J.R. Dos Santos

 3.9 Sterne bei 199 Bewertungen
Autor von Das Einstein Enigma, Der Schlüssel des Salomon und weiteren Büchern.
J.R. Dos Santos

Lebenslauf von J.R. Dos Santos

J. R. Dos Santos wurde 1964 in Beira, Mosambik geboren. 1977 floh er mit seiner Familie nach Lissabon, wo er zunächst einige Jahre bei seiner Mutter lebte bevor er bei seinem Vater in Macau, China wohnte. 1982 kehrte Dos Santos nach Portugal zurück, um an der Universität seinen Abschluss im Journalismus zu machen. Er machte Karriere als Reporter und Nachrichtensprecher. In Portugal ist er eines der bekanntesten Gesichter der Nation. 2002 schrieb er seinen ersten Roman "A Ilha das Trevas". Für viele seine Werke erhielt Dos Santos zahlreiche Auszeichnungen und erreicht mit ihnen Millionenpublikum mit regelmäßigen Bestsellerauflagen. Er ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Alle Bücher von J.R. Dos Santos

Das Einstein Enigma

Das Einstein Enigma

 (77)
Erschienen am 23.03.2017
Vaticanum

Vaticanum

 (57)
Erschienen am 21.03.2019
Der Schlüssel des Salomon

Der Schlüssel des Salomon

 (61)
Erschienen am 15.03.2018
Die französische Geliebte

Die französische Geliebte

 (2)
Erschienen am 01.01.2008
Das Element

Das Element

 (2)
Erschienen am 07.06.2010
L'ultime secret du Christ

L'ultime secret du Christ

 (0)
Erschienen am 07.05.2014

Neue Rezensionen zu J.R. Dos Santos

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Rezension zu "Vaticanum" von J.R. Dos Santos

Laudanum statt Vaticanum
rumble-beevor 11 Tagen



Ich gebe zu, ich habe mich gerade deshalb für dieses Buch interessiert, weil sich die Parallele zu Dan Brown geradezu aufdrängt. Mit diesem Autor verbindet mich so eine Art „Hassliebe“, und ich wollte sehen, ob es einer besser kann. Nun – kann er leider nicht. Mit allem Respekt muss ich sagen, dass mir das Buch von Dos Santos nicht besonders gefallen hat.

Vielleicht unter anderem deshalb, weil sich das Buch sehr „verzettelt“. Es beginnt mit der Suche nach dem Grab von Apostel Petrus. Das allein fand ich schon spannend, doch leider wurde die Suche mittendrin unterbrochen. Der Papst schickt nach Tomàs Noronha, weil er aufgrund einer alten Prophezeiung sowohl um sein Amt als auch um sein Leben fürchtet.

Doch auch dieser – leidlich spannende – Ansatz wird nicht konsequent weiter verfolgt. Anstatt die Geschichte von Marienerscheinungen und Prophezeiungen zu schildern, wird der Papst entführt. Als Drittes kommt nun, nach Historie und Mystery, ein Thriller hinzu. Damit hat sich das Buch definitiv übernommen.

Und was mir die Lektüre schlussendlich am meisten verleidet hat, war der viel zu lange Mittelteil im „Thriller“. Gefühlt unendlich unterhalten (!) sich Noronha und die Wirtschaftsprüferin ganz einfach über Konten, Konten und nochmals Konten. Und wem sie alle warum gehören. Hier ist mein Interesse derart erlahmt, dass ich das Buch beinahe abgebrochen hätte. 

Der Thriller nimmt ganz zum Schluss hin dann doch noch Fahrt auf, aber hier leidet die Geschichte wiederum unter offensichtlichen Übertreibungen und Ungereimtheiten. Sicher, man erwartet in einem solchen Buch keine Logik, die wiederholbar wäre. Dennoch, es ging mir auf die Nerven, wie immerzu in allerletzter Sekunde ausgerechnet ein Historiker (von dem man eigentlich nichts weiter weiß) auf den entscheidenden Kniff kommt. 

Ein großer Negativpunkt war für mich auch die Sprache. Die Ausdrucksweise fand ich sehr oft unangemessen flapsig – das mag allerdings ein Problem der Übersetzung sein. Das ständige Gefluche des italienischen Kommissars hat mich nach einer Weile in Rage gebracht, da es sich immerzu wiederholte. Ich kenne Italiener, und die sagen weitaus seltener „cazzo“ oder gar „stronzo“, als man meint…! 

Schon ganz am Anfang habe ich auch an den Dialogen Anstoß genommen. Sie wirken hölzern, gestelzt, und sind ganz oft einfach zu lang. Das Gespräch zwischen Noronha und seiner Verlobten in den ersten Kapiteln wird doch ganz offensichtlich nur deshalb geführt, um für den Leser in gedrängter Form die Suche nach dem Petrusgrab zu referieren… so würde sich im wahren Leben keiner unterhalten! Das Gespräch mit dem Papst über alte Prophezeiungen wirkte ebenfalls schablonenhaft.

Charakterisierungen oder gar Weiterentwicklungen der Charaktere sucht man hier ebenfalls vergebens. Die Verlobte ist zickig, und würde lieber shoppen gehen. Die Wirtschaftsprüferin ist blond und sexy. Und – oh Graus! - als der Papst entführt wird, sinkt sie doch glatt seufzend an Noronhas Brust – da habe ich mich „fremdgeschämt“! Der italienische Polizist ist aufbrausend und unfähig. Und die Geistlichen sind zumeist undurchdringlich, aber milde. Das war‘s. Auf dem Stand bleibt es das ganze Buch hindurch. Ach ja, und ganz selbstverständlich sind viele Priester schwul, und die islamischen Terroristen rufen immerzu „Ungläubige“ und „Allahu akbar“. Ein wirklich gruseliger Stil.

Ich will gerne einräumen, dass es sicher Leser geben wird, denen dieses Buch gefällt. Wahrscheinlich ist auch die geänderte Reihenfolge des Erscheinens der Bücher um Tomàs Noronha in Deutschland der Sache nicht zuträglich gewesen. Ich für meinen Teil jedoch halte mich, wer hätte das gedacht, bei religiösen Thrillern dann wieder an Dan Brown.

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Rezension zu "Vaticanum" von J.R. Dos Santos

Enthüllungsbuch über den Vatikan
MrsFraservor 12 Tagen

J. R. Dos Santos hat mit 'Das Einstein Enigma' und 'Der Schlüssel des Salomon' mehr als deutlich gemacht, was seine Stärke ist: dem Leser schwer zugängliche, umprominente und extrem interessante Fakten verständlich zu vermitteln. 


Das macht er auch in seinem dritten bei Luzar Publishing erschienenen Buch 'Vaticanum'. Wieder landet der Protagonist Tomás Noronha mehr zufällig in einem heiklen Kriminalfall, dessen Hauptermittler er wird. Diesmal geht es um den Papst, der, kurz nachdem er Tomás eröffnet hat, dass es dank einer alten Prophezeiung und vieler Zufälle denkbar ist, dass er der letzte Mann ist, der das höchste Amt der katholischen Kirche bekleidet, entführt wird. Um seine Hinrichtung durch islamistische Terroristen zu verhindern, durchforstet Tomás mit einer Wirtschaftsprüferin heikle Dokumente der Vatikanbank. 

Jaaa - das hört sich ein bisschen unstimmig an und das ist es leider auch. Der actionreiche Thriller-Aspekt des Buches steht im deutlichen Gegensatz zu den eher trockenen Enthüllungen über die Machenschaften und Verwicklungen der Vatikanbank. Klar, beides ist interessant, aber wie Öl und Wasser - so richtig miteinander vermischen lässt es sich nicht.  Wo es bei wissenschaftlichen Theorien hilfreich und wichtig ist, die Fakten zu wiederholen und immer mal anders zu formulieren, damit sich sich das Verständnis beim Leser festigt, braucht man in diesem Fall nicht soooo viele Details und Namen, um zu verstehen, dass es und was beim Vatikan falsch läuft.  Und obwohl Tomás auch in diesem Buch eine Chiffre lösen muss, fragt sich der Leser immer wieder schmunzelnd, was genau die Qualifikation des Historikers für die Hauptrolle in diesem Roman ist.  

Nichtsdestotrotz ist das Buch absolut lesenswert, zum Ende hin vor allem mitreißend spannend und ein richtiger Pageturner . Die Tatsachen, die Tomás herausfindet, sind alle authentisch und belegt, was es fast unglaublich erscheinen lässt, dass das Buch nicht in aller Munde ist. In Italien hat das Buch die Bestsellerlisten gestürmt und wenn Papst Franziskus mit seiner Aufräumarbeit konsequent weitermacht, scheint die im Buch erwähnte (ebenfalls authentische) Prophezeiung zum Ende des Papsttums gar nicht so unwahrscheinlich. Wieder schafft es der Autor so, allein durch die Zusammenstellung und Erläuterung von Fakten, Fakten, Fakten, dass der Leser anfängt zu glauben oder zumindest glauben zu wollen. Vor allem an eines: die Wahrheit und dass sie immer noch der richtige Weg ist.


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Rezension zu "Vaticanum" von J.R. Dos Santos

Unheilige Geschäfte im Vatikan
Bellis-Perennisvor 19 Tagen

Das ist der dritte Fall für den Historiker Tomás Noronha. Diesmal muss er seine Ausgrabungen unter der Peterskirche nach dem Grab des Apostels Petrus unterbrechen, um die Entführung des Papstes aufzuklären und die Welt vor den Islamisten retten. Ihm zur Seite steht, wieder einmal eine attraktive Frau, nämlich die Wirtschaftsprüferin Catherine. 

Wird es der charismatische Superheld schaffen, den Papst aus der Hand der Entführer zu befreien? 

Meine Meinung: 

Schon in der Einleitung weist der Autor darauf hin, dass diesem Buch echte historische Fakten zu Grunde liegen. Ich war also gespannt, welche. Und siehe da, ich habe mehrere Déjà vu-Erlebnisse gehabt. Ich habe mich in die 1980er Jahre zurück versetzt gefühlt. Die Skandale um die Vatikanische Bank (Stichwort Roberto Calvi), die Firmengeflechte (Vatikan hält Anteile an einer Pharma-Firma, die die Antibaby-Pille erzeugt) in denen der Vatikan verstrickt war (?) oder die Gerüchte um den plötzlichen Tod von Papst Johannes Paul I. Mir war es, als ob ich die Bücher von David Yallop („Im Namen Gottes“) und Peter de Rosa („Gottes erste Diener“ bzw. „Vatikan - von Gott verlassen“) wieder lesen würde. 

Gut, soweit im Süden nichts Neues. Dass der aktuelle Papst Franziskus mit diesen und ähnlichen Praktiken aufräumen will/wollte und sich damit ziemlich böse Freunde gemacht hat, ist auch nachvollziehbar. Dass immer wieder Prophezeiungen, die gerade in den Kram passen, geglaubt wird, hat auch Tradition.  

Was also ist das Neue, Spannende an diesem Buch? Wenig - der Autor hat hier ziemlich viel Potential verschenkt. Bekannte Tatsachen einfach aufzuwärmen und mit aktuellen Bedrohungen zu verbrämen , ist mir einfach zu wenig. Da hilft ein „Wunderwuzzi“ in Gestalt des Historikers Tomás Noronha nicht wirklich. 

Die Verflechtung von Fakten und Fiktion ist gut gelungen. Völlig unangebracht ist es, die Polizei als dämlich, uninteressiert und unfähig darzustellen. Nur Tomás „James Bond“ Noronha weiß alles, kann alles und rettet die Welt vor sich selbst. 

Wer mehr über die Verstrickungen des Vatikans in üble Geschäfte wissen will, dem seien die oben angeführten Bücher ans Herz gelegt. 

Fazit: 

Viel verschenktes Potential. Wunderwuzzi Tomás Noronha verdient hier gerade einmal aufgerundete 3 Sterne.

 

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J.R. Dos Santos wurde am 01. April 1964 in Beira, Mosambik geboren.

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