Wirkung hatte auf mich auch der Text von Levi Frost, vor allem aufgrund der besonderen Veranschaulichung innerer Vorgänge bei gleichzeitig sparsamer, zurückhaltender Sprache.

    Unter die Haut geht Björn Petrovs „Bloody summer“: der gewählte SciFi-Rahmen erlaubt eine intensive Verbildlichung der Grausamkeiten, denen Lebewesen an Kriegsschauplätzen ausgeliefert sind, - eine Erzählung über den drohenden Zerfall der eigenen „Menschlichkeit“ angesichts unmenschlicher Verhältnisse.

    Ein besonderes Highlight dieser Anthologie ist für mich „Der Garten“ von Jana Walther: ein poetisches Wunderwerk, das einen märchenhaft schönen Schauplatz mit der behutsam sanften Begegnung zweier Jungen in der Nachkriegszeit verknüpft.

    Besonders gelungen ist die Anordnung der einzelnen Texte innerhalb der Anthologie. So folgt auf einen ernsteren, vielleicht auch etwas bedrückenden Text stets eine eher leichtere Geschichte, die wie Balsam auf die zuvor aufgerissenen Emotionen wirkt.

    Da jede der zehn Geschichten in meinen Augen ihren ganz eigenen Wert besitzt, wird man der Anthologie am ehesten gerecht, wenn man sich Zeit nimmt und möglichst nach jedem Text eine Lesepause einlegt, um dem Erzählten seinen eigenen Raum zu geben.


    Die Anthologie hält, was sie im Klappentext verspricht. Sie bietet eine Sommerlektüre, die unterhalten kann, aber auch nachdenklich stimmt, menschliche Tiefen auslotet und neue Horizonte aufreißt. Unbedingte Leseempfehlung, auch für die anderen Jahreszeiten!


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    naitomias avatar
    naitomiavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Perfektes Sommerbuch!
    Rezension "Sein schönster Sommer"

    Sommer, Sonne, Sonnenschein. So könnte man diese Anthologie direkt beschreiben. Denn das Cover täuscht nicht: Hier ist das Sommergefühl drin!Aber zu erst möchte ich an dieser Stelle erwähnen, dass mich mein liebster Lieblingsautor Justin C. Skylark anschrieb ob ich diese Anthologie lesen und das Buch auf meinem Blog besprechen will. NATÜRLICH! Entschuldigt den Fangirlausraster.Ich war sehr gespannt auf all die einzelnen Geschichten und wurde überhaupt nicht enttäuscht.Enthalten sind Geschichten mit viel Gefühl, mit Bauchkribbeln und auch etwas zum Nachdenken.Für die, die es nicht wissen: Es handelt sich hier um Geschichten rund um die Liebe zwischen Jungs/Männern mit all den Problemen die das Ganze so mit sich bringt. Deshalb finde ich auch, dass bei den Geschichten ein Hauch von Gesellschaftskritik mitschwingt.Bei den "hetero Büchern" (mir missfällt es, das so zu deklarieren, aber ich weiß momentan nicht, wie ich es sonst erklären soll) kann uns ja keiner die Welt mehr neu erklären. Wir kennen das Grundprinzip aller dieser Geschichten. Sie unterscheiden sich nur durch die verschiedenen Schreibstile. Also warum nicht auch Geschichten lesen über Beziehungen zwischen Männern? Es ist nicht minder spannend, die Autoren sind nicht minder talentiert und bei diesen Geschichten sind die Gefühle noch intensiver, viele der Paare um die sich die Geschichten drehen, müssen sich der Vorurteile stellen. Mobbing ist auch ein großes Thema. Ich finde, dass jeder Mal in solche Geschichten reingelesen haben muss um zu verstehen wie ich es meine.
    Das war ein kurzer Exkurs zu dem Thema von mir.Auch wenn es sich bei "Sein schönster Sommer" um mehrere Kurzgeschichten handelt, sind sie nicht weniger mitreißend wie ein komplettes Buch. Nach jedem Kapitel musste ich kurz das Buch zuschlagen, mich von dem vergangenem Pärchen lösen um weiter lesen zu können. Alle Autoren konnten mich in diesen wenigen Seiten die sie zur Verfügung hatten so mitziehen, mich mitfühlen lassen wie es mir (seit "Feel Again") nicht wieder passiert ist.
    "Sein schönster Sommer" ist definitiv mein Sommerbuch 2017!

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    Alex80s avatar
    Alex80vor einem Jahr
    Kurzmeinung: stimmt schön und abwechslungsreich auf den Sommer ein
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    Lacarians avatar
    Lacarianvor einem Jahr
    pengiberlins avatar
    pengiberlinvor einem Jahr

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