Von hier nach da

von J.M. Coetzee und Paul Auster
4,3 Sterne bei3 Bewertungen
Von hier nach da
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Inhaltsangabe zu "Von hier nach da"

2008, kurz nachdem sie sich in Australien begegnet waren, schrieb J. M. Coetzee an Paul Auster in New York und bot ihm an, gemeinsam einen Briefwechsel zu führen. Bis 2011 debattieren sie freimütig sie über den Lauf der Welt: von Tennis bis Vatersein, von erotischer Attraktion bis Finanzkrise, von Hochzeit zu Liebe. Scharfsinnig denken sie über unsere Gegenwart nach und bieten dem Leser in ihren manchmal ausgelassenen Briefen Einblick in ihr Leben und ein ungeschütztes Porträt ihrer Freundschaft. Und sie erklären, warum es manchmal besser ist, Laub zu harken, als Romane zu lesen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596196876
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:22.05.2014

Rezensionen und Bewertungen

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    Duffys avatar
    Duffyvor einem Monat
    Augenhöhe

    Wenn zwei Hochkaräter der Literatur beschließen, einen Briefwechsel zu führen, dann darf man gespannt sein. Denn diese Art von Veröffentlichung bedient auch das voyeuristische Interesse des Lesers, der sich erhofft, über die Prominenten mehr Persönliches zu erfahren, als die Klappentexte ihrer Bücher hergeben. Wer nun allerdings von Coetzee und Auster erwartet, dass sie literarische und philosophische Höhenflüge veranstalten, der wird vielleicht enttäuscht. Die Themenauswahl der beiden ist manchmal schon banal, Tennis, Vatersein, Erinnerungen der harmlosen Art, ein paar Schwärmereien für den Kollegen und dergleichen mehr. Doch alles unterziehen sie einer Genauigkeit und Detailtreue, dass es schon spannend ist, weil man dadurch jede Menge Informationen über das Umfeld der Autoren bekommt. Die ernsthaften Themen aus Politik, Wirtschaft und Kultur unterziehen sie einer strengen Analyse, stellen Fragen und antworten nur, wenn es Antworten geben könnte.
    Das alles ist in einem bewunderswert leichtem Stil verfasst, dass man meinen könnte, die beiden würden sich im Minutentakt ablösen und nicht Tage, manchmal Wochen vergehen lassen, um auf die Briefe des anderen zu reagieren.
    Man bekommt nicht nur einen Einblick in das Privatleben der beiden Autoren, sondern erfährt auch viel über deren Arbeitspensum, sodass man sich wundern muss, wann sie die Zeit finden, ihre großartigen Werke zu schreiben.
    Dass der dokumentierte Briefwechsel abrupt in 2011 endet, wird leider nirgendwo begründet. Der Leser hätte sich einen abschließenden Satz gewünscht. Aber vielleicht gibt es eine Fortsetzung, die hochwillkommen wäre.
    Dieses Buch lässt keine Wünsche offen und ist eine großartige Ergänzung zum Gesamtwerk beider Autoren. Sehr empfehlenswert.

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    Teetrinkervor 4 Jahren
    Schelmuffskys avatar
    Schelmuffskyvor 4 Jahren

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    Pressestimmen

    voller Überraschungen, unerwarteter Wendungen, erstaunlicher Offenbarungen und verblüffender Fragen. Vor allem Coetzee erweist sich als Meister in der Kunst, fruchtbare Fragen zu stellen.

    den wunderbaren Briefwechsel […] Aus diesem Buch geht man jedenfalls klüger heraus, als man hineingegangen ist.

    Der Briefwechsel […] lebt vom Reiz des zufälligen Nebeneinanders. […]In den Techniken der Aussparung kann es dieser lesenswerte Briefwechsel mit einem Coetzee-Roman aufnehmen.

    Den Ball spielen sie sich auch leichtfüßig zu, wenn es um ernste Themen wie Politik, die Finanzkrise oder den israelisch-palästinensischen Konflikt geht.

    Dass die beiden Weltautoren ihren jahrelangen privaten Gedanken-, Meinungs- und Gefühlsaustausch nun publizieren, ist ein großes Glück. […] Eine faszinierende Lektüre.

    Coetzee schreibt pointierte Kurzessays mit prägnanten, oft originellen Gedanken. […] Auster antwortet darauf meist inhaltlich relativierend oder ablehnend mit vielen persönlichen Geschichten und Anekdoten.

    Eine kurzweilige Lektüre, deren Vergnügen noch dadurch erhöht wird, dass die Stammübersetzer von Auster und Coetzee […] die Briefe ins Deutsche übertragen haben.

    Dieser Band zeigt amüsant und gedankenreich, dass in einem Leben für Haltung und Meinungsverweigerung Platz sein muss.

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