J.R. Moehringer

 4.1 Sterne bei 258 Bewertungen
Autor von Tender Bar, Knapp am Herz vorbei und weiteren Büchern.
Autorenbild von J.R. Moehringer (©ABC / Donna Svennevik)

Lebenslauf von J.R. Moehringer

J.R. Moehringer führte mit seinem ersten Buch ›Tender Bar‹ weltweit monatelang die Bestsellerlisten an. Er wurde 1964 in New York geboren, er studierte in Yale und war Reporter bei der Los Angeles Times. 2000 gewann er den Pulitzer-Preis.

Alle Bücher von J.R. Moehringer

Cover des Buches Tender Bar9783596176151

Tender Bar

 (397)
Erschienen am 01.04.2008
Cover des Buches Knapp am Herz vorbei9783596195831

Knapp am Herz vorbei

 (94)
Erschienen am 24.04.2014
Cover des Buches Knapp am Herz vorbei9783839812280

Knapp am Herz vorbei

 (10)
Erschienen am 21.03.2013
Cover des Buches Tender Bar9783839891551

Tender Bar

 (2)
Erschienen am 21.03.2013

Neue Rezensionen zu J.R. Moehringer

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Rezension zu "Tender Bar" von J.R. Moehringer

Wunderbar gesprochene Autobiographie
Tefelzvor 7 Monaten

Ein Buch über eine Bar ? Was soll daran spannend sein ? Doch es steckt wesentlich mehr dahinter und es lohnt sich, es herauszufinden...

Geschichte

J.R.verbringt seine Kindheit in einem Stadtteil New York mit seiner Mutter, in einem alten Haus seiner Großeltern, in dem auch die Schwester seiner Mutter mit 6 Kindern wohnt. Es gibt nur 1 Bad und 1 Toilette und der Großvater ist sehr geizig und investiert rein gar nichts in das Haus. J.R.´s Vater hat die Familie früh verlassen und kümmert sich um nichts. Im Publicen , einer Bar in der sein Onkel an der Bar bedient, sieht er "richtige" Männer und träumt davon so zu werden wie die Männer, die täglich in die Bar von Steve, dem Inhaber des Publicen, gehen....

Sprecher und Personen

Es ist eine Autobiographie die wirklich sehr sympathisch rüberkommt. Die Geschichte des J.R. wunderbar gelesen von Ulrich Nöthen, der hier einen Superjob macht. Er verleiht dem Hörbuch die Lust einfach weiterhören zu wollen. 

Meinung    

Natürlich ist es weder eine Adrenalin gespickte Erzählung noch wird viel Blut fließen, aber es ist eine wunderbare Erzählung über eine Kindheit in New York und das anschließende " Mann " werden, überzogen durch mangelndes Selbstvertrauen, fehlendes Durchhaltevermögen, Ablenkung, die Suche nach dem Vater, die erste Liebe , das Stipendium und die Ausbildung prägt einen Jungen, der immer nur davon geträumt hat, seine Tage in der Bar zu verbringen.

Fazit

Eine tolle Autobiographie, die auch hier eher die leisen Töne trifft und den Hörer in eine ganz andere Welt versetzt, die einfach weiter erzählt werden sollte. Eine Empfehlung speziell für Männer, die sich sicherlich in der ein oder anderen Situation wiederfinden und nachempfinden können.



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Rezension zu "Knapp am Herz vorbei" von J.R. Moehringer

Willie Sutton, Bankräuber der Herzen
Herbstrosevor 3 Jahren


New York, Weihnachten 1969. Nachdem er die letzten siebzehn Jahre im Attica State Prison inhaftiert war, wird Willie Sutton vorzeitig entlassen. Sein halbes Leben verbrachte er wegen diverser Bankeinbrüche hinter Gittern, jetzt ist er 68 Jahre alt, krank und hinfällig. Für ein Exklusivinterview, das seine Anwältin für eine New Yorker Zeitung vereinbart hatte, ist er nun einen Tag lang mit dem Reporter „Schreiber“ und dessen Fotografen „Knipser“ unterwegs. Kreuz und quer fahren sie mit ihm durch das verschneite New York, wo sie chronologisch die Stationen seines früheren Lebens aufsuchen. Und Willie erinnert sich …

Der Autor J. R. (John Joseph) Moehringer wurde 1964 in New York City geboren. Nach seinem Studium an der Yale University arbeitet er als Reporter und Korrespondent für namhafte amerikanische Zeitungen. 2002 wurde er mit dem Pulitzer-Preis für Fachliteratur ausgezeichnet. 2005 schrieb er seinen ersten autobiographischen Roman „Tender Bar“, 2009 verfasste er zusammen mit Andre Agassi dessen Autobiographie „Open“. Die Originalausgabe des vorliegenden, teils biographischen, Romans erschien 2012 unter dem Titel „Sutton“. Titel und Cover der deutschsprachigen Ausgabe sind meiner Meinung nach völlig undpassend und nicht nur knapp, sondern weit am Inhalt vorbei.

Wie Moehringer bereits zu Anfang des Buches bemerkt, handelt es sich bei „Knapp am Herz vorbei“ nicht um eine reine Biographie, jedoch stimmt vieles aus Suttons Leben und einiges könnte so gewesen sein. Sutton lässt an diesem Weihnachtstag 1969, als er mit dem Reporter und dem Fotografen in New York unterwegs ist, seine Vergangenheit Revue passieren, und der Leser ist bei den wichtigsten Stationen seines Lebens dabei: Als Kind irischer Einwanderer wurde er 1901 in Brooklyn geboren, wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf, erlebte als Jugendlicher die Depression, fand keinen Job und lernte schon früh seine große Liebe Bess kennen. Es sind harte Zeiten, er möchte seinem Mädchen etwas bieten, aber Geld ist kaum vorhanden. So erfolgt dann zwangsläufig der erste Einbruch, die erste Verhaftung, die erste Gefängnisstrafe, der erste Ausbruch – eine Gangsterkarriere nahm seinen Lauf. Da seine Raubzüge stets gewaltlos abliefen, hatte er bald die Sympathien einer breiten Bevölkerungsschicht und erlangte eine fragwürdige Berühmtheit – er wurde zu einem amerikanischen „Hero“.

Auch der Autor war von Sutton fasziniert, seit er ein kleiner Junge war, er sah in ihm, laut eigener Aussage, einen modernen Robin Hood. Und auch ich bin beeindruckt, begeistert vom Schreibstil Moehringers, von seinen kurzen knappen, teils abgehackten Sätzen, die so gut zu der Geschichte passen. Kein Wort zu viel, trotzdem sehr eindringlich und berührend. Dass bei wörtlicher Rede die Kennzeichnung fehlt, merkt man alsbald nicht mehr. Aber man merkt, wie man von Sutton und dessen Lebenslauf gefesselt wird und wie man von diesem „Gentleman-Bankräuber“, der die Literatur liebt und gerne philosophiert, fasziniert ist. Man hofft für Sutton, dass alles gut ausgeht und ist erschüttert über die damaligen brutalen Methoden der amerikanischen Polizei und des Strafvollzugs, an denen sich bis heute wohl nicht viel geändert haben dürfte. Auch die Situation der New Yorker Bevölkerung, die während der Depression und Prohibition verzweifelt nach Arbeit und Auskommen sucht, wird eindringlich beschrieben und regt zum nachdenken an.

Fazit: Eine überaus interessante und informative „halbwahre“ Biographie über einen ungewöhnlichen Menschen seiner Zeit.

Die „echte“ Biographie über Willie Sutton ist im Internet auf der Website des FBI nachzulesen: https://www.fbi.gov/history/famous-cases/willie-sutton

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Rezension zu "Tender Bar" von J.R. Moehringer

ein Ort zu dem man immer wieder zurück kehrt
dominonavor 5 Jahren

Am Anfang dachte ich wirklich, der Autor wolle nur verschleiern, dass aus ihm ein Alkoholiker geworden ist, aber damit tut man dem Buch unrecht. Es beschreibt hauptsächlich ein Leben autobiographisch und streift aber so viele Bereiche des Lebens, dass ich oft genau wusste was er meint, obwohl mein Leben ganz anders verlaufen ist. Zwischendurch hat er mir die Männlichkeits-Schiene zu stark ausgewalzt, aber das Buch ist ebenso sympathisch wie der Schreibstil und ich wäre gerne im Dickens Gast gewesen.

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