J.L. Bourne

 3,9 Sterne bei 472 Bewertungen
Autor von Tagebuch der Apokalypse, Tagebuch der Apokalypse 2 und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Der Amerikaner J. L. Bourne hat hauptberuflich relativ wenig mit Literatur und Schreiben zu tun, denn er ist schon seit vielen Jahren Marineoffizier bei der US Navy. Allerdings widmet er sich in seiner Freizeit hauptsächlich der Schriftstellerei und das mit Erfolg. Sein Debüt "Tagebuch der Apokalypse" (Originaltitel: "Day by Day Armageddon") wurde 2010 in Deutschland bei Heyne veröffentlicht; in den Jahren danach folgten Teil 2 und 3.

Alle Bücher von J.L. Bourne

Cover des Buches Tagebuch der Apokalypse (ISBN: 9783641105440)

Tagebuch der Apokalypse

(229)
Erschienen am 31.01.2013
Cover des Buches Tagebuch der Apokalypse 2 (ISBN: 9783641105433)

Tagebuch der Apokalypse 2

(123)
Erschienen am 31.01.2013
Cover des Buches Tagebuch der Apokalypse 3 (ISBN: 9783453436336)

Tagebuch der Apokalypse 3

(70)
Erschienen am 08.07.2013
Cover des Buches Tagebuch der Apokalypse 4 (ISBN: 9783453318403)

Tagebuch der Apokalypse 4

(20)
Erschienen am 10.04.2017
Cover des Buches Tomorrow War - Die Chroniken von Max (ISBN: 9783865527011)

Tomorrow War - Die Chroniken von Max

(7)
Erschienen am 16.12.2018
Cover des Buches Tomorrow War - Die Chroniken von Max (ISBN: 9783865527035)

Tomorrow War - Die Chroniken von Max

(4)
Erschienen am 29.01.2019
Cover des Buches Tagebuch der Apokalypse 1 (ISBN: B0083JB392)

Tagebuch der Apokalypse 1

(11)
Erschienen am 24.11.2011
Cover des Buches Tagebuch der Apokalypse 2 (ISBN: B0083JB3YC)

Tagebuch der Apokalypse 2

(5)
Erschienen am 24.01.2012

Neue Rezensionen zu J.L. Bourne

Cover des Buches Tagebuch der Apokalypse (ISBN: 9783641105440)
Sam_Foxtrotts avatar

Rezension zu "Tagebuch der Apokalypse" von J.L. Bourne

Sam_Foxtrott
Smarter Survival-Horror in Reinform

Hier ist mal einer dieser seltenen Zombie-Romane, die sich nicht über Schockeffekte definieren, sondern durch ihren Realismus. Geschrieben in Tagebuchform, wirkt das Geschehen erschreckend authentisch – als würde man die Aufzeichnungen eines echten Menschen finden, der die ersten Wochen einer globalen Katastrophe dokumentiert.

Im Mittelpunkt steht ein namenloser Marinesoldat, der gleichzeitig Erzähler und Protagonist ist. Er ist kein strahlender Held, aber ein erstaunlich kompetenter, gut geschulter und gleichzeitig menschlich fehlerbehafteter Überlebender. Genau das macht ihn glaubwürdig.

Besonders positiv: Selten habe ich mich nicht über einen Protagonisten geärgert. Dieser Mann weiß, was er tut – endlich mal jemand, der in einer Apokalypse logisch handelt. Er improvisiert, beobachtet, plant, sammelt Vorräte und versucht zu überleben, während die Welt in rasender Geschwindigkeit zusammenbricht.

Die Handlung ist eher eine Abfolge von Survival-Etappen als eine klassische Heldenreise – pragmatisch, knapp, realistisch.

Die Atmosphäre ist beklemmend, trocken, manchmal fast dokumentarisch. Die Sprache spiegelt die militärische Denkweise des Protagonisten wider: klar, pragmatisch, ohne große Emotionen.

Ich habe eine Mischung aus Spannung, Beklemmung, unterschwelliger Traurigkeit und immer wieder einer bedrückenden Faszination empfunden. Besonders eindrucksvoll fand ich die „Environmental Storytelling“-Momente: verlassene Häuser, kleine Hinweise auf Schicksale, Abschiedsbriefe, die Untoten in Situationen, die von ihrem früheren Leben erzählen. Tragische Geschichten, die man nie ganz erfährt oder je erfahren wird - schließlich sind alle beteiligten mittlerweile (Un)tot.

Der Roman ist bewusst trocken gehalten, und große Charakterentwicklung darf man nicht erwarten. Wer allerdings intelligente Action, realistische Survival-Strategien und eine starke Hauptfigur sucht, wird hier absolut fündig. Manchmal wünschte ich mir etwas mehr innere Reflexion – aber die nüchterne Perspektive passt perfekt zur Tagebuchform und zum militärischen Hintergrund.

Für Fans von realistischem Zombie-Horror, Survival-Fiction und atmosphärisch-dichten Endzeitgeschichten ist Das Tagebuch der Apokalypse definitiv ein netter Snack.

Cover des Buches Tagebuch der Apokalypse (ISBN: 9783641105440)
Nicole_Kosas avatar

Rezension zu "Tagebuch der Apokalypse" von J.L. Bourne

Nicole_Kosa
Spannung (mal mehr mal weniger), Ironie, fehlende Tiefe und offene Fragen: Ausflug ins apokalyptische Amerika

In „Tagebuch der Apokalypse“ dokumentiert ein Marineoffizier zufällig den Beginn einer verheerenden Apokalypse, ausgelöst durch ein Virus, das Menschen in Zombies verwandelt. Der Leser wird auf einen spannenden Ausflug ins apokalyptische Amerika mitgenommen, was für Zombiefans ein „gefundenes Fressen“ ist. In dieser neuen Welt dreht sich alles ums Überleben, und was einst wichtig schien, verliert rapide an Bedeutung. 'Die Lokalnachrichten berichten von einem Grippevirus in China.' Diese Virus-aus-China-Thematik verleiht dem Buch ein besonderes Lesegefühl – vertraut und zugleich erschreckend, wie eine alternative Realität. Im Kontext der aktuellen Pandemie erhält die Erzählung des Marineoffiziers eine eigene Ironie. 


J.L. Bournes Schreibstil ist charakterisiert durch den Tagebuchstil, der aus der Perspektive des Protagonisten geführt wird. Dieser einzigartige Erzählstil ermöglicht es dem Leser, direkt in die Gedanken und Erlebnisse des Hauptcharakters einzutauchen. Obwohl dieser Stil erfrischend ist, fehlt es manchmal an Tiefe, Charakterentwicklung und Detail. Doch der bewusst gewählte Tagebuchstil bietet nicht immer den gleichen Detailreichtum wie andere Erzählformen. Das Buch liest sich schnell und unkompliziert. Das Buch wirft auch ethische Fragen auf, wenn es darum geht, Menschen zu töten, die gewaltsam in den schützenden Bunker eindringen wollen.


Alles in allem bietet 'Tagebuch der Apokalypse' einen spannenden Ausflug in die Zombie-Apokalypse. Ich hätte mir jedoch mehr Tiefe, Charakterentwicklung und Details gewünscht und ein weniger rasant fortschreitendes Tempo. Weiters hat es mir zwischendurch etwas an Spannung gefehlt, jedoch gegen Ende kam sie wieder. Möglicherweise liegt das Fehlen eines beschreibenden Erzählstils daran, dass der Offizier eher praktisch und militärisch veranlagt ist. Das Buch wirft einige Fragen auf, die hoffentlich in den nächsten Teilen beantwortet werden. Ich hoffe auf eine Erklärung dafür, warum das Virus Menschen zu Zombies macht und warum die Atombomben die Zombies beschleunigen. Dennoch ein Muss für Zombiefans, ich würde die Fortsetzung lesen.

Cover des Buches Tagebuch der Apokalypse (ISBN: 9783641105440)
Nik_Sanders avatar

Rezension zu "Tagebuch der Apokalypse" von J.L. Bourne

Nik_Sander
Im Großen und Ganzen ist es ein nettes Zeitvertreib

Falls jemand das Genre SEHR mag und alle anderen Zombie-Romane bereits gelesen hat, kann er das Buch in Angriff nehmen. Allerdings sollte man keine tiefgründige Handlung oder multidimensionale Charaktere erwarten. Da man jedoch nicht viel mitdenken muss, eignet sich das Buch hervorragend als Entspannung vor dem Schlafengehen.

Positiv:

Es kamen im Buch tatsächlich ein paar Ideen vor, die ich in den anderen Büchern noch nicht gelesen habe.

Der Autor kennt sich mit dem Fliegen aus... ;) Ich kann am Ende des Buches zwar immer noch nicht das Flugzeug bedienen, weiß aber zumindest, dass es nicht so einfach ist.

Negatives:

Ein Buch in Form eines Tagebuchs ist meiner Meinung nach für ein Actionbuch kein geeignetes Mittel. Außerdem habe ich entweder übersehen oder es wurde tatsächlich nicht erwähnt, warum der Protagonist überhaupt ein Tagebuch führt. Wenn man sich schon für dieses Mittel entscheidet, sollte man zumindest eine gute Geschichte dafür überlegen.

Die Gedanken und das Handeln des Ich-Erzählers passen aus meiner Sicht nicht immer zusammen. Dies ist jedoch meine persönliche Meinung.

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