J.M. Coetzee Szenen aus einem Provinzleben

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Inhaltsangabe zu „Szenen aus einem Provinzleben“ von J.M. Coetzee

›Szenen aus einem Provinzleben‹ versammelt die drei Bücher, in denen J.M. Coetzee seine Biographie zum Vexierbild seines Lebens macht: ›Der Junge‹, ›Die frühen Jahre‹ und ›Sommer des Lebens‹.

In einer Kleinstadt in Südafrika lernen wir einen jungen Knaben kennen, mit seinem Vater überkreuz und von seiner Mutter mit Liebe verfolgt. Trotz der rauen Mitschüler kämpft er sich durch, studiert Mathematik und kann seiner Heimat nach London entfliehen. Doch er wird kein Künstler, sondern Programmierer - ein Außenseiter, dessen Rückkehr nach Südafrika Jahre später im ironisch gebrochenen dritten Teil ein Biograph erforscht. ›Szenen aus einem Provinzleben‹ ist das bald rührende, bald komische Porträt des Künstlers als junger Mann von einem der gefeiertsten Autoren der Gegenwart.

Autobiographie als literarisches Ereignis, ein Hochgenuss!

— Lysander

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  • Der Künstler als junger Mann

    Szenen aus einem Provinzleben

    Lysander

    04. August 2015 um 12:24

    Dieser Band enthält drei autobiographische Werke des Nobelpreisträgers: Boyhood, Youth, Summertime. In Boyhood ("Der Junge", Original 1997) schildert Coetzee (geboren 1940) seine Kindheit in Südafrika: Schon früh empfindet der kleine John das Leben in der Familie als "eng", empfindet sich als Außenseiter, hadert mit der Sprache Afrikaans und den Gegensätzen seiner Herkunft als Weißer und den Lebensbedingungen der Schwarzen. In Youth ("Die jungen Jahre", Original 2002) begleiten wir den jungen Autor Anfang der 60er Jahre durch London und die englische Provinz. Er hat Mathematik studiert, schafft es, sich aus Südafrika abzusetzen und findet eine Anstellung bei Computerfirmen in England. Doch er liebt diese Arbeit nicht. Er möchte ein Künstler sein, beschäftigt sich mit Literatur, ist noch als Student und Doktorand für Literatur eingeschrieben ... es ist bitter mitzuerleben, wie schwierig es ist, von der Kunst zu leben und wie sehr ein Mensch sich verbiegen muss, um das sein zu können, was er gerne sein möchte. Eine zentrale Rolle in diesem Werk spielt auch das Verhältnis Coetzees zu Frauen: seine Affären einerseits und die Unfähigkeit andererseits, sich dauerhaft binden zu können. Summertime ("Sommer des Lebens", Original 2009) hat mich vor allem wegen seiner sprachlich-stilistischen Brillianz und der kühnen literarischen Konstruktion beeindruckt: Coetzee gibt sich als bereits gestorben aus. Ein Journalist, Mr. Vincent, schreibt eine Biographie über das Leben des Autors Coetzee in den 70er Jahren, die er nach einem längeren Aufenthalt in den USA wieder in Kapstadt und in der südafrikanischen Provinz verbringt. In fünf fiktiven Interviews lesen wir über unterschiedliche Facetten aus dem Leben Coetzees: z. B. über das Zusammenleben mit seinem alternden Vater, über seine politische Haltung zur sich ganz allmählich wandelnden Situation bezüglich der Apartheid und über seine Versuche, vielleicht doch so etwas wie eine beständige Liebesbeziehung aufzubauen. Coetzee schreibt alle drei Romane dieses Bandes in der 3. Person. Mir scheint, dies ist der einzig ihm mögliche Weg, soviel Distanz von sich selbst zu bekommen, um auch Dinge mitteilen zu können, die er in der Ich-Form so nicht sagen könnte. Für mich sind diese "Szenen aus einem Provinzleben" ein Juwel der Gegenwartsliteratur. Sie haben mich gefesselt.

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