J.J. Quinn Tagebuch meiner Rache

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 0 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Tagebuch meiner Rache“ von J.J. Quinn

"Unsere Illusionen sind zuweilen exzellente Schauspieler – sie machen uns glauben, sie wären Wahrheiten." Das Leben meint es nicht sonderlich gut mit Sami: ein mieser Job, eine anstrengende Mutter und eine bedürftige Freundin. Der einzige Lichtblick: ihre stabile Beziehung mit Alex. Als der sie allerdings betrügt, entschließt sie sich, ihn dafür bezahlen zu lassen. Unterstützung erhält sie dabei von einem neuen Bekannten - dem mysteriösen Gordian. Auszug: Gezwungenermaßen (die Rufe aus meiner Unterwäsche-Schublade waren einfach zu penetrant!) habe ich heute den Herrn Hendricks kontaktiert (und wenn ich gezwungenermaßen schreibe, dann meine ich natürlich, dass mir der Vorwand überaus willkommen war). Es war phantastisch! Der Mann versteht es, mit Worten umzugehen – schriftlich ebenso wie im persönlichen Gespräch. Ich war geschmeichelt, hochgradig amüsiert und bis in die Nervenenden stimuliert. Weil es so schön albern war (schön und albern zugleich), muss ich es einfach auf Papier bannen (und natürlich auch, weil unsere Kommunikation während meiner Arbeitszeit stattfand – wie so oft hatte ich unerlaubterweise mein Smartphone am Platz – und ich darum noch mal ohne jede Ablenkung darin schwelgen will). Ich: Ich glaube, du hast etwas in meiner Manteltasche vergessen. Er: Ach ja, richtig! Mein Herz. Ich hatte schon überall danach gesucht. Ich: Scherzkeks! Du weißt genau, dass ich von deinem Schwarzgeld rede und nicht von deinem schwarzen Herzen. Er: Soll das etwa heißen, dass du mein Herz nicht gefunden hast? Merkwürdig. Und dabei bin ich mir ganz sicher, dass ich es dir überlassen habe. Ich: Schluss mit der Schmeichelei! Ich versuche hier eine ernsthafte Unterhaltung zu führen! Er: Du bist herzlos. Und das, obwohl du im Besitz von ZWEI Herzen bist! Ich: Bitte sei ernst. Er: Ernstsein, ist langweilig. Ich: Wann können wir uns sehen? Er: Na, das klingt doch schon viel besser. An was genau hast du gedacht? Essen bei Kerzenschein? Kino? Oder sollen wir gleich zu mir gehen? Ich: Wenn du nicht sofort nett bist, gehe ich mit dir nirgendwo hin! Er: Liebes, du hast ja keine Vorstellung davon, WIE nett ich zu dir sein könnte! Ich: Ich habe sehr wohl eine Vorstellung. Und die genügt mir fürs Erste. Er: Fürs Erste? Das heißt, ich darf hoffen? Ich: Natürlich. Hoffnung ist für jedermann. Er: Für jedermann? Muss ich daraus schließen, dass es noch andere Männer gibt, die sich um deine Gunst bemühen? Ich: Um deine Gunst bemühen? Hast du ein Lexikon aus dem 19. Jahrhundert verspeist? Er: Verspeist? Hattest du vielleicht dasselbe Lexikon? Ich: Okay, Schluss jetzt mit der Plänkelei. Ich bin auf Arbeit. Können wir uns morgen vielleicht sehen? Er: Arbeit? Bedeutet das, dass ich deine Aufmerksamkeit nicht in vollem Umfang genieße? Ich: Tut mir leid, König Krösus, aber es gibt Menschen, die tatsächlich für ihr Geld arbeiten müssen. Er: Eine Schande, dass du das musst! Habe ich erwähnt, dass ich dir diesbezüglich helfen könnte? Wir könnten uns gegenseitig helfen. Und ZUFRIEDENSTELLEN. Ich: Auch heute ist die Antwort darauf: Nein. Er: Du brichst mir das Herz. Ich: Das verstehe ich nicht. Ich dachte, das befände sich gerade nicht in deinem Besitz? Er: Böses Mädchen! Hat dir nie jemand gesagt, dass man nicht mit der Zuneigung eines Mannes spielt? Ich: Wer spielt denn hier? Er: Wir beide. Und es wäre noch viel befriedigender, wenn sich unsere Spiele nicht allein auf verbale Aktivitäten erstrecken würden. Es gäbe so vieles, das wir tun könnten, ohne dabei zu reden. Ich: Muss ich daraus schließen, dass du im Bett stumm wie ein Fisch bist? Er: Es gibt nur eine Art, das herauszufinden... Hinweis: Das Buch ist im Februar unter dem Titel: „Das gewünschte Leben ist derzeit leider nicht verfügbar“/"Keine Zeit für Höflichkeiten" erschienen. Hierbei handelt es sich um eine Neuauflag, inklusive geändertem Titel, Cover und Layout.

Witzig, garstig und ohne falsche Zurückhaltung erzählt.

— Hamlets_Erbin
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Bridget Jones` böse Schwester

    Tagebuch meiner Rache

    Hamlets_Erbin

    07. June 2017 um 12:58

    Ein amüsanter Roman über eine Selbstfindung der anderen Art. Bissig und schonungslos geht die Heldin nicht nur mit ihrer Umgebung, sondern auch mit sich selbst ins Gericht. Dabei ist die Geschichte unterhaltsam, die Dialoge sind analytisch durchdacht, messerscharf und witzig. Besonders die Anspielungen auf Jane Austen und verschiedene Filme sind gelungen.Für LiebhaberInnen des gelungenen Schlagabtausches mit romantischer Würze und SympathisantInnen von Titelfiguren, die als Antiheldin den Tücken des Lebens mit Selbstironie, Humor und einer Prise Selbstüberschätzung begegnen, um letztlich den Mut zu haben, in den Spiegel zu schauen und über sich selbst hinaus zu wachsen.Gelungen!

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks