J. Walther , Elisa Schwarz Sein schönster Sommer: Anthologie

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Inhaltsangabe zu „Sein schönster Sommer: Anthologie“ von J. Walther

Sommer - ein Versprechen von Hitze, sonnengetränkten Tagen und lauen, entspannten Nächten. Von Freibad und See, Meer und Urlaub. Von Lust und Sinnlichkeit, die unter der Sonne aufblühen. Männer treffen sich um sich ineinander zu verlieben, zu entlieben oder nicht voneinander zu lassen. Manchmal romantisch, dezent erotisch, selten traurig, wird in den zehn Geschichten bekannter AutorInnen dem Sommer gehuldigt. Mit Beiträgen von: Elisa Schwarz, Paul Senftenberg, Justin C. Skylark, Carmilla DeWinter, Levi Frost, Lena M. Brand, Dima von Seelenburg, Björn Petrov, Kai Brodersen und J. Walther. Der Umfang entspricht ungefähr 250 Buchseiten.

Die fein abgestimmte Mischung von Kurzgeschichten ist unterhaltsam, berührend, humorvoll, stellenweise traurig, überraschend und einprägsam.

— marstraveller

Perfektes Sommerbuch!

— naitomia

stimmt schön und abwechslungsreich auf den Sommer ein

— Alex80
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  • Eine Sommerlektüre, die Leichtigkeit mit Tiefe verbindet

    Sein schönster Sommer: Anthologie

    marstraveller

    19. July 2017 um 20:33

    Die zehn Geschichten dieser Anthologie sind so facettenreich und bunt wie ein Strauß Sommerblumen. Die Herausgeberin hat eine fein abgestimmte Mischung verschiedener Genres und Stilrichtungen kombiniert, an der jeder Liebhaber kurzer Erzählungen seine Freude haben wird. Einige Geschichten brennen sich mit einer Eindringlichkeit dem Leser ins Herz und hinterlassen dort bleibende Spuren, andere wiederum berühren einen eher wie ein leichter Sommerwind, angenehm für den Moment, aber flüchtig in Bezug auf eine dauerhafte Wirkung. Die Anthologie bietet einerseits Texte aus dem Contemporary-Bereich, die so realitätsnah wirken, dass man das Gefühl hat, die Figuren und ihre Konflikte aus dem eigenen Leben zu kennen, andererseits findet man auch Texte mit einem Fantasy- oder SciFi-Rahmen oder mit einem zeitlich zurückreichenden Bezug. Am Schluss des Buches stößt man sogar auf ein Drehbuch, - eine sehr ungewöhnliche und vielleicht auch etwas gewöhnungsbedürftige Textsorte. Thematisch umreißt die Anthologie ein breites Spektrum an interessanten und berührenden Inhalten, vom Coming-of-Age oder Coming-out, über die Schwierigkeiten, die mit der Sehnsucht nach einer Beziehung zu einem geliebten Menschen verbunden sind, bis hin zur Auseinandersetzung mit dem Sterben. Vier Geschichten möchte ich an dieser Stelle besonders erwähnen, weil sie aus meiner Sicht zu den Texten gehören, die durch ihren Stil und/oder Inhalt etwas bieten, das für den Leser eine neue Sicht eröffnet, und die sich somit im Gedächtnis verankern. Da ist beispielsweise die Titelgeschichte von Kai Brodersen, die auf beeindruckende Weise spürbar macht, dass auch eine durch Krankheit und Tod gezeichnete Zeit als „schönster Sommer“ empfunden werden kann. Eine intensive Wirkung hatte auf mich auch der Text von Levi Frost, vor allem aufgrund der besonderen Veranschaulichung innerer Vorgänge bei gleichzeitig sparsamer, zurückhaltender Sprache. Unter die Haut geht Björn Petrovs „Bloody summer“: der gewählte SciFi-Rahmen erlaubt eine intensive Verbildlichung der Grausamkeiten, denen Lebewesen an Kriegsschauplätzen ausgeliefert sind, - eine Erzählung über den drohenden Zerfall der eigenen „Menschlichkeit“ angesichts unmenschlicher Verhältnisse. Ein besonderes Highlight dieser Anthologie ist für mich „Der Garten“ von Jana Walther: ein poetisches Wunderwerk, das einen märchenhaft schönen Schauplatz mit der behutsam sanften Begegnung zweier Jungen in der Nachkriegszeit verknüpft. Besonders gelungen ist die Anordnung der einzelnen Texte innerhalb der Anthologie. So folgt auf einen ernsteren, vielleicht auch etwas bedrückenden Text stets eine eher leichtere Geschichte, die wie Balsam auf die zuvor aufgerissenen Emotionen wirkt. Da jede der zehn Geschichten in meinen Augen ihren ganz eigenen Wert besitzt, wird man der Anthologie am ehesten gerecht, wenn man sich Zeit nimmt und möglichst nach jedem Text eine Lesepause einlegt, um dem Erzählten seinen eigenen Raum zu geben. Die Anthologie hält, was sie im Klappentext verspricht. Sie bietet eine Sommerlektüre, die unterhalten kann, aber auch nachdenklich stimmt, menschliche Tiefen auslotet und neue Horizonte aufreißt. Unbedingte Leseempfehlung, auch für die anderen Jahreszeiten!

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  • Rezension "Sein schönster Sommer"

    Sein schönster Sommer: Anthologie

    naitomia

    22. June 2017 um 12:13

    Sommer, Sonne, Sonnenschein. So könnte man diese Anthologie direkt beschreiben. Denn das Cover täuscht nicht: Hier ist das Sommergefühl drin!Aber zu erst möchte ich an dieser Stelle erwähnen, dass mich mein liebster Lieblingsautor Justin C. Skylark anschrieb ob ich diese Anthologie lesen und das Buch auf meinem Blog besprechen will. NATÜRLICH! Entschuldigt den Fangirlausraster.Ich war sehr gespannt auf all die einzelnen Geschichten und wurde überhaupt nicht enttäuscht.Enthalten sind Geschichten mit viel Gefühl, mit Bauchkribbeln und auch etwas zum Nachdenken.Für die, die es nicht wissen: Es handelt sich hier um Geschichten rund um die Liebe zwischen Jungs/Männern mit all den Problemen die das Ganze so mit sich bringt. Deshalb finde ich auch, dass bei den Geschichten ein Hauch von Gesellschaftskritik mitschwingt.Bei den "hetero Büchern" (mir missfällt es, das so zu deklarieren, aber ich weiß momentan nicht, wie ich es sonst erklären soll) kann uns ja keiner die Welt mehr neu erklären. Wir kennen das Grundprinzip aller dieser Geschichten. Sie unterscheiden sich nur durch die verschiedenen Schreibstile. Also warum nicht auch Geschichten lesen über Beziehungen zwischen Männern? Es ist nicht minder spannend, die Autoren sind nicht minder talentiert und bei diesen Geschichten sind die Gefühle noch intensiver, viele der Paare um die sich die Geschichten drehen, müssen sich der Vorurteile stellen. Mobbing ist auch ein großes Thema. Ich finde, dass jeder Mal in solche Geschichten reingelesen haben muss um zu verstehen wie ich es meine.Das war ein kurzer Exkurs zu dem Thema von mir.Auch wenn es sich bei "Sein schönster Sommer" um mehrere Kurzgeschichten handelt, sind sie nicht weniger mitreißend wie ein komplettes Buch. Nach jedem Kapitel musste ich kurz das Buch zuschlagen, mich von dem vergangenem Pärchen lösen um weiter lesen zu können. Alle Autoren konnten mich in diesen wenigen Seiten die sie zur Verfügung hatten so mitziehen, mich mitfühlen lassen wie es mir (seit "Feel Again") nicht wieder passiert ist."Sein schönster Sommer" ist definitiv mein Sommerbuch 2017!

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