J.J. Voskuil

 3.7 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor von Das Büro, Das Büro und weiteren Büchern.

Alle Bücher von J.J. Voskuil

J.J. VoskuilDas Büro
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Das Büro
Das Büro
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Erschienen am 13.07.2012
J.J. VoskuilDas Büro
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Das Büro
Das Büro
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Erschienen am 10.12.2015
J.J. VoskuilDas Büro
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Das Büro
Das Büro
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Erschienen am 06.10.2017
J.J. VoskuilDas Büro: Direktor Beerta
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Das Büro: Direktor Beerta
Das Büro: Direktor Beerta
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Erschienen am 24.07.2012
J.J. VoskuilDas Büro
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Das Büro
Das Büro
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Erschienen am 18.07.2017
J.J. VoskuilMensenkinderen / druk 1
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Mensenkinderen / druk 1
Mensenkinderen / druk 1
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Erschienen am 26.02.2015

Neue Rezensionen zu J.J. Voskuil

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ralf_boldts avatar

Rezension zu "Das Büro" von J.J. Voskuil

Nette Erzählung ohne große Handlung
ralf_boldtvor 4 Jahren

Das Büro ist der erste Band von insgesamt sieben rund um jenes holländische Büro. Der Autor J.J. Voskuil schrieb die Bücher mit einem Gesamtumfang von rund 5000 Seiten in den Jahren 1996 bis 2000. Nun liegt der erste Band in der deutschen Übersetzung von Gerd Busse im C.H. Beck Verlag vor.

Die Handlung ist eigentlich schnell erzählt. Maarten Koning nimmt 1957 eine Stelle in einem volkskundlichen Büro an. Er ist sogenannter „wissenschaftlicher Beamter“ und soll als erste Aufgabe Karten mit Darstellungen von Volksaberglauben mit Kommentaren versehen, aber die über Irrlichter nicht berücksichtigen. Es soll ein Atlas für Volkskultur herausgegeben werden.
Im Büro gibt es aber auch andere Mitarbeiter, die z.B. niederländische Volksnamen untersuchen.

Auf mehr als 800 Seiten beinahe nichts zu erzählen und auch eigentlich keinen wirklichen Plot zu haben oder auch nur irgendeinen Spannungsbogen erkennen zu lassen, ist eine Kunst für sich. Dies aus dem Holländischen zu übersetzen sicher noch schwerer.

Dem Autor geht es sicher nicht darum, eine spannende Geschichte zu schreiben; und Spannung im Sinne von „Was kommt jetzt?“ oder „Wie geht es weiter?“ findet sich an keiner Stelle des voluminösen Buches. Der Autor erzählt. Er beginnt vorne und berichtet dann linear weiter. Im Fernsehen der heutigen Zeit wäre so etwas eine Doku-Soap, würde der erste Band nicht im Jahre 1957 spielen…
Es werden Menschen gezeigt, die etwas Alltägliches ja nahezu sinnfreies tun und dies immer wieder. Dabei wird aber nicht kommentiert oder bewertet. Ob die Geschichte oder die Menschen real sind oder fiktiv, spielt keine Rolle. Wen interessiert das auch schon? Den Autor scheinbar nicht. Er berichtet nur und scheint kein irgendwie geartetes Verhältnis zu den Charakteren zu haben. Er bevorzugt keinen und niemanden und bewertet Handlungsweisen oder Marotten der Figuren nicht. Er scheint auch die Zukunft nicht zu kennen. Der Roman – so er denn einer ist und keine Dokumentation realer Vorgänge - der Autor hat in so einem Büro selbst gearbeitet – ist völlig unaufgeregt, laut oder reißerisch. Die Handlung und damit die beschriebenen Tage fließen wie ein ruhiger Fluss in eine bestimmt nicht aufregende Zukunft. Ein Tag vergeht wie der andere und eigentlich weiß jeder Person schon heute, was geschehen wird. Nämlich nichts!

Dem Leser beginnen die Personen schon fast Leid zu tun in ihrer täglichen Sinnlosigkeit, wo schon der alltägliche Bürokaffee den Gipfel der Spannung darstellt. Nur nicht auffallen, nur nicht anecken, nicht seine Kompetenzen überschreiten und immer gut auskommen mit dem jeweiligen Vorgesetzten ist die Devise.

Das Buch ist mit seiner Geschichte schon etwas Besonderes. Ecken und Kanten scheinen der Handlung zu fehlen und damit muss man sich erst einmal in die Geschehnisse einlesen und sich auch sie einlassen.

Die Dialoge sind stellenweise wirklich köstlich. Zwei Personen unterhalten sich, reden aber gar nicht miteinander. Die Themen sind stellenweise absurd. Einige Gespräche sind bisweilen absolut nichtssagend und die Sätze meist lakonisch kurz. Doch beim Lesen kann man sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, weil die Situationen einen subtilen Humor nicht verbergen können.

Was der Roman aber immer in Gänze auszeichnet, ist seine innere Glaubwürdigkeit. Die Themen passen, die Charaktere sind stimmig und es gibt keine Brüche im Handlungsfaden. Der Roman baut damit eine eigene kleine und damit überschaubare Welt auf. Dieser Mikrokosmos eines funktionierenden Kleinstbiotops ist wohl auch das Geheimnis des Erfolges der Bücher in den Niederlanden. Ob der Roman (und vielleicht die noch nachfolgenden sechs weiteren Bände) auch in der Übersetzung bei der Leserschaft in Deutschland erfolgreich sein wird, kann ich leider mangels eine funktionierenden Glaskugel nicht voraussehen.

Dem C.H. Beck-Verlag ist aber auf alle Fälle ein großes Kompliment für das Buch zu machen. Es ist ein schöner Halbleineneinband mit hohlem Rücken und liebevoll gesetzt und ausgestattet. In Farben rot und weiß mit einem roten Gummiband, mit dem das Buch geschlossen werden kann, hat es eine sehr schöne Anmutung.

Erwähnenswert und äußerst hilfreich ist das Nachwort des Übersetzers, der weitere Einblicke in die Welt des Büros gibt und damit zur allgemeinen Verständlichkeit des Romans beiträgt.


Zum Autor:
J.J. (Han) Voskuil, 1926 - 2008, war von 1957 bis 1987 als Beamter an einem volkskundlichen Institut in Amsterdam beschäftigt.

Er debütierte 1963 mit einem Roman, doch seinen Durchbruch als Schriftsteller erlebte er erst mit dem Mega-Roman „Het Bureau“, der in den Jahren 1996 bis 2000 in sieben Bänden (mit zusammen rund 5.000 Seiten) erschien. Weitere Romane folgten.

Am 1. Mai 2008, dem Tag der Arbeit, schied J.J. Voskuil nach schwerer Krankheit freiwillig aus dem Leben. 

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AlineWirthss avatar

Rezension zu "Das Büro" von J.J. Voskuil

Rezension zu "Das Büro" von J.J. Voskuil
AlineWirthsvor 6 Jahren

Meine Meinung
Ja da hab ich es doch geschafft das Buch bis zum Ende zu lesen. Eigentlich war es nicht so schwer, aber das Buch war anspruchsvoller als die bisherige Lektüre ;-) . Man kann, nein man darf dieses Buch nicht in einem Flutsch durchlesen, dazu ist es nicht gemacht.
Und damit meine ich nicht die Seitenzahl. Die finde ich mit über 800 Seiten gar nicht so erschreckend.
Man braucht hier schon mehr Zeit und Konzentration für das Buch. Hier werden an dem Leser Ansprüche gestellt. Es trocken ohne Bilder. Eher sachlich gehalten. Aber, und nun kommts, der Autor hat einen tollen Schreibstil, der dir den Büroalltag näher bringt. Man wird mit Maarten, dem Hauptprotagonisten, in eine etwas skurile Bürowelt hineingezogen. Ein Wechsel zwischen Macht, Intrigen und Büroalltag wird dir hier fein säuberlich gemalt. Der Autor hat hier schon einen sher seltsamen Humor. Aber wirklich lesenswert.
Exentrisch würde ich den ein oder anderen Charakter in diesem Buch schon beschreiben. Auch wenn mir niemand richtig nahe kommt, muss ich doch sagen, das es viele tolle lesenswerte Episoden gab, die einem Charakter leben eingehaucht haben. Du nimmst Teil bei einem etwas sonderbareb Alltag, wo es doch im Grunde nur ums Überleben und Leben geht. Man will nichts anderes, als die Nase über Wasser halten.
Der Schreibstil ist, wie schon erwähnt, eher erzählerisch. Das beherrscht der Autor sehr gut, auch wenn es in diesem Buch doch auch langatmige Stellen gab, wo man den Mut haben musste zu lesen und nicht einfach weiterzublättern. Für mich immer die Zeit, einen Tee zu machen, um nicht aufzugeben. Wenn ihr versteht, was ich meine. Ansonsten kann man ihn sehr gut folgen. Auch die Dialoge haben hier seinen eigenen Stil, an den man sich gerne gewöhnt. So wechselt sich dann doch das Langatmige mit etwas Lustigen.

Im Großen und ganzen ist es ein sehr anstrengendes aber lesenswertes Buch für Leute, die anspruchsvolle Bücher lieben. Und tara, soweit ich das sagen kann, wird es hier noch weitere sechs Bücher geben, auf die man sich freuen darf.

Und wie immer verzichte ich hier auf eine Zusammenfassung. Entdeckt das Buch für euch.

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Alienors avatar

Rezension zu "Das Büro" von J.J. Voskuil

Rezension zu "Das Büro" von J.J. Voskuil
Alienorvor 6 Jahren

Der Klappentext zu Voskuils „Büro“ suggerierte mir skurrile Gestalten und vergnügliche Unterhaltung. Eine Satire auf die Auswüchse des Beamtentums/Wissenschaftsbetriebes. Ob sich diese Erwartungen erfüllt haben?

Zunächst muss man vorausschicken, dass „Het Bureau“, das Original, eine Art Kultserie in den Niederlanden der 90er Jahre war. Ganze sieben Bände umfasste der zwischen 1996 und 2000 herausgegebene Romanzyklus, der in Voskuils Heimatland für eine regelrechte Büromanie gesorgt hatte. Doch erst in diesem Jahr erschien der erste Teil in deutscher Übersetzung.

Nun, ehrlich gesagt: Wie dieses Buch zu einem Bestseller avancieren konnte, ist mir ein Rätsel. Warum die Übersetzung hingegen so lange auf sich warten ließ, kann ich gut nachvollziehen. Immerhin dürften die dialektalen Dialoge, wenn Maarten auf diverse provinzielle Interviewpartner trifft, eine ziemliche Herausforderung dargestellt haben.

Aber nun zum Inhalt: Maarten Koning steckt in einer Krise: Seinen Lehrerjob hat er gekündigt-einfach nicht das Richtige für ihn. Doch was nun? Da erhält er das Angebot, beim niederländischen Institut für Volkskunde einzusteigen. Direktor Beerta ist ihm aus seiner Zeit als studentische Hilfskraft noch bestens bekannt. Obwohl er zögert-denn er weiß, welch sinnfreies Dasein ihm blüht-nimmt er dennoch schließlich an.

Im Folgenden macht ihm nicht nur seine Frau Nicolien das Leben schwer, die ihren Mann lieber arbeitslos zu Hause hätte und seine Gehaltserhöhung unmoralisch findet-überhaupt eine äußerst merkwürdige Gestalt, ganz am Rande…Maartens Hauptprojekt, der „Atlas der Volkskunde“, läuft bereits ins x-te Jahr, ohne die geringste Aussicht auf Fertigstellung. Doch gehorsam recherchiert er über merkwürdige Bräuche und Sprichwörter, interviewt Leute aus dem hintersten Hinterland und entdeckt, dass die Datenbasis für den Atlas eigentlich völlig unbrauchbar ist.

Sein Vorgesetzter verbringt die Zeit mit Kaffeepausen und den Fahrten zu diversen mysteriösen Kongressen. Seine Kollegen sind allesamt merkwürdige Vögel, mal cholerisch, mal Einzelkämpfer, mal total durchgeknallt oder einfach nur unsympathisch. Maarten ist angewidert von der Sinnlosigkeit seines Tuns und wird-wen wundert’s-kaum warm an seinem Arbeitsplatz, den er immer wieder als „bedrohlich“ charakterisiert und der ihn in seiner Seelenlosigkeit zu verschlingen droht. Kommt er hier doch noch einmal heraus?

Wenn Voskuil den Büroalltag als quälend wie die langwierige Lektüre dieses Buches darstellen wollte, so ist ihm dies durchaus gelungen. Natürlich haftet dem kleinkarierten Treiben auch eine gewisse Komik an, die mich jedoch nach rund 800 Seiten ereignisloser Beschreibungen kaum noch zu begeistern vermochte. Keiner der Charaktere taugt wirklich als Sympathieträger. Selbst Maarten, die Hauptperson, blieb mir seltsam fremd, was wohl an seinen eigenartigen Gedankengängen lag. Ein bisschen erinnerten mich die Gestalten im „Büro“ an die Bewohner eines Irrenhauses.

Stilistisch kommt der Roman trocken wie die Büroluft daher. Das alles ist sicherlich irgendwo gekonnt, jedoch dem Lesevergnügen ziemlich abträglich. Gut möglich, dass dieses Buch anderen Menschen nobelpreisverdächtig vorkommt (laut Buchrückenzitat). Doch wie schon bei Effie Briest kann ich wohl nicht unbedingt mit jedem Stück Weltliteratur etwas anfangen.

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Gespräche aus der Community

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DieBuchkolumnistins avatar
Für Betroffene & Geschädigte, Stromberg-Fans, Büromanen und alle, die es werden wollen:

Als Maarten Koning eine Stelle als wissenschaftlicher Beamter in einem volkskundlichen Büro antritt, ändert sich sein Leben schlagartig. Von nun an beschäftigt er sich mit Wichtelmännchen – und mit den lieben Kollegen. Der graue Büroalltag wird aufgelockert durch ergebnislose Sitzungen, nutzlose Dienstreisen und feuchtfröhliche Kongresse. Und bei alledem versteht es Direktor Beerta meisterhaft, immer neue Projekte und Stellen zu schaffen...
"Als Amerikaner wäre Voskuil für den Nobelpreis vorgeschlagen worden, aber als Amerikaner hätte er dieses abgründige, erschütternde und zugleich urkomische Opus magnum aus der Welt der Geisteswissenschaften eben auch nicht schreiben können." Dirk Schümer, FAZ


Die Seite zum Buch mit weiteren Informationen & Leseprobe: http://www.das-büro-der-roman.de

J.J. (Han) Voskuil, 1926 - 2008, war von 1957 bis 1987 als Beamter an einem volkskundlichen Institut in Amsterdam beschäftigt. Er debütierte 1963 mit einem Roman, doch seinen Durchbruch als Schriftsteller erlebte er erst mit dem Mega-Roman „Het Bureau“, der in den Jahren 1996 bis 2000 in sieben Bänden (mit zusammen rund 5.000 Seiten) erschien. Weitere Romane folgten. Am 1. Mai 2008, dem Tag der Arbeit, schied J.J. Voskuil nach schwerer Krankheit freiwillig aus dem Leben.

Wir verlosen zusammen mit C.H. Beck zehn Exemplare des 850 Seiten starken Romans "Das Büro" unter allen, die uns bis zum 03. Oktober 2012 ein Bild ihres "Büros" vermitteln! Postet uns ein Foto Eures Arbeitsplatzes (siehe unsere angehängten Beispielbilder) - gerne auch mit Euch darauf. Wir würden diese gern auf Facebook veröffentlichen. Solltet Ihr dies nicht wollen, dann gebt einfach im Beitrag Bescheid! Wir freuen uns auf Eure Teilnahme!!!

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